Wer wird Bensemann-Preisträger?

Am Mittwoch lässt die Akademie für Fußball-Kultur die Katze aus dem Sack und  verkündet, wer bei der diesjährigen Gala  am 29. Oktober den nach „kicker“-Gründer Walther Bensemann benannten Hauptpreis bekommt. Die Auszeichnung geht alljährlich an einen Fußballer, dessen Wirkung sich nicht auf die Grenzen des Spielfelds beschränkt hat, sondern der auch gesellschaftliche Verantwortung übernommen hat. Bisher gab es ein Wechselspiel zwischen deutschen und internationalen Kickern: Nach Franz Beckenbauer, Alfredo di Stefano, Bert Trautmann und Cesar Luis Menotti könnte daher diesmal wieder ein Deutscher dran sein. 

Nun darf man spekulieren. Ein Cluberer wirds wohl kaum, auch wenn Torwart-Legende Andreas Köpke sich freilich für Ehrungen aller Art eignet. Vielleicht bekommt einer der wenigen noch lebenden Weltmeister von 1954 die Auszeichnung, Horst Eckel zum Beispiel. Oder Günter Netzer, gerade nach zwölf Jahren an Gerhard Dellings Seite in den Moderatoren-Ruhestand verabschiedet und in den 70ern eine schillernde Erscheinung im Profifußball, wird geehrt. Von den 90er Weltmeistern war Rudi Völler vielleicht der größte Sympathieträger. Naja, schaumermal. 

Hauptsponsor der Fußball-Akademie ist übrigens die Teambank, die derzeit überlegt, die Stadion-Namensrechte nach Vertragsende 2011 abzugeben. Aber díe Hoffnung, dass die Spielstätte des Clubs dann entweder Frankenstadion heißen oder gar nach einer Bensemann-preiswürdigen Fußball-Legende benannt wird, beschränkt sich dennoch auf ein Minimum. Im Fußball-Geschäft gehts nunmal um Geld, da hat Nostalgie wenig Platz.