Wichtige Signale

Die Woche:

1. Wichtigste Meldung der Woche: Tim Leibold verlängerte beim Club. Das ist weniger deshalb bedeutend, weil der Club so weithin auf der Linksverteidigerposition gut besetzt ist, sondern als Signal dafür, dass er nicht bloß Durchlauferhitzer für Talente, sondern auch eine Option für die Zukunft sein kann.

2. Ebenfalls für den Ruhmreichen ausgesprochen hat sich Finanzvorstand Michael Meeske. Nach dem HSV sagte er jetzt auch dem VfL Wolfsburg ab. Trotzdem seltsam diese Avancen-Häufung. Nicht ganz klar, aber beim Club eh kein Thema, ist übrigens Meeskes Einstellung zur 50+1-Regelung.

3. In der Länderspielpause hat man mal Muße, sich die Tabelle genauer anzuschauen. Da fällt auf, dass der Club zu jenen vier Mannschaften gehört, die sich keine Abstiegssorgen mehr machen müssen. Das Glas ist also auch halbvoll.

Das Spiel:

Nachdem einige Spieler geschont oder anderweitig gebraucht wurden, konnten sich im Testspiel gegen den österreichischen Zweitligisten SV Ried zwei nicht so im Rampenlicht stehende Kadermitglieder als Torschützen auszeichnen: Laszlo Sepsi und Marvin Stefaniak. Der Club gewann 2:1. Aber bei solchen Pausenevents geht es weniger ums Ergebnis als um die Erkenntnisse und das Im-Rhythmus-Bleiben.


Ein Letztes:

Nur weil die Presse teilweise etwas anderes meldete: hier nochmal eine Richtigstellung zum Darmstadtspiel. Das ging 1:1, also unentschieden, aus.

Ein 2:0 noch vergeigt

1. Der Club hat die Verträge mit seinen beiden Vorständen Michael Meeske und Andreas Bornemann vorzeitig und offenbar gleich für zwei weitere Jahre verlängert. Das überrascht eigentlich niemanden. Trotzdem waren einige Journalisten sauer, weil sie sich nicht ausreichend informiert fühlten.

2. Freilich ist es aber schon länger so, dass die Presse den Club nötiger braucht als der Club die Presse. Deswegen müssen die Kollegen schauen, wo sie bleiben. Da ist dann einerseits Jammern angesagt, weil die „interessierte Öffentlichkeit“ nicht richtig bedient wird. Andererseits wird der neue Pressesprecher mit Nettigkeiten beworfen, auf dass er wohlgesonnen sei und einen wenigstens besser behandele als die Konkurrenz.

3. Für manche dauerte das Heimspiel gegen Holstein Kiel noch etwas länger. Letzte Woche gab es nämlich ein Treffen zwischen der Ultras mit dem DFB. Die Ultras informierten im Stadion, wie es jetzt weiter geht. Wir bleiben dran.

Das Spiel

Mit Holstein Kiel kam eine Mannschaft nach Nürnberg, die für viele überraschend ganz oben in der 2. Liga mitspielt. Warum das so ist, das demonstrierten die Kieler im Morlock-Stadion ein ums andere Mal. Zwar legte der Club eine starke Anfangsphase hin, aber dann tauchte der Tabellenzweite doch immer wieder gefährlich vor dem diesmal von Fabian Bredlow statt vom gegen Imgolstadt patzenden Kirschbaum gehüteten Clubtor auf. Hier wie dort fehlte aber meist die letzte Präzision.

So war es dann Club-Kapitän Hanno Behrens vorbehalten, den Bann zu brechen. In der 54. Minute zog er in Robben-Manier nach innen und schlenzte den Ball ins Kieler Netz. Acht Minuten später kam es noch besser: Löwen setzte sich auf der rechten Seite durch und passte zum freistehenden Mikael Ishak, der das 2:0 markierte. Doch leider, ihr und wir kennen das: Beim Club reicht sowas nicht. Kiel gelang in der 70. Minute und in der 88. Minute noch der Ausgleich. So ist er halt der Club!

Ein Letztes:

Skandale, über die mal wieder keiner aufgegriffen hat:

2015 – das Jahr der Abschiede

19.12.2015 --- Fussball --- Saison 2015 2016 --- 2. Fussball - Bundesliga --- 19. Spieltag: 1. FC Heidenheim FCH - 1. FC Nürnberg Nuernberg FCN --- Foto: Sport-/Pressefoto Wolfgang Zink / DaMa ---  Jubel nach Tor zum 0:1 - Guido Burgstaller (9, 1.FC Nürnberg / FCN ) Miso Brecko (2, 1. FC Nürnberg / FCN ) Georg Margreitter (33, 1. FC Nürnberg / FCN ) Patrick Erras (29, 1. FC Nürnberg / FCN ) Laszlo Sepsi (6, 1. FC Nürnberg / FCN ) Dave Bulthuis (4, 1.FC Nürnberg / FCN ) Alessandro Schöpf Schoepf (28, 1.FC Nürnberg / FCN ) Tim Leibold (23, 1. FC Nürnberg / FCN ) - Freude / Torjubel - Torschütze: Guido Burgstaller (9, 1.FC Nürnberg / FCN )
Das Jahr nähert sich dem Ende, die Spiele sind gespielt, und die Club-Freunde schauen zurück und ziehen Bilanz. 2015 wird dereinst wohl als das Jahr der Abschiede in die Annalen des 1.FC Nürnberg eingehen. Bereits im Februar war für Finanz-Vorstand Ralf Woy, seit 2006 in führender Funktion beim Club tätig, Schluss. Ende September endete dann auch die elfjährige Ära von Martin Bader. Die Trauer über den Weggang der beiden langjährigen Vereinsbosse hielt sich in der Fan-Gemeinde in Grenzen. Immerhin hatten sich beispielsweise die Fehlentscheidungen von Bader in der Kaderplanung gehäuft, so dass ihm der Aufsichtsrat mit Wolfgang Wolf schon nach dem Abstieg 2014 einen Abteilungsleiter mit Fußball-Sachverstand zur Seite stellte.
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