Steckt nur im Sturm der Wurm?

mainz.8092061.jpg.8092066In der vergangenen Saison war Mainz 05 nur ganz knapp vor dem Club. Das war in der zweiten Liga. In der ersten Liga trennen die beiden Aufsteiger derzeit Welten. Die Mainzer stehen auf Platz 6, noch vor den Münchner Bayern. Der Club hängt unten drin.

Beim Spiel in Mainz waren „die unseren“ aber nicht unbedingt schlechter (NZ-Bericht). Wenn die Schiedsrichter korrekt agiert hätten, wäre am Ende auch ein Punkt rausgesprungen. Aber wie sagte schon Jürgen Wegmann: „Zuerst hatten wir kein Glück und dann kam auch noch Pech dazu.“

Wobei das „kein Glück“ schon etwas relativiert werden muss. Albert Bunjaku hätte mindestens ein Tor machen müssen. Es ist also immer noch das Gleiche wie zu Beginn der Saison: Im Sturm steckt der Wurm. Dass der gleiche Spruch derzeit auch bei den Bayern die Runde macht, obwohl die mit Gomez, Toni und Klose Leute haben, die vom Namen her erste Kategorie sind, kann uns nicht unbedingt beruhigen, gibt aber zu denken. Belegtdies doch auch, dass Geld und große Namen offenbar auch keine Torgarantien sind. Denn selbst wenn der Club alles Geld der Welt hätte, dann wäre er derzeit besser beraten, von den Bayern Daniel van Buyten als Torjäger zu verpflichten und nicht einen Mario Gomez.

Torgefahr kann man nämlich auch als Abwehrspieler ausstrahlen. Beim Club fehlt sie leider vorne wie hinten. Oder, wie bei den Bayern (Stichwort: Kreativloch), in der Mitte. Ob es nur reicht, in der Weihnachtspause einen Stürmer zu verpflichten, das wagen wir deshalb zu bezweifeln.