Auf andere Gedanken kommen…

Als Club-Fan kann man derzeit den permanent im Kopf rotierenden Rechenschieber  wohl ohnehin nicht abstellen.  Wer aber am Tag vor dem Abstiegsfinale doch noch auf andere Gedanken kommen will, kann am Freitagabend mal wieder einer Diskussionsrunde der Fußball-Akademie beiwohnen. Ab 20 Uhr wird im Marmorsaal des Presseclubs (Gewerbemuseumsplatz 2) über Fußball und Internet diskutiert, der Eintritt ist frei. „Der Fußball geht online: Wer gewinnt, wer verliert – und was ist wirklich neu im Netz?“, lautet das Thema bei der dritten Auflage der Nürnberger Gespräche zur Fußball-Kultur.

Mit dabei sind Ludger Schulze (Sportressortleiter der Süddeutschen Zeitung), Oliver Fritsch (Zeit online) und Alexander Wagner (kicker online). Die Debatte moderiert Wolfgang Habermeyer (BR alpha).

Ein Blog aus dem grün-weißen Nichts

In der kommenden Saison braucht uns die westliche Vorstadt eigentlich nicht mehr zu interessieren. Trotzdem haben wir Anlass, uns mit Fürth zu beschäftigen. Fürth ist, was das Fußballspielen betrifft, nämlich eigentlich noch vergleichsweise gut aufgestellt. Schaut man sich hingegen an, was sich dort internetmäßig tut, dann kommt fast schon Mitleid auf. Nur ein Beispiel: In dieser Woche musste das erste, ohnehin nur mit Nürnberger Hilfe anberaumtes, Twittagessen mangels Beteiligung abgesagt werden. Twittern scheint in Fürth ebenso unbekannt zu sein, wie bloggen. Dazu passt auch, dass die Spielvereinigung Greuther Fürth im Web 2.0 ebenfalls nicht nennenswert präsent ist, und selbst mit den alten Medien so ihre Schwierigkeiten hat.

Das wird jetzt anders: Unter den NZ-Blogs sind ab sofort auch die Greuther-Weiber zu finden. Dass diese, sozusagen aus dem grün-weißen Nichts heraus, ein Novum wie ein von weiblichen Fans betriebenes Vereinsblog zustande gebracht haben, erfüllt uns schon ein bisschen mit Neid. Abschneiden werden wir uns deswegen aber nichts.