Gutes Rezept: schlecht spielen und gewinnen

2448576869Schon die Anfahrt nach Aue war dank des Scheetreibens eher unwirtlich. Im Sparkassen-Stadion erwies sich dann aber auch der Tabellenvorletzte als äußerst unangenehmer Gegner. Zwar hatte der Club in der ersten Halbzeit durchaus Chancen. Die größten allerdings besaß Aue, als einmal Robert Koch für den bereits geschlagenen Patrick Rakovsky auf der Linie klären muss und letzterer dann über den Ball trat, der Auer Spieler aber gottseidank das leere Tor nicht traf.

Auch in der zweiten Hälfte war es nichts mit Überlegenheit und Souveränität. Das schon alte Lied: Im Mittelfeld kamen höchstens mal zwei Bälle hintereinander an. Selbst die Freistöße landeten oft beim Gegner. Immerhin: Aue machte es auch nicht viel besser. Selbst als Füllkrug dann Sylvestr bediente und der an seiner früheren Wirkungsstätte das 1:0 machte, konnte sich der Clubfan nicht relaxt zurücklehnen und seinen Strich unter den Dreier machen. Bis in die Nachspielzeit, als Aue noch in der 92. Minute eine Riesengelegenheit hatte, musste gezittert werden.

Aber was zählt sind die drei Punkteund mit denen ist der Club auf einmal wieder fast oben mit dabei (vier Punkte auf den Relegationsplatz). Trotzdem: Wir schauen da lieber nicht hin. Dafür sind wir schon zu lange Clubfans und wissen, dass immer dann, wenn der FCN nach den Sternen zu greifen scheint, der Fall ins tiefe Loch folgt. Wichtiger als der Sieg im Erzgebirge ist ohnehin, dass wir am Samstag nicht wieder unsere Rolle als Samariter und Aufbauhelfer spielen. Und wie in Aue wieder gesehen: Feiern sollte man beim Club erst, wenn wirklich gar nichts mehr daneben gehen kann.