Der Club 2011 – Pokalniederlagen bilden den Rahmen

 

Zwei knappe Pokalniederlagen flankierten für den 1.FC Nürnberg das Jahr 2011: Doch die Stimmungen, die sie zur Folge hatten, hätten unterschiedlicher nicht sein können. Im Januar verlor der Club eine Minute vor Ende der Verlängerung durch ein Tor des jungen Draxler im Viertelfinalspiel bei Schalke 04 noch mit 2:3, nachdem er vorher zweimal geführt hatte. Doch die Niederlage beim späteren Cup-Gewinner war verkraftbar, der Club erntete Lob für seinen starken Auftritt und der Zorn der Anhänger richtete sich eher auf den unglücklich agierenden ZDF-Kommentator Wolf-Dieter Poschmann. Außerdem mag man in Club-Kreisen ja die Schalker. Ganz anders die Stimmung nach der Niederlage im letzten Pflichtspiel des Jahres. Das 0:1 gegen den fränkischen Rivalen Greuther Fürth im Achtelfinale bildete den unglücklichen Abschluss einer wenig befriedigenden Hinrunde, randalierende Fans nach Spielende passten zum missglückten Dezember-Finale.

Dabei hatte alles so gut angefangen. Der FCN, nach der Vorrunde Elfter, holte zunächst zwar nur einen Punkt aus zwei Spielen und flog in Gelsenkirchen unglücklich aus dem Pokal – doch dann legten die Schützlinge von Trainer Dieter Hecking eine beeindruckende Serie mit sechs Siegen und einem Remis aus sieben Spielen hin. Der Höhepunkt ist das 5:0 gegen St. Pauli am 5. März, in dem Christian Eigler vier seiner insgesamt acht Saisontore gelingen und durch das sich der Club auf Rang sechs verbessert.  Eine Position, die der FCN bis zum Schluss nicht mehr abgeben wird. Eine Woche später trifft Per Nilsson in der Schlussminute in Wolfsburg zum 2:1 und zerstreut damit letzte theoretische Zweifel am Klassenerhalt – der Club hat die magische 40-Punkte-Marke, die der leidgeprüfte Fan ja immer im Blick haben muss, übersprungen. weiter lesen