Keine Träne für Michael A. Roth

Eines mal vorweg: Wir sind zwar Freunde des Clubs, Freunde von Michael A. Roth waren wir nie. Allerdings räumen wir ein, dass er uns – je mehr er sich zurückgenommen hat – etwas sympathischer geworden ist. Dennoch gibt es auch den Pistolero-Roth, der geistig einer Zeit zu entstammen schien, als es noch Leibeigenschaft und Vasallentum gab.

Jetzt tritt er zurück, will sich mehr ums Privatleben und um seine Teppichfirma kümmern. Das sei ihm gegönnt. Seine Firma hat es angeblich auch nötig, dass sich der Chef mehr darauf konzentriert.

Aber kaum ist Roth weg, schon kursieren die Nachfolgernamen. Allen voran: der frühere Club-Präsident und jetzige Immobilienunternehmer Gerd Schmelzer (ob die Fans das gut finden werden, wagen wir zu bezweifeln).  Auch Klaus Wübbenhorst, Chef der Gesellschaft für Konsumforschung und IHK-Präsident, wird genannt. Wir fügen auch noch Günther Koch hinzu. Der Mann hat zwar kein Geld zum reinpumpen, kann aber reden. Auch Dieter Hoeneß wäre frei – und Hans Meyer.

Beim Club wird es also spannend. Und wer gedacht hat, der steigt einfach auf und wird ein solider Verein, der langfristig plant, der sieht sich wieder einmal eines Besseren belehrt. Der Club bleibt der Club – und ist immer für Überraschungen gut.