Hecking wird der neue Oenning

Dieter Hecking wird der neue OenningDieter Hecking wird die Nachfolge von Trainer Michael Oenning beim 1. FC Nürnberg antreten. Der 45-jährige Trainer wird am Dienstagnachmittag am Sportpark Valznerweiher vorgestellt.

Zuvor hatte der Ex-Trainer von Hannover im Interview mit der «Nürnberger Zeitung» gesagt, dass er nur dann «eine neue Aufgabe übernehmen» werde, «wenn ich das Gefühl habe, dass alles zusammenpasst.» Dem ist nun so.

«Jeder Trainer, der schon mal in der Bundesliga gearbeitet hat, traut es sich zu, einer Mannschaft in einer schwierigen Situation helfen zu können. Ich werde eine neue Aufgabe aber nur dann übernehmen, wenn ich das Gefühl habe, dass alles zusammenpasst. Der Verein muss klare Vorstellungen haben», hatte Hecking gegenüber der NZ am Montag gesagt. Die Verantwortlichen der Nürnberger erzielten am Dienstag eine Einigung mit Hecking.

Dem Anforderungsprofil von Schäfer entspricht Hecking jedenfalls. Der Club-Präsident hatte von der Suche nach einem Mann gesprochen, der Erfahrung in der Bundesliga und im Abstiegskampf habe.

Hannover 96 hatte Hecking im Herbst 2006 ebenfalls in prekärer Lage von Peter Neururer übernommen und im Verlauf der Saison aus der Abstiegszone geführt. Drei Jahre trainierte er die Nordlichter, ehe er im August 2009 zurücktrat.

Heckings Karriere als Spieler begann er bei Westfalia Soest. In seiner aktiven Laufbahn kickte er unter anderem für den SV Waldhof Mannheim, Borussia Mönchengladbach, Hessen Kassel (unter Trainer Jörg Berger), den VfB Leipzig, Hannover 96 und Eintracht Braunschweig.

Neben 36 Bundesligaspielen absolvierte er 203 Zweitligaspiele (38 Tore), 141 Regionalligaspiele (46 Tore) und 61 Oberligaspiele (39 Tore).

Im Jahr 2000 übernahm er sein erstes Traineramt beim SC Verl in der Regionalliga Nord, wo er allerdings schon am 29. Januar 2001 trotz sportlicher Erfolge wieder entlassen wurde, da er zuvor angekündigt hatte, den Verein wechseln zu wollen. Die weiteren Trainerstationen waren der VfB Lübeck, mit dem ihm der Einzug ins DFB-Pokal-Halbfinale gelang, Alemannia Aachen und Hannover.

Wird Hecking den Club vor dem Abstieg retten können? Was halten Sie von der Entscheidung des 1. FC Nürnberg?

Das war´s dann wohl für Oenning

urn:newsml:dpa.com:20090101:091220-10-11381Eins muss man dem Club immerhin bescheinigen. Von den Fürthern lässt er sich nicht überholen.. Wenn die eine Krise haben, dann legt er noch eine Schippe drauf. Und dass der heutigen Entlassung von Benno Möhlmann eine weitere mit Michael Oenning folgt, das scheint so gut wie ausgemacht. Auf Oenning würde ich jedenfalls nicht einmal mehr Centbeträge wetten.

Dabei ist Oenning dummerweise nur ein Teil des Problems. So wie die Mannschaft in Köln aufgetreten ist – immerhin ging es da nicht um die goldene Ananas – möchte man mwollny Recht geben. Er schrieb auf Twitter: „Zeugwart Chicco Vogt behalten, der Rest darf gehen.“

Dazu wird es wahrscheinlich nicht kommen. Dennoch gibt es eigentlich nur zwei Möglichkeiten: Entweder die Mannschaft ist wirklich so schlecht, wie sie sich in den letzten vier Spielen präsentiert hat, dann nützt auch ein anderer Trainer nichts. Oder aber, sie hat absichtlich schlecht gespielt, um den Trainer loszuwerden. Dann gebricht es ihr jedoch an Charakter. Auch keine gute Basis für einen Neuanfang.

Wie auch immer, als Clubfan muss man zwar schwer leiden, aber langweilig wird es zumindest nicht. Wir wagen trotzdem mal einen Blick in die Zukunft: Morgen präsentiert der Club Dieter Hecking als neuen Trainer und der scheucht die verängstigten Luschen dann vor Weihnachten noch einmal durch den verschneiten Reichswald.

Aber vielleicht kommt es auch ganz anders. Denn: Depperter geht immer!

Nachtrag: Am Montag tagte das Präsidium an „unbekanntem Ort“. Kurz nach 14 Uhr war klar: Die Ära Oenning beim Club ist beendet. Als Nachfolger im Gespräch: Dieter Hecking und Marcel Koller. Wir halten euch natürlich auf dem Laufenden.

Jetzt beginnt die Trainerdiskussion

Germany Soccer BundesligaMit dem 0:4 war der Club in Dortmund noch gut bedient. Was da im Strafraum teilweise abgelaufen ist, spottete jeder Beschreibung. Ersatzkeeper Alexander Stephan war da noch der Abgeklärteste. Wenn dann ein Andreas Wolf nach dem Spiel den Leitwolf mimt und fordert, die Kollegen müssten sich mehr reinhängen, dann nervt das nur noch. Wolf war einer der schlechtesten Spieler auf dem Platz. Allein wie er sich beim 0:3 hat vorführen lassen. Da wäre er gut beraten gewesen, den Mund zu halten und in sich zu gehen. Überhaupt sind es längst nicht mehr die so genannten Jungen, die die Spiele vergeigen, sondern die angeblichen Leistungsträger.

Dabei sah es die ersten Minuten gar nicht mal so schlecht aus. Der Club spielte engagiert nach vorne. Aber halt nur ein paar Minuten. Prompt kassierte er dann den Gegentreffer. Wahrscheinlich dachten die Clubspieler: Wir machen es wie Freiburg, hauen denen erst einmal einen rein und rühren dann hinten Beton an. Aber sowohl das Reinhauen, wie das mit dem Beton kann der Club nicht. Außerdem ist der BVB nicht irgendwer. Der, das weiß halb Fußballdeutschland, tut sich schwer, wenn jemand nur hinten drin steht. Wenn aber eine (schlechtere) Mannschaft anfängt mitzuspielen, dann schlachten die die ab.

Womit wir beim Trainer wären. Auf Twitter wurde noch während des Spiels die Trainerdiskussion eröffnet. Micheal Oenning müsse jetzt den Hut nehmen, forderten etliche. Konkreter formulierte boehmmi Oennings Fehlleistungen: „Was hat sich unser Trainergott dabei gedacht, in der Halbzeit beim Stand von 3:0 Judt einzuwechseln?“ Max-Jacob Ost (aka: GNetzer) schrieb allerdings genauso richtig: „Ob wir den neuen oder den alten Club erleben, sehen wir daran, wer in der nächsten Woche auf der Trainerbank sitzt.“ Will heißen: Wenn noch Roth am Ruder wäre, wäre Oenning jetzt wohl fällig. Aber das hat damals auch nicht den gewünschten Erfolg gebracht. Allerdings: Oenning, das muss man wohl so feststellen, ist wohl derjenige, der derzeit am meisten Lehrgeld zahlt. Wie lernfähig er ist, und ob sich diese Lektionen auszahlen und dem Club noch einmal zugute kommen, wir wissen es nicht. Oenning ist mit Sicherheit kein Schlechter. Aber ihm fehlt in der ersten Liga die Erfahrung. In der zweiten hat sie ihm auch gefehlt, da hat er sie sich im Laufe der Saison aber angeeignet. Ob das diesmal wieder klappt?

Eines ist jedenfalls klar: Ein in der Weihnachtspause nachgekaufter Stürmer wird es alleine nicht bringen, selbst wenn der Club das Geld für einen Luca Toni aufbringen könnte.