Frankfurt ist eine Gefahr für die Liga

Es gibt vielfältige Gründe, warum es besser wäre, Eintracht Frankfurt würde in der zweiten oder dritten Liga spielen. Da sind die Frankfurter Fans mit ihrer Pyrotechnik und ihrem aggressiven Verhalten. Da ist aber auch der Umstand, dass sie gegen uns gewinnen. Nun kommt noch etwas Weiteres hinzu: Unser WM-Stadion ist für die Gäste aus Frankfurt nicht geeignet. Mit ihrem verschärften Wippen bringen sie – wie am Freitagabend zu sehen – möglicherweise noch mal unser Stadion zu Einsturz.
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Dabei wurde die mit Stützen nachgerüstete Südtribüne mit den unterschiedlichsten Fans getestet und mittlerweile für hüpfresistent befunden. Es liegt deshalb nicht an uns und unseren Stadionbauleuten, sondern an den Frankfurtern. Also DFL, übernehmt mal! Frankfurt ist eine Gefahr für die Liga.

Der Club wird transparent

Alle reden sie davon, der Club handelt. Jetzt bietet auch er diese „neuartige Transparenz“, von der so viel gesprochen wird. Und zwar beim Kartenkauf. Damit der Zuschauer nicht erst im Stadion übelst überrascht wird, wo er da gelandet ist, kann man jetzt mit der Ticket-App in 3D überprüfen, wie gut die Sicht vom jeweiligen Block aus ist. Die Ticket-App kann auf einer Webseite und über Facebook aufgerufen werden. Für das Abschiedsspiel für Marek Mintal am 21. Juli werden erstmals über diese App Karten verkauft.

So weit, so gut! Leider müsste die „neuartige Transparenz“ auch für die Vorderleute gelten, die einem in der Praxis oft mit Fahnen, Hüten oder einer Größe von zwei Metern und mehr die Sicht versperren. Nicht unbedingt glücklich ist auch, wie einem die App die distanzierende Wirkung der Aschenbahn vor Augen führt. Das wirkt in der Realität gar nicht so schlimm, wie hier. Aber vielleicht soll die App den Bau eines reinen Fußballstadions forcieren helfen.

FCN lässt Max Morlock verschwinden

Wenn einem die Realität nicht passt, dann wird sie halt passend gemacht. Das denkt ganz offensichtlich auch unser ruhmreicher FCN. Der bemüht sich – ganeu wie wir 😉 – die Fans auch in der Sommerpause bei Laune zu halten. Zum Beispiel mit Gewinnspielen. Gerade postete er Folgendes bei Facebook:

Mit dem 1. FCN Fan-Shop verlosen wir 5 Poster. Die tollen FAN-Poster zeigen einmalige, glänzende Motive rund um den 1. FC Nürnberg. Beantwortet uns einfach diese Frage: Am Samstag feiert der 1. FC Nürnberg den Jahrestag eines Meistertitels. Gegen wen und in welchem Jahr wurde der Club am 9. Juni Deutscher Meister? Schickt uns eine Email an gewinnspiel@fcn.de! Einsendeschluss: Freitag, 08.06.12, 12 Uhr! Die Gewinner werden per Email informiert, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Abholung der Gewinne im Fan-Shop Ludwigstraße 46, 90402 Nürnberg.


Im Bild sieht man dann auch die Plakatmotive. Doch halt, da fordern doch welche ein „1.FC Nürnberg-Stadion“, mit einem riesigen Transparent (oben links). Hatten wir das überhaupt auf der Namensliste? Ist das ein Kompromissvorschlag? Wie gut, dass wir uns noch daran erinnern konnten,. dass da eigentlich Max-Morlock-Stadion darauf stand. Den Name, den wohl die meisten hier haben wollen. Der Club will ihn offensichtlich nicht. Da arbeitet er lieber mit Photoshop und jubelt den Fans etwas unter, was eigentlich nur Sinn macht, wenn der FCN selbst ein paar Millionen übrig hätte, um sich die Stadionnamensrechte zu sichern.

Wahrscheinlich wollte der Club aber nur vermeiden, potenzielle Sponsoren zu verprellen, indem er ihnen suggeriert, hier wäre noch Platz für ihren Firmennamen.

Dass es so schlimm läuft bei der Sponsorensuche, hatten wir eigentlich nicht gedacht. Aber Max Morlock wegretouchieren, das geht gar nicht.

Nachtrag: Im Bild unten links sieht man, dass Markus Feulner der Sponsorensuche ebenfalls wenig zuträglich zu sein scheint. Auch auf seinem Trikot wurde der Name durch „1.FC Nürnberg“ ersetzt. – Dank an Kommentator JP für den Hinweis.

Allerdings haben wir mittlerweile vom Club die Info, dass alle Eigennamen deshalb entfernt wurden, weil das Ganze auf die „personalisierten Produkte“ des FCN-Fanshop zurückgeht. Eigentlich sollte statt 1.FC Nürnberg der Name des Fans bzw. statt Max Morlock „Max Mustermann“ stehen. Nur, wer soll diese Aktion mit der Plakatverlosung in Zusammenhang bringen?

Max Morlock und ein Schock am Samstagmorgen

Schwerer Schock am Samstagmorgen: Ich bin gerade auf dem Weg zum Einkaufen, als mein Blick routinemäßig auf die nebeneinander postierten Zeitungsautomaten an der Straßenbahn-Haltestelle „Schuckertstraße“ fällt: „Max Morlock Stadion ab 2012“ ist auf den Aushängen von NN, AZ und Bild unisono zu lesen. Ich starre voll Unverständnis auf die sogenannten stummen Verkäufer, mein Bauch krampft sich zusammmen: Nicht, weil die Neuigkeit mich betrüben würde, im Gegenteil. Ins Max-Morlock-Stadion oder auch ins Frankenstadion zu gehen fände ich viel angenehmer, als wenn nach „easy-Credit“ die nächste kommerzielle Marke der Spielstätte des Clubs den Namen gäbe.

Allein: Ich bin mir sicher, dass wir als Nürnberger Zeitung in unserer Samstagsausgabe nicht über die Umbenamsung berichtet haben. Sollte uns eine wichtige Pressekonferenz entgangen sein? Haben wir als einzige Zeitung in der Stadt nun diese famose Neuigkeit nicht? Wer zum Teufel hat diese Meldung weggeschmissen? Oder bin ich gar selbst schuld, habe ich eine Mail übersehen, in der die Kampagne „Max-Morlock-Stadion jetzt!“ ihren grandiosen Erfolg kundtut? Aber wie kann das überhaupt sein? Noch vor Wochenfrist hat Oberbürgermeister Ulrich Maly bei der Gala der Fußball-Akademie deutlich gemacht, dass die Stadt auf die Erlöse aus dem Verkauf der Namensrechte angewiesen ist. Und Maly ist eigentlich nicht dafür bekannt, dass er ähnlich rasante Meinungsschwenks vollzieht wie die nun plötzlich für den Mindestlohn votierende Angela Merkel. Aber vielleicht hat Kämmerer Harry Riedel ja im Vorfeld der bald anstehenden Haushaltsberatungen festgestellt, dass er doch noch einige Euros übrig hat, mit denen er den Club-Fans ihren Herzenswunsch erfüllen kann.

Während diese Gedanken durch meinen Kopf rattern, fällt mir auf, dass die Schürzen (so heißen die Aushänge im Zeitungsfachjargon) irgendwie anders aussehen. Mir fallen Steine, nein Felsbrocken vom Herzen: Wir haben keine Meldung verpasst, die Aushänge sind fingiert. Auf dem AZ-Plakat steht denn auch „A7“, und unter der Schürze hängt der ganz normale und vergleichsweise langweilige Aushang, der das Club-Spiel gegen Freiburg thematisiert. Die Aktivisten der oben erwähnten Morlock-Kampagne waren in der ganzen Stadt unterwegs und haben die echten Schürzen schlicht überhängt. Alle Achtung, ein gelungener Coup – meinen Adrenalinspiegel jedenfalls hat er ordentlich nach oben gejagt.

Wollt ihr Plastikgeld im Stadion?

Es heißt zwar immer noch easyCredit-Stadion, aber mit echtem Geld ist es da möglicherweise schon bald vorbei. Beim 1. FC Nürnberg wird nämlich diskutiert, nach dem Frühjahr 2012 ein bargeldloses Bezahlsystem einzuführen.

„Wir denken darüber nach“, bestätigt Ralf Woy, für die Finanzen zuständiger Vorstand des 1. FC Nürnberg (Bild). Frühestens zur neuen Saison könne man allerdings mit der Installation eines solchen Systems beginnen. Wie viel dieses kosten wird, ist noch unklar. Woy will ohnehin nicht gegen den Willen der Fans auf Plastikgeld umstellen.  „Es bringt nichts, wenn wir eine tolle Karte haben, die aber keinen Zuspruch hat“, sagt Woy. Woy will daher eine „sehr wohlüberlegte Entscheidung“  und dabei auch die Fanbetreuung einbeziehen.  Die Clubfreunde wollen darüberhinaus auch den „unbetreuten“ Fans eine Chance geben, ihre Meinung zu sagen.

In der Bundesliga sind gegenwärtig verschiedene Systeme im Einsatz. Es  gibt Karten, die nur im Stadion eines Vereins gültig sind. Andere dagegen können von den Fans in mehreren Stadien verwendet werden. Außerdem gibt es Plastikgeld, das wie eine Geldkarte funktioniert und beispielsweise auch an Tankstellen eingesetzt werden kann.

Ein System wie bei Schalke 04 ist für Nürnberg laut Woy allerdings ausgeschlossen. Bei der „Knappenkarte“ kommt der Betrag, der nicht verbraucht wurde, dem Verein zugute.
Neben dem Club haben Borussia Mönchengladbach, Hertha BSC, VfL Wolfsburg, SC Freiburg und Hamburger SV bisher noch kein bargeldloses Bezahlsystem.  ng

Intelligent mit dem Stadionnamen werben

Ich glaube, kreative Werbung macht allen mehr Freude. Denen, die sie entwickeln. Denen, die sie sehen. Und denen, die sie bezahlen. Markus Ruf

urn:newsml:dpa.com:20090101:101012-99-00078Das Thema Stadionnamen haben wir bislang gerne den Denglisch-Gegnern, anderen Blogs oder den Zeitungskollegen überlassen. Nicht weil uns der Name easyCredit-Stadion besonders gut gefällt, sondern weil uns ja keiner daran hindert, weiterhin Frankenstadion zu sagen. Im Gegensatz zu Rundfunk- und Fernsehanstalten bekommen wir kein Geld und keine Senderechte dafür, dass wir derartige Werbebotschaften transportieren.

Trotzdem wollen wir jetzt in die Diskussion eingreifen, denn die Geschichte ist derzeit so verfahren, dass Club-Geschäftsführer Ralf Woy laut Bildzeitung sogar einen Stadion-Neubau vorschlägt, der dann (es geht immer noch schlimmer) vielleicht Areva-Atompark heißt, oder OB Ulrich Maly versucht, schlechte Namen schön zu reden. Die Einnahmen durch den Stadionnamen, da sind sich Woy, Maly und Stadionbetreibergesellschaft einig, seien nämlich unverzichtbar. Die Teambank wiederum will aber nicht weiter für einen Namen bezahlen, der bei den Fans eher schlecht ankommt und der damit eher nervend als werbend wirkt.

Ganz offensichtlich traut sich aber niemand den (rar gesäten) Sponsoren mal die Meinung zu sagen und ihnen die Botschaft zu übermitteln: Zahlt euer Geld doch lieber für Werbung, die ankommt. Solche Werbung nennt nicht plump nur einen Produktnamen, den niemand hören mag. Solche Werbung geht notfalls auch Umwege und lässt Platz für die Interpretation des Publikums. Außer natürlich, man hält sein Publikum für Volltrottel, dann funktioniert das nicht.

Wir setzen aber einmal voraus, dass der von der Teambank offerierte Leichtkredit auch für intelligentere Zeitgenossen eine Option sein kann. Dann könnte man denen doch schon mit der Stadion-Namensgebung zeigen: Wenn ihr was Gutes habt, könnt ihr bei uns eventuell mal wegen eines Kredits nachfragen. Wenn ihr also einen derart guten Namen wie Frankenstadion habt, dann unterstützen wir den mit einem Kredit. Konkret hieße das: In den Logos stünde dann unter „Frankenstadion“ jeweils „unterstützt durch easyCredit“ oder „TeamBank“.

Das wäre dezente Werbung, die Sympathie generiert. Das würde die Teambank, die früher Norisbank hieß und jetzt eh ein lokales Bezugsdefizit hat, nicht nur mit dem 1.FCN sondern auch mit Franken in Zusammenhang bringen. Beides ist nichts, wofür man sich als Bank schämen muss.

Und wenn die Teambank lieber den Maxl Morlock sponsern will, dann soll sie das unseretwegen machen. Gegen Max-Morlock-Stadion (Fußnote: „unterstützt durch easyCredit“) hätten wir auch nichts einzuwenden.

Der Block 8 und die Wahrheit

Auf uns Journalisten versuchen bekanntlich unterschiedlichste Interessensgruppen einzuwirken. Und weil uns häufig die zeitlichen und personellen Kapazitäten fehlen, fallen wir auch hin und wieder auf manches rein, was uns aus wesentlich besser besetzten Pressestellen zugesteckt wird.

Nun gut, „besser besetzt“ kann man beim Club nicht sagen. Dennoch ist man auch hier nicht unbegabt darin, einen heißen Brei im kaltzuschwafeln.

Wir präsentieren Euch hier gerne noch einmal die Presseerklärung zum geplanten Stadionausbau im Wortlaut:

Club bald vor 48.500 Fans: Umbau im easyCredit-Stadion bringt 2.800 neue Stehplätze

Das easyCredit-Stadion in Nürnberg wird zur Rückrunde der Saison 2009/10 auf eine Kapazität von rund 48.500 Plätze erweitert. Bislang können noch 46.780 Zuschauer die Heimspiele des 1. FC Nürnberg sehen. Mit dem Umbau bieten der Club und die Betreibergesellschaft zudem ab dem ersten Rückrundenheimspiel gegen Eintracht Frankfurt (Januar 2010) 2.800 Tickets mehr im beliebten und günstigen Stehplatzbereich in der Nordkurve an.

Hintergrund des geplanten Umbaus ist die bisherige Nutzung eines Teils der Sitzplätze im Oberrang als Stehplätze. Spätestens zum Jahreswechsel müsse die vorgesehene Nutzungsweise des Oberrangs als Sitzplatzbereich wieder sichergestellt sein, teilte die Bauordnungsbehörde der Stadt Nürnberg der Stadion Nürnberg Betriebs-GmbH mit.

„Um das zu gewährleisten, aber auch nicht auf die sensationelle Atmosphäre verzichten zu müssen, haben wir uns entschieden, den Fans aus dem ‚Stimmungsblock‘ 8 im Oberrang, die eben unser Team im Stehen unterstützen, alternativ Stehplätze im Unterrang anzubieten“, erklärte 1. FCN-Vizepräsident und Geschäftsführer Ralf Woy.

Dazu hat die Stadion-Nürnberg Betriebs GmbH für den 1. FC Nürnberg ein Konzept entwickelt, das gleichzeitig mehr Plätze im easyCredit-Stadion schafft und somit auch der erhöhten Nachfrage für die Liga-Spiele Rechnung trägt. „Wir ziehen bei diesem Umbau-Projekt mit unserem Partner 1. FCN gemeinsam an einem Strang und haben hierzu mit den Vorplanungen bereits begonnen“, verdeutlicht Klaus Daedelow, Geschäftsführer der Stadion Nürnberg Betriebs-GmbH.

Die geplante Kapazitätserweiterung im Stehplatzbereich wird nach Genehmigung durch die Stadt Nürnberg durch den Umbau der Blöcke 1 und 3 aus Sitz- in Stehplätze erreicht; die Kosten für den Umbau trägt der 1. FC Nürnberg. Für internationale Spiele, werden wie in der Vergangenheit auch künftig alle Stehplatzbereiche zu Sitzplätzen umgerüstet. Dauerkartenbesitzer in den umzubauenden Sitzplatzblöcken sind vom 1. FCN informiert worden; ihnen werden zur Rückrunde ohne Aufpreis neue Sitzplätze im easyCredit-Stadion angeboten.

Alles toll, möchte man meinen. Jeder dürfte zufrieden sein. Dass der Block 8, „der Stimmungsblock“ (Woy), wegfällt bzw. durch Sitzplätze deeskaliert wird, das wird geschickt umgangen. Das wissen allenfalls Insider. Und selbst wenn einen als Journalist das ungute Gefühl beschleicht, dass da einiges ein bisschen zu toll klingt um ganz sauber zu sein, tut man sich hart, mögliche Gegenpositionen einzuholen. Beim Nordkurve-Forum kommt man z.B. mittlerweile ohne Anmeldung nicht mehr rein. Immerhin wurden wir wenigstens hier fündig. Mit der Anmerkung, dass manche „Wahrheiten“ lauter anklopfen als andere, wollen wir Euch die Erklärung der Ultras zu dem Thema natürlich ebenfalls nicht vorenthalten:

Die fünfte Saison auf Block 8 wird für ULTRAS NÜRNBERG die letzte Spielzeit mit Standort im Oberrang sein.

Die Vielzahl von Spekulationen und Gerüchte zur Zukunft der NORDKURVE NÜRNBERG, die die Nürnberger Fanszene umtrieben, wurden mit der durch den 1. FC Nürnberg getätigten, offiziellen Bekanntgabe des definitiven Endes des Block 8 als Stimmungsblock auf traurige Weise bestätigt. Ab der Rückrunde dieser Saison wird gemeinschaftliches Stehen im Sitzplatzbereich im Oberrang nicht mehr geduldet, wodurch uns die Grundlage für unser Handeln in diesem Bereich der Nordkurve entzogen wird. Unsere Anstrengungen, den Block 8 auch weiterhin als Motor innerhalb der gewachsenen Nordkurve nutzen zu können, wurden nicht belohnt. Das Aus für den Oberrang ist nicht nur eine herbe persönliche Enttäuschung für jeden Einzelnen in unserer Gruppe, sondern auch ein großer Rückschritt für die Stimmung in der Nordkurve und somit auch für die organisierte Unterstützung der Mannschaft des 1. FC Nürnberg. weiter lesen

Langweiliges Gegurke, aber drei Punkte

Hurra! 1:0 gegen Wehen Wiesbaden. Eine mit Stars gespickte Mannschaft nach infernalischem Kampf niedergerungen. Namen wie Glibo, B. Hübner, Stroh-Engel oder Torge Hollmann lassen das Herz eines jeden Fußballfans höher schlagen. Mit einer halben Torschance schreckte die Mannschaft von Trainer Wolfgang Frank am 21. Spieltag Keeper Schäfer. Doch immerhin schoss Eigler, der zuvor gefühlte fünf Ballkontakte hatte, den Club aus kniffliger Situation zum Sieg. 27036 Zuschauer fanden bei Ekelwetter den Weg ins easyCredit-Stadion. Wohl keiner war hinterher froh über diese Sonntagsplanung. 90 Minuten Fußball können gut ohne Esprit, Spielkultur oder Leidenschaft auskommen. Dies wurde den Club-Fans wieder einmal auf die harte Tour serviert. Kapitän Andreas Wolf mischte erstmals seit dem 1. Spieltag wieder mit. Sicherlich, außer den drei Punkten, das einzig Positive bei diesem langweiligen Gegurke. „Würden wir jede Woche so spielen, wären unsere Leistungen nicht so schwankend“, stellte einst punktgenau Trainer Bryan Robson fest.

War ich im falschen Stadion?

2__Fubal.JPG„Und wir ziehen wieder in die Bundesliga ein und wir werden wieder“, naja ganz so weit ist es ja noch nicht. Doch ob des souveränen Sieges gegen Hansa Rostock wurden einige Club-Fans gestern Abend etwas übermütig. Doch die Freude ist berechtigt. Der zweikampfstarke Maroh, der ballsichere Mnari, der wuselige Frantz, der laufstarke Eigler und natürlich der stets brandgefährliche Mintal: So überzeugend hat man die Mannschaft lange nicht mehr gesehen.

Befand ich mich überhaupt im richtigen Stadion? Erst als ich im Pressebreich mit der lakonischen Frankenart konfrontiert wurde, war ich mir sicher. Ein Rostocker Journalist im feinen Zwirn wollte eine der „berühmten“ Brezen probieren und bekam die knappe Antwort „homma heut net“. Ein Zweiter wollte Senf, doch Senf „homma a net“. Und selbst die Technik war an diesem Tag nicht auf der Höhe. Nach Spielende versammelten sich wie immer Pressevertreter an den Fernsehern um der Analyse der Trainer zu lauschen. Nur leider war dies nur dem möglich, der etwas vom Lippenlesen verstand: denn Bild war da, Ton nicht.

Der für die Technik verantwortliche Mann zuckte wegen des Fauxpas nur mit der Schulter und kommentierte die Situation mit „und scheinbahr homma a kann Ton“.