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	<description>Kultur-Blog</description>
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		<title>Was hat uns &#8220;Dornr&#246;schen&#8221; noch zu sagen?</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Dec 2009 17:44:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>th</dc:creator>
				<category><![CDATA[Vorhang auf!]]></category>
		<category><![CDATA[Ballett Nürnberg]]></category>
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		<description><![CDATA[Tschaikowskis &#8220;Dornr&#246;schen&#8221; ist der Prototyp des klassischen Handlungsballetts.  Es gibt eine museale Auff&#252;hrungstradition, die reicht von Marius Petipas Petersburger Urauff&#252;hrung &#252;ber Nikolai Sergejews seit Jahrzehnten gepflegter Londoner Inszenierung bis in die Gegenwart. Es gibt aber auch k&#252;hne Neuentw&#252;rfe wie die von Mats Ek (1996 in Hamburg), der Dornr&#246;schen ins Drogenmilieu versetzt. Irgendwo dazwischen parkt nun [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-294" src="http://blog.nz-online.de/eigenart/files/2009/12/blogdorn-250x376.jpg" alt="HP2Dornroeschen592.jpg" width="250" height="376" />Tschaikowskis &#8220;Dornr&#246;schen&#8221; ist der Prototyp des klassischen Handlungsballetts.  Es gibt eine museale Auff&#252;hrungstradition, die reicht von Marius Petipas Petersburger Urauff&#252;hrung &#252;ber Nikolai Sergejews seit Jahrzehnten gepflegter Londoner Inszenierung bis in die Gegenwart. Es gibt aber auch k&#252;hne Neuentw&#252;rfe wie die von Mats Ek (1996 in Hamburg), der Dornr&#246;schen ins Drogenmilieu versetzt. Irgendwo dazwischen parkt nun N&#252;rnbergs Ballettchef Goyo Montero seine &#8211; bereits in Valencia und beim Festival Maggio Danza Fiorentino in Florenz erfolgreich pr&#228;sentierte &#8211; <a title="Dornroeschen" href="http://www.nz-online.de/artikel.asp?art=1139917&amp;kat=49">Version</a> des getanzten M&#228;rchens: modern im Tempo und im zum Teil akrobatisch fordernden Tanz, stark in den Bildeinf&#228;llen, aber dann auch recht zahm im Happy-End, bei der sich lauter heterosexuelle P&#228;rchen zum Kollektiv formieren. Kein Platz f&#252;r Einzelg&#228;nger, Gescheiterte, andere Entw&#252;rfe. Reicht so ein Ansatz, damit uns &#8220;Dornr&#246;schen&#8221; heute noch was sagt? Oder berauscht man sich lieber an Tschaikowskis herrlicher Musik und an den sch&#246;n anzuschauenden Tanz-Formationen? <em>th</em></p>
<a class="a2a_dd addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save?linkurl=http%3A%2F%2Fblog.nz-online.de%2Feigenart%2F2009%2F12%2F13%2Fballett-in-der-oper-was-hat-uns-dornroeschen-noch-zu-sagen%2F&amp;linkname=Was%20hat%20uns%20%26%238220%3BDornr%26%23246%3Bschen%26%238221%3B%20noch%20zu%20sagen%3F"><img src="http://blog.nz-online.de/eigenart/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share/Bookmark"/></a>]]></content:encoded>
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		<title>&#8220;Grosse Kiste&#8221; &#8211; ein Theaterflop?</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Dec 2009 16:56:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>klatt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Vorhang auf!]]></category>
		<category><![CDATA[Christiane Kohl]]></category>
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		<category><![CDATA[Hitler]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Urauff&#252;hrung &#8220;Grosse Kiste oder das Spiel vom Zeugen&#8221; in der N&#252;rnberger Kongresshalle ist k&#252;nstlerisch wie inhaltlich fragw&#252;rdig und d&#252;rfte f&#252;r Kontroversen sorgen. Die schon im Titel angelegte Aussage geht dahin, dass der Geist der Nazis die Nachkriegsordnung zeugte. Au&#223;erdem erscheint es problematisch, mit den Gr&#228;ueln des Hitler-Regimes grelle Scherze zu treiben. Die Urauff&#252;hrung ist, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-286" src="http://blog.nz-online.de/eigenart/files/2009/12/blogkiste-250x166.jpg" alt="Groe Kiste oder das Spiel vom Zeugen" width="250" height="166" />Die Urauff&#252;hrung &#8220;Grosse Kiste oder das Spiel vom Zeugen&#8221; in der N&#252;rnberger Kongresshalle ist k&#252;nstlerisch wie inhaltlich fragw&#252;rdig und d&#252;rfte f&#252;r Kontroversen sorgen. Die schon im Titel angelegte Aussage geht dahin, dass der Geist der Nazis die Nachkriegsordnung zeugte. Au&#223;erdem erscheint es problematisch, mit den Gr&#228;ueln des Hitler-Regimes grelle Scherze zu treiben. Die Urauff&#252;hrung ist, das zeigen die Zuschauer-Reaktionen, jedenfalls nicht gelungen. Liegt es am St&#252;ck oder liegt es an der <a title="Grosse Kiste" href="http://www.nz-online.de/artikel.asp?art=1139915&amp;kat=49">Inszenierung</a>, bei der die Figuren, einschlie&#223;lich der KZ-H&#228;ftlinge  u. a. als Schweine &#252;ber die B&#252;hne tobten? <em>-att</em></p>
<a class="a2a_dd addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save?linkurl=http%3A%2F%2Fblog.nz-online.de%2Feigenart%2F2009%2F12%2F13%2Fgrosse-kiste-ein-theaterflop%2F&amp;linkname=%26%238220%3BGrosse%20Kiste%26%238221%3B%20%26%238211%3B%20ein%20Theaterflop%3F"><img src="http://blog.nz-online.de/eigenart/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share/Bookmark"/></a>]]></content:encoded>
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		<title>&#8220;Zauberfl&#246;te&#8221; &#8211; hohe Berge, flache Inszenierung</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Nov 2009 19:12:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>th</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Laura Scozzi]]></category>
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		<description><![CDATA[Dass eine Inszenierung trotz alpenhoher Gipfel ziemlich flach bleiben kann, daf&#252;r liefert Laura Scozzi nun im Opernhaus ein schneewei&#223;es Beispiel. Mozarts &#8220;Zauberfl&#246;te&#8221; versetzt sie in ein winterliches Gebirgspanorama &#8211; mit Bergh&#252;tten, Seilbahnen, Schlitten, die so leuchten wie in einem Postkartenidyll. Es gibt jede Menge Action, rasante Bewegung, eifrige Kulissenschiebereien &#8211; doch wo bleibt der Geist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-277" src="http://blog.nz-online.de/eigenart/files/2009/11/zauber01.jpg" alt="zauber01" />Dass eine Inszenierung trotz alpenhoher Gipfel ziemlich flach bleiben kann, daf&#252;r liefert Laura Scozzi nun im Opernhaus ein schneewei&#223;es Beispiel. Mozarts &#8220;Zauberfl&#246;te&#8221; versetzt sie in ein winterliches Gebirgspanorama &#8211; mit Bergh&#252;tten, Seilbahnen, Schlitten, die so leuchten wie in einem Postkartenidyll. Es gibt jede Menge Action, rasante Bewegung, eifrige Kulissenschiebereien &#8211; doch wo bleibt der Geist Mozarts dabei? Die <a title="Zauberfl&#246;te" href="http://www.nz-online.de/artikel.asp?art=1123242&amp;kat=49">NZ-Kritik</a> meint, er bleibt auf der Strecke. <em>th</em></p>
<a class="a2a_dd addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save?linkurl=http%3A%2F%2Fblog.nz-online.de%2Feigenart%2F2009%2F11%2F15%2Fzauberfloete-hohe-berge-flache-inszenierung%2F&amp;linkname=%26%238220%3BZauberfl%26%23246%3Bte%26%238221%3B%20%26%238211%3B%20hohe%20Berge%2C%20flache%20Inszenierung"><img src="http://blog.nz-online.de/eigenart/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share/Bookmark"/></a>]]></content:encoded>
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		<title>Bruckner beim BR</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Oct 2009 14:53:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>th</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hör-Bar]]></category>
		<category><![CDATA[Bayerischer Rundfunk]]></category>
		<category><![CDATA[Bruckner]]></category>
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		<description><![CDATA[Nat&#252;rlich ist Bruckners 7. Sinfonie ein Hammer. Sie steckt voller Reminiszenzen an die Musik  Richard Wagners und betrauert in einem herrlichen Adagio dessen Tod. So ein Werk kann man nicht einfach nebenbei h&#246;ren, dass fordert die ganze Aufmerksamkeit. Im Konzertsaal ist das ja kein Problem, wer sich aber die neue CD des Symphonieorchesters des Bayerischen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-268" src="http://blog.nz-online.de/eigenart/files/2009/10/BR-online-Publikation-ab-05-2009-143583-20090917143806.jpg" alt="BR-online-Publikation-ab-05-2009--143583-20090917143806" width="170" height="170" />Nat&#252;rlich ist Bruckners 7. Sinfonie ein Hammer. Sie steckt voller Reminiszenzen an die Musik  Richard Wagners und betrauert in einem herrlichen Adagio dessen Tod. So ein Werk kann man nicht einfach nebenbei h&#246;ren, dass fordert die ganze Aufmerksamkeit. Im Konzertsaal ist das ja kein Problem, wer sich aber die neue CD des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks unter seinem Chefdirigenten Mariss Jansons ins Haus holt, sollte sich auch gen&#252;gend Zeit daf&#252;r nehmen, die CD in Ruhe anzuh&#246;ren, am besten auf dem Sofa, ganz entspannt, die Musik ist aufregend genug, etwa in den Trompetenfanfaren des Scherzos oder im t&#228;nzerisch k&#252;hnen Rhythmus des Finales.</p>
<p>Diese CD ist Teil eines Er&#246;ffnungspakets von acht Aufnahmen des neuen Labels &#8220;BR Klassik&#8221;. Unter dieser Marke verwertet der Bayerische Rundfunk in Zukunft die in seinem Archiv lagernden Aufnahmen genauso wie die Aktivit&#228;ten seiner drei Klangk&#246;rper: Das sind das schon genannte BR-Symphonieorchester, das M&#252;nchner Rundfunkorchester und der BR-Rundfunkchor.  Das ist ein Wagnis in Zeiten, in denen der CD-Markt eingebrochen ist und selbst gro&#223;e Labels leiden. Gut, dass BR-Symphonieorchesters z&#228;hlt die englische Musikzeitschrift &#8220;Gramophone&#8221; zu den zehn besten der Welt &#8211; damit m&#252;ssten sich noch ein paar K&#228;ufer anlocken lassen. Und Bruckners 7. Sinfonie ist im Gro&#223;en Saal des Wiener Musikvereins aufgenommen worden. Aber dessen legend&#228;re Akustik l&#228;sst sich auf einer CD halt auch nur begrenzt &#8211; und nicht ohne die Hilfe des Tonmeisters &#8211; vermitteln.</p>
<p>Das Klangbild dieser Aufnahme ist auch sehr plastisch. Andererseits ist Bruckners Siebente schon sehr gut auf CD dokumentiert. Der Markt ist halt sehr eng &#8211; und selbst ein Label, das den BR im R&#252;cken hat, wird dort um Aufmerksamkeit k&#228;mpfen m&#252;ssen.  <em>Der Beta-Blogger</em></p>
<p>Bruckner, Anton: Sinfonie Nr. 7/ Label: <a href="http://www.br-online.de/br-klassik/br-klassik-cds/index.xml">BR-Klassik</a></p>
<a class="a2a_dd addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save?linkurl=http%3A%2F%2Fblog.nz-online.de%2Feigenart%2F2009%2F10%2F06%2Fbruckner-beim-br%2F&amp;linkname=Bruckner%20beim%20BR"><img src="http://blog.nz-online.de/eigenart/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share/Bookmark"/></a>]]></content:encoded>
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		<title>Buhs f&#252;r einen Erfolgsregisseur</title>
		<link>http://blog.nz-online.de/eigenart/2009/06/08/buhs-fuer-einen-erfolgsregisseur/</link>
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		<pubDate>Mon, 08 Jun 2009 10:47:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>th</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kritisch, kritisch]]></category>
		<category><![CDATA[Berliner Staatsoper]]></category>
		<category><![CDATA[Berliner Theatertreffen]]></category>
		<category><![CDATA[Die Entführung aus dem Serail]]></category>
		<category><![CDATA[Faust]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Thalheimer]]></category>
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		<category><![CDATA[Wikipedia]]></category>

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		<description><![CDATA[Er hat &#8220;Faust I&#8221; und &#8220;Faust II&#8221; am Deutschen Theater Berlin zu den gr&#246;&#223;ten Erfolgen seit Jahren gemacht. Auch beim Berliner Theatertreffen ist Michael Thalheimer quasi Stammgast. Sein Regiestil setzt auf Verdichtung und Verknappung und passt damit in unser schnelllebiges Wikipedia-Zeitalter, das von jedem Thema m&#246;glichst rasch die Quintessenz haben will. Und bei Thalheimer kann man sicher sein, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Er hat &#8220;Faust I&#8221; und &#8220;Faust II&#8221; am Deutschen Theater Berlin zu den gr&#246;&#223;ten Erfolgen seit Jahren gemacht. Auch beim Berliner Theatertreffen ist Michael Thalheimer quasi Stammgast. Sein Regiestil setzt auf Verdichtung und Verknappung und passt damit in unser schnelllebiges Wikipedia-Zeitalter, das von jedem Thema m&#246;glichst rasch die Quintessenz haben will. Und bei Thalheimer kann man sicher sein, dass nicht mal ein gro&#223;es Goethe-St&#252;ck l&#228;nger als zwei Stunden dauert.</p>
<p>Doch jetzt hat der Erfolgs-Regisseur seinen Meister gefunden: Er hei&#223;t Wolfgang Amadeus Mozart. In seiner dritten Operninszenierung musste Thalheimer erkennen, dass man die scheinbar heiteren und leichten Seiten des Singspiels &#8220;Die Entf&#252;hrung aus dem Serail&#8221; nicht einfach weglassen kann. Thalheimers <a title="Die Entf&#252;hrung aus dem Serail" href="http://www.nz-online.de/artikel.asp?art=1031622&amp;kat=49" target="_blank">Inszenierung</a> an der Berliner Staatsoper wurde dadurch so karg wie schwer und entfernte sich zum Ende immer weiter vom Mozartschen Geist. Die Konsequenz: Bei der Premiere gab es viele Buhs f&#252;r den Erfolgsregisseur. <em>Der Beta-Blogger</em></p>
<a class="a2a_dd addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save?linkurl=http%3A%2F%2Fblog.nz-online.de%2Feigenart%2F2009%2F06%2F08%2Fbuhs-fuer-einen-erfolgsregisseur%2F&amp;linkname=Buhs%20f%26%23252%3Br%20einen%20Erfolgsregisseur"><img src="http://blog.nz-online.de/eigenart/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share/Bookmark"/></a>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Lustloses Finale: &#8220;Schmidt &amp; Pocher&#8221; kurven durch K&#246;ln</title>
		<link>http://blog.nz-online.de/eigenart/2009/04/17/lustloses-finale-schmidt-pocher-kurven-durch-koeln/</link>
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		<pubDate>Fri, 17 Apr 2009 13:31:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>th</dc:creator>
				<category><![CDATA[Der Beta-Blogger]]></category>
		<category><![CDATA[Glotzofon]]></category>
		<category><![CDATA[ARD]]></category>
		<category><![CDATA[Harald Schmidt]]></category>
		<category><![CDATA[Lady Bitch Ray]]></category>
		<category><![CDATA[Oliver Pocher]]></category>
		<category><![CDATA[Schmidt & Pocher]]></category>
		<category><![CDATA[Stauffenberg]]></category>

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Das wars dann also: Offensichtlich ohne Konzept bzw. Navigationssystem verabschiedete sich das Late-Night-Duo Harald Schmidt (51) und Oliver Pocher (31) von den Zuschauern. In einer letzten Sendung kurvten die beiden in Pochers Auto durch K&#246;ln, der j&#252;ngere und oft gescholtene Pocher spielte den Fahrer f&#252;r Schmidt, der als graue Eminenz auf der R&#252;ckbank thronte. Zwei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.nz-online.de/eigenart/files/2009/04/pocher.jpg" rel="lightbox[241]"><img class="size-thumbnail wp-image-246 alignleft" src="http://blog.nz-online.de/eigenart/files/2009/04/pocher-250x174.jpg" alt="dpa" width="250" height="174" /></a></p>
<p>Das wars dann also: Offensichtlich ohne Konzept bzw. Navigationssystem verabschiedete sich das Late-Night-Duo Harald Schmidt (51) und Oliver Pocher (31) von den Zuschauern. In einer letzten Sendung kurvten die beiden in Pochers Auto durch K&#246;ln, der j&#252;ngere und oft gescholtene Pocher spielte den Fahrer f&#252;r Schmidt, der als graue Eminenz auf der R&#252;ckbank thronte. Zwei Techniker hatten sich auch noch ins Auto gequetscht, kamen aber nur sehr selten und nur dann ins Bild, wenn es sich gar nicht vermeiden lie&#223;.</p>
<p>&#8220;Das letzte Mahl&#8221; hie&#223; der gar nicht hintersinnige Untertitel dieser finalen Fahrt, auf der noch mal die Zielgruppen-Klischees bedient wurden: Erst gabs f&#252;rs vermeintliche Pocher-Klientel Currywurst mit Pommes und Mayo, dann lie&#223; Grandseigneur Schmidt f&#252;r 100 Euro Sushi ans Auto liefern &#8211; aber letztlich wirkten beide Mahlzeiten so abgestanden wie das gescheiterte Verj&#252;ngungskonzept der ARD.</p>
<p>Deren Programmmacher hatten mit Jung-Comedian Oliver Pocher vor zwei Jahren die langsam aber stetig alternde Zielgruppe von Schmidts Late-Night-Show auffrischen wollen; ein Plan, der schon immer schwer an eine Kopfgeburt erinnerte und in der Realit&#228;t &#8211; wenn man zumindest den Programmanalysen Glauben schenken will &#8211; auch nicht fruchtete.</p>
<p>Zwischen Currywurst und Sushi gabs dann noch ein paar vermeintliche &#8220;Best-of&#8221;-H&#228;ppchen aus den Sendungen. Doch selbst die Schnippsel von Pochers Stauffenberg-Parodie, vom &#8220;Nazometer&#8221; und dem Skandalauftritt der Rapperin Lady Bitch Ray waren so entsch&#228;rft und auf &#246;ffentlich-rechtliches Erregungsniveau gedimmt, dass man ein G&#228;hnen bald nicht mehr unterdr&#252;cken konnte. Typisch auch f&#252;r die Angsthasen von der ARD, dass jedes Mal ein Pfeifton ert&#246;nte, wenn ein Markenname oder der Name eines Restaurants erw&#228;hnt wurde bzw. entsprechende Schriftz&#252;ge und Autokennzeichen gepixelt wurden. Oh wie erm&#252;dend korrekt war das alles.</p>
<p>Fazit: Da fuhren zwei Comedians lustlos durch K&#246;ln, die sich nichts mehr zu sagen hatten, und deren  jeweilige Potenziale in &#8220;Schmidt &amp;  Pocher&#8221; (auf dem dpa-Foto sitzen die beiden nochmal in der Studio-Deko) sich nur selten gegenseitig bereicherten. Und der Jugendwahn ist bei der ARD deshalb auch nicht ausgebrochen. Das passiert, wenn &#246;ffentlich-rechtliche Sender erst mutig sein wollen und sich dann nicht trauen. <em>Der Beta-Blogger</em></p>
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		<title>Der Berliner B&#228;r tanzt auf der Opernb&#252;hne</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Apr 2009 10:33:14 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Stefan Herheim hievt in Wagners &#8220;Lohengrin&#8221; die Berliner Opernkrise auf die B&#252;hne, streitet &#246;ffentlichkeitswirksam mit Daniel Barenboim und l&#228;sst sogar den Berliner B&#228;ren tanzen; Calixto Bieito verwickelt Glucks &#8220;Armida&#8221; in sexuelle Obsessionen. Die beiden j&#252;ngsten Premieren an der Staatsoper und an der Komischen Oper beweisen, dass die Berliner Opernlandschaft trotz aller Verwerfungen und Probleme h&#246;chst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Stefan Herheim hievt in Wagners &#8220;Lohengrin&#8221; die Berliner Opernkrise auf die B&#252;hne, streitet &#246;ffentlichkeitswirksam mit Daniel Barenboim und l&#228;sst sogar den Berliner B&#228;ren tanzen; Calixto Bieito verwickelt Glucks &#8220;Armida&#8221; in sexuelle Obsessionen. Die beiden j&#252;ngsten <a title="Lohengrin und Armida in Berlin" href="http://www.nz-online.de/artikel.asp?art=998229&amp;kat=49" target="_blank">Premieren</a> an der Staatsoper und an der Komischen Oper beweisen, dass die Berliner Opernlandschaft trotz aller Verwerfungen und Probleme h&#246;chst vital ist &#8211; und dass in Berlin Streit und Zoff zum Inszenierungsspektakel mit dazugeh&#246;ren. <em>Der Beta-Blogger</em></p>
<a class="a2a_dd addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save?linkurl=http%3A%2F%2Fblog.nz-online.de%2Feigenart%2F2009%2F04%2F06%2Fder-berliner-baer-tanzt-auf-der-opernbuehne%2F&amp;linkname=Der%20Berliner%20B%26%23228%3Br%20tanzt%20auf%20der%20Opernb%26%23252%3Bhne"><img src="http://blog.nz-online.de/eigenart/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share/Bookmark"/></a>]]></content:encoded>
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		<title>Kuscheln um die &#8220;Tatort&#8221;-Leichen</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Mar 2009 16:00:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>th</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Jugendlichen nimmt man es &#252;bel, wenn sie ihren Frust mit Ballerspielen am Computer abreagieren. Zumindest schwappt diese Diskussion nach jedem Amoklauf f&#252;r kurze Zeit hoch &#8211; so lange, bis die mediale Aufmerksamkeits-Karawane wieder weitergezogen ist. Dabei vernachl&#228;ssigt diese stilisierte Aufregung weitgehend die Tatsache, dass Mord und Totschlag in weiten Kreisen unserer Gesellschaft das beliebteste Unterhaltungsthema [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.nz-online.de/eigenart/files/2009/03/tatort.jpg" rel="lightbox[198]"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-217" src="http://blog.nz-online.de/eigenart/files/2009/03/tatort-250x177.jpg" alt="" width="250" height="177" /></a>Jugendlichen nimmt man es &#252;bel, wenn sie ihren Frust mit Ballerspielen am Computer abreagieren. Zumindest schwappt diese Diskussion nach jedem Amoklauf f&#252;r kurze Zeit hoch &#8211; so lange, bis die mediale Aufmerksamkeits-Karawane wieder weitergezogen ist. Dabei vernachl&#228;ssigt diese stilisierte Aufregung weitgehend die Tatsache, dass Mord und Totschlag in weiten Kreisen unserer Gesellschaft das beliebteste Unterhaltungsthema sind. Und zwar im Fernsehen und zu den besten Sendezeiten, was man am Kult um die Krimi-Reihe &#8220;Tatort&#8221; wunderbar verfolgen kann. Immer wieder am Sonntagabend versammelt sich die Nation ums virtuelle Fernseh-Lagerfeuer, um bei einem gem&#252;tlichen Gl&#228;schen Wein oder Bier mitzugr&#252;beln, wer die aktuelle Leiche der Woche zu verantworten hat.</p>
<p>Und weil die ARD &#228;hnlich wie unsere Bundesrepublik f&#246;deral strukturiert ist, leisten sich die einzelnen Fernsehanstalten des &#8220;Ersten&#8221; ihre eigenen Ermittler wie etwa den Kieler Kommissar Klaus Borowski (Axel Milberg), die Frankfurterin Charlotte S&#228;nger (Andrea Sawatzki), das M&#252;nchner Duo Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) und Ivo Batic (Miroslav Nemec) und nat&#252;rlich die allseits beliebte Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) aus Ludwigshafen. Mit solchen Identifikationsfiguren schrumpft die b&#246;se Verbrecherwelt unseres Landes auf Wohnzimmerformat und l&#228;sst sich mit der Fernbedienung m&#252;helos beherrschen. Wobei es r&#228;tselhaft bleibt, wieso einige Fernsehanstalten mehrere Ermittler-Teams auf M&#246;rderjagd schicken &#8211; etwa der NDR in Kiel, Hamburg (das dpa-Foto zeigt Mehmet Kurtulus alias Kommissar Cenk Batu, der an der Elbe ermittelt) und Hannover, oder der SWR in Ludwigshafen, Stuttgart und am Bodensee &#8211; der BR im gro&#223;en Fl&#228;chenstaat Bayern dagegen nur M&#252;nchen bespielt. Warum sind St&#228;dte wie M&#252;nster, Bremerhaven, Saarbr&#252;cken oder Ludwigshafen &#8220;tatort&#8221;-tauglich, N&#252;rnberg samt seiner Metropolregion jedoch nicht?</p>
<p>&#8220;Tatort&#8221;-Fans gibt es hier jedenfalls auch zur Gen&#252;ge, und sogar solche, die dem neuen Trend des &#246;ffentlichen Krimischauens folgen. Da sitzen dann in Kneipen oder Cafes oder Kulturzentren Menschen, die so zwischen 20 und 40 Jahre alt sind, zusammen und machen Fernsehen zum kuscheligen Gruppenerlebnis. Im Erlanger E-Werk ist der &#8220;Tatort&#8221; so erfolgreich, dass die Veranstalter nicht einmal mehr Reservierungsanfragen beantworten. Das passt ja auch herrlich in die neo-b&#252;rgerliche Spie&#223;er-Kultur: &#8220;Tatort&#8221; zusammen anschauen, aber bitte nur mit vorheriger Reservierung. Ordnung und Planung muss sein &#8211; gerade beim &#246;ffentlich-rechtlichen Leichenschmaus. So <a title="Tatort im E-Werk" href="http://www.e-werk.de/content/prog_mehr.php?id=5473" target="_blank">wirbt</a> das E-Werk damit, jede &#8220;Tatort&#8221;-Erstausstrahlung am Sonntagabend &#8220;in Wohnzimmeratmosph&#228;re&#8221; zu &#252;bertragen. Das Sch&#246;ne daran sei, &#8220;mit Freunden oder Bekannten bei einem gek&#252;hlten Getr&#228;nk zusammen zu sitzen&#8221;.</p>
<p>Na dann Prost &#8211; da ist das private Gelabere vielleicht doch wichtiger als der Mord im &#8220;Tatort&#8221; &#8211; und die T&#228;tersuche verkommt zur Nebensache. Womit sich die Vorlieben des Publikums zunehmend mit den in der Krimireihe gebotenen Inhalten decken. Denn da sind die Pers&#246;nlichkeiten der Ermittler und ihre privaten Probleme l&#228;ngst wichtiger als die F&#228;lle selbst. Die Neue Z&#252;rcher Zeitung (NZZ) l&#228;sst in ihrer Online-Ausgabe jedenfalls kaum ein gutes Haar an der ARD-Erfolgsreihe: &#8220;,Tatort&#8217;-Kommissare sind schon geraume Zeit nicht mehr rollensichere Routiniers. Stattdessen sind sie unabl&#228;ssig abgelenkt von den Herausforderungen ihres in der Regel hochproblematischen Privatlebens&#8221;, schreibt dort Heribert Seifert in einem <a title="Traurige Kommissare" href="http://www.nzz.ch/nachrichten/medien/traurige_kommissare_1.2267621.html" target="_blank">Artikel</a>. Alleinerziehenden-N&#246;te, biographische Altlasten, psychische St&#246;rungen, unaufger&#228;umte Beziehungsgeschichten oder problematische Vater-Sohn-Verh&#228;ltnisse z&#228;hlten zu jenen &#8220;Klischee-Ensembles&#8221; mit denen die &#8220;Tatort&#8221;-Drehbuchschreiber und -regisseure &#8220;ihren Protagonisten ein charakterliches Relief&#8221; geben m&#246;chten. Alles, was bei der M&#246;rdersuche und beim T&#228;terprofil politisch inkorrekt sei, werde dabei &#228;ngstlich vermieden, kritsiert der Autor, um zu einem bissigen Fazit zu kommen: &#8220;Der ganze zeitgeistige Quatsch einer seichten Talkshow- und Feuilleton-Soziologie hat im ,Tatort&#8217; seine Abladestelle gefunden.&#8221;</p>
<p>Womit der  &#8220;Tatort&#8221; trotz aller Lust an Verbrechen und am Morden dann vielleicht doch harmloser ist, als  Killerspiele a la Counterstrike. Oder weil die vielen vielen Normalos sich weder von Fernsehverbrechen noch von Computer-Schie&#223;ereien zu irgendetwas verleiten lassen. Weil im Zweifelsfall die neueste Anekdote der Freundin oder das Bier mit dem Kumpel wichtiger ist als die medialen Leichen auf dem Bildschirm.</p>
<p>In diesem Sinne w&#228;re es auch egal, wenn eines Tages ein Amokl&#228;ufer dieses Land aufschrecken sollte, der bekennender &#8220;Tatort&#8221;-Fan ist. So egal wie die Tatsache, dass die beiden Amokl&#228;ufer der Columbine High School bei Littleton gerne zum Bowling gegangen sind. Der Filmemacher Michael Moore hat in seinem Film &#8220;Bowling for Columbine&#8221; deshalb sarkastisch gefragt, ob man dann nicht das Bowling genausogut als Erkl&#228;rung f&#252;r einen Amoklauf heranziehen k&#246;nnte wie etwa Killerspiele am Computer oder &#8211; wie in Littleton geschehen &#8211; die Musik von Marilyn Manson. Oder eben Fernsehkrimis. <em>Der Beta-Blogger</em></p>
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		<title>Lokaljournalisten nach Indien ausgelagert</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Mar 2009 17:16:27 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Der Einwegrasierer kommt aus dem chinesischen Shenzhen, der DVD-Spieler aus Korea und das T-Shirt aus Bangladesh. Die Globalisierung hat unsere Wirtschaft l&#228;ngst durchdrungen und erfasst selbst Branchen und Dienstleistungen, die man mal f&#252;r unverr&#252;ckbar hielt.
Zum Beispiel den Tageszeitungsjournalismus: In der derzeitigen Krise hat der kalifornische Verleger James Macpherson die Lokalredaktion der Online-Zeitung pasadenanow.com kurzerhand abgeschafft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Einwegrasierer kommt aus dem chinesischen Shenzhen, der DVD-Spieler aus Korea und das T-Shirt aus Bangladesh. Die Globalisierung hat unsere Wirtschaft l&#228;ngst durchdrungen und erfasst selbst Branchen und Dienstleistungen, die man mal f&#252;r unverr&#252;ckbar hielt.<br />
Zum Beispiel den Tageszeitungsjournalismus: In der derzeitigen Krise hat der kalifornische Verleger James Macpherson die Lokalredaktion der Online-Zeitung <a title="pasadenanow.com" href="http://www.pasadenanow.com/" target="_blank">pasadenanow.com</a> kurzerhand abgeschafft und l&#228;sst die Berichte &#252;ber das Geschehen im Rathaus von Pasadena in Indien schreiben.<br />
Nein, das ist kein Scherz. Da werden die Stadtratssitzungen einfach per Webcam und Internet nach Mumbai und Bangalore &#252;bertragen, wo Inder, die gut Englisch k&#246;nnen, dann die Berichte verfassen.<br />
Ob sie wirklich kompetent zum Beispiel &#252;ber die Sicherheitsprobleme in bestimmten Stadtteilen Pasadenas oder die Renovierungsbed&#252;rftigkeit &#246;ffentlicher Geb&#228;ude schreiben k&#246;nnen, wenn sie niemals in ihrem Leben vor Ort waren, sei dahingestellt. Macpherson hat die Redaktion nat&#252;rlich vor allem deshalb nach Indien ausgelagert, weil dort die L&#246;hne deutlich niedriger sind.<br />
Die indische Firma Mindworks hat aus diesem Kostenvorteil schon ein erfolgreiches Gesch&#228;ftsmodell gemacht. 22 angloamerikanische Tageszeitungen lassen ihr Layout von dem Unternehmen vor den Toren Neu-Delhis entwerfen. In New York unterh&#228;lt die Firma zwar ein repr&#228;sentatives B&#252;ro am Broadway, die Arbeit aber erledigt eine Hundertschaft Inder auf dem Subkontinent.<br />
Vielleicht schafft es ja ein findiger Gesch&#228;ftsmann demn&#228;chst, auch die Leser auszulagern – am besten in L&#228;nder, in denen so viel Einkommen und Zeit vorhanden sind, um in Ruhe m&#246;glichst viele Zeitungen zu lesen. <em>Der Beta-Blogger</em></p>
<a class="a2a_dd addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save?linkurl=http%3A%2F%2Fblog.nz-online.de%2Feigenart%2F2009%2F03%2F17%2Flokaljournalisten-nach-indien-ausgelagert%2F&amp;linkname=Lokaljournalisten%20nach%20Indien%20ausgelagert"><img src="http://blog.nz-online.de/eigenart/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share/Bookmark"/></a>]]></content:encoded>
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		<title>Warum ein Tenor nicht schweigt</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Mar 2009 13:13:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>th</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ach w&#252;rde er sich nur selbst manchmal an sein Erfolgsrezept halten: Bei ARD-Cheftalker Reinhold Beckmann verriet Tenor Placido Domingo, der Weltstar mit dem Riesenrepertoire von &#252;ber 150 Partien, wie er seine Stimme f&#252;r die enormen Gesangs-Herausforderungen auf der B&#252;hne schont: Schweigen, sagte er, die beste Methode, um die Stimme zu schonen, sei zu schweigen. Bei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.nz-online.de/eigenart/files/2009/03/domingo.jpg" rel="lightbox[168]"><img src="http://blog.nz-online.de/eigenart/files/2009/03/domingo-250x393.jpg" alt="" width="250" height="393" class="alignleft size-thumbnail wp-image-185" /></a>Ach w&#252;rde er sich nur selbst manchmal an sein Erfolgsrezept halten: Bei ARD-Cheftalker Reinhold Beckmann verriet Tenor Placido Domingo, der Weltstar mit dem Riesenrepertoire von &#252;ber 150 Partien, wie er seine Stimme f&#252;r die enormen Gesangs-Herausforderungen auf der B&#252;hne schont: Schweigen, sagte er, die beste Methode, um die Stimme zu schonen, sei zu schweigen. Bei Beckmann war Domingo allerdings alles andere als schweigsam, aber der Informationswert des Geredes war, wie so oft bei Akteuren der Klassischen Musik, eher gering. Nach seinem Erfolgsgeheimnis gefragt, antwortete Domingo, er sei mit Herz und Leidenschaft bei der Sache, er habe ein gute Konstitution, und seine Stimme sei ein von Gott gegebenes Geschenk, mit dem er den Menschen immer noch Freude bereiten k&#246;nne. </p>
<p>Das mag ja alles stimmen, bleibt in seiner fl&#228;chigen Farbigkeit aber dann doch auf Klischee-Niveau. Wie &#252;berhaupt im Bereich der Klassischen Musik der Sch&#246;nsprech dominiert: St&#228;ndig h&#246;rt man da Plattit&#252;den wie: Diese Rolle sei eine gro&#223;e Herausforderung, das Orchester sei mit unglaublicher Konzentration bei der Sache und die Zusammenarbeit mit Herrn und Frau Soundso sei einfach fantastisch. </p>
<p>Dabei h&#228;tte sich bei Domingos Auftritt die gute Gelegenheit ergeben, eine heikle Vater-Sohn-Beziehung zu studieren. Mit dabei bei Beckmann war n&#228;mlich auch Domingos Sohn Placido jr., aber der wirkte bei diesem Auftritt eher wie ein Statist, ein &#228;u&#223;erlich gro&#223; gewordenes, aber innerlich vom Vater abh&#228;ngig gebliebenes Kind, was Placido jr. durch seine kurzen Einw&#252;rfe (&#8221;Ich bin auch bekannt.&#8221;) und die harmlos netten Kommentare &#252;ber den Vater eindrucksvoll unterstrich.</p>
<p>Beckmann vers&#228;umte es auch hier, wie in fast allen seiner Sendungen, durch geschicktes Nachfragen Hintergr&#252;ndiges aus seinen G&#228;sten herauszuholen. Deshalb ist Beckmann als Talkshow auch so beliebt: Wer hier auftritt, wird durch den Gastgeber garantiert nicht in die Enge getrieben, sondern darf, aber das ist in vielen anderen Shows genauso, sein neuestes Produkt promoten.</p>
<p>Bei Vater und Sohn Domingo kommt das neue Produkt reichlich skurril daher: Es hei&#223;t &#8220;Amore Infinito&#8221;, und es handelt sich um neue &#8220;Songs&#8221;, die von den Gedichten  Karol Wojtylas inspiriert sind. Der wurde sp&#228;ter ja bekanntlich als Papst Johannes Paul II ber&#252;hmt, weshalb diese CD sich viele Papst-Fans, Katholiken und sonstige Segensbed&#252;rftige ins Haus holen d&#252;rften.</p>
<p>Mit an dem Projekt beteiligt sind auch der blinde Tenor Andrea Bocelli, das London Symphony Orchestra und der Los Angeles Children&#8217;s Chorus. Und  Placido jr. hat bei der Musik mitkomponiert. W&#228;hrend bei Beckmann die beiden Domingos betonten, wie sehr ihnen diese Wojtyla-Vertonung aus dem Herzen gewachsen sein und sich im Heiligenschein des vielleicht bald selig gesprochenen Papstes sonnten, ist die Produktionsrealit&#228;t dieser CD allerdings deutlich n&#252;chterner und wohl eher von geschickten Marketing-Strategen diktiert.</p>
<p>Zum einen liefert das London Symphony Orchestra s&#252;&#223;lichen Streichersound, der mit reichlich Synthesizern und Elektronik aufgepeppt ist. Vor allem aber ist die CD k&#252;nstlich zusammengemischt:  Placido Domingo (der Vater) hat seinen Part im Studio in Los Angeles eingesungen, das Orchester ging in England ins Studio, und Andrea Bocelli schluchzte in der Toscana ins Mikro. Auch die Stimmen der ebenfalls an der CD beteiligten S&#228;nger Josh Groban, Katherine Jenkins und Vanessa Williams wurden f&#252;r sich allein in unterschiedlichen Studios aufgenommen.</p>
<p>Erst am Mischpult entstand diese &#8220;von Herzen kommende&#8221; CD. Und so klingt sie dann auch: ein steriles Produkt, bei dem sich viele Beteiligte kein einziges Mal begegnet sind, und das die Popularit&#228;t Johannes Pauls II als Marketing-Strategie nutzt. Dass Domingo senior und junior bei ihrem Fernsehauftritt dar&#252;ber schwiegen, versteht sich von selbst. Aber Beckmann h&#228;tte ja mal nachfragen k&#246;nnen. <em>Der Beta-Blogger</em></p>
<a class="a2a_dd addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save?linkurl=http%3A%2F%2Fblog.nz-online.de%2Feigenart%2F2009%2F03%2F11%2Fwarum-ein-tenor-nicht-schweigt%2F&amp;linkname=Warum%20ein%20Tenor%20nicht%20schweigt"><img src="http://blog.nz-online.de/eigenart/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share/Bookmark"/></a>]]></content:encoded>
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