Ein 2:0 noch vergeigt

1. Der Club hat die Verträge mit seinen beiden Vorständen Michael Meeske und Andreas Bornemann vorzeitig und offenbar gleich für zwei weitere Jahre verlängert. Das überrascht eigentlich niemanden. Trotzdem waren einige Journalisten sauer, weil sie sich nicht ausreichend informiert fühlten.

2. Freilich ist es aber schon länger so, dass die Presse den Club nötiger braucht als der Club die Presse. Deswegen müssen die Kollegen schauen, wo sie bleiben. Da ist dann einerseits Jammern angesagt, weil die „interessierte Öffentlichkeit“ nicht richtig bedient wird. Andererseits wird der neue Pressesprecher mit Nettigkeiten beworfen, auf dass er wohlgesonnen sei und einen wenigstens besser behandele als die Konkurrenz.

3. Für manche dauerte das Heimspiel gegen Holstein Kiel noch etwas länger. Letzte Woche gab es nämlich ein Treffen zwischen der Ultras mit dem DFB. Die Ultras informierten im Stadion, wie es jetzt weiter geht. Wir bleiben dran.

Das Spiel

Mit Holstein Kiel kam eine Mannschaft nach Nürnberg, die für viele überraschend ganz oben in der 2. Liga mitspielt. Warum das so ist, das demonstrierten die Kieler im Morlock-Stadion ein ums andere Mal. Zwar legte der Club eine starke Anfangsphase hin, aber dann tauchte der Tabellenzweite doch immer wieder gefährlich vor dem diesmal von Fabian Bredlow statt vom gegen Imgolstadt patzenden Kirschbaum gehüteten Clubtor auf. Hier wie dort fehlte aber meist die letzte Präzision.

So war es dann Club-Kapitän Hanno Behrens vorbehalten, den Bann zu brechen. In der 54. Minute zog er in Robben-Manier nach innen und schlenzte den Ball ins Kieler Netz. Acht Minuten später kam es noch besser: Löwen setzte sich auf der rechten Seite durch und passte zum freistehenden Mikael Ishak, der das 2:0 markierte. Doch leider, ihr und wir kennen das: Beim Club reicht sowas nicht. Kiel gelang in der 70. Minute und in der 88. Minute noch der Ausgleich. So ist er halt der Club!

Ein Letztes:

Skandale, über die mal wieder keiner aufgegriffen hat: