Club kann sich leider nicht belohnen

Schade, schade, das hatte der Club nicht verdient! Nach streckenweise überzeugenden Spiel unterlag er durch ein Tor in der Nachspielzeit noch Tabellenführer VfB Stuttgart, der nach dem Spiel mit seinen zahlreichen Fans dann schon mal den wichtigen, und fast nicht mehr erwartbaren Schritt zum Aufstieg feierte.

Womit wir bei den Fans wären. Da machten die aus Stuttgart angereisten Gäste, die für ein ausnahmsweise fast gefülltes Nürnberger Stadion sorgten, mehr Betrieb als die Club-Anhänger. Das lag nicht nur an deren Quantität, sondern auch daran, dass den Nürnberger Ultras wieder mal irgendetwas Verstummendes über die Leber gelaufen ist.

Erfreulicher war da schon das Auftreten der Clubelf. Die musste diesmal auf Brecko (verletzt) und Möhwald (Sperre) verzichten. Als Schwächung erwies sich das nicht. Eher im Gegenteil. Hinten machte „Ersatzmann“ Kammerbauer Breckos Seite dicht. Und auch den angeblichen Mittelfeldstrategen vermisste keiner. Zwar gab es anfangs immer wieder Fehler beim letzten Pass. Das lag aber eher daran, dass der Tabellenführer aus Stuttgart früh presste und so ein geordnetes Aufbauspiel kaum zuließ. Allerdings hatte Trainer Michael Köllner diesmal Cedric Teuchert von Beginn an spielen lassen. Der erwies sich dann als echter Aktivposten, den die Stuttgarter nie in den Griff bekamen. In der 25. Minute überraschte er sie mit einem schnell ausgeführten Freistoß, den er zu Hanno Behrens spielt. Der hämmert den Ball einfach mal zum 1:0 ins linke Eck. Und nicht nur das: Acht Minuten später wird Teuchert von Löwen in der eigenen Hälfte angespielt, läuft unwiderstehlich über den halben Platz und hat dann noch genug Power, den Ball zum 2:0 zu versenken. Jetzt hatte der Club die Partie im Griff und der VfB suchte vergeblich nach dem Dosenöffner.

Der kam dann leider nach der Pause in Gestalt des Ex-Cluberers Daniel Ginczek. Das ist halt der Unterschied, dass es sich der VfB leisten kann, solche Spieler dem Club wegzukaufen und sie dann sogar noch als Joker bringen zu können. Beim Club wiederum spielte der Joker halt schon von Beginn an. Dazu gesellte sich noch eine, in der letzten Zeit auffällige geistige Absenz nach Pausen. Noch nicht mal zwei Minuten waren gespielt, da zeigte Schiedsrichter Dankert auf den Punkt. Mühl hatte Terodde gefoult und der markierte den Anschlusstreffer. Drei Minuten später traf dann besagter Ex-Cluberer nach einer Ecke sogar noch zum Ausgleich. Jetzt musste einem unsere Mannschaft fast schon ein bisschen Leid tun. Zumal sie nicht aufsteckte, sondern sich durchaus weitere Chancen erspielte, den dritten Treffer zu erzielen. Den machte dann leider der Aufstiegsaspirant. Klein haute den Ball in der Nachspielzeit mitten ins Clubherz.

Wie gesagt, jammerschade, dass sich der Club für eines der wohl besten Spiele in dieser Saison nicht belohnen konnte. Aber immerhin lässt sich auf dieser Leistung aufbauen.