Clubspieler in die Nationalelf! Bloß in welche?

wolfIrgendwie ist es schon erstaunlich: Kaum gewinnt der Club ein paar Mal, schon kommen sogar Nationaltrainer, ja selbst Manchester United, an und buhlen um die Nürnberger Spieler. Mehmet Ekici konnte sich gar entscheiden, spiele ich für Deutschland oder die Türkei. Bei Andi Wolf ist das zwar nicht der Fall. Jogi Löw winkte schon einmal (bevor sich Wolf schwer verletzte) ab. Aber Wolf, der 1982 in Tadschikistan geboren wurde, braucht die Sympathie Löws gar nicht. Er kann – und wird möglicherweise schon bald – für Russland spielen. Der dortige Trainer Dick Advocaat hat ihn jedenfalls im Visier. Wir gönnen es ihm auf jeden Fall.

Das ist jedenfalls besser als bei Ilkay Gündogan. Der wird wohl – dann aber für Deutschland – erst Nationalspieler, wenn er nicht mehr für den Club spielt. Es ist nämlich so: Nürnberg liegt zwar in Deutschland, wenn es aber um die Nationalelf geht, dann liegt es ganz weit weg.

So geht man nicht mit Fans um

Der Sportinformationsdienst SID verbreitete folgende, heute auch in der NZ veröffentlichte Meldung (zu der es das unten eingefügte Video gibt):

Nach dem wahrschein­lich ungewöhnlichsten Platzver­weis des Jahres muss Adrian Bas­tia vom griechischen Fußball- Erst­ligisten Asteras Tripolis mit einer Sperre rechnen. Der Mittelfeld­spieler aus Argentinien flog in der Nachspielzeit des Punktspiels bei Panathinaikos Athen (1:1) wegen Beinstellens vom Platz – aller­dings nicht gegen einen Gegenspieler, sondern einen „Flitzer“, den Ordnungskräfte zuvor erfolglos über das ganze Feld gejagt hatten. Unter dem Jubel der Zuschauer machte Bastia der wilden Verfol­gungsjagd ein Ende und schaute recht verdutzt, als ihm Schieds­richter Evangelos Katsidonis die Rote Karte zeigte. Laut Fifa­Regularien ist der Platzverweis gerechtfertigt.

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Für das gleiche „Vergehen“, das  offenbar häufiger vorkommt als das FIFA und SID ahnen, gab es früher auch schon mal die Gelbe Karte (wie dieser im Juli veröffentlichte Beitrag im Vipraum belegt). Und selbst darüber haben sich etliche Leute aufgeregt. Der russische Sprecher fand die Karte damals allerdings berechtigt, denn so könne man mit Fans nicht umgehen. Selbst wenn sie durchknallen. Hier also noch einmal das andere Video (sollte jemand noch weitere Fälle kennen: Wir fungieren gern als Sammelstelle):

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