Wollt ihr Plastikgeld im Stadion?

Es heißt zwar immer noch easyCredit-Stadion, aber mit echtem Geld ist es da möglicherweise schon bald vorbei. Beim 1. FC Nürnberg wird nämlich diskutiert, nach dem Frühjahr 2012 ein bargeldloses Bezahlsystem einzuführen.

„Wir denken darüber nach“, bestätigt Ralf Woy, für die Finanzen zuständiger Vorstand des 1. FC Nürnberg (Bild). Frühestens zur neuen Saison könne man allerdings mit der Installation eines solchen Systems beginnen. Wie viel dieses kosten wird, ist noch unklar. Woy will ohnehin nicht gegen den Willen der Fans auf Plastikgeld umstellen.  „Es bringt nichts, wenn wir eine tolle Karte haben, die aber keinen Zuspruch hat“, sagt Woy. Woy will daher eine „sehr wohlüberlegte Entscheidung“  und dabei auch die Fanbetreuung einbeziehen.  Die Clubfreunde wollen darüberhinaus auch den „unbetreuten“ Fans eine Chance geben, ihre Meinung zu sagen.

In der Bundesliga sind gegenwärtig verschiedene Systeme im Einsatz. Es  gibt Karten, die nur im Stadion eines Vereins gültig sind. Andere dagegen können von den Fans in mehreren Stadien verwendet werden. Außerdem gibt es Plastikgeld, das wie eine Geldkarte funktioniert und beispielsweise auch an Tankstellen eingesetzt werden kann.

Ein System wie bei Schalke 04 ist für Nürnberg laut Woy allerdings ausgeschlossen. Bei der „Knappenkarte“ kommt der Betrag, der nicht verbraucht wurde, dem Verein zugute.
Neben dem Club haben Borussia Mönchengladbach, Hertha BSC, VfL Wolfsburg, SC Freiburg und Hamburger SV bisher noch kein bargeldloses Bezahlsystem.  ng