Gebt dem Club mal ein bisschen Geld!

4235971776So, Freunde des Fußballs! Dort, wo der FCN spielt, dort seid ihr verkehrt. Wenn ihr euch etwa am Land in der Wirtschaft gegen die versprengten BVB- oder Schalke-Fans durchsetzen müsst und schließlich doch das Spiel aus Leverkusen in Sky eingestellt wird. Wenn ihr dann immer wieder hört, was das für ein Scheißkick sei und jetzt endlich umgeschaltet werden solle, da werde nämlich wenigstens guter Sport geboten. Wenn dann dort auch noch die Tore fallen, das Denkmal Magath demontiert wird, während in Leverkusen die absolute Nullnummer abläuft. Dann fühlt man sich als Spielverderber, als Spaßbremser und als Totengräber des Fußballs. Das nächste Mal werden die anderen mit Sicherheit sagen: Was Club, da schau mer nimmer hie – und der Wirt wird sich überlegen, ob er seine Gäste verlieren oder lieber sein Clubfähnchen hoch halten will.
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Trotz des Sieges um Jahre gealtert

20100307 Choupo Moting Tor zum 1:0Oh, wie ist das schön……! Gewinnen, ein Gefühl, das wir Clubfans lange vermisst und viel zu wenig erlebt haben. Und jetzt ausgerechnet gegen Leverkusen. Die waren bislang ungeschlagen. Völlig ungewohnt das alles.

Bei den drei Toren dachten wir noch, das ist ein völlig anderer Club, der da auf dem Rasen steht. Effektiv, überlegt, kämpferisch, eiskalt beim Chancen verwerten. Hat man das in der Saison schon mal gesehen? Nein!

Aber dann wurde er doch wieder der alte. Die letzte halbe Stunde war dann wieder das clubübliche Zittern angesagt. Beim Schlusspfiff war man als Zuschauer fast genauso erschöpft wie die Spieler. Wenn einer älter aussieht als er ist, kann das leicht sein, dass es sich um einen FCN-Fan handelt. Auch Siege werden bei uns erlitten. So schaut es nun mal aus. Das sind die Gesetzes des Clubs.

Ok, aber wir sind erstmal raus aus den Abstiegsrängen. Im nächsten Spiel geht es gegen die Hertha und da wird es bestimmt nicht leichter. Für die ist der Druck nun noch höher. Wenn sie gegen den Club nicht gewinnen, sind sie wohl endgültig weg. Da geht es um alles oder nichts. Und bislang hat der Club in solchen Situationen eher schlecht ausgesehen.

Aber wir wollen nicht unken. Obwohl der Ausfall von Breno (gute Besserung auf diesem Weg!) nicht unbedingt ein Hoffnungsförderer ist – andererseits hat heute aiuch niemand den gesperrten Albert Bunjaku vermisst (CHOUPO!!!!).

Langsam wird´s peinlich

Langsam wird´s peinlich, ja blamabel. Das 0:4 in Leverkusen zeigt nämlich nicht bloß vom Ergebnis her: Der Club hat mit dieser Mannschaft in der ersten Liga nichts verloren. Die Bayer-Fans skandierten. „So spielt ein Absteiger.“ Viel Fußballverstand gehört zu einer solchen Erkenntnis nicht.

Doch, was tun? Die jungen Spieler, auf die der Club setzt, sind mit der Situation überfordert. Ihnen jetzt einfach weiter Zeit geben, dazu braucht es viel Geduld, die wohl weder beim Umfald noch bei den Fans vorhanden ist. Für erfahrene Profis, die das Spiel lenken und den Ball auch mal aus weniger aussichtsreichen Situationen im Tor versenken können, ist weder der Markt noch das Geld da.

Bleibt nur: Trainer Michael Oenning und Manager Martin Bader auszuwechseln. Die schauen zwar immer so, als hätten sie einen Plan. Das, man erinnert sich, hatte aber auch ein Thomas von Heesen mimisch drauf. Gegen Oenning, für den es uns schon leid tun würde, spricht, dass er genausowenig Bundesligaerfahrung hat wie seine jungen Spieler. An Schalke sieht man, dass ein erfahrener Trainer auch mit jungen Spielern und ohne Finanzmittel was reißen kann. Eigentlich wäre Oenning also fällig. Aber einerseits sind auch nicht unbedingt die Brüller unterwegs, um beim Club anzuheuern, andererseits fragt sich, ob Interimspräsident Schäfer, ein ebenfalls angeschlagener Bader und ein nicht gerade Selbständigkeit gewohntes Präsidium überhaupt zu einem wie auch immer gearteten Schritt in der Lage sind. Möglicherweise kulminiert alles in der Mitgliederversammlung am 13. Oktober.

Harry weg, Stürmerproblem da

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Ein Eckball in der 57 Minuten: Der portugiesische Torwart Ricardo irrt im Fünf-Meter-Raum herum, doch der griechische Schädel stößt zu. Der Kopfball war der einzige Torschuss von Angelos Charisteas im EM-Endspiel 2004 Griechenland-Portugal. Doch bekanntermaßen traf der Stürmer und Euro-Harry ward geboren.

Sein erster Einsatz beim Club war ein Testspiel gegen den FSV Erlangen-Bruck am 11. Juli 2007; nach 18 Minuten traf der Grieche zum 1:0. Was verheißungsvoll begann, wurde schnell zur Tragikomödie. Ein Begriff, der ja einst von den Griechen erfunden wurde. Jetzt wechselt Charisteas zumindest für ein halbes Jahr nach Leverkusen und nicht mal der Wirt meines Stammgriechen trägt Trauer.

Auch Mario Breska zieht kurz vor Ende der Transferperiode weiter, immerhin einst auch als Offensivkraft geholt. Bleiben also Eigler und Boakye übrig, zwei Stürmer sind nicht gerade üppig. Vielleicht kommt ja noch Albert Bunjaku, immerhin ein erfolgreicher Drittligaspieler. Klingt sehr nach kontrollierter Offensive.

Scheinbar wollen Michael Oenning und Martin Bader unbedingt, dass hinten die Null steht. Um aufzusteigen braucht es halt wieder einen starken Marek Mintal.