Der Spielplan verheißt nichts Gutes

Wir wollen nicht unken und letztlich muss man die Gegner nehmen, wie sie kommen. Dennoch verheißt der Spielplan für die nächste Saison nicht unbedingt Gutes (freilich nicht, weil sich Neuzugang Didavi im Trainingslager leicht verletzt hat, siehe Bild).

Erfahrungsgemäß kämpfen Topmannschaften zu Beginn der Saison noch mit der Integration teurer Starspieler, sind noch nicht gut eingespielt und mit den Gedanken woanders. Hin und wieder müssen sie sich noch von lukrativen Showturnieren erholen. Daher ist es gut, möglichst früh gegen sie antreten zu können.

Auf der anderen Seite trumpfen Aufsteiger erfahrungsgemäß zu Beginn der Saison immer mächtig auf. Da nehmen sie noch den Drive aus dem Erfolgserlebnis mit und sind topmotiviert, es den Etablierten zu zeigen. Insofern ist es besser, gegen Aufsteiger erst später zu spielen, wenn sich vielelicht schon die ersten Verletzungen und die ersten Frustrationen eingestellt haben und deutlich wird, dass die Spielerdecke zu dünn ist und die Qualität vielleicht doch nicht reicht. Gleiches gilt auch für die Sieger der Relegationsspiele, die – das weiß der Club aus eigenem Erleben – noch wissen wie Erfolg sich anfühlt und wie man ihn erreicht.

So, und jetzt schauen wir uns mal den Spielplan an: Auftakt am 6. August gegen einen Aufsteiger (Hertha BSC). Drei Wochen später wieder gegen einen Aufsteiger (FC Augsburg). Am 24. September geht es dann nach Mönchengladbach, die die Relegation gewonnen haben. Erst am 28. Oktober sind die Bayern dran. Da kann man nur hoffen, dass sich der Meister am dritten Spieltag noch nicht gefunden hat und der Club aus Dortmund drei Punkte gegen den Fehlstart mitbringt.

Hier die Termine der ersten sieben Spiele.

Warnung: Sky kann dein Sexualleben ruinieren

Dass wir uns richtig verstehen: Wir sind Fußballfans (und das sind wir vielleicht noch ein bisschen mehr als Clubfans). Insofern haben wir nichts dagegen, wenn wir außerhalb nerviger Sommer- oder Winterpausen Fußball satt präsentiert bekommen. Deswegen sitzen wir – schließlich schauen auch wir die meisten Spiele nicht live sonden im Fernsehen an – eigentlich in einem Boot mit jenen Sendern, die die Spiele möglichst breit über die Woche streuen, um so möglichst viel Sendezeit ausfüllen und Werbeplätze zur Verfügung stellen zu können.
Der neue Bundesliga-Spielplan geht jetzt hier noch einen Schritt weiter. Neben dem Freitagspiel und den Sonntagspielen, wird auch noch eine besonders attraktive Paarung auf den Samstagabend gelegt. Wer Sky (vormals Premiere) hat, braucht also keine Familie mehr. Und wenn man´s so betrachtet sind die 32,90 monatlich für das Sky-Bundesliga-Paket vergleichsweise billig. Eine Familie kostet auf jeden Fall mehr.
Nachdem die nicht so fußballbegeisterte (dafür aber meist besser aussehende) Hälfte dieser Welt wahrscheinlich noch gar nicht weiß, was die – sich sonst gern familienfreundlich gebenden – Spielplan-Verantwortlichen da ausgeheckt haben, wollen wir die mal informieren – damit es im August kein unsanftes Erwachen, massenhaft schiefe Haussegen und in der Folge Scheidungen, Beischlafverweigerungen und rapide Bevölkerungsrückgänge gibt. Daran ist uns nämlich nicht gelegen (schließlich sind wir auch noch Menschen – und das noch ein bisschen mehr als Fußballfans).

Also sollten irgendwelche Partner von Fußballfans das hier zufällig lesen: Lasst Gnade walten und beschwert Euch lieber bei denen, die die Schuld an diesem geldgierigen Gschmarri tragen: bei der DFL.

Was uns angeht, hätten wir nämlich lieber die Spannung der Gleichzeitigkeit, die etwa eine Sendung wie „Heute im Stadion“ zum Kult gemacht hat.

Vergangen, vorbei, up, up in the SKY

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(….da fliegt nämlich der Robin hin, wenn er das dauernd glotzt)