Neues Ziel: Klassenerhalt

Die Woche:

  • Was treibt eigentlich….Peter Hermann? Der bisherige Bayern-Co-Trainer sollte eigentlich seinen Sachverstand beim Club einbringen. Dort wollte man dann aber offenbar zu viel. Nach dem Motto „alter Mann ist kein D-Zug“ zog es Hermann vor, die deutsche U18-Mannschaft als Co zu betreuen.
  • Der gambische Fußballverband hat die Identität von Bakery Jatta zwar bestätigt. Beim DFB wurde aber noch keine Entscheidung getroffen. Der FCN hat daher beantragt, die Einspruchsfrist zu verlängern. In Hamburg geht das Club-Bashing weiter:
  • Palikuca und Co wollten noch einen Stürmer verpflichten und sind fündig geworden. IDer Schweizer Michael Frey soll vorne die vakante Stelle des „kantigen Stoßstürmers“ besetzen. Inzwischen sorgte ein gefühlter Neuzugang bei der U21 für Furore: Dennis Lippert. Der Linksverteidiger war trotz einer fast zweieinhalbjährigen Verletzungspause bei einem Testspiel bester Clubspieler.

Das Spiel:

Trotz der HSV-Klatsche ging der Club in Sandhausen als Favorit ins Spiel. Warum, das wurde auf dem Platz allerdings nicht klar. Der SV Sandhausen war zunächst in allen Belangen überlegen. Nach vorne fand der FCN nicht statt und hinten ließ sich dann sogar Mathenia von der Unsicherheit seiner Vorderleute anstecken. Wie schon gegen den HSV ließ sich der Club-Keeper bei einem Freistoß verladen (25. Minute).

Zehn Minuten später klapperte es erneut. Paqarada kann völlig unbehindert flanken, In der Mitte schauen Mühl und Handwerker nur zu, wie der Namensvetter unseres Kapitäns hochsteigt und Mathenia erneut überwindet. Angesichts der Chancen und der unterirdischen Leistung war der Club mit diesem 2-Tore-Rückstand noch gut bedient.

Dass er kurz vor der Pause doch noch zurück ins Spiel fand, war Torwart Fraisl zu verdanken. Der bugsierte sich einen Kopfball von Sebsatian Kerk selbst ins Netz. Nur noch 1:2.

Danach bewies Trainer Canadi, dass er nichts von Denkmalschutz hält. Für die – zuletzt allerdings schwachen – Aufstiegshelden Behrens und Ishak brachte er Jäger und Knöll. Prompt spielte der Club zumindest auf Augenhöhe mit. Kurzfristig konnte er sich sogar in der Hälfte der Gastgeber festsetzen. In der 70. Minute bedankte sich Sörensen für einen Fehler in der SVS-Abwehr mit dem Ausgleich. Verdient war der zwar nicht. Aber, sowas ist uns ja egal. Warum soll ein Favorit nicht Dusel haben. Das kennen wir schließlich von den Bayern.

Wer jetzt aber dachte, da holen wir noch den Dreier, der kennt den Club 2019 schlecht. In der 89. Minute erzielte Türpitz den Siegtreffer. Völlig frei kam er am Strafraum zum Schuss. Überheblichkeit? Unvermögen? Man weiß es nicht.

Nach der Leistung in jenem Stadion, in dem wir vor gut einem Jahr den Aufstieg feiern konnten, bleibt eigentlich nur das Fazit: Eine Wiederholung wird es so nicht geben. In keinem Stadion der Welt. Und wer gegen Sandhausen verdientermaßen verliert, der muss sich sowieso eher Gedanken darüber machen, wie er die Klasse hält.

Ein Letztes:

Immerhin hat der Club dem DFB etwas voraus.

Er hat einen Bierpartner. Der DFB nicht.

Endlich wieder daheim!

Die Woche:

1. Sogar an prominentester Stelle im Stadtbild ist der FCN präsent:

2. Der Aufstieg hat auch musikalisch Folgen. Der Erlös geht dabei an das Fan-Hilfsprojekt „Franken-hilft“:

3. Selbst wenn die Südkurve meistens geschlossen blieb und häufig über mangelnden Zuspruch gejammert wurde: Der FCN ist was die Zuschauerzahlen angeht auf jeden Fall (Saisonabschlussspiel ist ausverkauft) Zweitligameister.

4. Ein paar Personalien gibt es zu vermelden. Unter dem Wechsel von Kevin Möhwald muss jetzt leider ein Haken gemacht werden.
Ebenfalls zu Bremen geht erstmal Ulisses Garcia. Der hat dort ohnehin noch Vertrag. Aber wohl auch keine Zukunft. Die sucht hingegen ein Nürnberger Talent, das allerdings erst von den Fürthern und dann von den Bayern entdeckt wurde, jetzt möglicherweise beim Club: Timothy Tillmann. Und dann wären da noch anstehende Vertragverlängerungen, mit Ondrej Petrak und eventuell bleibt auch Tobias Werner.

Das Spiel:

Im Hardtwaldstadion hatte der Club fast so etwas wie ein Heimspiel. Rund 9000 Fans waren zur Unterstützung und zur eventuellen Aufstiegsfeier nach Sandhausen gekommen. Auf dem Platz sahen sie allerdings zunächst eher zähe Kost. Der SV Sandhausen bemühte sich praktisch nur darum, unsere Mannschaft vom Strafraum fernzuhalten. Außer einer Chance bereits in der ersten Minute (Löwen drüber) kam daher nicht viel rum. Bis zur 38. Minute. Da war es nach einer Valentini-Ecke passiert. Den Kopfball von Margreitter konnte SVS-Keeper Schuhen zwar noch parieren, doch der Ball landete genau bei unserem Kapitän und derzeitigen Top-Torjäger, Hanno Behrens, der nur noch zur absolut verdienten Führung einköpfen musste.

Nach der Pause lie0 es der FCN ruhiger angehen. Nach vorne ging gar nichts. Eigentlich spielten nur die Hausherren. Aber die schafften es trotz des gut spielenden Ex-Clubberers Rurik Gislason nicht, Fabian Bredlow zu überwinden. Und so war es dann ein Konter in der 76. Minute, der die Entscheidung brachte. Die Sandhäuser waren aufgerückt und so konnte dann Tim Leibold ziemlich unbedrängt den Sack zu und den Aufstieg perfekt machen.

Am Ende bescherten die die auf den Platz stürmenden Clubfans dem SV Sandhausen dann auch noch Erlebnisse, die sie so wohl noch nicht kannten.

Der Club ist wieder da, wo er hingehört. Nie mehr zweite Liga, nie mehr, nie mehr!

—und nächsten Sonntag geht es im letzten Spiel dann noch um die Zweitligameisterschaft.

Ein Letztes:

Auch wenn sich Wege trennen, finden sich Gemeinsamkeiten: