In eigener Sache

Bei den Clubfreunden hat sich einiges geändert. Unser verehrter Stefan Hofer hat den Arbeitgeber gewechselt und ist daher auch leider nicht mehr bei den Clubfreunden aktiv (vielen Dank für alles und viel Erfolg im neuen Job). Für ihn springt Isabel Strohschein ein. Sie hat schon einmal vor fünf Jahren als Gastautorin für die Clubfreunde geschrieben und ist jetzt voll dabei. Allerdings als Freie, nachdem sie – wie ich übrigens auch – ihr Angestelltenverhältnis beim Verlag beendet hat. Marco ist also der einzige, der dort noch das Clubfreundefähnchen hochhält.

Vor diesem Hintergrund sind wir so frei, einige Änderungen im Blog durchzuführen. Wir wollen weg von den Spielberichten und unabhängig vom – sowieso zunehmend nervenden (gerade steht auch noch ein Montagabendspiel an) – Spielplan bloggen. Das jeweilige Spiel wird dafür in einem Wochenrückblick berücksichtigt. Dort geht es aber auch um alles, was sonst noch so beim Club und rund um den Club passiert ist. Der Wochenreport soll „Glubb-Weekly“ heißen und schon im Namen andeuten, dass hier internationaler Fußball auf fränkische Bodenständigkeit trifft. Wer also nicht regelmäßig alle Medien und Foren durchforsten und sich einfach nur im Wochenrhythmus updaten will, der ist hier richtig. Unabhängig vom Weekly soll hier auch jede Woche ein Clubthema eingehender behandelt werden.

Natürlich wollen wir dabei weiter aus der Fanperspektive bloggen – ohne Rücksicht auf etwaige Vorteile bei der Vergabe von Informationen oder Freikarten.

Mit Leidenschaft ein 1:1 geholt

2017734730Mit taktischer Disziplin und Leidenschaft vor allem in der Abwehr holte sich der Club im ersten Relegationsspiel ein 1:1. Das Auswärtstor kann da noch Gold wert sein.

Dabei sah es lange nicht danach aus, als würde der FCN in Frankfurt was holen können. Die Eintracht nagelte die weiß-gekleideten Clubspieler am eigenen Strafraum fest. Wie ein Absteiger spielte die Eintracht auch nicht. Der Club hatte praktisch keine Torchance, sieht man mal von einem Freistoß ab, den Sebastian Kerk aber in den wolkenverhangenen Frankfurter Abendhimmel hämmerte. Umso überraschender, quasi aus dem Phrasenschweinnichts, fiel dann der Führungstreffer. Kerk zirkelte den Freistoß diesmal statt in den Himmel lieber in den Sechzehner. Dort behinderte der Ex-Cluberer Hasebe seinen Mannschaftskapitän Marco Russ, der dann den Ball ins eigene Tor beförderte. Ausgerechnet Russ, der am Tag vorher eine Krebsdiagnose erhalten hatte! Sowas wünscht man seinem schlimmsten Feind nicht. Alles Gute, Marco, aber vor allem für die Gesundheit!

In der zweiten Halbzeit machte die Eintracht zwar druckvoll weiter, aber man merkte, dass sie angeknackst war. Fehlpässe, Missverständnisse und zunehmende Planlosigkeit waren Trumpf. Der Club schien sich da irgendwie negativ beeindrucken zu lassen. Vielleicht dachte man auch, die bekommen es eh nicht mehr hin. Ein Fehler! In der 65. Minute fällt dann der Ausgleich. Unverdient war er bestimmt nicht. Aber sicher vermeidbar. Danach wurde dann auch der Unterschied deutlich zwischen den bisherigen Zweitligagegnern und der Eintracht. Während der Club in der Schlussphase sonst immer noch zulegen und sogar manches Spiel drehen konnte, schien die Eintracht am Ende etwas fitter als der Club.

Für Montag heißt es: Die Ausgangslage ist gut, gewonnen aber noch nichts.

Hat der FCN die Stimmung aufgeheizt?

Motiv:   Eröffnung Pizza Pasta Bar " Vapiano " in der Poppenreuther Str. 50 , Fürth Foto: Mark Johnston
Es gibt auch Clubfans, die sind nicht nur friedlich, die wohnen sogar in Fürth. Sebastian N. zum Beispiel. Doch auch solche Fans haben manchmal Hunger. Auf eine Pizza zum Beispiel. Am Tag vor dem Derby wollte N. sich eine in der Nachbarschaft besorgen, doch was musste er lesen? Pizza gibts nicht, es besteht Betretungsverbot für Fans des FCN.

Der Fan ist zunächst sauer auf die Vapiano-Filiale, für die das angebliche „Betretungsverbot für Nürnberg-Anhänger“ ausgesprochen wurde und beschwert sich bei dieser via Facebook. Das grenze an Gesinnungsterror, meint er. Doch dann stellte sich heraus, die Vapiano-Filiale (Bild: Mark Johnston) wusste gar nicht, dass sie mit einem Bann belegt worden war:

Auf die Frage warum Clubfans bei uns nicht rein dürfen können wir leider nur antworten, dass wir es nicht wissen. Wir als Vapiano haben uns im Gegenteil extra vorbereitet auf einen Ansturm des Hungers vor oder nach dem Spiel. Wir haben uns auch gewundert warum denn niemand kommt.

Wir haben lediglich der Polizei gestattet auf unserem Parkplatz Station zu beziehen jedoch nicht, niemanden rein bzw. raus zu lassen. Davon hören selbst wir zum Ersten Mal. Wir möchten uns auf jeden Fall für diesen unschönen Vorfall entschuldigen. Ihr alle könnt sogar sicher sein, dass bei Vapiano jeder Fan zu jeder Zeit willkommen ist egal von welchem Verein.

Haben also Polizei oder Stadt Fürth dem Vapiano das Geschäft vermiest?

Polizeisprecherin Elke Schönwald weist das energisch zurück. Selbstverständlich habe jeder Fan, ganz gleich von welchem Verein, die Möglichkeit gehabt, das Vapiano (sowie das ebenfalls in der „Faninfo“ genannte Hotel Mercure) zu betreten. Verbote gab es nur für jene 33 Clubfans, die aufgrund früherer Vorkommnisse mit einem Bereichsbetretungsverbot belegt worden waren.

Ging also der „Gesinnungsterror“ von der Stadt Fürth aus? Offenbar ebenfalls nicht! Der dortige Ordnungsamtsleiter Hans Peter Kürzdörfer beteuerte, derartiges habe nicht in den Auflagen gestanden, die an die Vereine und Fanorganisationen herausgingen. „So etwas steht uns gar nicht zu“, sagte Kürzdörfer.

Es scheint also so zu sein, dass da jemand beim 1.FC Nürnberg von sich aus ein bisschen gezündelt hat.

Die sollten lieber auf dem Platz ein Feuerwerk abbrennen, möchte man als frustrierter FCN-Anhänger dem hinzufügen.

Nachtrag 16. September 2015: Inzwischen hat sich auch der Club zu dem Vorgang geäußert. Laut FCN-Sprecherin Katharina Wildermuth ist die Fan-Info auf Bitten der Polizei Fürth so formuliert worden. Dabei habe auch der Wunsch der Betreiber (also Mercure-Hotel und Vapiano) eine wichtige Rolle gespielt. Dies, so Wildermuth, sei auch im Protokoll der Sicherheitsbesprechung vermerkt. „Wir können uns nicht erklären, wie die Polizei Nürnberg jetzt zu einer anderen Aussage kommt“, sagt Wildermuth. Auch die Äußerung von Vapiano, davon nichts gewusst zu haben, kann sie nicht nachvollziehen. Im übrigen stelle sich die Frage, welches Interesse der FCN haben soll, so etwas von sich aus in die Fan-Info zu schreiben.

Auch ohne Fahnen einen Punkt geholt

Ein Unentschieden bei den hochgelobten Frankfurtern, da dürfen wir gerne den Hut ziehen. Trotzdem: Es war mehr drin. Der Club war die bessere Mannschaft, hatte eine ganze Reihe hochkarätiger Chancen. Doch die wurden entweder relativ kläglich vergeben oder vom besten Frankfurter, Torhüter Trapp, zunichte gemacht.

Schade! Eigentlich wäre heute ein Auswärtsdreier fällig gewesen. Dennoch: Das Spiel macht Hoffnung. Unter Michael Wiesinger steht die Mannschaft hinten mindestens genauso sicher, wie unter Vorgänger Dieter Hecking. Nach vorne ist das manchmal schon richtig ansehnlich. Jetzt muss halt bloß noch einer treffen. Leider wirkten da sowohl Pekhart als auch der später eingewechselte Polter eher gehemmt. Dafür scheint der eingewechselte Neuzugang Momo Ildiz die erwartete Verstärkung zu werden. Mit ihm kam zusätzlicher Druck nach vorne. Aber halt ebenfalls kein Tor. Zu erwähnen auch der diesmal couragiert und relativ fehlerfrei auftretende Javier Pinola, der sch auch ein paarmal als Torschütze versuchte.

Wenig Hoffnung macht hingegen das, was da außerhalb des Platzes stattfand. Offenbar wollten die Frankfurter mit Polizeihilfe ihren Spitzenplatz in der Problemfanliga an den FCN abtreten. Gleichzeitig scheint es jetzt wohl im Kampf gegen die Pyrotechnik auch dem Fahnenunwesen an den Kragen zu gehen. Wo kommen wir denn hin, wenn durch völlig unnütze Fahnen den Überwachungskameras der Blick auf die Fans verstellt wird, scheinen einige Ligaverantwortliche zu denken.

Aus Protest gegen die Sicherheitsmaßnahmen und das Vorgehen der Polizei blieb der Gästeblock übrigens 30 Minuten lang leer.

Über das Spiel wird schon bald keiner mehr reden. Über das, was außerhalb des Spielfelds stattfand, wird wahrscheinlich noch länger debattiert. Dem Fußball und der Bundesliga ist das bestimmt nicht zuträglich. Und wenn jetzt jemand allein die Clubfans dafür verantwortlich machen will, dann stimmt das schlicht nicht.

Hier ein Video vom „Hüpfboykott“ vor dem Stadion:
YouTube Preview Image

…und dazu noch ein lesenswerter Bericht über einen Fanausflug nach Frankfurt.

FCN lässt Max Morlock verschwinden

Wenn einem die Realität nicht passt, dann wird sie halt passend gemacht. Das denkt ganz offensichtlich auch unser ruhmreicher FCN. Der bemüht sich – ganeu wie wir 😉 – die Fans auch in der Sommerpause bei Laune zu halten. Zum Beispiel mit Gewinnspielen. Gerade postete er Folgendes bei Facebook:

Mit dem 1. FCN Fan-Shop verlosen wir 5 Poster. Die tollen FAN-Poster zeigen einmalige, glänzende Motive rund um den 1. FC Nürnberg. Beantwortet uns einfach diese Frage: Am Samstag feiert der 1. FC Nürnberg den Jahrestag eines Meistertitels. Gegen wen und in welchem Jahr wurde der Club am 9. Juni Deutscher Meister? Schickt uns eine Email an gewinnspiel@fcn.de! Einsendeschluss: Freitag, 08.06.12, 12 Uhr! Die Gewinner werden per Email informiert, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Abholung der Gewinne im Fan-Shop Ludwigstraße 46, 90402 Nürnberg.


Im Bild sieht man dann auch die Plakatmotive. Doch halt, da fordern doch welche ein „1.FC Nürnberg-Stadion“, mit einem riesigen Transparent (oben links). Hatten wir das überhaupt auf der Namensliste? Ist das ein Kompromissvorschlag? Wie gut, dass wir uns noch daran erinnern konnten,. dass da eigentlich Max-Morlock-Stadion darauf stand. Den Name, den wohl die meisten hier haben wollen. Der Club will ihn offensichtlich nicht. Da arbeitet er lieber mit Photoshop und jubelt den Fans etwas unter, was eigentlich nur Sinn macht, wenn der FCN selbst ein paar Millionen übrig hätte, um sich die Stadionnamensrechte zu sichern.

Wahrscheinlich wollte der Club aber nur vermeiden, potenzielle Sponsoren zu verprellen, indem er ihnen suggeriert, hier wäre noch Platz für ihren Firmennamen.

Dass es so schlimm läuft bei der Sponsorensuche, hatten wir eigentlich nicht gedacht. Aber Max Morlock wegretouchieren, das geht gar nicht.

Nachtrag: Im Bild unten links sieht man, dass Markus Feulner der Sponsorensuche ebenfalls wenig zuträglich zu sein scheint. Auch auf seinem Trikot wurde der Name durch „1.FC Nürnberg“ ersetzt. – Dank an Kommentator JP für den Hinweis.

Allerdings haben wir mittlerweile vom Club die Info, dass alle Eigennamen deshalb entfernt wurden, weil das Ganze auf die „personalisierten Produkte“ des FCN-Fanshop zurückgeht. Eigentlich sollte statt 1.FC Nürnberg der Name des Fans bzw. statt Max Morlock „Max Mustermann“ stehen. Nur, wer soll diese Aktion mit der Plakatverlosung in Zusammenhang bringen?

Max Morlock und ein Schock am Samstagmorgen

Schwerer Schock am Samstagmorgen: Ich bin gerade auf dem Weg zum Einkaufen, als mein Blick routinemäßig auf die nebeneinander postierten Zeitungsautomaten an der Straßenbahn-Haltestelle „Schuckertstraße“ fällt: „Max Morlock Stadion ab 2012“ ist auf den Aushängen von NN, AZ und Bild unisono zu lesen. Ich starre voll Unverständnis auf die sogenannten stummen Verkäufer, mein Bauch krampft sich zusammmen: Nicht, weil die Neuigkeit mich betrüben würde, im Gegenteil. Ins Max-Morlock-Stadion oder auch ins Frankenstadion zu gehen fände ich viel angenehmer, als wenn nach „easy-Credit“ die nächste kommerzielle Marke der Spielstätte des Clubs den Namen gäbe.

Allein: Ich bin mir sicher, dass wir als Nürnberger Zeitung in unserer Samstagsausgabe nicht über die Umbenamsung berichtet haben. Sollte uns eine wichtige Pressekonferenz entgangen sein? Haben wir als einzige Zeitung in der Stadt nun diese famose Neuigkeit nicht? Wer zum Teufel hat diese Meldung weggeschmissen? Oder bin ich gar selbst schuld, habe ich eine Mail übersehen, in der die Kampagne „Max-Morlock-Stadion jetzt!“ ihren grandiosen Erfolg kundtut? Aber wie kann das überhaupt sein? Noch vor Wochenfrist hat Oberbürgermeister Ulrich Maly bei der Gala der Fußball-Akademie deutlich gemacht, dass die Stadt auf die Erlöse aus dem Verkauf der Namensrechte angewiesen ist. Und Maly ist eigentlich nicht dafür bekannt, dass er ähnlich rasante Meinungsschwenks vollzieht wie die nun plötzlich für den Mindestlohn votierende Angela Merkel. Aber vielleicht hat Kämmerer Harry Riedel ja im Vorfeld der bald anstehenden Haushaltsberatungen festgestellt, dass er doch noch einige Euros übrig hat, mit denen er den Club-Fans ihren Herzenswunsch erfüllen kann.

Während diese Gedanken durch meinen Kopf rattern, fällt mir auf, dass die Schürzen (so heißen die Aushänge im Zeitungsfachjargon) irgendwie anders aussehen. Mir fallen Steine, nein Felsbrocken vom Herzen: Wir haben keine Meldung verpasst, die Aushänge sind fingiert. Auf dem AZ-Plakat steht denn auch „A7“, und unter der Schürze hängt der ganz normale und vergleichsweise langweilige Aushang, der das Club-Spiel gegen Freiburg thematisiert. Die Aktivisten der oben erwähnten Morlock-Kampagne waren in der ganzen Stadt unterwegs und haben die echten Schürzen schlicht überhängt. Alle Achtung, ein gelungener Coup – meinen Adrenalinspiegel jedenfalls hat er ordentlich nach oben gejagt.

Wollt ihr Plastikgeld im Stadion?

Es heißt zwar immer noch easyCredit-Stadion, aber mit echtem Geld ist es da möglicherweise schon bald vorbei. Beim 1. FC Nürnberg wird nämlich diskutiert, nach dem Frühjahr 2012 ein bargeldloses Bezahlsystem einzuführen.

„Wir denken darüber nach“, bestätigt Ralf Woy, für die Finanzen zuständiger Vorstand des 1. FC Nürnberg (Bild). Frühestens zur neuen Saison könne man allerdings mit der Installation eines solchen Systems beginnen. Wie viel dieses kosten wird, ist noch unklar. Woy will ohnehin nicht gegen den Willen der Fans auf Plastikgeld umstellen.  „Es bringt nichts, wenn wir eine tolle Karte haben, die aber keinen Zuspruch hat“, sagt Woy. Woy will daher eine „sehr wohlüberlegte Entscheidung“  und dabei auch die Fanbetreuung einbeziehen.  Die Clubfreunde wollen darüberhinaus auch den „unbetreuten“ Fans eine Chance geben, ihre Meinung zu sagen.

In der Bundesliga sind gegenwärtig verschiedene Systeme im Einsatz. Es  gibt Karten, die nur im Stadion eines Vereins gültig sind. Andere dagegen können von den Fans in mehreren Stadien verwendet werden. Außerdem gibt es Plastikgeld, das wie eine Geldkarte funktioniert und beispielsweise auch an Tankstellen eingesetzt werden kann.

Ein System wie bei Schalke 04 ist für Nürnberg laut Woy allerdings ausgeschlossen. Bei der „Knappenkarte“ kommt der Betrag, der nicht verbraucht wurde, dem Verein zugute.
Neben dem Club haben Borussia Mönchengladbach, Hertha BSC, VfL Wolfsburg, SC Freiburg und Hamburger SV bisher noch kein bargeldloses Bezahlsystem.  ng

Die besten Fans der Liga

Mal abgesehen von den Qualen, die einem die Relegationsspiele bereiten, haben sie jedoch auch ihr gutes. Zur besten Sendezeit werden diese im Öffentlich-rechtlichen ausgestrahlt. Da kann dann auch einmal einem größeren Kreis gezeigt werden, wie der Club spielt (eher schlecht, aber erfolgsorientiert) und was er für Fans hat. Bei letzteren waren dann nicht nur die „Pausenkasper“ Reinhold Beckmann und Mehmet Scholl beeindruckt. Auch sonst machten sie für die TV-Zuschauer einiges wieder wett, was die Mannschaft spielerisch schuldig blieb. Die Fans haben den Erstligaverbleib jedenfalls verdient. Das meinte übrigens auch unsere Mitarbeiterin Katrin Meistring, die im Fanbus mitfuhr, und uns diese Bilder zur Verfügung stellte.
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…und dass die Mannschaft sich nach dem Sieg entsprechend bei ihren Fans bedankte, das war dann nur recht und billig:
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Ein 0:0, das wenig Hoffnung macht

20100220 Bunjaku AlbertNach dem Spiel gegen die Bayern mochte man noch eine Aufwärtsbewegung erkennen. Das Spiel gegen Bochum brachte zwar ebenso einen Punkt, aber eigentlich war da 90 Minuten nichts zu erkennen, was Hoffnung macht. Hinten mussten Schäfer und das Glück mehrfach in brenzlicher Situation retten, dabei war Bochum alles andere als gefährlich. Im Mittelfeld lief offensiv herzlich wenig. Die Pässe kamen viel zu oft nicht an. Die so genannten Stürmer hingen daher voll in der Luft. Womit wir beim einzigen Stürmer wären, der die Bezeichnung noch verdient: Albert Bunjaku (Bild). Der leistet sich erst ein saudummes Handspiel, wo man noch annehmen konnte, er will sich vielleicht die 5. Gelbe abholen, um dann gegen Bayer Leverkusen, wo eh bloß Beton anrühren angesagt sein dürfte, zu fehlen und nicht in einem wichtigen 6-Punkte-Spiel gegen einen Mitkonkurrenten um den Abstieg. Aber dann schlug er auch noch den Ball weg, bekam die gelb-rote Karte und bewies: strategisches Denken ist doch nicht seins, der war einfach nur von der Rolle.

Womit wir bei jenen Schwachköpfen wären, die vor dem Spiel bengalische Feuer zünden und sich und andere Fans in Gefahr bringen. 6 Verletzte, 2 davon schwer, gab es in Bochum. Den Spruch, zumindest die FCN-Fans seien Bundesligaspitze, kann man jedenfalls getrost vergessen.

Die Nordkurve und die Angst vor den Fans

Blöd gelaufen! Da hat man eigens in den Umbau der Nordkurve investiert (dass das aus statischen Gründen notwendig war, übergehen wir jetzt einfach mal) und so die Zuschauerkapazität im Frankenstadion von 46.780 auf 48.553 erhöht, aber so richtig brauchen dürfte man das wohl nicht. Wollen überhaupt so viele Leute den Club beim vergeblichen Bemühen das Tor zu treffen zusehen? Ich glaube nicht!

So ist es auch kaum verwunderlich, dass Stadion-Betreibergesellschaft, Stadt und Club die Eröffnung der umgebauten Nordkurve vorziehen auf den Donnerstag, 21. Januar. Im kleinen Journalistenkreis will man das abhandeln um so nach Möglichkeit eine Verknüpfung mit dem tristen Bundesligaalltag vermeiden.

Dabei hätte es sich doch angeboten, beim ersten Heimspiel der Rückrunde gegen Frankfurt vor vollbesetztem Haus ein Probewippen zu veranstalten, vielleicht im Anschluss an ein Clubtor. Der donnerstäglich Termin für die Journalisten zeigt leider, dass nicht mal mehr die Verantwortlichen an so etwas glauben, ja wahrscheinlich sogar Angst haben, sich mit ihrem Umbau vor den Fans lächerlich zu machen.