Der Spieler, ein Sammelsurium von Daten

Jeder, der schon einmal ein Fußballmanagerspiel gespielt hat, weiß das: Ohne eine Datenbank ist man verratzt. Ich habe mir beispielsweise immer einen mit Einfluss 20 gesucht, als Mannschaftskapitän. Einen der bei Technik und Standardsituationen mindestens 19 hatte, für die Freistösse und die Ecken. Einen Kreativen fürs offensive Mittelfeld und zwei gute Manndecker um gegnerische Spielmacher auszuschalten.

Mit dieser Strategie spiele ich jetzt mit dem Club schon das dritte Mal hintereinander in der Championsleague mit und kämpfe aktuell (bin aber schon in der Saison 2010/2011) mit Union Berlin um die erneute deutsche Meisterschaft. Der Rest hat keine Chance mehr.

Warum ich so etwas erzähle? Mit logischem Denken und guten Datenmaterial kann man ganz offenbar Erfolge erzielen. Deswegen ist es wohl kein Zufall, dass der Verein von SAP-Chef Dietmar Hopp noch an der Spitze der Bundesliga steht, und dass nun besagter Hopp (bzw. einer seiner Mitarbeiter) beim DFB ein Stück seines Erfolgsrezeptes offenbart und der Nationalmannschaft zur Verfügung stellt: Eine Datenbank, in der die deutschen Fußballer mit Leistungsmerkmalen, Gesundheitswerten und Spielstatistiken aufgeführt sind. Nichts mehr mit Zufall oder Bauchgefühl des Trainers.

Am interessantesten an dieser Meldung finde ich aber, dass sich diesmal nicht die Computergames bemühen noch näher an die Realität ran zu kommen, sondern umgekehrt die Realität bestrebt ist, ein bisschen mehr zum PC-Spiel zu werden.

Hopp gegen Hoeneß

Nö, ich schreibe jetzt nicht auch noch was über die Unterschiede zwischen den beiden Vereinen, über alte und neue Welt, über Hoeneß und Hopp, über Klinsmann und Rangnick, über Geld und Verstand. All das (letzteres am allerwenigsten) hat nichts mit dem Club zu tun, und der spielt halt erst am Montag.

Lediglich den Hinweis auf diese schöne Maussendung zur Frage „Hoffenheim, was ist das?“ kann ich mir nicht verkneifen:

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