Peinlicher Saisonabschluss

Die Woche:

  • Es hat nicht geklappt. Inzwischen gibt es anderswo (hier, hier oder hier) genügend Analysen, warum es für den Club sofort wieder runter ging. Deshalb hier erstmal nur so viel: Letztlich gilt für die gesamte Saison das, was fast nach jedem Spiel zu bemängeln war: Die Mannschaft wollte, konnte aber nicht und der erhoffte Lerneffekt stellte sich nicht (bzw. nur teilweise und zu spät) ein; was allerdings auch an fehlender Erfahung des Lehrpersonals lag. Vom einjährigen Bundesligaausflug bleibt vor allem das quälend lange Sterben der Hoffnung kleben. Zum Schluss führte das sogar zu einem abstrusen Wunderglauben, nach dem Motto: Es muss doch einen Grund geben, dass wir immer noch eine Chance haben. Der Erstliga-Ausflug trug immerhin zur weiteren finanziellen Konsolidierung des Vereins bei. Ohnehin das oberste Ziel bei den FCN-Verantwortlichen. Nun gehts also wieder gegen Aue oder Fürth. Der Hamburger SV ist überraschenderweise auch dabei, was zwar gut ist für die Finanzen, nicht aber für die Mission Wiederaufstieg.
  • Klar ist mittlerweile: Boris Schommers bleibt nicht beim Club. Ein Wunderheiler war er halt ebenfalls nicht. Alles Gute!
  • Bereits am Montag wird Peter Hermann beim Club erwartet. Er soll als Sportdirektor fungieren. Palikuca kennt ihn noch von Fortuna Düsseldorf, von wo ihn die Bayern für eine Rekordablöse als Co-Trainer für Jupp Heynckes losgeeist hatten. Die Älteren von uns erinnern sich an ihn noch als Co-Trainer von Michael Oenning. Viele halten ihn für den Vater des Düsseldorfer Höhenflugs. Sieht so aus als wolle der FCN eine Art Fortuna 2.0 werden.
  • Dazu passt dann auch die Meldung, dass der Club den Düsseldorfer Angreifer Marvin Ducksch auf dem Zettel hat.
  • Womit wir bei der beliebten Rubrik „Wer geht, wer bleibt?“ wären. Da hat sich dieser Tage der Nebel noch nicht weiter gelichtet. Den aktuellen Zwischenstand erfahrt ihr hier.

Das Spiel:

Wenn sich beim Club auch noch das Gefühl einschleicht, dass eh nichts mehr geht, dann wird die fehlende Erstligatauglichkeit erst richtig offensichtlich. Spielerisch und mit nur 99 Prozent Einsatz geht gar nichts. Das wurde dann auch beim – letztlich nicht mehr relevanten – Saisonabschluss in Freiburg deutlich.

Nichts wars mit dem Ehrgeiz, wenigstens den ersten Auswärtssieg landen zu wollen. Bereits in der 7. Minute klapperte es. Der Freiburger Terrazzino ließ vier Clubabwehrspieler stehen und markierte das 1:0. Die Breisgauer machten das Spiel. So war es nur eine Frage der Zeit, bis das 2:0 fällt. Die Zeit war in der 34. Minute gekommen. Waldschmidt schießt, Margreitter fälscht noch ab, so dass Mathenia schlecht aussieht.

In der zweiten Hälfte ging es ähnlich weiter. Beim Club war kein Aufbäumen, kein Widerstand erkennbar. Früher hätte man gesagt, da brechen alle Dämme. Aber letztlich brach nur fehlende Qualität durch. Und so durften die Freiburger, für die es höchstens um gute Stimmung ging, locker und relativ ungehindert nachlegen. Zweimal Petersen und einmal Grifo erhöhten auf 5:0. Danach schaltete die eh schon nicht die volle Leistung abrufende Heimmannschaft noch einen Gang runter. So konnte ausgerechnet Eduard Löwen, der den Club bekanntlich verlässt, eine gewisse Bundesligatauglichkeit nachweisen und in der 70. Minute per Weitschuss den Ehrentreffer erzielen.

Letztlich passte der blamable Auftritt in Freiburg aber zur gesamten Saison. Gerade einmal drei Siege und traurige 19 Punkte: Deutlicher kann eine Mannschaft eigentlich nicht demonstriert bekommen, dass sie da oben nichts zu suchen hat.

Ein Letztes:

Was die Dauerkarte für die kommende Saison kostet, ist noch unklar. Ungeachtet dessen sollen wir dem Club schon jetzt eine Einzugsermächtigung erteilen, wenn wir eine Dauerkarte (die sich übrigens automatisch verlängert) bekommen wollen. Wenn irgendein Internethändler so ein Geschäftsgebaren an den Tag legen würde, wäre der Aufschrei groß.