Der Club-Sturm ist weltmeisterlich

Gerade einmal 32 Tore erzielte der Club in der vergangenen Saison. Die wenigsten in der ersten Liga. Nicht sonderlich überraschend haben daher nicht nur wir fast permanent die Sturmmisere des FCN beklagt. Dass nun gleich drei Clubstürmer (da liegen wir bei den Bundesligavereinen ganz vorne) für die Fußball-WM in Südafrika nominiert wurden, mutet da schon fast wie ein Witz an. Aber was den Club angeht, da sind Dinge, die andere als Witz abtun würden, Normalität.

Lassen wir uns also überraschen, wie und ob Angelos Charisteas (Griechenland), Eric Choupo-Moting (Kamerun) und der jetzt nachnominierte Albert Bunjaku (Schweiz) für ihre Nationalmannschaften treffen. Wobei Choupo-Moting wohl eh nicht mehr für den Club spielen dürfte, und Charisteas, sofern sich ein Interessent findet, genausowenig.

Immerhin ermöglichen uns die drei (theoretisch könnte man sogar noch den für Australien spielenden Dario Vidosic mit aufführen), im Clubfreunde-Blog einen WM-Beitrag zu schreiben. Ansonsten werden unsere Ergüsse zur Weltmeisterschaft im neuen NZ-WM-Blog zu finden sein, das wir Euch hiermit für die nächsten Wochen wärmstens ans Herz legen.
20100516 Charisteasurn:newsml:dpa.com:20090101:100513-10-1130320100516 Judt und Bunjaku

Der Club braucht Künstler

Also gut, der Club will sich nicht verstärken – auch wenn die Fans das wollen. Ist zumindest konsequent. Zumal es ja nicht nur um die Nachfrage, sondern auch darum geht, ob es für das vorhandene Geld Angebote gibt. Dabei – und das haben unsere Kollegen bei den Clubfans-United sehr richtig angemerkt – muss man auch die Auswirkungen auf die FCN-Youngsters berücksichtigen. Aufbauend ist das für die bestimmt nicht, wenn man ihnen nach drei Spielen auf diese Weise gleich wieder das Vertrauen entzieht (und wahrscheinlich hat man ihnen auch anderes in Aussicht gestellt, als auf der Bank zu sitzen).

So weit, so vernünftig! Trotzdem hätten wir schon gern auch mal einem echten Fußballkünstler im Stadion bei der Arbeit zugesehen – oder jemandem, der den Ball einfach öfter mal reinhaut.

Dass so etwas nicht völlig illusorisch ist, beweist dieses Video. Der Mann heißt Jeremy Lynch, hat mal für den FC Arsenal gespielt und ist nach unseren Erkenntnissen ablösefrei. Vielleicht ließe er sich überzeugen, wenn ihm Oenning – von Künstler zu Künstler – ein bisschen Chopin vorspielt 😉
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via Fuvi-Blog

Meine Kontaktlinsen sind verrutscht

Die Diskussion, ob unser Club für ein Kernkraftunternehmen wie Areva Werbung machen sollte, wollen wir hier nicht noch einmal aufwärmen. In den heutigen Presseorganen sieht man jedenfalls, dass sich ein solcher Sponsor nicht umsonst engagiert und die Fußballprofis gerne dazu benutzt, um von aktuellen Krisenmeldungen abzulenken. Auf unserem Bild wird zusätzlich deutlich, dass man sich Kernenergie offenbar auch schön trinken kann. Doch, wie gesagt, darum geht es gar nicht.

Vielmehr hat Club-Trainer Oenning bei diesem PR-Termin eine recht eigenwillige Erklärung für das Fehlen einiger Spieler genannt. Die seien zwar auch mit nach Erlangen gefahren, nicht jedoch um sich den Hersteller von Kernkraftwerken anzuschauen, sondern um zum Augenarzt zu gehen.

Mal unterstellt, dass dies keine Schutzbehauptung war, um nicht zugeben zu müssen, dass es unter den Spielern auch AKW-Gegner gibt, die so einen Good-Will-Termin nicht mitmachen wollen, heißt das doch: Wir wissen jetzt, warum der Club so wenig Tore schießt (und zudem bedeutet das wohl auch: In Nürnberg gibt es keine gescheiten Augenärzte).

Wenn künftig einem Stürmer so etwas passiert:

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dann hat er immerhin auch eine prima Ausrede: Meine Kontaktlinsen sind verrutscht.