Der Co-Trainer als prominentester Neuzugang

Da meckere noch einer, dass der Club zu sehr auf Routiniers setze. Gut, mit allen Ü30-Spielern, deren Veträge ausliefen (Feulner, Nilsson, Pinola) wurde – zu Recht – verlängert; aber jetzt  ist Mittelfeld-Abräumer Timmy Simons, mit 36 Jahren ältester Feldspieler der Liga, weg. Und als Neuzugänge erschienen zum Trainingsstart keine großen Namen, sondern ein Quartett der Talente (Angha, Ginczek, Stepinski, Weber). Ginczek ist gerade mal 22 und doch der Opa in diesem Kreis.

Geschieht nicht grad häufig, dass der prominenteste Neuzugang ein Co-Trainer ist. Phantom Marek Mintal an der Seitenlinie – hoffentlich gibt das den Nürnbergern einen Schub. Denn irgendwie schwant dem Club-Freund Böses vor dieser Saison. Und auch wenn Trainer Michael Wiesinger die ominöse 40-Punkte-Marke nicht als Ziel ausgeben will, so ist  doch der Klassenverbleib wohl auch in der Saison 2013/14 das Maß aller Dinge.

Allerdings schlummern vielleicht noch einige unerkannte Potenziale im jetzigen Kader. Spieler wie Hlousek oder Ildiz hatten letzte Saison keine oder kaum Gelegenheit, sich zu zeigen, vielleicht schaffen sie heuer den Durchbruch. 

Auf der anderen Seite dürfte es auch angesichts der Konkurrenz schwieriger werden, in der Bundesliga zu bestehen. Hoffenheim wird nicht noch einmal ein solch katastrophales Jahr hinlegen, und die Aufsteiger Braunschweig sowie vor allem Berlin sind vermutlich von ganz anderem  Kaliber als zuletzt Greuther Fürth oder auch Düsseldorf. Nun ja, man soll ja nicht schwarzmalen.  Aber ob es wieder eine ruhige Saison wird? Ich habe meine Zweifel…