Entzieht dem Schiri den Führerschein!

748729243Da hat Schiedsrichter Peter Sippel aber nochmal Glück gehabt. Obwohl er den eigentlich schon geschlagenen Audi-Werksclub noch einmal zurückgebracht hat, fuhr der Club mit seinem neuen Trainer Rene Weiler die drei Punkte nach Hause. Allein das zeigt: Mit dem neuen Trainer hat sich auch was verändert. Früher wären wir da lamentierend und an Welt, DFB, Rasen oder Aluminium verzweifelnd eingebrochen

Schon zu Spielbeginn präsentierte sich die nur in der Abwehr umgestellte Mannschaft zielstrebiger und befreiter als sonst. Die Ingolstädter hat das wohl auch überrascht. So war das 1:0 eher eine Frage der Zeit. Dass dann Robert Kochs Kopfball vom Pfosten reinging, war also weniger Dusel, als Wille und Ausdruck von Überlegenheit. Beschäftigen wir uns also lieber mit dem 2:0. Da sah man, was Patrick Rakovsky auszeichnet. Sein Horizont endet nicht wie bei Raphael Schäfer an der Strafraumlinie. Der fängt einen Eckball ab, bringt den Ball auf den durchstartenden Sylvestr und der tütet ihn gekonnt ein.

Rakovsky war diesmal aber auch hinten eine Bank. Raphael Schäfer, obwohl vom neuen Trainer wieder in den Kader befördert, wird es da schwer haben. Immerhin holte er sich später noch eine gelbe Karte. Das war aber schon nach der 63. Minute. Bis dahin dachten alle (bis auf uns leidgeprüfte und erfahrene Clubfans ;-)), das Ding ist gegessen. Aber dann kam der Auftritt von Schiri Sippel. Der stellte Javier Pinola nach einer zwar harten, aber nicht unfairen Attacke vom Platz. Einige Fans riefen „Schiri, wir wissen, wo dein Audi steht“. Eigentlich sollte das dem DFB zu denken geben. Aber offenbar hatte der die Order ausgegeben, den Fehler, den Schiedsrichter Stark beim Foul an Marco Reus tags zuvor begangen hatte, wieder gut zu machen. Bloß, was kann der Club und Pinola für die Fehler von Referee Stark? Vielleicht ist Sippel doch in irgendeiner Form audiaffin? Das ist eben das Problem bei Werksmannschaften. Da geht es nicht mehr darum, wo der Schiedsrichter herkommt, um Parteilichkeit auszuschließen, da musst du auch schauen, was er für eine Automarke fährt und welche Erfrischungsgetränke er zu sich nimmt. Vielleicht sollte der DFB nur noch vegane Radfahrer, die bloß Leitungswasser trinken, einsetzen…

Acht Minuten später kam es, wie es kommen musste: Der Zweitliga-Tabellenführer erzielte gegen zehn Clubspieler den Anschlusstreffer. 22 Minuten Zittern waren angesagt. Aber – wie gesagt – mit Happy End. Wir sind froh. Unser Rat an Peter Sippel fällt daher gnädig aus:
Steig in deinen Audi und komm nie wieder!