Club mutierte erneut zur Schießbude

Die Woche:

1. Zur WM durfte er (noch) nicht mit nach Russland. Jetzt kann Clubangreifer Mikael Ishak das nachholen. Er steht wieder im Kader der schwedischen Nationalmannschaft, die im Rahmen der Nations League am 11. Oktober gegen Russland antreten muss. Weiter auf seine Nationalelfnominierung warten muss hingegen der österreichische Clubverteidiger Georg Margreitter.

2. Der Zweitligist Union Berlin hat einen Wunschzettel zur Rettung des deutschen Profifußballs geschrieben. Während die einen gleich von Revolution reden, kommen die anderen gleich wieder mit ihren Bedenken ums Eck. Unter anderem auch Club-Sportvorstand Andreas Bornemann. Kann man machen. Ist wohl auch in Manchem realistisch. Nur: So passiert halt wieder mal gar nichts.

3. So Leute, wenn es nach dem Stadionbetreiber geht, dann spielt der Club nur die Hinrunde erstklassig. In der Rückrunde gehts dann wieder gegen Sandhausen oder die Westvorstädter. Quatsch? Nein, Buchhalterlogik!

Das Spiel:

War wohl doch kein einmaliger Ausrutscher, das 7:0 in Dortmund. Diesmal präsentierte sich der Club in Leipzig als Schießbude. Was schon mal all jene Beteuerungen, der FCN habe seine Lektion gelernt und werde ein ähnliches Debakel künftig vermeiden, konterkarierte. So muss man (wir auch) wohl weiter auf Fehlersuche gehen. An der gelben Wand oder am Fehlen von Ishak scheint es nicht gelegen zu haben. In Leipzig lag der Club in Bestbesetzung bereits nach 32 Minuten 4:0 hinten. In der 3. Minute ging es los. Kampl und Werner waren da nicht nur körperlich viel zu schnell für die Clubabwehr und Bredlow durfte das erste mal hinter sich langen. Vier Minuten später war Poulsen fixer im Kopf und erhöhte auf 2:0. Dann dauerte es (immerhin) fast eine Viertelstunde, ehe Sabitzer das 3:0 folgen ließ und in der 32. Minute markierte dann Timo Werner das 4:0. Spätestens da war das Spiel gelaufen, denn von den Nürnbergern ging praktisch keine Torgefahr aus und in der Abwehr praktizierten sie wieder mal das schon vom BVB bestrafte körperlose Spiel, so dass die Leipziger nicht mal Angst haben mussten, was auf die Socken zu bekommen.

Angst, so schien es, ist eher der Auswärtsbegleiter des Clubs. Wie eine Amateurelf in der ersten Pokalrunde standen manche da ehrfürchtig Spalier, wenn die „Großen“ überfallartig aufs eigene Tor zupreschten. Wobei die von Köllner ausgerufene Taktik, selbst das Spiel machen zu wollen, den Leipzigern noch zusätzlich in die Karten spielte.

In der zweite Hälfte begnügten sich die Gastgeber mit lediglich zwei weiteren Treffern (55. Sabitzer, 59. Werner). Dafür gab es in der 63. Minute noch einmal einen Aufreger. Werner fällt im Strafraum. Es gibt Elfmeter und Rot für Leibold. Letzteres war völlig überzogen. Ersteres brachte nichts ein, weil Bredlow mit dem Fuß abwehren konnte. Zu Zehnt (vielleicht sollten wir auswärts gleich mit einem Mann weniger auflaufen, um den Gegner eimnzulullen) hielt der Club dann immerhin das Ergebnis.

Jetzt ist erstmal Länderspielpause, da hat man genug Zeit, sich über die Auswärtsauftritte, die dort praktizierte Taktik und etwaige mentale Aufbaustrategien Gedanken zu machen.

Ein Letztes:

Nun ja, wessen Hintern eine Premier-League-Bank kennt, den kann man schon mal nominieren.

Die Schmach schnell getilgt

Die Woche:

1. „Weekly“ ist zwar englisch, bezieht sich aber trotzdem nicht auf englische Wochen und eine entsprechende Erscheinungsweise. Deswegen habe ich mir erlaubt, das Mittwochspiel (wo war das noch gleich?) erstmal schweigend zu übergehen. Ohnehin beschlich mich das Gefühl, dass hier auch andere nicht voll bei der Sache waren. Ich will nicht behaupten, das Spiel (hier eine Analyse, der man nciht viel hinzufügen muss) wurde von vorneherein abgeschenkt. Aber wenn man sich schon im Flieger verletzt, wenn man den wichtigsten Stürmer schont, wenn man mit ungewohnter Fünferkette und drei Innenverteidigern antritt und die Mannschaft mental nicht auf die Gelbe Wand vorbereitet, dann scheint wohl nicht der allerletzte Siegeswille vorgeherrscht zu haben. Vielleicht hatten einige beim Club auch an das Heimspiel gegen die Bayern in der Abstiegssaison vor Augen, wo der Club zwar nur 0:2 verlor, sich aber zwei Stammspieler schwere Verletzungen zugezogen hatten und langfristig ausfielen. Am Mittwoch hatte sich immerhin niemand verletzt.

2. Mit den Schalkern verbindet uns inzwischen nicht nur eine Fanfreundschaft, sondern auch eine Satiregemeinschaft. Der in Fürth (!) erscheinende Postillon machte sich jetzt gleichermaßen über den Club („Mit mehr Nachspielzeit hätten wir das Spiel noch gedreht“) und über Schalke 04 („Erste Punkte für Schalke: Mannschaftsbus auf Rückfahrt von Freiburg geblitzt“) lustig. Sagen wir mal so: Schön wenn man in einem langweilig gewordenen Business für Gelächter sorgen kann.

3. Wie zu erwarten war, bekam Deutschland den Zuschlag, die EM 2024 auszurichten. Was das mit Nürnberg zu tun hat? Nichts!

Das Spiel:

Am heutigen Samstag lief wieder eine optimal auf- und eingestellte Mannschaft auf. Petrak wie gewohnt im Abwehrzentrum, Ishak vorne dabei, dazu durfte Eduard Löwen von Anfang an ran und die beiden Neuzugänge Misidjan und Pereira sollten auf Außen wirbeln. Taktisch kehrte Köllner wieder zu Bewährtem zurück und ließ mit 4-3-3 bzw. 4-1-4-1 spielen. Dazu war die Mannschaft diesmal auch voll darauf fokussiert, das 0:7 vom Mittwoch vergessen zu machen.

Torchancen waren zunächst allerdings Mangelware. Viele hatten ein „enges Spiel“ erwartet und das schien sich zu bewahrheiten. Bis zur 28. Minute. Da wurde Tim Leibold von Lukebakio im 16er gefoult. Kapitän Hanno Behrens hämmerte den Ball dann aus 11 Metern ins Düsseldorfer Tor. Danach musste der diesmal glänzende Bredlow gegen die immer wieder schnell umschaltenden Düsseldorfer die Führung festhalten.

Zur zweiten Halbzeit brachte Köllner für den zwar viel Betrieb veranstaltenden aber nach hinten oft zu sorglosen Matheus Pereira Federico Palacios. Dessen großer Moment sollte aber erst später kommen. Dazwischen war es Ishak, der nach 64 Minuten auf 2:0 erhöhte. Behrens hatte den Ball aus der Abwehr gedroschen, der Düsseldorfer Bodzek verlängerte unglücklich zum Club-Torjäger, der dann eiskalt abschloss.

Aufgegeben hat sich die Fortuna dennoch nicht und drückte weiter auf den Anschluss. Doch mitten in die Drangphase startete der Club einen Konter über Löwen, der zu Palacios spitzelte und der lupfte den Ball über Düsseldorfs Keeper Rensing zur Entscheidung.

Am Ende stehen sechs Punkte aus der englischen Woche. Ein Mitbewerber um den Abstieg wurde zudem auf Distanz gehalten. Eine Bilanz, die sich sehen lassen kann. Was den Mittwoch betrifft: Schwamm drüber!

Ein Letztes:

Realitätsferner Optimismus vor dem Mittwochspiel:

Club belohnt sich endlich

Die Woche:

1. Als freundlich lachender Zuschauer wertet Clubtrainer Michael Köllner in seiner Freizeit Kabarettsendungen des Bayerischen Fernsehens auf. Auch anderen regionalen Medien verhilft er als Interviewpartner derzeit zu ein bisschen Glanz. Dem fränkischen Tag hat er dabei so bahnbrechende Sätze diktiert wie: „Jeder Spieler hat immer die Chance, in den Spieltags-Kader zu kommen oder sich sogar einen Startelf-Einsatz zu sichern. Voraussetzungen hierfür sind starke Leistungen im Training.“

2. Am 17.Oktober findet die Jahreshauptversammlung des FCN statt, Es dürfte diesmal wohl eher eine harmonische werden. Finanzvorstand Michael Meeske wird sich verabschieden und seinen Nachfolger einführen. Außerdem steht u.a. Oberbürgermeister Ulrich Maly als Aufsichtsrat zur Wiederwahl an.

3. Seit Saisonbeginn wird im Stadion Pfand auf Getränkebecher erhoben. Das dient der Abfallvermeidung, verursacht aber lange Schlangen und Stress bei der Pfandrückgabe nach dem Spiel. Um da Druck rauszunehmen, kann man jetzt den Becherpfand (zwei Euro) auch für einen guten Zweck spenden: für das Projekt Viva con Agua des ehemaligen Pauli-Spielers Benjamin Adrion. Ziel des Projektes ist es, ärmeren Ländern Zugang zu sauberem Trinkwasser zu ermöglichen. Zu den Guten gehört der FCN deswegen trotzdem noch nicht, denn er unterhält auch eine Partnerschaft mit Nestlé (Schöller). Dieser Konzern ist was das Trinkwasser angeht gerade in der Gegenrichtung unterwegs.

Das Spiel:

Heimsieg, der erste Dreier, was will man mehr? Dabei begann es gegen Hannover 96 erstmal wie üblich. Der Club spielte (diesmal mit Virgil Misidjan von Beginn an) gefällig, aber nicht zwingend. So begann manch einer schon wieder zu zittern, als sich die 25. Minute näherte. Geriet der Club da doch regelmäßig in Rückstand. Aber nichts da. Beinahe im Gegenteil. Denn nach einem Kopfball von Misidjan erzielte Ishak das Tor für den Club. Jubel im Stadion, Jubel vor den Bildschirmen und Jubel auf Twitter. Doch wieder mal spielte der Videobeweis den Stimmungskiller. Der Club ließ sich aber nicht beirren. Erneut war Misidjan der Ausgangspunkt. Er steuerte frei aufs 96er-Tor zu, wurde aber an der Strafraumgrenze von Albornoz von den Beinen geholt. Schiedsrichter Dankert ließ die Pfeife stecken und musste sich dann Schieber-Rufe anhören. Das war doch ein klarer Elfer, dachten die meisten. Eine gefühlte Ewigkeit später präsentierten die Videoschiris in Köln eine ganz eigene Interpretation. Freistoß und Rot für Albornoz wegen Notbremse. Den Freistoß setzte Leibold dann an den Pfosten. Danach stellten die Hannoveraner um, verstärkten die Defensive und versuchten es mit Kontern. Dem Club fiel dazu nicht viel ein. Da mussten die Ideen eben von außen kommen. Trainer Köllner wechselte nach gut 70 Minuten Törles Knöll ein und der wurde zum Matchwinner. Kaum eingewechselt zwang er erst Anton zu einem Eigentor und nur zwei Minuten später markierte er nach Ishakzuspiel das 2:0. Hannover hatte zwar danach nochmal eine Chance zum Anschlusstreffer. Aber der Club brachte den Vorsprung über die Zeit. Am Mittwoch geht es nach Dortmund. Vielleicht. Vielleicht auch nicht.

Ein Letztes:

Ein Grund mehr, dem derzeit glücklosen Domenico Tedesco die Daumen zu drücken:

Last-Minute-Transfer mit Last-Minute-Tor

Die (Doppel-)Woche:

1. Ein bisschen haben mich die Nationalmannschaftsauftritte, die hier das Weekly zu einem 14-Tägly mutieren ließen, an „The Walking Dead“ erinnert. Aber mei, als Clubfan hat man mit jener übersättigten „Mannschaft“ kaum Schnittstellen, außer dass sie für solche Zwangspausen sorgt. Dafür schafft sie Gelegenheiten zu Freundschaftsspielen. Die hat der Club gegen die TSG Roth und gegen Dukla Prag souverän gemeistert. Der Herr Löw war anderweitig beschäftigt und konnte niemanden beobachten. Also: alles gut!

2. Sportvorstand Andreas Bornemann hat sich nachträglich zu den Last-Minute-Neuverpflichtungen geäußert und erzählt, wie man beim Club trotz Zeitdruck, ruhig die Transfers durchgezogen hat. Die, das hat sich auch bei den Freundschaftsspielen angedeutet, keine Verzweiflungseinkäufe gewesen seien.

3. Michael Köllner hatte für die Neuzugänge Deutschkenntnisse zur Bedingung gemacht. Die Neuzugänge haben derweil im Kicker und beim BR inzwischen allerdings Verständigungsprobleme mit dem Trainer beklagt. Man müsse oft mehrfach nachfragen, weil er so stark Dialekt rede.

4. Dementis scheinen beim Club nur sehr temporäre Bedeutung zu genießen. Jetzt verlässt Finanzvorstand Michael Meeske den FCN also doch. Dies war also nur dreijährige Zwischenstation auf dem Weg vom Kultclub (St.Pauli) zum Kapitalclub (VfB Wolfsburg). Das zeigt auch, wo der 1.FCN auf dieser Skala einzuordnen ist. Der hat Meeske dennoch einiges zu verdanken. Zum Abschied kann er endlich mal eine positive Bilanz nach einem abgelaufenen Geschäftsjahr präsentieren und hinterlässt seinem Nachfolger Niels Rossow somit geordnetes Terrain. Angeblich soll der Club auch für Meeske eine, bei solchen „Transfers“ eigentlich unübliche, Ablöse von 300.000 Euro kassiert haben. Pessimisten erinnern sich hingegen an den Jahreswechsel 2012/13, als besagter VW-Verein Trainer Dieter Hecking vom FCN abwarb. Ein Verlust mit Spätfolgen: 2014 gings dann in die 2.Liga.

Das Spiel:

Nicht ganz vollständig lief „Köllners neue Torfabrik“ an der Weser auf. Nur Matheus Pereira war von den beiden Last-Minute-Transfers von Beginn an dabei. Kubo musste daher erneut auf dem Flügel ran. Der Club begann recht gefällig nach vorne zu agieren, ohne allerdings echte Torchancen herauszuspielen. Der SV Werder Bremen, bei dem der ehemalige FCN-Spielmacher Kevin Möhwald (auch das ein Beweis für die anderen personellen Möglichkeiten an der Weser) nur auf der Tribüne saß, kam zwar seltener, meist aber gefährlicher vors Tor. Zwei Mal musste Georg Margreitter in höchster Not klären. Entsprechend angefressen stauchte er danach seine Abwehrkollegen zusammen. Die schafften es aber wieder nicht, die erste halbe Stunde ohne Gegentreffer zu überstehen. Diesxmal bedurfte es aber eines Sonntagnachmittagschusses von Maximilian Eggestein. Der kann ohne angegriffen zu werden aus 18 Meter abziehen und hämmert den Ball ins Dreieck. Schönes Tor, muss man leider zugeben.

In der zweiten Halbzeit beorderte Köllner Neuzugang Pereira nach vorne. Yuya Kubo, der ursprünglich mal Möhwald ersetzen sollte, musste weiterhin über den Flügel kommen, wo seine Qualitäten nicht so ganz zum Tragen kommen. Trotzdem liegt in der 59. Minute der Ball im Werdertor. Petrak hatte ihn reingespitzelt. Jubel beim Club. Jubel bei den Fans. Aber da ist halt noch der Videobeweis. Der entdeckte ein Abseitsposition von Ishak. Nichts war´s mit dem Ausgleich.

Dann wurden Fuchs und Pereira durch Neuzugang Virgil Misidjan und Edu Löwen ersetzt. Doch weiter rannte der Club vergeblich an. Die Bremer spulten die Sache souverän runter. Erst kurz vor Schluss – inzwischen war Knöll für Petrak drin – ging der Club all-in. Und er wurde in der Nachspielzeit belohnt: Virgil Misidjan verwertete in der 92. Minute eine Behrens-Vorlage zum inzwischen verdienten Ausgleich. Danach hatte Kubo nach Ishak-Zuspiel sogar noch die Möglichkeit, den Siegtreffer zu erzielen, schloß aber viel zu schwach ab. Ein Spiel dauert halt meist länger als 90 Minuten. Eine Erkenntnis, die der Club offenbar verinnerlicht hat.

Ein Letztes:

Unsereins verausgabt sich ja eher auf Twitter. Unter eSports fällt das – keine Ahnung warum – trotzdem (noch) nicht. Es gibt aber auch auf diesem Terrain Ereignisse, die der Sportfreund wissen sollte, vor allem dann, wenn sie zwei Stars der Szene betreffen:

Erstes Tor, erster Punkt

Die Woche:

1. Wichtiger als der sportliche Erfolg ist beim Club bekanntlich die finanzielle Konsolidierung. Da kündigt sich jetzt eine Einnahme von fast 30 Millionen Euro an. Das Geld kommt aus den Vermarktungserlösen der DFL. Dabei gilt das, nicht unbedingt Kurzweil fördernde Prinzip: Der Teufel scheißt am liebsten auf den größten Haufen. Nachdem der Club haufenmäßig inzwischen zu den Top 18 gehört, bekommt er natürlich einiges zusätzlich ab. Das Geld fließt allerdings erst zu Ende des Saison. Trotzdem ist es angesichts solchen Aussichten verschmerzbar, wenn sich alte Hoffnungen zerschlagen, wie etwa die, am Weiterverkauf des früheren Clubprofis Niclas Füllkrug partizipieren zu können.

2. Seine ominöse „Rippenprellung“ und plötzliche Schmerzen vor der eigentlich geplanten Einwechslung in Berlin nährten Gerüchte, wonach Eduard Löwen nach England wechseln könnte. Das vielseitig einsetzbare Clubtalent will sich aber lieber mit dem FCN in der Bundesliga durchbeißen. Gut so!

3. Am gestrigen Deadline Day, also kurz nach dem Schließen des Transferfensters, präsentierte der Club noch zwei Neuzugänge. Sie sollen die Probleme auf den Außenbahnen beheben. Dnd, so wie es aussieht, könnten die beiden dazu durchaus in der Lage sein (laut Transfermarkt beträgt der Marktwert derzeit 3 bzw. 5 Millionen). Virgil Misidjan hat schon gegen Ronaldo in der Championsleague gespielt und kommt vom bulgarischen Serienmeister Ludogorez Rasgrad für angeblich 2,5 Millionen. Von Sporting Lissabon, ebenfalls einer guten Adresse, wechselt Matheus Pereira zum Club. Viele sahen bei den beiden Neuzugängen aber erstmal die Haare in der Suppe. Bei dem auf Leihbasis verpflichteten Pereira musste der Club auf den postulierten Grundsatz Kaufoption verzichten. Bei Virgil Misidjan wurde vor allem ein noch offenes Verfahren thematisiert, das ihm vier Monate Knast einbringen könnte. Andererseits: Ohne irgendwelche Makel würde der klamme Club solche Transfers gar nicht realisieren können.

4. In Mainz hat sich AfD-Chef Alexander Gauland für heute angekündigt. Der FSV Mainz 05 nutzte das um so in der Zeitung für das Auswärtsspiel in Nürnberg zu werben:

Das Spiel:

Endlich wieder Erstligafußball in Nürnberg. Für die Fans ein lange vermisstes Ereignis. Auf dem Platz war der Neuigkeitswert erst einmal geringer. Wie schon in Berlin spielte der Club zwar gefällig, hatte ein Übergewicht was den Ballbesitz anging, aber vor dem Tor war er erneut zu harmlos. Bezeichnend die wohl beste Chance nach einer Viertelstunde. Palacios spielt Kubo schön im Strafraum frei. Statt zu schießen, dreht der sich aber erst einmal um die eigene Achse und die Gelegenheit war dahin. Und dann kommt nach 25 Minuten – wie schon in Berlin – das wohl umvermeidliche Nickerchen in der Abwehr. Aaron kann auf der linken Seite relativ ungehindert flanken und Mateta kommt im Strafraum ebenso ungehindert zum Kopfball, dem Bredlow nur noch hinterherschauen kann. So einfach kann man Tore schießen.

Das scheint der Mannschaft auch irgendjemand in der Kabine gesteckt haben. Denn in der zweiten Hälfte waren kaum drei Minuten gespielt, da ließ Kapitän Behrens eine Valentini-Ecke durch, irritierte so die Mainzer Abwehr und Ishak hämmerte den Ball rechts oben ins Eck. Aus elf Metern. Genau aus der Distanz scheiterte er in Berlin noch mit dem ruhenden Ball.

Auf einmal war nicht nur Stimmung im, mit 38.000 Zuschauern leider eher enttäuschend besetzten Max Morlock-Stadion, sondern auch auf dem Platz. Man merkte dem Club an: Da war ein Knoten geplatzt. Die Spieler schienen gemerkt zu haben, dass sie in der ersten Liga auch dort, wo es drauf ankommt, mithalten können. Der FCN erspielte sich Chance um Chance und hätte den Sieg eigentlich verdient gehabt. Aber irgendwie war entweder ein Mainzer Bein dazwischen oder es fehlte das nötige Glück. Zudem avancierte auch noch Gästekeeper Müller zum besten Mann auf dem Platz. Wobei immerhin auch Neuzugang Kubo andeutete, dass er uns noch viel Freude bereiten könnte.

Insgesamt waren es zwar verlorene zwei Punkte. Aber die Kurve beim Club zeigt eindeutig nach oben. Wenn der Lernprozess so weiter geht, dann gewinnen wir solche Spiele auch bald.

Ein Letztes:

Ein bisschen mehr kam am gestrigen Abend doch noch nach:

Noch zu brav fürs Oberhaus

Die Woche:

1. Nicht nur der „Kicker“ war down, auch unser Blog war nicht erreichbar. Das fiel natürlich vergleichsweise wenigen Leuten auf. Genau wie der Ausfall all der anderen Seiten, die vom, im Fürth beheimateten Provider ODN gehostet werden. Dass der Kicker ausgerechnet zum gestrigen Bundesligaauftakt in die Knie ging, zog hingegen Kreise. Auf Twitter schoß der Hashtag #kickerdown nach oben. Zunächst wurden ruchlose Hacker verantwortlich gemacht. Dann stellte sich allerdings heraus, dass wiederholte DDos-Attacken die Server zerschossen hatten. Übrigens ncht zum ersten Mal.

2. Sollen wir uns angesprochen fühlen? Unter der Überschrift „Die Legende bleibt“ wenden sich Clubfans gegen Schwarzmalerei und Grantlertum und fordern geschlossene Unterstützung der Mannschaft. Die hat sie natürlich verdient, zumal ihr zu Beginn der letzten Saison auch keiner den Aufstieg zugetraut hat. Andererseits hat Granteln im Zusammenhang mit dem Club schon etwas von Traditionspflege. Diese Tradition hat Gründe. Fast jedesmal, wenn man beim Club mit dem Weißmalen anfing, gab es ein jähes Erwachen. Insofern ist es eigentlich ein positives Signal, wenn uns alle nur als Absteiger auf der Rechnung haben.

3. Auch bei der „Zeit“ sieht man den Club eher als Lachnummer. Da passte dann das Zitat von Neuzugang Yuya Kubo gut ins Konzept. „Ich hatte keine andere Möglichkeit. Ich habe nur von diesem Club ein Angebot bekommen“, soll der japanische Nationalspieler gesagt haben. Das, beeilte man sich beim Club richtigzustellen, sei aber nur ein Übersetzungsfehler gewesen. Nun ja, auch wenn es anders gewesen wäre: Wichtig ist die Leistung auf dem Platz.

4. Auch organisatorisch hat der Aufstieg Weiterungen. Eine größere Zahl von Ordnern soll Staus an den Eingängen verhindern helfen. Außerdem wird die Trennung Männer- und Fraueneingänge aufgehoben, stattdessen wird – und der Satz hat es uns dann doch angetan – „das weibliche Ordnerpersonal in voller Breite postiert“.

Das Spiel:

Was wurde im Vorfeld alles geschrieben: Der Club sei erster Anwärter auf den Abstieg, der Kader sei nicht bundesligatauglich… In Berlin sei für diese Mannschaft jedenfalls nichts zu holen. Doch dann spielte der Club zwar kontrolliert und eher auf Absicherung bedacht, jedoch keineswegs unterlegen und durchaus ansehnlich. Lediglich nach vorne ging nicht viel zusammen. Dafür ließ die Clubabwehr wenig anbrennen. Gut, bei einer Hertha-Ecke flog Bredlow am Ball vorbei. Aber sonst? Doch dann kam die 27. Minute. Da spielte Lazaro auf Außen Leibold aus. Währenddessen foult sich Ibisevic (allerdings nach VAR nicht ahndungswürdig) an der Strafraumgrenze frei. Prompt ist die Ordnung in der Clubabwehr dahin und besagter Ibisevic steht mutterseelenallein im Torraum und braucht den Flankenball nur noch einzuschieben. Da merkte man bereits fehlende Erfahrung und Cleverness. Übrigens auch bei der ersten Clubecke als Behrens für den Schiri nicht sichtbar weggedrückt wurde.

In der zweiten Hälfte machte der Club mehr auf, wobei zunächst die Berliner weitere Chancen generierten. Doch dann kam der Club, in Gestalt von Neuzugang Kubo. Der tankte sich sehenswert auf der linken Seite durch, scheiterte aber an Keeper Jarstein. Dieser bekam dann im Verlauf der Partie mehr zu tun. Richtig ernst wird es für ihn aber erst in Minute 85. Per Videobeweis wird dem Club ein Handelfmeter (Rekik fährt seine Linke aus) zugesprochen. Mikael Ishak (Hanno Behrens, der sonst die Elfer schießt, war schon ausgewchselt worden) legt sich den Ball zurecht, zielt halbhoch auf die linke Ecke, aber der Hertha-Keeper kann parieren. Da war sie, die Ausgleichschance. In der Bundesliga, das zeigte das Spiel in Berlin, dürfte der Club nicht allzuviele bekommen, also muss man die künftig besser nutzen.

Trotz der Niederlage lässt sich aber auf dem Auftaktspiel aufbauen. Der Club war auf Augenhöhe mit der Hertha. Was fehlte war die Cleverness und die Souveränität. Bezeichnend, dass Ondrej Petrak, der als einziger schon mal für den FCN Bundesliga spielte, in unserer Mannschaft den besten Eindruck machte. Auch Kubo könnte durchaus zur Belebung beitragen. Die anderen müssen halt schnell den Respekt ablegen. Om Augenblick ist der Club jedenfalls nicht zu schlecht für die erste Liga, sondern nur (noch) zu brav.

Ein Letztes:

Als Lokalpatrioten mag einen das freuen, uns erinnert das an das erfolglose Hoeneß-Gastspiel beim FCN und daran, dass derartige Nottransfers selten was bringen.

Blamagenfrei in die neue Saison

Die Woche:

1. Was Interviews angeht, da ist Clubtrainer Michael Köllner schon jetzt eine Bereicherung für die Bundesliga. Etwa wenn er die knallharten Fragen zur angeblichen Rippenprellung eines Hoffnungsträgers beantwortet.

2. Die beiden Aufsteiger sind die Favoriten für den Abstieg, da ist man sich nicht bloß in den Wettbüros einig. Auch die mit Prognosen und Teamchecks aufwartenden Journalisten sehen schwarz, sollte es dem Club nicht noch gelingen, im Angriff noch etwas Qualität für die vorhandenen vier Millionen Euro zuzukaufen. Nach Möglichkeit sollte das dann auch jemand sein, der mal was Unorthodoxes, nicht Ausrechenbares macht.

3. Vielleicht ist ja der japanische Nationalspieler Yuya Kubo die erhoffte, medial geforderte Verstärkung in der Offensive. Er soll auf Leihbasis mit Kaufoption vom belgischen Club KAA Gent kommen und am Montag in Nürnberg der Medizincheck absolvieren. Yuya Kubo hat bsi 2017 bei den Young Boys Bern gespielt, ist nicht nur durch die eine oder andere ungewöhnliche Aktion aufgefallen, sondern hat dort auch Deutsch gelernt. Köllner hat das als Voraussetzung für Neuzugänge formuliert. Im Gespräch war zuvor auch Berkay Özcan vom VfB Stuttgart. Hinderungsgrund hier: Der Club will Spieler nur noch mit Kaufoption leihen, der VfB zieht da aber nicht mit.

4. Mangels Zündstoffs wurde dieser Tage das Duell zwischen Christian Mathenia und Fabian Bredlow um den Platz im Kasten hochgejazzt. Köllner hat sich jetzt erstmal für Bredlow entschieden. Nachvollziehbar, schließlich hat Bredlow dem Club zum Aufstieg verholfen und ist der Jüngere der beiden angeblich gleich guten Torhüter.

Das Spiel:

In Kehl, wohin der Fünftligist SV Linx sein Heimspiel verlegt hat, entwickelte sich ein typisches Pokal-Auftaktspiel. Der „Kleine“, schon im Wettbewerbsmodus, hat die einmalige Chance, sich auf großer Bühne zu präsentieren und bekommt dann auch gerne noch den einen oder anderen Bonus seitens des Unparteiischen (von den TV-Kommentatoren kommt da eh selten Kritik, die werfen auch gerne die Neutralität über Bord und halten zum Underdog). Der „Große“ ist hingegen noch nicht ganz da, weiß noch nicht, wo er nach der Vorbereitung steht und meint, das Ganze spielerisch lösen zu können. Diese Rechnung schien zunächst auch aufzugehen. Nach einer Viertelstunde hämmerte Tim Leibold einen Freistoß an den Pfosten, den Abpraller staubte Mikael Ishak zum 1:0 ab. Es lief also alles für den Bundesligaaufsteiger, zumal der Gegner nicht unbedingt Torgefahr vermittelte. So musste dann der Schiedsrichter mit einem zweifelhaften Elfmeterpfiff mithelfen. Leibold soll Henkel gefoult haben. Den Strafstoß verwandelte Rubio sicher.

Beim Club machte sich dann, um es positiv zu formulieren, zumindest keine Unruhe breit. Man ließ es weiter ruhig angehen. Auch in der zweiten Hälfte, wo Linx sogar die besseren Chancen und den FCN am Rande einer Blamage hatte. In der 87. Minute hätten die Amateure eigentlich das 2:1 machen müssen, als Vollmer völlig frei im Strafraum angespielt wurde. Während der den Ball verdaddelte, machte es Ishak im Gegenzug besser. Auf Zuspiel von Zrelak markierte er den Siegtreffer. Aufgabe erledigt. Eine Runde weiter. Ob der Club bundestauglich ist, diese Frage bleibt allerdings weiter offen.


Ein Letztes:

Heute schon an Weihnachten denken!

Obacht, Kundschaft droht!

1. Über Podcasts habe ich mal gelästert, die seien was für unmusikalische Langläufer. Das stimmt natürlich nicht so ganz. Es gibt durchaus den einen oder anderen musikalischen Fan, der auch gerne mal gesprochene Texte hört. Jetzt gibt es für diese Clubfreunde sowas wie eine Pflichtveranstaltung: Clubfans United und „Total beglubbt“ haben eine Podcast-Ehe geschlossen und gehen ab sofort gemeinsam an den Start. Das Kartellamt hatte offenbar keine Einwände.

2. Eine Woche vor der ersten Pflichtaufgabe (im Pokal gegen den SV Linx) gab es gegen den spanischen Erstligisten Real Valladolid das letzte Testspiel. Der Club gewann die Generalprobe durch einen sehenswerten Freistoßtreffer von Enrico Valentini mit 1:0. Erstmalig kam im Max-Morlock-Stadion auch der Videobeweis zum Einsatz. Nutznießer war der Club, denn danach wurde Gästekapitän Javier Moyano wegen einer Notbremse vom Platz gestellt. Erneut konnte übrigens der gefühlte Neuzugang Alexander Fuchs überzeugen.

3. Wenn Thilo Kehrer für 36 Millionen Euro von Schalke 04 zu Paris St. Germain wechselt, dann wird man auch beim Club unruhig. Schließlich ist der FCN sowas wie das Einkaufsparadies für die jetzt über ausreichend Haushaltsgeld verfügenden Gelsenkirchener.

Ein Letztes:

Kommt da noch was?

1. Die WM ist vorbei, das Leben geht weiter. Während im Training inzwischen die Standards höchste Priorität genießen, beschäftigt uns Fans erstmal die wesentliche Frage: Ist das neue Clubtrikot schön oder häßlich? Für den Verbleib in der ersten Liga bedeutsamer dürfte allerdings eine andere Frage sein: Wird der Club noch auf dem Transfermarkt aktiv?

2. Es hat fast schon eine gewisse Regelmäßigkeit: Immer wenn sonst nicht viel passiert am Valznerweiher taucht ein Meeske-Wechselgerücht auf. Finanzvorstand Michael Meeske wird dann mit irgendeinem Verein in Verbindung gebracht (diesmal der VfL Wolfsburg) und dementiert dann ein paar Tage später. Aber vielleicht ist das auch als Signal zu verstehen: Wer gut ist, kann auch bleiben und muss nicht jedem Wink mit dem Geldbündel hinterherlaufen.

3. Ein bisschen kann man den ASV Neumarkt verstehen. Kaum gehört der Partnerverein wieder zu den Großen, schon fängt er das Wildern an. Vier Tage vor Trainingsbeginn warb der FCN den Neumarkter A-Jugendtrainer Sebastian Schwarzfischer ab um ihn als Co-Trainer von U17-Coach Marek Mintal einzustellen. „Unterirdisch“, meint der ASV-Geschäftsführer.

4. Neuzugang Törles Knöll machte im Vorbereitungsspiel gegen eine Regionalligaauswahl in Crailsheim nicht bloß einen guten Eindruck, sondern auch drei Tore innerhalb von vier Minuten.

5. Einen doppelt faden Nachgeschmack hinterließ das „Freundschaftsspiel“ des Club gegen den Halleschen FC in Weismain. Der Club verlor mit 1:2. Zudem gab es nach dem Testspiel Fan-Ausschreitungen, offenbar verursacht durch Leute, die zwar Stadionverbot haben, das aber bei solchen Spielen nicht umgesetzt wird. Im Nachgang sorgten noch gegenseitige Schuldzuweisungen zwischen FCN und dem Veranstalter des Spiels, dem SCW Obermain, für böses Blut.

6. Im Testspiel am Samstag ging es in Würzburg gegen einen Gegner, für den es bereits nächste Woche wieder ernst wird. Obwohl der Club im Vergleich zu den Würzburger Kickers noch nicht so weit ist in der Vorbereitung und auch ein bisschen die Frische vermissen ließ, reichte es zu einem souveränen 4:0-Sieg. Edgar Salli machte dabei zwei Tore. Die beiden anderen Treffer erzielten Löwen und Palacios. Neben Salli wusste auch Neuzugang Tillman zu gefallen..

7. An Dario Lezcano haben wir Clubfans nicht unbedingt die allerbesten Erinnerungen. Im November war er wesentlich beteiligt am Auswärtssieg seines Noch-Vereins FC Ingolstadt im Morlock-Stadion. Zudem läutete er dabei auch noch das Ende der Ära Kirschbaum beim Club ein. …und die aufreizende Art in Stop-and-Go-Manier den Elfmeter zu schießen, stieß vielen auch sauer auf. Trotzdem (oder vielleicht deshalb) steht der wechselwillige Lezcano auf der Wunschliste des FCN.. Beim Wunsch wird es wohl auch bleiben. Lezcano hat nämlich noch Vertrag in Ingolstadt und ist daher für den Club zu teuer. Manchen stimmt dies nicht unbedingt traurig.

8. So recht vergleichen lassen sich die Dauerkartenpreise nicht. Trotzdem werden immer wieder Versuche unternommen, um wneigstens gefühlt die Raffzähne von den Billigheimern zu unterscheiden. Zu letzteren gehört demnach – neben Wolfsburg und Hoffenheim, die beide nicht gerade als Fanmagnete gelten – auch der 1. FCN, obwohl die Preise natürlich gestiegen sind. Ist ja schließlich Oberhaus. Der Club hat übrigens mittlerweile 24.500 Dauerkarten verkauft.

9. Aus der Nachbarkommune ereilt uns die Kunde, dass nun der Chef einer Großbrauerei dem dortigen Zweitligisten vorsteht. Ich finde, der Club sollte die Gelegenheit nutzen und mit einem gescheiten Bier dagegen halten. Das würde mich mit manchem pörremäßigen Derbyauftritt versöhnen. Ja, ich weiß, aber man wird doch noch träumen dürfen…

Ein Letztes:

Ein Zehnjähriger aus Großbritannien hat das Nürnberger Max-Morlock-Stadion aus Legosteinen nachgebaut. Für ihn war es eine coole Herausforderung, dass es auch eine Laufbahn besitzt. Wenn der Nachwuchs auf sowas steht, sollte man vielleicht mit dem Stadionneubau noch etwas warten:

Die einzig wahre Mannschaft

1. So, eigentlich dachten wir (obwohl wir es nach dieser nach wie vor gültigen Analyse nach der EM2016 besser hätten wissen können), die WM-Pause würde etwas länger dauern. Aber dann widmen wir uns halt jetzt schon der einzig wahren Mannschaft, dem Club. Nächste Woche beginnt dort wieder das Training und da braucht der Neu-Bundesligist schon mal nicht auf die mentalen Probleme von WM -Teilnehmern Rücksicht nehmen. Die Schnittstellen zur WM waren ohnehin gering. Da mussten schon die rasant angestiegenen Instagram-Follower von Ex-Cluberer Rurik Gislason herangezogen werden. Das Clubtrainerteam war und ist deshalb bei der WM eher distanzierter Beobachter.

2. In der Zwischenzeit hat der Club die Verträge mit Eduard Löwen und Lukas Mühl verlängert. Torwart Thorsten Kirschbaum hat bei Bayer Leverkusen angeheuert https://www.heise.de/newsticker/meldung/Spanien-App-der-Fussball-Liga-sucht-uebers-Mikro-unlizenzierte-Uebertragungen-4075636.html

3. Der Aufstieg das FCN, das bekam mancher Fan in den letzten Wochen demonstriert, hat auch seine Schattenseiten. Mit einem einzigen Pay-TV-Abo kommt man nicht mehr hin. Die Bundesliga-Freitagsspiele werden nämlich nicht mehr von Sky übertragen. Dafür braucht man zusätzlich einen Vertrag mit Eurosport. Und wie oft der FCN freitags ran muss, konnten uns bislang weder Sky noch die DFL mitteilen. Nächste Woche soll es dann den Spielplan geben. Mal sehen, ob wir dann mehr wissen.


Ein Letztes: