Zum Glück ist jetzt Sommerpause

Mit einem 0:1 beim 1. FC Kaiserslautern hat sich am Sonntag auch der Club in die Sommerpause verabschiedet. Und soll ich euch was sagen? Zeit wurde es! Dass ich bei all meiner Fußballverrücktheit mal so etwas von mir geben würde, hätte ich vor ein paar Jahren noch nicht zu träumen gewagt. Dass es so weit kommen konnte, liegt vor allem daran, dass ich momentan diesen Affenzirkus Profifußball einfach leid bin. In München, wo gestern die langweiligste aller Bayern-Meisterschaften dermaßen durchexerziert wurde, dass einem als Fußballfreund vor lauter Fremdschämen die Haare zu Berge standen, haben sie für die perfekte Inszenierung der Bierdusche tatsächlich wasserdichte Action-Kameras an den Weizengläsern befestigt. Das alleine sagt eigentlich schon alles. Hinzu kommt eine vom Verein in Auftrag gegebene Choreografie, die das Spektakel einläutete. Ganz zu schweigen davon, dass die zweite Halbzeit acht Minuten verspätet begann, weil die Pausenshow von „Popstar“ Anastacia länger als geplant gedauert hat. weiter lesen

Spielerische Bankrotterklärung

Klar, man könnte sich über Schiedsrichter Jochen Drees aufregen. Oder darüber, dass der DFB und etliche andere Fußballverantwortliche den Club offensichtlich nicht in der ersten Liga sehen wollen. Aber irgendwann führt das nur dazu, die Tatsachen zu verkennen und sich was vorzumachen. Der Club spielt nämlich von Woche zu Woche schlechter – und darin sind weder Schiris noch der DFB schuld. Was die Mannschaft gegen Hoffenheim, weiß Gott keine Übermannschaft, ablieferte, war erbärmlich, grottig, nicht mal zweitligatauglich. So steigt man ab. Da nützt es nicht einmal, wenn der Schiedsrichter mitspielt.

Allein schon das optische Auftreten (um nicht den blöden Begriff Körpersprache zu strapazieren) mancher Spieler. Da hat man nicht das Gefühl, dass da irgendeiner was reißen will, nicht einmal ein Ansatz von Abstiegskampf. Das ist fast schon Selbstaufgabe.

In der ersten Halbzeit praktizierte Trainer Hecking wieder seine sattsam bekannte Taktik, ersteinmal das 0:0 halten und nicht durch offensive Spielweise dem Gegner eine Chance bieten. Doch das, was vor ein paar Monaten noch funktionierte, klappt inzwischen halt nicht mehr. Bezeichnend, dass vor dem 0:1 ausgerechnet Wollscheid nach einem Foul hinfällt und hinten fehlt. Da weiß man gleich, was läuft, wenn der weg ist. Timothy Chandler, an dem der VfB Stuttgart dran ist, antizipierte dann gleich noch den Weggang eines weiteren Talents. Mit Rot flog er noch in der ersten Halbzeit raus. Da hätte Gelb wahrscheinlich auch gereicht. Aber Schiedsrichter Jochen Drees hatte vorher schon jede Menge gelber Karten verteilt für geringere Vergehen. Also hätte man eigentlich checken können, dass da heute verschärfte Rot-Gefahr besteht.

Aber beim Club checkt zurzeit offenbar keiner was. Da wird bloß wieder die alte Platte aufgelegt, von den vielen jungen Spielern gefaselt, vom Zwang Talente verkaufen zu müssen etc.pp. weiter lesen

Gebt dem Club mal ein bisschen Geld!

4235971776So, Freunde des Fußballs! Dort, wo der FCN spielt, dort seid ihr verkehrt. Wenn ihr euch etwa am Land in der Wirtschaft gegen die versprengten BVB- oder Schalke-Fans durchsetzen müsst und schließlich doch das Spiel aus Leverkusen in Sky eingestellt wird. Wenn ihr dann immer wieder hört, was das für ein Scheißkick sei und jetzt endlich umgeschaltet werden solle, da werde nämlich wenigstens guter Sport geboten. Wenn dann dort auch noch die Tore fallen, das Denkmal Magath demontiert wird, während in Leverkusen die absolute Nullnummer abläuft. Dann fühlt man sich als Spielverderber, als Spaßbremser und als Totengräber des Fußballs. Das nächste Mal werden die anderen mit Sicherheit sagen: Was Club, da schau mer nimmer hie – und der Wirt wird sich überlegen, ob er seine Gäste verlieren oder lieber sein Clubfähnchen hoch halten will.
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