Erst das Spiel, dann den Humor verloren

Eigentlich sollte man beim Club ja andere Sorgen haben. Aber offenbar scheint manchen Verantwortlichen dort die Erstligaluft zu dünn zu werden. Da begibt man sich lieber auf die Kleinkleckersdorf-Ebene, in der Hoffnung sich dort wenigstens auszukennen. Und prompt langt man sogar da daneben.
Heute hat sich der Club jedenfalls schriftlich bei unserer Zeitung über den Abdruck dieses Gymmick-Cartoons beschwert:

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Ich würde mal sagen: Entweder man lacht oder man lacht nicht. Sollte der Club nun aber anfangen wollen, sich über jeden schlechten Scherz zu beschweren, der über ihn gemacht wird, dann wünsche ich viel Spaß, da gibt´s nämlich einiges zu tun!

Beim Club strahlt auch das Logo

Es ist schon ein Phänomen, wie der Club, kaum dass er einmal nicht auf einem Abstiegsplatz steht und gegen die Bayern keine Packung bekommen hat, sofort wieder abhebt. Als Beleg dafür müssen wir ausnahmsweise mal einen Vorgang in eigener Sache anführen.
Für unser Franken-Profil bei StudiVZ/meinVZ hatten wir beim 1.FCN angefragt, ob wir (wie andere Vereine auf anderen Heimatprofilen auch) das Club-Logo verwenden dürfen, um damit auf die Vereinshomepage, die NZ-Presseberichte über den Club und dieses Blog zu verlinken. Im Augenblick haben wir stattdessen einen Clubschal (was zwar albern ist, aber für unsere Zwecke ausreicht). Doch anstatt sich zu freuen, dass wir dem Verein zusätzliche Reichweite und den Fans zusätzlichen Content liefern, zeigen uns die Clubverantwortlichen die kalte Schulter.
Normalerweise würden wir darüber nicht herumjammern, sondern das einfach in unsere Postings einfließen lassen. Die Begründung für die Ablehnung, für deren Formulierung der Verein (wahrscheinlich hat bei der Sprachwahl Sponsor Areva mitgeholfen) übrigens mehr als zwei Wochen brauchte, wollten wir unseren Bloglesern aber dann doch nicht vorenthalten:

Nach eingehender Prüfung haben wir uns entschieden, dass Logo des 1. FCN für Ihr Anliegen nicht freizugeben. Der 1. FCN plant einen eigenen Auftritt bei Studi-VZ, für diesen Fall wollen wir uns die Strahlkraft unseres Logos exklusiv bewahren.

Ein Blog aus dem grün-weißen Nichts

In der kommenden Saison braucht uns die westliche Vorstadt eigentlich nicht mehr zu interessieren. Trotzdem haben wir Anlass, uns mit Fürth zu beschäftigen. Fürth ist, was das Fußballspielen betrifft, nämlich eigentlich noch vergleichsweise gut aufgestellt. Schaut man sich hingegen an, was sich dort internetmäßig tut, dann kommt fast schon Mitleid auf. Nur ein Beispiel: In dieser Woche musste das erste, ohnehin nur mit Nürnberger Hilfe anberaumtes, Twittagessen mangels Beteiligung abgesagt werden. Twittern scheint in Fürth ebenso unbekannt zu sein, wie bloggen. Dazu passt auch, dass die Spielvereinigung Greuther Fürth im Web 2.0 ebenfalls nicht nennenswert präsent ist, und selbst mit den alten Medien so ihre Schwierigkeiten hat.

Das wird jetzt anders: Unter den NZ-Blogs sind ab sofort auch die Greuther-Weiber zu finden. Dass diese, sozusagen aus dem grün-weißen Nichts heraus, ein Novum wie ein von weiblichen Fans betriebenes Vereinsblog zustande gebracht haben, erfüllt uns schon ein bisschen mit Neid. Abschneiden werden wir uns deswegen aber nichts.

So geht man nicht mit Fans um

Der Sportinformationsdienst SID verbreitete folgende, heute auch in der NZ veröffentlichte Meldung (zu der es das unten eingefügte Video gibt):

Nach dem wahrschein­lich ungewöhnlichsten Platzver­weis des Jahres muss Adrian Bas­tia vom griechischen Fußball- Erst­ligisten Asteras Tripolis mit einer Sperre rechnen. Der Mittelfeld­spieler aus Argentinien flog in der Nachspielzeit des Punktspiels bei Panathinaikos Athen (1:1) wegen Beinstellens vom Platz – aller­dings nicht gegen einen Gegenspieler, sondern einen „Flitzer“, den Ordnungskräfte zuvor erfolglos über das ganze Feld gejagt hatten. Unter dem Jubel der Zuschauer machte Bastia der wilden Verfol­gungsjagd ein Ende und schaute recht verdutzt, als ihm Schieds­richter Evangelos Katsidonis die Rote Karte zeigte. Laut Fifa­Regularien ist der Platzverweis gerechtfertigt.

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Für das gleiche „Vergehen“, das  offenbar häufiger vorkommt als das FIFA und SID ahnen, gab es früher auch schon mal die Gelbe Karte (wie dieser im Juli veröffentlichte Beitrag im Vipraum belegt). Und selbst darüber haben sich etliche Leute aufgeregt. Der russische Sprecher fand die Karte damals allerdings berechtigt, denn so könne man mit Fans nicht umgehen. Selbst wenn sie durchknallen. Hier also noch einmal das andere Video (sollte jemand noch weitere Fälle kennen: Wir fungieren gern als Sammelstelle):

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Frankenderby: Keep cool!

Am Sonntag steigt wieder einmal ein Frankenderby. Der Club hat es in seiner Blödheit möglich gemacht. Dass er sich dafür so etwas, wie jetzt in einem vor wenigen Tagen hoch geladenen Youtube-Video  ansehen muss, geht allerdings zu weit:

Da würde man gerne dazwischen gehen und deeskalierend wirken. Manche Menschen könnten hier offenbar sogar noch was von den Hühnern lernen:

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Dabei ist der Hass doch völlig unbegründet. Ihr Fürther dürft nicht aufsteigen, wir Nürnberger können nicht aufsteigen, also nehmt doch ein bisschen Luft raus. Man kann sich – wie unsere Kollegen aus der NZ-Sportredaktion beweisen – schließlich auch gepflegt dem Thema nähern.

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Also bitte:  Keep cool!