Leute, das nehmen wir euch übel!

Eigentlich sollte man nichts schreiben, wenn man gerade emotional aufgewühlt ist. Aber, das ist ein Blog, das ist das Internet! Da kann man sich nicht erst mal sammeln und dann wohlformuliert Bilanz ziehen. Der Club ist ein Peinsack, einer für den man sich fremdschämen muss. Das einzig Gute: Jetzt ist erstmal Weihnachtspause und wir müssen Stümper wie Pekhart oder Cohen (langsam ist es vorbei mit der Sympathie), Lethargiker wie Hegeler oder Blindgänger wie Eigler ein paar Tage nicht mehr sehen. Auch Dieter Hecking nicht, der wohl mit seinem Experiment, Timothy Chandler auf Links spielen zu lassen, grandios daneben lag. Wahrscheinlich hat er im Guardian gelesen, dass Lionel Messi auch auf der „falschen“ Seite seine größten Erfolge feierte. Aber Dieter: das ist der Club, das ist Chandler!

Und, was am allerschlimmsten ist: Der Gegner hieß Fürth. Noch dazu waren diese Fürther etwa eine halbe Stunde lang in Unterzahl. Doch was passiert? Nichts! Der Club kann, wir kennen das schon, das Spiel nicht machen. Nicht einmal gegen Fürther in Unterzahl. Deswegen kann man diesem Tweet nur zustimmen: „Die Fürther haben nicht gut gespielt, der Club war einfach nur schlecht.“

In der ersten Halbzeit war es ein unansehnliches Gestopsel. Die Spielvereinigung wurde geradezu eingeladen, weiter lesen

Training für Trolle

Zwei Stunden bevor die deutsche Nationalmannschaft gegen Argentinien spielt, findet beim Club der Trainingsauftakt statt. Der Termin wurde wegen des Erreichens des Viertelfinales eigens verlegt.
Die Fürther Nachbarn sind dagegen schon seit Montag im Trainingsstress. Bei denen geht es aber nicht nur um Kondition, taktische Übungen und Spielpraxis, die müssen sich auch bemühen, einem neuem Namen gerecht zu werden. Bekanntlich heißt der Ronhof ab der kommenden Saison „Trolli-Arena„. Das bedeutet auch, die Bewegungsabläufe entsprechend zu modifizieren 😉

20100628 Mannschaft macht sich warm

Fähiger Trainer händeringend gesucht

„Wir haben noch mit niemandem verhandelt“, betonten Präsident Franz Schäfer und Manager Martin Bader am Montag treuherzig. Sie wollten damit wohl unterstreichen, wie aufrichtig und menschlich korrekt sie hinter Trainer Michael Oenning gestanden haben. Ein Zeichen von Professionalität ist das allerdings nicht. Seit Tagen stand doch Oenning zur Diskussion, da muss man sich doch zumindest Gedanken machen, wie es weiter gehen soll. Wenigstens mögliche Alternativen durchdenken. Sonst geht es einem genauso wie dem Clubpräsidium gestern, man stellt fest: Oenning ist nicht mehr zu halten, aber jemand anderes ist auch nicht da. Klar, kann man sich über die Feiertage in Ruhe die Marktlage bei den arbeitslosen Trainern anschauen. Das dürfte dann besonders die an dem Debakel nicht ganz unschuldigen Spieler freuen, die haben dann zum Dank fürs erfolgreiche Abschießen ihres Chefs erst einmal frei. Na bravo! (Immerhin soll laut Präsidum die Entscheidung doch noch vor Weihnachten bekannt gegeben werden)

HannoverDie Fans haben dafür jetzt noch die Gelegenheit über die möglichen Alternativen zu diskutieren. An erster Stelle ist da der bereits erwähnte Dieter Hecking (links) zu nennen. Er hat zwar Erfahrung im Abstiegskampf und mit jungen Spielern (wobei beim Club eigentlich eher die älteren zu früherer Leistungskraft zurückgeführt werden müssten), ob er einen Bezug zu Nürnberg und seinen Fans aufbauen kann, ist fraglich.

koller Das gilt natürlich auch für Marcel Koller (rechts), der bei Bochum zudem nicht unbedingt bewiesen hat, dass er im Kampf um den Klassenerhalt der Richtige ist. Bei Volker Finke sind wir uns gar nicht sicher, ob der überhaupt will. Gleiches gilt für Hans Meyer, der immerhin nicht einmal umziehen müsste. Bei Lothar Matthäus ist eigentlich jedes Wort zu viel.

Nachdem er bei Twitter so gut 😉 angekommen ist, wollen wir aber einen Vorschlag unbedingt noch in die Runde werfen, den man zumindest einmal andenken sollte: Wie wäre es, wenn sich Club und Greuther Fürth einen Trainer teilen? Immerhin wäre das Coach-Sharing ein echter Sparbeitrag in klammen Zeiten (der Club muss angeblich 9 Millionen Euro einsparen) und die Gelegenheit dazu ergibt sich wahrscheinlich in 100 Jahren nicht mehr. Zudem würde der Doppeltrainer sich schon aus persönlichen Gründen massiv dafür einsetzen, dass der Club die Klasse hält, sonst käme es nämlich nächste Saison vielleicht wieder zum Derby in der zweiten Liga und dann wüsste er nicht, auf welche Bank er sich hocken soll.

Zum Schluss noch ein schöner Verschreiber, der gestern der in diesem Fall doch etwas zu vorschnellen Deutschen Presseagentur unterlief, den wir aber erst auf den zweiten Blick realisierten, schließlich ist man als Clubfan gewohnt, dass in Nürnberg die Trainer nicht alt werden (remember Jef Vliers):
hecking

Irgendwie drollig die Fürther

Im Augenblick scheint nicht „besser sein“, sondern „weniger Mist produzieren“ das Gebot der Stunde. Nicht nur, aber auch im Fußball. Für den Club heißt das: So lange es zwei Mannschaften gibt, die noch unglücklicher agieren und der Dritte der 2. Liga dann genauso lustlos kickt wie weiland Energie Cottbus, dann hat alles gepasst.

trolliUnd wenn wir bei mehr Mist produzieren sind, dann wären wir auch schon bei dem Verein aus der Nachbarstadt. Der ist bei uns zwar doch noch um einiges beliebter als der FC Bayern, bei dem allerdings langsam der Mitleidseffekt zu greifen scheint. Dennoch sind die Fürther immer wieder für etwas – von eigenen Problemen ablenkende – Schadenfreude gut.
Nun wollen sie nämlich ihr Stadion in Trolli-Arena umbenennen. Klingt im Fränkischen irgendwie drollig.

Am drolligsten ist aber, wenn man beim Gummibärchenhersteller Mederer auf die Homepage klickt um sich mal die dort angebotenen Gummibärchen anzuschauen. Wer lacht einem da entgegen: Der Obersympathikus der Liga, der FC Bayern.

Wir lachen gerne zurück und freuen uns über die Unterhaltungswerte, die uns da so kostenlos und ohne Rücksicht auf eigene Verluste geliefert werden.

Wer ist schlimmer, Bayern oder Fürth?

Wen einem das Schicksal (wobei es in dem Fall wohl eher Naivität oder Unerfahrenheit war) übel mitspielt, dann ist Ablenkung gefragt. Wenden wir uns also mal zwei anderen Vereinen zu. Aus – wie immer – gegebenem Anlass.

Im Pokal treffen nämlich die Münchner Bayern auf den Verein aus der Nachbarstadt, auf Greuther Fürth. Nun stehen diese beiden Vereine bei den Clubfans auf der Unbeliebtheitsskala ganz weit oben. Da dreht mancher die Hand nicht um.

Auch wir sind uns uneinig, wen wir hier auf Platz eins und wen auf Platz 2 setzen sollen. Daher wollen wir das gerne durch eine Befragung klären. Wem sollen wir im Viertelfinale, das am 9. und 10 Februar 2010 augetragen wird, die Daumen drücken, den Bayern oder den Fürthern? Stimmt fleißig ab!

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Stadionverbote haben wenig mit Hass zu tun

Hass gehört nicht ins Stadion. Solche Gefühle soll man gemeinsam mit seiner Frau daheim im Wohnzimmer ausleben.

Das hat der frühere Bundestrainer Berti Vogts mal gesagt und zufällig war das auch das heutige NZ-Motto des Tages. Ebenfalls heute wurde nämlich bekannt, dass Vereine ein Stadionverbot schon bei Verdacht aussprechen können. Dies hat der Bundesgerichtshof so entschieden, nachdem ein Bayern-Fan geklagt hat.

Verstehen können wir das allerdings nicht. Soll er doch froh sein, dass er nicht hin muss, der Schikeria-Heini. Wie kann denn einer klagen, dass er viel Geld dafür zahlen darf nur um einem FC Bayern beim Spielen zuzuschauen?

Aber verstehen müssen wir so etwas wahrscheinlich nicht. Da geht es wohl um Angebot und Nachfrage. Und so lange genug Leute ins Stadion wollen, so lange kann man sich die auch aussuchen.

Für Gegenbeispiele braucht man allerdings nicht lange zu suchen. Bei einem geografisch nicht weit entfernten Zweitligaverein dürfte man sich mit dem Aussprechen von Stadionverboten jedenfalls um einiges härter tun als in der Säbener Straße in München.

Hier geht es noch zur Stellungnahme des Fanrechtfonds weiter lesen

Einfältig, einfältiger, Kleeblattfan

Ironie kommt im geschriebenen Wort manchmal schlecht rüber. Das wissen Journalisten und berücksichtigen das. Ganz darauf verzichten wollen sie meist trotzdem nicht, denn mit Ironie kann man zum Beispiel Leute, die sie verstehen, auf seine Seite ziehen und Idioten als Idioten dastehen lassen. Wenn Ironie dagegen gar keiner versteht, kann das damit zusammenhängen, dass sie als solche nicht erkennbar war, oder aber, dass das Publikum einfach nicht über die notwendigen geistigen Fähigkeiten verfügt.

Womit wir, so schnell kann es gehen, wieder bei den Fürthern und unserem neuen Konkurrenzblog, den „Greuther-Weibern„, wären. Die beneiden wir im Augenblick nämlich nicht. Ihre Zielgruppe scheint schon qua Geburt auf dem Schlauch zu stehen und rafft ganz offensichtlich überhaupt nichts. Anstatt dass sich die paar Fürther Fans darüber freuen, dass sich überhaupt jemand für sie interessiert und etwas für sie ins Netz stellt, mäkeln sie an dem Begriff „Greuther“ herum (meinen aber wahrscheinlich eher das „Weiber“, denn denen unterstellen sie anscheinend, keine Ahnung und daher eine Lektion in der korrekten Vereinsnamenslehrer dringend nötig zu haben). In den Kommentaren verlangen sie nun, das Blog von „Greuther-Weiber“ etwa in „Kleeblatt-Weiber“ umzuwandeln, und wettern dann auch noch gegen die Handtasche als Accessoire – wollen wohl lieber ein Sixpack.

Geht´s noch? Warum stellt ihr euch dann nicht in eurer Mitgliederversammlung hin und verbannt per Antrag das Greuther aus dem Vereinsnamen? Und wenn ihr schon soviel Wert auf korrekte Bezeichnungen legt, dann nennt euch statt „Spielvereinigung Fürth“ doch „Nichtaufstiegspakt Fürth“. Dann weiß wenigstens jeder, was los ist.

Noch eins, ihr Greuther-Heinis: Der Begriff Greuther-Weiber lehnt sich an die mittelalterlichen Kräuterweiber an. Kleeblattweiber gab es noch nie. Kleeblätter haben nämlich keine Heilwirkung. Und dass das Fürther Kleeblatt die einzige Blume ist, die niemals blüht, ist bestimmt kein Grund sich Kleeblattweib zu nennen.

Wir sind, liebe Greuther-Weiber, jedenfalls heilfroh, Clubfans zu sein. Die sind wenigstens in der Lage, auch komplexeren Gedankengängen zu folgen, auch mal auf der Metaebene zu diskutieren und ihren Club als Deppen zu bezeichnen, obwohl sie ihm natürlich trotzdem weiter die Treue halten.

Ein Blog aus dem grün-weißen Nichts

In der kommenden Saison braucht uns die westliche Vorstadt eigentlich nicht mehr zu interessieren. Trotzdem haben wir Anlass, uns mit Fürth zu beschäftigen. Fürth ist, was das Fußballspielen betrifft, nämlich eigentlich noch vergleichsweise gut aufgestellt. Schaut man sich hingegen an, was sich dort internetmäßig tut, dann kommt fast schon Mitleid auf. Nur ein Beispiel: In dieser Woche musste das erste, ohnehin nur mit Nürnberger Hilfe anberaumtes, Twittagessen mangels Beteiligung abgesagt werden. Twittern scheint in Fürth ebenso unbekannt zu sein, wie bloggen. Dazu passt auch, dass die Spielvereinigung Greuther Fürth im Web 2.0 ebenfalls nicht nennenswert präsent ist, und selbst mit den alten Medien so ihre Schwierigkeiten hat.

Das wird jetzt anders: Unter den NZ-Blogs sind ab sofort auch die Greuther-Weiber zu finden. Dass diese, sozusagen aus dem grün-weißen Nichts heraus, ein Novum wie ein von weiblichen Fans betriebenes Vereinsblog zustande gebracht haben, erfüllt uns schon ein bisschen mit Neid. Abschneiden werden wir uns deswegen aber nichts.

Wo issn des Hirn?

Über das Rostock-Spiel brauchen wir gar nicht groß reden. Auch wenn der Club gewonnen hätte, wäre er wohl nicht auf den direkten Aufstiegsplatz 2 geklettert. Und wer ist schuld: Die Fürther mal wieder.

Wenn ich mich nur dran erinnere, wie sinnlos und blöd die beim Derby gegen den Club angerannt sind, nur um uns zwei Punkte zu klauen, wo sie doch längst hätten wissen können, dass ihnen das nicht hilft. Und jetzt, wo sie die Chance gehabt hätten, die Mainzer zu schlagen, um dem Club die – gefährlichen (weil wahrscheinlich gegen so unangenehme Gegner wie Cottbus oder Bielefeld) – Relegationsspiele zu ersparen, da versagen sie kläglich (oder gar absichtlich).

„Wir haben wieder gut gekämpft, aber manchmal den Kopf nicht optimal eingesetzt“, meinte Fürths Trainer Benno Möhlmann nach der Heimniederlage gegen die Mainzer. Und was heißt das auf Deutsch: Die Fürther haben nichts im Hirn.

So weit wie Möhlmann wollen aber nicht einmal wir gehen. Zumal dies im Umkehrschluß auch bedeutet: Der Club hat gegen Hirnlose nur ein trauriges Remis zustande gebracht.

Aber wie unsäglich muss denn die Wahrheit über diesen Westvorstadtverein sein, dass dessen Trainer seinen Spielern lieber Schwachköpfigkeit attestiert? Das fragen wir uns jetzt wieder einmal verschärft.

Die Relegationsspiele finden übrigens am 28. und 31. Mai (wahrscheinlich im Frankenstadion) statt.

Derby, hä?

Was ist denn los mit euch? Seid ihr krank? Alle reden vom Derby, bloß ihr nicht! Mit solchen Reaktionen sehen sich die 3 Clubfreunde dieser Tage konfrontiert. Schließlich beschäftigt das bevorstehende Derby gegen die Greuther am Sonntag inzwischen die Lokalmedien wie kaum etwas anderes.

Da werden alte Spieler ausgegraben, die noch einmal in Erinnerungen schwelgen, da wird auf die Bahn eingeprügelt, weil sie keine Sonderzüge einsetzt. Und sogar Reiterstaffeln aus München werden nach Fürth gelotst. Bloß die sonst so mitteilungsbedürftigen Clubfreunde bringen nicht einmal ein lasches Posting zustande?

Tja, vielleicht ist es gerade das, dass alles schon gesagt ist. Dass uns statt Derbyfieber eher eine gewisse Langeweile befällt und sich der Sound of Silence unserer bemächtigt. Fürth, war da was? Naja, drei Punkte halt. Wäre schön. Aber wenn nicht, ist auch noch nicht aller Tage Abend. Die Freiburger sind schließlich schon fast durch, obwohl sie gegen den Club verloren haben. Und Fürth, da muss man kein großer Prophet sein, würde auch bei einem Sieg (was Gott natürlich verhüten möge) nicht aufsteigen.

Wenn dann auch noch einige Fans meinen, das Spiel und die Aufstiegsfrage werde auf der Straße entschieden, dann fällt uns erst recht nichts mehr ein.

Aber, ich würde mal sagen: Spätestens Sonntagmittag wird es uns dann auch erfassen, das Fieber, und dann werden wir voller Inbrunst brüllen:

Die putz mer wech!