Auweh, jetzt haben wir die Favoritenrolle!

Die Woche:

1. Mit Patrick Kammerbauer verließ kurz vor Schließung des Wintertransferfensters ein weiteres Clubtalent den Valznerweiher. Der 20-Jährige kickt ab sofort für den SC Freiburg. In der Bildzeitung kritisierte Kammerbauer mangelnde Wertschätzung beim Club. Es sei immer nur von den auslaufenden Verträgen von Möhwald und Leibold die Rede gewesen, aber nicht von seinem. Dass das vielleicht auch mit den eigenen nicht so konstanten Leistungen zusammenhing, auf die Idee kommt man mit 20 wohl noch nicht Club-Sportvorstand Andreas Bornemann zeigte sich im Interview daher auch leicht angefressen. Nicht nur was Kammerbauer angeht, sondern generell. Für die solventeren Vereine seien solche jungen Spieler kaum ein Risiko, weshalb sich die Situation hinsichtlich des Verbleibs von Möhwald, Leibold oder Löwen (den nannte er ungefragt) leider auch nicht verbessert habe.

2. In diesem Zusammenhang ein kurzer Blick auf die Insel: Dort erinnert der „Examiner“ daran, dass bei Huddersfield seit einigen Monatren ein vielversprechendes Talent, nämlich der aubameyangmäßig vom Club geschiedene Abdelhamid Sabiri mittrainiert, der jetzt langsam mal zeigen könnte, was er drauf hat.

3. Die Haltung von Peter Fischer, Präsident von Eintracht Frankfurt, zieht Kreise. Jetzt geht der 1. FC Nürnberg gegen den Fanclub „Club Warriors“ vor, weil dort ein NPD-Funktionär im Vorstand sitzt.
http://www.nordbayern.de/region/nuernberg/der-1-fc-nurnberg-zeigt-rechten-die-rote-karte-1.7180348?utm_source=feedburner&utm_medium=twitter&utm_campaign=Feed%3A+clubfanspressespiegel+%28Clubfans+United+-+Pressespiegel%29

4. Der Club-Fanshop in der Ludwigstraße schließt. Den FCN-Verantwortlichenn ist das dortige Umfeld nicht gepflegt genug. Außerdem soll eine bessere Lage auch mehr Laufkundschaft anziehen. Wo der neue Shop, der auf jeden Fall kleiner ausfallen dürfte, aufmacht, ist zur Zeit noch unbekannt.

5. Nachdem der Club zuhause nicht immer den Erwartungen der Fans entspricht, sind die auch sensibler, was andere Frustfaktoren angeht. Zum Beispiel die, die von den Tauben ausgehen, die auch gerne ins Stadion pilgern. Vor allem aber wegen der Rasensamen. Die Tauben bekacken derzeit vor allem die Besucher der Gegengerade. Die Beschwerden nehmen laut FCN aber rapide ab, wenn der Club gewinnt.

Das Spiel:

Gegen Erzgebirge Aue hatte der Club in der Hinrunde eine seiner Tiefpunkte und verlor mit 1:3. In der Zwischenzeit ging es beim Gegner kontinuierlich bergab, während der Club nach oben kletterte. Insofern erwartete jeder einen klaren Sieg, auch wenn der Club sich zuhause eher schwer tut.

Eine gute halbe Stunde lang war das eine äußerst zähe Angelegenheit im Morlock-Stadion. Die vernunftbegabteren Fans verwiesen auf das „erwartete Geduldsspiel“, die anderen fingen das Murren an oder gingen Bier holen. Letztere verpassten dann nicht nur den ersten gefährlichen Angriff, sondern auch ein besonders schönes Tor: der diesmal voll überzeugende Neuzugang Federico Palacios legte überlegt auf Kevin Möhwald zurück, der den Ball volle Kanne ins Auer Gehäuse hämmerte. Das war der Dosenöffner. Zumal eine Minute nach dem Wechsel Möhwald erneut auf Zuspiel von Palacios das 2:0 machte.

Beim Gegner ging jetzt nicht mehr viel zusammen. Der Club konnte das Spiel locker verwalten. Bei diesen Verwaltungsbemühungen sprang dann unter anderem jene Ecke heraus, die Valentini in der 71. Minute auf den Kopf von Patrick Erras zirkelte, der sich mit dem 3:0 nach seiner langen Verletzungspause wohl vollends zurückmeldete. Mitten im allgemeinen Jubel verlor Eduard Löwen wieder mal in prekärer Position einen Ball und ermöglichte Soukou so den ebenso überraschenden wie unnötigen Anschlusstreffer. Wenig später stellte der eingewechselte Tobias Werner jedoch mit seinem ersten Ballkontakt – übrigens ging der Assist wieder an Palacios – den alten Abstand wieder her.

Der Sky-Reporter jubelte dann: „So spielt ein Aufsteiger!“ Dennoch: Es kommen mit Sicherheit noch Gegner, bei denen das Bretterbohren um einiges schwerer wird.

Ein Letztes:

Welche Drogen werden eigentlich in den Sportredaktionen konsumiert? Nachdem es beim Cliub gerade ganz gut läuft, macht sich der Fan halt anderweitig Sorgen:

Diekmeier: Jubiläum und Rekord

Gestern Club – und heute? Die Club-Freunde wollen sich in loser Folge auf die Spuren von Kickern begeben, die einst am Valznerweiher heimisch waren. Zum Auftakt geht es um einen Spieler, der am vergangenen Wochenende ein Jubiläum feierte und dabei ein erstaunliches Alleinstellungsmerkmal weiter ausbaute.

Der Club wird ja auch deswegen gerne als „Depp“ gescholten, weil er immer so tolle Rekorde aufstellt. Etwa, als Meister abzusteigen (1969) oder als Bundesligist gegen einen Fünftligisten aus dem DFB-Pokal zu fliegen (2001). Oder aber eine ganze Vorrunde lang sieglos zu bleiben. Diese glücklose Serie, die die Nürnberger im Abstiegsjahr 2013/14 ereilte, haben sie weiterhin im Fußball-Oberhaus exklusiv, da der 1.FC Köln am 17. Spieltag der laufenden Serie doch noch seinen ersten „Dreier“ einfuhr.

Eigentlich hätte es angesichts solcher fragwürdiger „Bestmarken“ gepasst, wenn Dennis Diekmeier seinen Torlos-Rekord, denn er Woche für Woche ausbaut, im Club-Trikot aufgestellt hätte. Am vergangenen Wochenende absolvierte er seinen 200. Bundesligaeinsatz und blieb auch in diesem Jubiläumsspiel wie in den 199 zuvor ohne Tor. Das passt zum Club, aber natürlich auch zum Hamburger SV, der in Sachen Pleiten, Pech und Pannen auch alles andere als unbeleckt ist.
Außerdem hat Diekmeier ja Club-Vergangenheit und die ersten 30 der besagten 200 Einsätze für den 1.FC Nürnberg absolviert. Das war in der Saison 2009/10, nach dem Wiederaufstieg, an dem der im Winter 2008/09 aus Bremen gekommene Defensivspieler als damals gerade mal 19-Jähriger durchaus seinen Anteil hatte.

Überhaupt muss betont werden, dass Diekmeier eine sehr respektable Laufbahn hingelegt hat. An dem soliden, inzwischen 28-jährigen  Rechtsverteidiger liegt es auch sicher nicht, dass der HSV schon wieder so tief im Schlamassel steckt. Aber das Toreschießen ist halt nicht sein Ding –  und skurril ist sein Rekord freilich schon. Vorgänger in dieser Hitparade war übrigens Markus Schuler, den Diekmeier während der Vorrunde ablöste und der für Hannover und Bielefeld in der Bundesliga in 182 Spielen torlos blieb. Auf Platz drei der Liste steht Thomas Eichin mit 180 Einsätzen im Oberhaus – der langjährige Gladbacher spielte am Ende seiner Laufbahn (1994/95) auch noch eine Saison für den Club, allerdings in der Zweiten Bundesliga, wo ihm prompt auch ein Tor gelang. Und auf Platz fünf folgt mit Ferdinand Wenauer gar ein zweifacher Meisterspieler des 1.FC Nürnberg. Er bestritt zwischen 1963 und 1969 168 Spiele im Oberhaus ohne jemals einen Treffer zu erzielen.
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Zurück auf dem Boden der Tatsachen

Die Woche:

1. Auf einmal hat der Club die Favoritenrolle im Aufstiegsrennen. Wir werden hier seit Jahren nicht müde, mhier auf die Erwartungsbremse zu drücken. Nicht weil wir Nörgler und Pessimisten sind, sondern weil wir aus Erfahrung wissen, wie das beim Club endet. Immerhin scheint Trainer Michael Köllner (genau wie übrigens auch Sportvorstand Andreas Bornemann) da ebenfalls eine Gefahr zu sehen und dämpft da schon mal verbal: „Wir müssen nicht auf Biegen und Brechen aufsteigen.“

2. Mit Identifikationsfiguren tun sich die meisten Vereine mittlerweile schwer. Spielt einer mal längere Zeit erfolgreich, wird er prompt weggekauft. Nach Max Morlock ging es auch beim Club identifikationsmäßig bergab. Marek Mintal war noch so einer. Deshalb wurde er beim FCN nach seiner aktiven Laufbahn auch weiterbeschäftigt. Bei Raphael Schäfer war das zunächst genauso. Jetzt hat der Club die Zusammenarbeit beendet. Warum, das blieb bislang im Dunklen.

3. Noch einen weiteren Weggang hatte der FCN zu vermelden. Rurik Gislason stürmt in der Rückrunde für den Ligakonkurrenten SV Sandhausen. Dort will sich der Isländer seinem Nationaltrainer empfehlen um doch noch zur WM nach Russland fahren zu können. Der Club kann damit zwar einen Spieler, der noch einen „guten“ Altvertrag besaß, von der Gehaltsliste streichen. Der Deal hat aber auch Deppenpotenzial, denn am vorletzten Spieltag geht es gegen Sandhausen. Nicht auszudenken, aber gerade deshalb wohl typisch Club, wenn da ausgerechnet Rurik…

Das Spiel:

Und wenn es dann erst wird, dann sind die Winterpausendebatten auch schon wieder Makulatur, Zum Beispiel der Köllner-Vergleich mit dem Testspielgegner Heart of Midlothian. Die hat der Club noch mit 5:0 vom Platz gefegt. Aber Jahn Regensburg war halt ein anderes Kaliber. Taktik, in dem Fall hoch pressen, ist da das eine. Aber wo keine Ballsicherheoit vorhanden ist und jeder zweite Ball verloren geht, ist die Taktik eigentlich egal. Diesmal erwischte ausgerechnet der sonst so solide Ewerton einen schwarzen Tag. Dazu kam, dass der gleich zu Beginn auflaufende Neuzugang Marvin Stefaniak und Tim Leibold auf der linken Seite deutliche Abstimmungsprobleme hatten. So schenkte der Jahn dem Club bereits in der 6. Minute den ersten Treffer ein. Immerhin brauchten wir nicht lange für die passende Antwort. Vier Minuten später konnte Kapitän Hanno Behrens abstauben, nachdem der Regensburger Keeper Pentke einen Leibold-Schuss nicht festhalten konnte. Am konfusen Abwehrverhalten änderte das jedoch nichts und so ging Regensburg nach einer knappen halben Stunde erneut in Führung. Danach merkte man den Clubspielern an, dass sie verunsichert waren. Regensburg war einfach besser und raubte unserer Mannschaft mit dem frühen Angreifen den letzten Nerv. Nicht nur wir Fans sehnten daher die Pause herbei in der Hoffnung, dass kein Gegentor mehr fällt.

Nach dem Seitenwechsel kam Mühl für den indisponierten, aber wohl auch verletzten Ewerton. Das Highliight des Spiels durften wir wenig später erleben. In der 49. Minute nach einer Möhwald-Flanke macht ausgerechnet Edgar Salli per Kopfball den Ausgleich. Wo hat Köllner den denn aus dem Hut gezaubert? 😉 Nun ja, schön dass es endlich mal geklappt hat. Wenig später hätte Salli sogar noch den Siegtreffer machen können, brauchte aber einen Tick zu lange für die Ballannahme. Allerdings hatte auch der Jahn durchaus Chancen, den Siegtreffer zu landen.

Köllner wechselte dann noch Erras für den offenbar im Training überzeugenderen Petrak ein und Löwen für den noch nicht eingebundenden Stefaniak. Wobei Löwen leider nicht ganz bei der Sache zu sein scheint. Aus welchen Gründen auch immer.

Wer aufsteigen will, der sollte Heimspiele gegen Mannschaften wie Regensburg eigentlich gewinnen. Angesichts des Spiels und des Auftretens der Gäste müssen wir aber mit dem Punkt zufrieden sein.

Ein Letztes:

Die Schalker kaufen nicht nur gerne beim Club ein, sie unterstützen auch dessen fränkische Konkurrenz. Tröstlich immerhin, dass sie es nicht blicken, wann wir harte Konsonanten nur weich aussprechen und wann sie wirklich weich sind.

Langsam darf es wieder losgehen

Die Woche:

So, das Trainingslager in Valencia ist vorbei. Zeit für einen kurzen Zwischenbericht, ehe es nach einem weiteren Test gegen Dukla Prag nächste Woche mit dem Heimspiel gegen Jahn Regensburg wieder ernst wird.

1. Nach dem Weggang von Cedric Teuchert zu Schalke 04 stand erst einmal die Frage im Vordergrund, wer soll beim Club stürmen, wenn Mikael Ishak ausfällt. Verschärft wurde dies dadurch, dass der ein bisschen in Vergessenheit geratene Adam Zrelak sich in Valencia einen Muskelfaserriss zuzog und erst einmal ausfällt. Zusätzlich will Trainer Köllner eventuell verstärkt auf die Dreikette setzen und mit zwei Stürmern antreten. Mit Federico Palacios von RB Leipzig und den vom VfL Wolfsburg ausgeliehenen Marvin Stefaniak bekommt Köllner aber die gewünschten Optionen im Sturm. Wobei bei Palacios schon die ersten „Fans“ Ablehnung signalisierten, weil der sich an die Brause-Heinis verkauft habe. Kann man nur sagen: Leute, lasst den Scheiß! Das ist schon beim FC Kaiserslautern schief gegangen. Außerdem können wir uns doch freuen, wenn verlorene Schäfchen den Weg zurück zur Herde finden.

2. Weiter hinten gab es hingegen nicht den akuten Handlungsbedarf, nachdem Leibold, Möhwald und Kammerbauer (alle haben auslaufende Verträge) signalisiert hatten, sich vorerst beim Club für den Wiederaufstieg zu engagieren. Trotzdem präsentierte der FCN mit Ulisses Garcia von Werder Bremen einen neuen Linksverteidiger, der bei den Testspielen übrigens am ehesten den Eindruck vermittelte, sofort einsetzbar zu sein.

3. Wie das so ist, wenn nicht gespielt wird, da wird dann selber ein bisschen an der Nachrichtenlage geschraubt. So kursierten allerlei Gerüchte über weitere Neuzugänge. Da war etwa der in Metz gescheiterte ehemalige FCN-Verteidiger Philipp Wollscheid, oder unser alter Bekannter Stefan Kießling . Auch Ex-Nationalspieler Marko Marin wurde gehandelt. Und natürlich Pascal Köpke, bei dem sogar dynamische Allerweltsgestern bei Instagram als Fingerzeig für einen Wechsel Richtung Nürnberg gewertet werden.

Die Spiele:

Womit wird bei den Spielen wären. Im ersten Testspiel gegen KAA Gent verlor der Club zwar mit 0:1. Dennoch war der Eindruck eher positiv. Vor allem Torwart Bredlow, der den Kampf um die Nummer 1 gegen Thorsten Kirschbaum auch wegen dessen neuerlicher Verletzung gewonnen haben dürfte, konnte sich auszeichnen. Ondrej Petrak konnte auf der Sechserposition ebenfalls Pluspunkte machen. Gegen die deutlich limitierteren Schotten von Heart of Midlothian hatte die gar nicht einmal bestbesetzte Club-Mannschaft praktisch gar keine Probleme und siegte mit 5:0. Das Spiel bekräftigte den Clubtrainer auch darin, häufiger mal auf die Dreierkette zu setzen.

Ein Letztes:

Zum Testspiel gegen die Schotten präsentierte „Club-TV“ den kindgerechten Sportkommentar. Vielleicht sollte man dafür die Alterskategorie „bis 12“ einführen.

Gute Leistung nicht belohnt

Unwirtliches Wetter, arbeitnehmerfeindlicher Termin und dann auch noch das Parallelspiel im GEZ-TV: Kein Wunder, dass nur 25.000 Zuschauer ins Morlock-Stadion kamen. Vielleicht spielte auch eine Rolle, dass der Club in der Vergangenheit gegen Bundesligisten immer kaum Land sah. Das war gegen den VfL Wolfsburg diesmal nicht der Fall. In der ersten Halbzeit waren wir durchaus ebenbürtig. Der Club hatte sogar die größere Zahl an Torchancen. Nach einer halben Stunde tankte sich erst der diesmal von Beginn an spielende Eduard Löwen durch, verfehlte das Tor aber knapp. Eine Minute später passte Hanno Behrens super auf Möhwald, der vergab aber überhastet. Allerdings hätte auch der Bundesligist ein Tor erzielen können, zum Beispiel in der 41. Minute als Dimata am herauseilenden Bredlow scheitert. Von einem Klassenunterschied war aber dennoch nichts zu spüren.

In der zweiten Hälfte machte der Club zunächst weiter mehr Druck. Die größte Chance hatte dabei Behrens in der 56. Minute als Tisserand für den bereits geschlagenen Keeper Grün Zentimeter vor der Linie klärte. Kurz darauf musste erneut Grün gegen Salli klären. Doch dann kamen die Wolfsburger, bei denen jetzt der frühere Cluberer Daniel Didavi mitspielte. Mehr als ein Pfostenschuss durch Malli in der 78. Minute kam dabei nicht rum.

So ging das Spiel in die Verlängerung. Damit war die Köllner-Vorgabe, gut auszusehen und dem Bundesligisten alles abzuverlangen schon erfüllt. Das spürte man leider auch auf dem Rasen. Die Konzentration ließ sichtlich nach. Aber die Wolfsburger brauchten dennoch ein Gurkentor, um den Club in die Knie zu zwingen. In der 96. Minute war es Uduokhai der nach einem Gewühl im Strafraum am schnellsten schaltete (Clubkeeper Bredlow kam etwas zu zögerlich raus) und den Ball zum 1:0 ins FCN-Tor stocherte. Verdient, wie der Sky-Reporter behauptete, war das nicht. Der Club war insgesamt die bessere Mannschaft. Die Wolfsburger Millionenkicker wirkte eher wie Ferraris im Stadtverkehr. Irgendwie brachten sie ihr Potenzial nicht auf den Boden.

Danach war der Käse eigentlich gegessen, denn beim Club paarte sich Frust mit ersten Ermüdungserscheinungen. Eigentlich wäre jetzt die Gelegenheit gewesen, Cedric Teuchert einzuwechseln und ihm die Gelegnehit zu geben, sich bei solventen Vereinen zu empfehlen. Aber Trainer Köllner brachte zunächst Kammerbauer. Erst vier Minuten vor Schluss ließ er Teuchert dann doch noch auflaufen. Doch prompt nutzte Didavi eine unglückliche Vorlage von Tobias Werner zum 2:0 und das war´s dann.

Das Glück war diesmal jedenfalls nicht bei den Tüchtigen. Insofern kann sich der Club trotz Pokal-Aus erhobenen Hauptes in die Winterpause verabschieden und sich dann voll auf den Wiederaufstieg konzentrieren. Angst vor der Bundesliga müssen wir, diese Erkenntnis kann man aus der unglücklichen Niederlage mitnehmen, jedenfalls nicht haben.

So sehen Aufsteiger aus!

Die Woche:

1. Am 19. Dezember geht es für die Clubprofis nach dem Pokalspiel gegen den VfL Wolfsburg in die Winterpause. Dann könnten wir eigentlich fünf Wochen Winterschlaf einlegen. Der Club muss nämlich erst an 23. Januar wieder ran. Dazwischen geht es ins höchstwahrscheinlich wärmere Valencia ins Trainingslager (und nicht mehr, wie früher, ins türkische Belek). Wenn es da oder an anderen FCN-relevanten Schauplätzen was zu berichten gibt, erfahrt ihr das natürlich bei euren Clubfreunden.

2. Cedric Teuchert wird wahrscheinlich nicht mehr für den Club auflaufen. Gegen Düsseldorf war er nicht einmal im Kader. Prompt wurden die Kollegen hellhörig. Laut Kicker stehen „die Zeichen“ auf Abschied. Laut Bild ist dieser schon besiegelt. Offenbar ging es nur noch um die Ausstiegsklausel. Beim Gehalt war man sich schon einig. Schade, das alles. Aber nicht überraschend.

3. Die U19 des FCN ist wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt und geht nach einer Serie von drei Siegen doch etwas hoffnungsfroher in die Winterpause. Allerdings steckt der Clubnachwuchs in der In der A-Junioren-Bundesliga immer noch abstiegsgefährdet hinten drin.
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Mehr Probleme mit Sandhausen als damals mit den Bayern

Die Woche:

1. Fast schon exemplarisch demonstriert Eduard Löwen gerade, wo Vereine wie der FCN ein Kardinalproblem besitzen. Da müssen junge Spieler schneller als es für sie zuträglich ist in den Ligabetrieb hineinwachsen und machen das eine Zeitlang vielleicht sogar richtig gut. Dass das dann auch anderen auffällt, dagegen kann ein Verein, der auf Transfererlöse angewiesen ist, nichts haben. Blöd nur, wenn die Spieler mit derartigen Lorbeeren noch nicht umgehen können. Womit wir bei der Frage wären: Was treibt eigentlich Abdelhamid Sabiri? Der sitzt beim 14. der Premier-League noch nicht einmal auf der Bank.

2. Woran merkt man, dass man alt wird? Wenn man sich selbst noch an Ereignisse erinnern kann, für die jetzt Gedenkveranstaltungen zelebriert werden. Heute jährt sich zum 50. Mal der phänomenale 7:3-Sieg des FCN über die Bayern. Ich habe damals sehr unter meiner Noch-nicht-Erwachsenheit gelitten, weil die vor mir stehenden Fans dauern am Jubeln waren und mir die Sicht versperrten. Außerdem weiß ich noch, dass Beckenbauer und Co damals groß getönt hatten, sie würden dem Club mindestens drei Tore einschenken. Beim Stande von 7:1 haben sie dann in meinem Block beschlossen: „Ach komm, die zwei gönnen wir ihnen noch.“ Das fand ich ziemlich generös und dachte mir: „Der Glubb, das ist mein Verein.“ Diesen glorreichen Tag will jetzt die Deutsche Akademie für Fußballkultur noch einmal aufleben lassen. Am 7. Dezember, 19:30 Uhr, blicken die Meisterspieler Franz Brungs und Horst Leupold im Südpunkt, Pillenreutherstraße 147, auf das legendäre 7:3 von 1967 zurück.

Das Spiel:

Sowas nennt man wohl Arbeitssieg. Der SV Sandhausen war im Morlock-Stadion der erwartet unangenehme Gegner. Teilweise minutenlang schnürte er den Club mit aggressiven Pressing in der eigenen Hälfte ein. Der FCN schaffte es nur ganz selten mal vors Gästetor zu kommen. Und wenn, dann hielt SVS-Keeper Schuhen. Bezeichnend auch, dass die besten Chancen Abwehrspieler Ewerton und der oft nicht zielorientierte Edgar Salli hatten.

Dass man aber auch als Nicht-Goalgetter treffen kann, bewies Tim Leibold in der 68. Minute. Erst eroberte er selbst den Ball, dann tankte er sich in Richtung Sandhäuser Strafraum durch, spielte zu Mikael Ishak, der dann mustergültig erneut für Leibold auflegte: der Dosenöffner. Jetzt musste Sandhausen mehr aufmachen, allerdings ließ die Clubabwehr diesmal nichts anbrennen. Der 4. Heimsieg war auch deshalb wichtig, weil die beiden Spitzenteams Dosseldorf und Kiel sich gegenseitig die Punkte abnahmen. Jetzt sind die Direktaufstiegsplätze wieder in Sichtweite.

Ein Letztes:

Wenn es nicht einmal eine Freundin oder ein Lieblingsbier gibt, das die Nachwuchskicker hier hält, dann brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn sie fort wollen. Hier gehts zum Hintergrundbericht unseres ehemaligen Kollegen Stefan Hofer.

Ein fast schon historischer Auswärtsdreier

Die Woche:

1. Wenn wir doch nicht aufsteigen, dann kennen wir schon mal den Grund: die Heimschwäche. Manche schieben sowas gerne aufs Stadion. Andererseits gibt es genügend Vereine, die auch mit reinen Fußballarenen nicht aufgestiegen sind. Vielleicht liegt es eben doch an individuellen Fehlern, an mangelnder Souveränität, an der fehlenden Fähigkeit, auch mal einen Zwei-Tore-Vorsprung über die Zeit zu bringen. Und außerdem: Das letzte Mal als der FCN noch mit dem Begriff Heimstärke in Zusammenhang gebracht wurde, gab es, glaube ich, noch schwarze Kassen und Trimm-Dich-Geräte für die Schiedsrichter. Aber immerhin gewinnen wir jetzt dafür auch „ungwinnbare“ Auswärtsspiele…

2. Vielleicht hat Clubtrainer Michael Köllner die Aufgabe unterschätzt. Wenn es bei den Profis eher mittel läuft und trotzdem noch Aufgaben wie die Suche nach einer geeigneten Lokalität für die Aufstiegsfeier wahrgenommen werden, dann bleibt nicht mher so viel Zeit und Energie für eine andere Aufgabe: die Leitung des Nachwuchsleistungszentrums. Dort schrillen gerade die Alarmglocken: In der A-Jugend-Bundesliga steht der FCN am Tabellenende. Der U19 droht damit der Abstieg in die Bayernliga. Die Folge könnte sein, dass sich unsere Nachwuchshoffnungen schon bevor sie den Profis ein paar Monate helfen können, andere Vereine suchen, weil sie lieber oben mitspielen wollen.

3. Jeden Tag kann uns ein irgendwo herunter fallender Blumentopf ins Jenseits befördern. Insofern kann man die Frage, ob wir bestimmte Dinge nochmal machen werden, immer stellen. Die Bild-Zeitung hat sich jetzt Club-Keeper Thorsten Kirschbaum für dieses Spielchen ausgeguckt. Die einzige Information (übrigens keine neue) darin: Der Vertrag mit Kirschbaum läuft nur bis Saisonende. Ansonsten kann er derzeit wegen einer Knieprellung nicht spielen.


Das Spiel:

Fast 30 Jahre hat der Club in einem Ligaspiel nicht mehr in Braunschweig gewonnen. Letztes Jahr holte er sich dort gar eine 6:1-Klatsche. Und das, obwohl er damals noch mit 1:0 in Führung ging. Auch diesmal lag der FCN zunächst vorne. In der 36. Minute köpfte Kapitän Hanno Behrens eine Valentini-Ecke ins Braunschweiger Tor. Doch mitten in den Jubel platzte gleich die Ernüchterung. Hochscheidt wurde auf der linken Seite nicht richtig angegriffen und in der Mitte stand dann auch noch Torschütze Khelifi völlig frei – und Towart Bredlow sah auch nicht wirklich gut aus. Wobei das allerdings auch für das gesamte Spiel galt, das durch einen unüblich hohen Wasserstand doch ziemlich beeinträchtigt wurde.

In Hälfte zwei kam der Club zwar agiler aus der Kabine, das nächste Tor machten aber leider die Braunschweiger. In der 64. Minute markierte Abdullah die Braunschweiger Führung. Trainer Köllner wechselte danach nicht nur Unischerheitsfaktor Hufnagel (durch Sepsi) aus, er brachte auch endlich Tobias Werner und Petrak für die ebenfalls nicht überzeugenden Kammerbauer und Löwen. Letztere beiden Einwechselspieler bereiteten dann jeweils die Wende vor, indem sie in der 69. und 83. Minute den offenbar noch auf den WM-Zug springen wollenden Mikael Ishak bedienten, der das Spiel zugunsten des Clubs drehte. Dass dann das übliche Zittern einsetzte, sind wir ja schon gewohnt. Immerhin muss man diesmal auch den Schiedsrichter (Sören Storks) loben, der den Druck von Braunschweigs Rängen und Trainerbank souverän standgehalten hat. Das ist leider nicht immer so.

Am Ende stand nicht nur endlich mal wieder ein Dreier für den Club, sondern auch das Ende einer jahrzehtelangen Durststrecke in Braunschweig.

Ein Letztes:

Das Fußball-Fachblatt Kicker hatte auf seinem letzten Titelbild unter der Überschrift „Wird Blau das neue Gelb?“ das BVB-Logo blau und das Schalke-Logo gelb eingefärbt. Um den hiesigen Fans einen Eindruck zu vermitteln wie das im Ruhrgebiet ankommt, hat sich ein Mittwitterer die Mühe gemacht, das ins Fränkische zu übersetzen:

Das Beste waren die drei Punkte

Die Woche:

1. Noch ein Nachtrag zum versprochenen und auch eingelösten geilen Spiel in Darmstadt. Das Montagsmatch wurde diesmal exklusiv von Sky übertragen, allerdings eher alibimäßig. Stimmen, Kommentare und Analysen zum Spiel gab es keine. Zumindest nicht für den zahlenden Sky-Kunden. Die wurden dann später bei RTL Nitro nachgeliefert. Da scheint man mit dem FCN offensichtlich mehr anfangen zu können als bei Sky (belegt wurde das auch durch die lustlose Moderation während des Dresdenspiels). Warum sich Bezahlsender die Rechte an Spielen sichern, die sie offensichtlich gar nicht interessieren, diese Frage darf man durchaus auch mal stellen.

2. Nicht nur was die guten Spieler angeht, müssen wir leider mit sofortigen Abwerbeversuchen finanzkrtäftigerer Vereine rechnen. Jetzt hat Bayer Leverkusen auf seiner Suche nach einem neuen Geschäftsführer auch ein Auge auf Club-Finanzvorstand Michael Meeske geworfen. Es gibt zwar inzwischen ein Dementi. Dennoch zeigt uns der Vorgang wieder mal: Kontinuität gibt es offensichtlich nur bei den Vereinen mit viel Kohle oder bei denen mit schlechtem Personal.

3. Wahnsinn, Wahnsinn, Wahnsinn! Es liest sich wie eine Reportage von der Maueröffnung. Dabei geht es, wieder einmal, ums Nürnberger Stadion. Im Stadtrat ging es um dessen Zukunft. Soll man einen Privaten mit ins Boot holen (wobei da – und das ist wohl eines der Probleme – offenbar nur Max Bögl ein Kandidat ist)? Braucht der Club angesichts seiner Leistungsstärke überhaupt ein neues Stadion? Während die Grünen ihn hier schlecht reden, wissen SPD und CSU, dass nur mit Optimismus bei den Fans Stimmung gemacht werden kann. So lassen wie es ist, was angesichts der unabsehbaren Entwicklung im deutschen Fußball, nicht die verkehrteste Strategie wäre, geht allerdings auch nicht. Denn auch für das alte Stadion müssen zur Sanierung Millionenbeträge in die Hand genommen werden.

Das Spiel:

Diesmal war Dynamo Dresden zu Gast im Nürnberger Stadion. Eine Mannschaft, die ihren erfolgreichen Sturm der vergangenen Saison verloren und seitdem vorne Probleme hat. Trotzdem kennen wir das, wenn die scheinbaren grauen Mäuse der Liga bei uns auftauchen, da bekommt der Club oft Schwierigkeiten. Das schien diesmal zunächst aber nicht der Fall zu sein. Bereits in der 7. Minute war der vom Chancentod zum Torjäger mutierte Mikael Ishak zur Stelle und staubte zum 1:0 ab. Das war zu diesem Zeitpunkt eigentlich schon unverdient. Im Laufe des Spiels mussten sich die Dresdner noch mehr wie im falschen Film vorkommen. Sie schnürten die Heimmannschaft (wobei das diesmal angesichts der zahlreichen mitgereisten und stimmlich überlegenen Gästefans etwas relativiert werden muss) regelrecht ein und die wiederum war selten in der Lage Konter zu setzen und die dann auch erfolgreich abzuschließen. Ganz offensichtlich ging beim Club die Taktik, die Außen nicht fest zu besetzen nicht auf. Andererseits war aber auf die Abschlussschwäche von Dynamo Verlass. Zumindest bis zur 69. Minute. Schiedsrichter Kempter sah da nämlich eine Berührung von Berko durch Leibold. Elfmeterwürdig war die zwar nicht. Über den Ausgleich mochte trotzdem keiner so richtig lamentieren. Er war längst verdient.

Danach brachte Trainer Köllner Kammerbauer für den heute eher indisponierten Eduard Löwen. An der Dresdner Überlegenheit änderte das zunächst wenig. Die Gäste waren dem Siegtreffer näher als der Club. Das Genick brach ihnen dann ein Abspielfehler in der 82. Minute, Erras (nach dem überragenden Ewerton heute einer der besten) schaltete am schnellsten, schickte den eigentlich schon zur Auswechslung prädestinierten Cedric Teuchert, der den Torwart umkurvte und den Club erneut in Führung brachte (Bild). Am Ende verzweifelte Dresden dann nicht nur an der eigenen Torschwäche, sondern auch am Schicksal. Kurz vor Schluss ließ sich Heise noch zu einem brutalen Foul hinreißen und flog mit Rot vom Platz. Der Club holte glückliche drei Punkte. Aber wie sagt das Phrasenschwein: Morgen fragt danach keiner mehr.

Ein Letztes:

Glückliche Siege positiv umdeuten, kann man allerdings auch so:

Geiles Zittern

Die Woche:

1. Im Absurditätenkabinett ist der FCN immer noch erstklassig. Sogar international. Gerade erinnert sich die Welt wieder an das Phantomtor, das Thomas Helmer 1994 (nicht) geschossen hat. Erinnerungsauslöser war ein ähnliches Tor das Panama gegen Costa Rica erzielte und das zum WM-Aus der USA führte. Bei der Welt sprach der Autor von vergleichsweise weitreichenderen Konsequenzen. Dass das Quatsch ist, wissen sämtliche nicht mehr so ganz jungen Clubfans, zu denen auch der Weltchefredakteur gehört, der dann offenbar diesen Kommentar lancierte:

„Also bitte entschuldigen Sie liebe Welt, aber ihrem Zitat: „Damals erzielte Thomas Helmer sein legendäres Phantomtor gegen den 1. FC Nürnberg. Verglichen mit damals sind die Konsequenzen diesmal viel weitreichender“ muss ich doch wehement widersprechen! Wäre das damalige Phantomtor nicht gegeben worden, wäre das Spiel anstatt 2:1 für die Bayern 1:1 ausgegangen. Somit wäre der „Club“ sicher in der Bundesliga geblieben. Später führte dieser Abstieg sogar zum erst- und einmaligen Fall in der damals 95-jährigen Geschichte des FCN in die Drittklassigkeit! Das Wiederholungsspiel ging dann 5:0 für die Bayern aus, womit diese – anstatt des 1. FC Kaiserslautern – Meister wurden. Wäre das Spiel nämlich 1:1 ausgegangen, hätte der FCK bei Punktgleichheit das bessere Torverhältnis gehabt. Das erachte ich doch als wesentlich weitreichender, als dass nun die USA einmal nicht an einer WM teilnehmen können… MfG“

2. Die WM in Russland trifft den Club aber auch aktuell. Island hat sich, für viele immer noch überraschend, für den Wettbewerb qualifiziert. Eine einmalige Chance für die nicht gerade zahlreichen isländischen Profis. Wenn du als solcher allerdings bei einem Zweitligisten in Deutschland bestenfalls auf der Bank sitzst, kannst du dich nicht aufdrängen. Rurik Gislason hat daher angekündigt, den FCN in der Winterpause verlassen zu wollen. Der dürfte ihm kaum Steine in den Weg legen, kommt so wenigstens Geld in die schwindsüchtige Kasse, zumal Gislason noch einen hochdotierten Altvertrag besitzt.

3. Ein bisschen ging das nämlich unter in der Derbysieg-Harmonie bei der Jahreshauptversammlung: Der Club hat weiter massive finanzielle Probleme. Um von den Schulden runterzukommen, wird daher auch ein Grundstücksverkauf erwogen. Die einfachste und von uns selbstverständlich favorisierte Lösung wäre jedoch der Aufstieg in die erste Liga. Den Hashtag dafür gibt es schon. Allerdings wird er derzeit noch lediglich von einem einzigen Twitterer benutzt.


Das Spiel:

Genauer gesagt waren es zwei Spiele. Erst sieben Stück in Schweinfurt beim Testspiel. Dann sieben in Darmstadt am Böllenfalltor. Dort erzielten zwei allerdings die Gastgeber und eines versenkte Eduard

Löwen auf kuriose Weise im falschen Kasten. Dafür machten es der überragende Cedric Teuchert mit zwei Treffern sowie Ishak und Leibold richtig und bescherten dem Club einen Auswärtsdreier und den Fans das von Trainer Köllner versprochene geile Spiel.

Danach sah es zunächst einmal allerdings gar nicht aus. Bereits nach sechs Minuten lag der Club hinten. Stark hatte abgezogen und Mühl unhaltbar für Kirschbaum abgefälscht. Ein echtes Duseltor. Ein Rückstand aber auch, den sich der Club dann irgendwie verdiente, denn 20 Minuten lang brachte er keinen einzigen Angriff zustande. Der zweite brachte dann allerdings bereits den Ausgleich. Mit einem schönen Lupfer überwand Teuchert, der diesmal zusammen mit Ishak im Sturm agierte, den Darmstöädter Keeper. In der 51. Minute war dann der andere Stürmer dran. Ishak spitzelte nach Klassepass von Leibold den Ball an Mall vorbei. Der Club hatte das Spiel gedreht und nicht nur das: Eine Minute später krachte ein Behrens-Schuss an den Pfosten und weitere sechs Minuten später schließt erneut Teuchert nach einem langen Zuspiel von Löwen zum 3:1 ab. Der Club schien den Dreh gefunden zu haben, wie man die doch reichlich unorganisierte Darmstädter Abwehr ausspielen kann. Leider macht es auch unsere aktuelle Mannschaft immer gern spannend. Nach einer Ecke kamen die Hausherren wieder auf einen Zähler heran. Zwei Minuten später stellte Leibold den alten Abstand wieder her. Aber halt nur bis zur 87. Minute. Sechs Minuten zittern waren da angesagt. Aber mit glücklichem Ende. Der Club rangiert jetzt auf Rang 3, was dann doch noch ein bisschen geiler ist als das Spiel.

Ein Letztes: