Diesen Adventskalender könnte man optimieren!

Inhalt_Adventskalender_2014Ich freue mich jeden Abend darauf, meine Adventskalender zu öffnen. In diesem Jahr bin ich stolze Besitzerin von dreien: Einer besteht aus an einer langen Schnur aufgereihten einzelnen Papiertüten, die jeweils mit einer Zahl beschriftet und  – von einer Freundin – liebevoll mit kleinen Leckereien gefüllt sind. Der zweite Kalender ist von meiner Mutter: Auf dem Bild ist eine Winter-Idylle in Santa Claus´ kleiner Hütte mit einem Kamin und vielen Weihnachtsgeschenken zu sehen. Voller Vorfreude warten Santa und das Rentier Malte auf den 24. Dezember. Jeden Tag kann ich eines der Türchen öffnen, die Schokoladenmotive sind immer unterschiedlich. Und das Bildchen dahinter ist originell und passend zum Thema.

Mein dritter Adventskalender soll eigentlich etwas ganz Besonderes für Kleeblattfans sein. Ich habe hier schon darüber geschrieben. Allerdings muss ich jetzt doch Kritik anbringen. Hinter den in schwarz-weißes Stanniolpapier verpackten Schokoladen-Halbkugeln ist: nichts. Und die Motive der 24 Schokoladen sind auch nicht gerade phantasievoll gestaltet. Ein kleiner Pokal, Fußballschuhe mit Stollen, eine Schiedsrichter-Pfeife, ein Fußball – das war es schon. Das wiederholt sich dann immer wieder. Doch der blanke Hohn für SpVgg-Anhänger ist die Schokolade mit dem Torergebnis “1:0″ für die Heimmannschaft. Denn das haben die Kleeblätter schon lange nicht mehr geschafft: Einen Heimsieg – und sei es auch nur ein 1:0. Eher im Gegenteil!
Ich hoffe, dass das Endresultat nach dem Lokalderby gegen den 1.FC Nürnberg am nächsten Samstag auch anders aussieht. Denn die Partie findet bekanntlich nicht im Ronhof, sondern im Nürnberger Grundig-Stadion statt. Und da wäre ein 1:0-Heimsieg doch alles andere als ein Vorweihnachtspräsent für die SpVgg. Denn “Derbysieger” – das will auf jeden Fall das Kleeblatt werden!

Trotz Christkind: Wieder eine Nullnummer

“Keine Details”, warne ich immer gerne, wenn ich Einzelheiten von Begebenheiten, Problemen oder schrecklichen Ereignissen gar nicht so genau wissen möchte. Das trifft auf vieles zu. Und auch heute kann ich nicht anders als zu sagen: “Bitte keine Details”. Wieso? Weil mir diese “Nullnummern” allmählich auf die Nerven gehen! Nach dem ersten Rückrunden-Spiel der Saison 2014/15 heute gegen den VfL Bochum habe ich auf Facebook angekündigt, dass ich jetzt blogge. “Lol…..gibt’s da was zu schreiben, hehe?”, fragte Stefan daraufhin ironisch. Recht hat er.

SpVgg Greuther Fürth - VfL BochumUnter den Augen von Maskottchen Eddy und dem Fürther Christkind (Foto), das vor Beginn am Spielfeldrand stand, startete die Partie im Gegensatz zur ersten Halbzeit gegen den RB Leipzig am letzten Freitag eher dilettantisch. Das war heute die ersten 45 Minuten ein einziges Gebolze – bei beiden Mannschaften. Gott sei Dank entwickelte es sich – vor allem aus Fürther Sicht – nach der Halbzeitpause bedeutend besser. Einige gute Chancen von Marco Stiepermann und dem Unglücksraben Johannes Wurtz scheiterten aber am guten Bochumer Keeper Michael Esser.
Seine Premiere in der Zweiten Liga für das Kleeblatt konnte der Hoffnungsträger der nächsten Jahre George Davies feiern. Er wurde in der 70. Minute für Lam eingewechselt – und war für mich bis auf eine gute Szene eher enttäuschend. Er lief planlos auf dem Platz hin und her. Und hat das direkte Herangehen an den Gegner einfach noch nicht auf dem Kasten. Aber das wird schon noch. Ich denke, er soll in Ruhe von Trainer Frank Kramer aufgebaut werden, und wird dann in den nächsten Jahren als neuer Crack die Kleeblatt-Gegner kräftig aufmischen.

Das heutige Spiel endete (mal wieder) torlos 0:0. Für die 8750 Zuschauer war es aus sportlicher Sicht keine Offenbarung. Eine ganze Reihe von Zuschauern hatten sich die Aktion “Früher frei für Fürth” zu Herzen genommen und waren bei Nieselregen und kalten Temperaturen in das Stadion am Laubenweg gekommen. Immerhin!

Dieses Spiel vergessen wir ganz schnell. Unser Augenmerk richtet sich voll und ganz auf den nächsten Samstag. Die Spielvereinigung tritt um 13 Uhr beim Erzfreind – dem 1. FC Nürnberg – an. Der ist nach drei Siegen in vier Spielen unter dem neuen Schweizer Trainer René Weiler hochmotiviert. Außerdem will er natürlich eines: Sich für die 5:1-Schmach gegen das Kleeblatt im letzten Lokalderby revanchieren. Aber ich bin optimistisch: Diese Suppe werden wir dem Club versalzen. Und dann gibt es im nächsten Blogbeitrag doch Details!

Das war ein Schuss in den Ofen!

Bitter, bitter: Die Spielvereinigung unterliegt unglücklich mit 0:1 zu Hause gegen RasenBallsport Leipzig. Ein wichtiger Sieg für die Aufsteiger aus Sachsen, die sich trotz massiver Personalprobleme mit drei wertvollen Punkten zurück in den oberen Bereich der Tabelle katapultierten.

Schon nachmittags waren die ersten Leipziger Fans in Fürth und zeigten vor allem großes Interesse für die hiesigen Weihnachtsmärkte. Auf dem Mittelaltermarkt und am Waagplatz konnten sie sich bei Glühwein schon mal vorwärmen – die Stimmung im Gästeblock im Stadion am Laubenweg war grandios.

SpVgg Greuther Fürth - RB LeipzigDie Partie verlief in der ersten Halbzeit – von beiden Seiten – für Zweitliga-Teams fast schon hochkarätig. Noch nie sind die Kleeblätter gegen die (umstrittenen) Aufsteiger aus Leipzig angetreten. Premiere! Die gelang, denn mit vielen guten Spielzügen und Aktionen in den ersten 45 Minuten ließ die Mannschaft erahnen, was in ihr steckt. Das Beinahe-Tor für Fürth  gelang dann in der 20. Minute: Goran Sukalo stieg nach einer Schröck-Ecke nach oben und traf mit einem wuchtigen Kopfball leider nur das Lattenkreuz. Pech. Beide Teams – vor allem aber die Kleeblätter – wirkten in der ersten Hälfte zielorientiert, das Spiel war intensiv und schnell. Wieder einmal war es Stephan Schröck, dem gute Attacken gelangen. In der 59. Minute landete ein Ball von ihm sogar im gegnerischen Tor. Abseits! In dieser Position fand sich der Publikumsliebling später noch einige Male – er roch die Leipziger Abseitsfallen einfach nicht und hatte das Nachsehen.
Kein Tor in der ersten Halbzeit – und  nach dem Anpfiff zur zweiten Hälfte war es dann mit der spielerischen Klasse dahin. Ein einziges Gebolze auf dem Fürther Rasen machten den zirka 10.000 Zuschauern wenig Freude. Es wurde immer öfter gefoult, und das Spiel kam kaum noch in Fluss. Auffallend gut spielte heute Marco Caligiuri (Foto). Er klärte mit viel Engagement so manch brenzlige Situaton und sorgte dafür, dass knifflige Momente fair gelöst wurden.

Doch dann passierte es in der 77. Minute nach einer Standardsituation doch noch: der “Rote Bulle” Dominik Kaiser schoss eine Ecke flach in den Sechzehnmeterraum. Der Ball rutschte durch zu Compper, der aus kurzer Distanz am per Fußabwehr reagierenden Hesl scheiterte. Eine tolle Parade des Kleeblatt-Kapitäns. Aber gegen den Nachschuss des ebenfalls aufgerückten Niklas Hoheneder war der Keeper dann machtlos. Das war gleichzeitig das Endresultat: 1:0 für die Sachsen.
Damit liegt RB Leipzig heute Abend auf Tabellenplatz vier, die Spielvereinigung dümpelt weiter im Mittelfeld-Nirwana. Sieben Punkten auf den Aufstiegsplatz stehen sechs Punkte auf den Relegations-Abstiegsplatz gegenüber. Aber wir haben eine Englische Woche, d.h. am kommenden Dienstag empfängt das Kleeblatt um 17.30 Uhr den VfL Bochum im Ronhof . Und dann – vier Tage vor dem Heiligen Abend – geht’s ab zum Lokalderby nach Nürnberg. Es bleibt also eine spannende Adventszeit!

Zu harte Nuss fürs Kleeblatt

SV Darmstadt 98 - SpVgg Greuther FürthPassend zum Nikolaus-Tag gab es heute eine harte Nuss zu knacken für das Kleeblatt: gegen den Tabellendritten SV Darmstadt 98. Das Team von Trainer Dirk Schuster, seit 5. Oktober ungeschlagen, hatte angekündigt, der Spielvereinigung den Spaß am Spiel verderben zu wollen. Das gelang den Hessen jedoch nicht ganz – sie kamen selbst nie richtig gut in die Partie. Beide Mannschaften setzten hauptsächlich auf die Abwehr, schafften es viel zu selten in den gegnerischen Strafraum, machten bereits früh dicht. Und wo es keine Lücken gibt, fallen eben auch keine Tore. So blieb es am Ende bei einem 0:0-Unentschieden.
Dabei hatten die Fürther in der ersten Halbzeit die Begegnung am Böllenfalltor über weite Strecken dominiert, waren häufiger am Drücker als der SVD, gewannen fast alle Kopfball-Duelle und waren klar öfter in Ballbesitz. Doch im Abschluss fehlte es – wieder mal! – an der notwendigen Präzision. So schoss zum Beispiel Kacper Przybylko mehrmals weit am Kasten des Gegners vorbei. Spielvereinigungs-Keeper Wolfgang Hesl ließ im Darmstädter Merck-Stadion zunächst ein paar Unsicherheiten erkennen, steigerte sich im Lauf der Partie aber sichtlich und fand zu seiner Form zurück.
Nach dem Seitenwechsel konnte das Kleeblatt leider nicht an die Leistung anschließen, die es vor der Pause gezeigt hatte. Die Spielqualität sackte insgesamt ab, es gab auf beiden Seiten jede Menge Fehlpässe, und auch die Zahl der Fouls nahm zu. Schön anzuschauen war das nicht, was uns die „Kleeblätter“ und die „Lilien“ da boten: zahllose Duelle im Mittelfeld, kaum gefährliche Szenen, Torschüsse Mangelware. In der 65. Minute schien es dann plötzlich aus Fürther Sicht einen Lichtblick zu geben: Benedikt Röcker traf das Darmstädter Tor aus fünf Metern. Doch zu früh gefreut: Die Schiedsrichter hatten Goran Sukalo im Abseits gesehen und abgepfiffen. Da halfen auch keine Diskussionen mit Fürths Trainerbank…
Die drei „Joker“, die Kleeblatt-Coach Frank Kramer noch einsetzte – Weilandt für Wurtz, Stiepermann für Schröck und Korcsmar für Zulj –, konnten das Blatt nicht mehr zugunsten der SpVgg wenden. Im Gegenteil: Zum Ende des Spiels hin hatte der SV 98 noch einige Chancen, vor allem nach mehreren Eckbällen. Zum Glück trafen die Lilien aber genauso schlecht wie die Kleeblätter.
Schade, ein Sieg der Spielvereinigung wäre drin gewesen und hätte uns den Nikolaus-Tag versüßt. Nun müssen wir uns mit einem Punkt trösten – und vielleicht auch mit einem Schokoladen-Nikolaus in Weiß-Grün. Schokolade macht schließlich auch glücklich.

“Mei Kleeblatt Mützn” – Unser Geschenktipp

Mei_Kleeblatt_Muetzn Für den Deutschen Gründerpreis 2014 in der Kategorie “Aufsteiger” wurden u.a. zwei junge Typen nominiert, die mit bunten Mützen die Szene aufmischen und Häkeln zum neuen Trend machen: Sie zeigen mit “myboshi”, wie aus einer kleinen Idee Großes werden kann. Ich möchte heute in unserem Blog einen jungen Mann vorstellen, der auch ein Faible fürs Häkeln hat und – um das noch zu toppen! – selbstentworfene Mützen im Kleeblatt-Look herstellt.

Wir haben uns in einer Fürther Kinokneipe verabredet und dort über sein Projekt geredet. Julian kommt eigentlich aus Nürnberg und ist 22 Jahre alt. Er macht seit einigen Monaten eine Ausbildung zum Erzieher in Bamberg und besucht für die pädagogisch-theoretischen Aspekte einmal in der Woche die Fachakademie in Haßfurt.
Letztes Jahr zu Weihnachten hat Julian von seiner Oma das “myboshi-Buch” bekommen und dazu noch Wolle. Und seitdem ist er mit dem Häkelvirus infiziert. Julian ist noch dazu seit seinem sechsten Lebensjahr glühender Fan der Spielvereinigung (“Meine Oma ist mit dem früheren SpVgg-Torwart Roland Kastner verheiratet.”). Was liegt also näher, als auch beim Outfit seinem Lieblingsverein treu zu bleiben und Mützen im weiß-grünen Kleeblattlook zu häkeln?

Julian hat nicht nur bestimmte Kreationen in seinem Repertoire, man hat sogar die Möglichkeit, eine ganz individuelle Mütze mit eigenen Farb- und Musterwünschen bei ihm in Auftrag zu geben: ob gestreift (von weiß nach grün, oder mit grau wie das Heimtrikot) – alles ist möglich. Julian braucht zwei bis fünf Tage für eine Mütze – er häkelt in seiner Mittagspause oder abends vor dem Fernseher. Wenn er ins Stadion zu den Spielen des Kleeblatts geht, hat er immer eine seiner Mützen auf dem Kopf. Manchmal wird er dann darauf angesprochen und hat so schon Aufträge bekommen – bisher primär von Jungens. Wie hoch ist der Preis für eine Mütze? “Ich mach’s so, dass ich die Leute frage, was sie zahlen wollen.” Der Materialwert für die Wolle beträgt ca. 12 Euro, die meisten legen dann noch fünf bis zehn Euro drauf für Julians Arbeit.
Der Geschenktipp der Greutherweiber zu Weihnachten: Selbstgehäkelte Mützen in den Farben Weiß und Grün vom Kleeblattfan für Kleeblattfans. Jede Mütze ist ein Unikat. Wer Interesse hat: Hier ist der Link auf des Häklers Facebook-Seite “Mei Kleeblatt Mützn”. Mit ihm könnt Ihr dann alles Weitere persönlich klären. Vielleicht trägt ja der eine oder andere von Euch sogar schon beim Derby gegen den “Club” am 20. Dezember eine von Julians Kleeblatt-Mützn?

Nur ein cooler Punkt zu Hause

SpVgg Greuther Fürth - 1. FC HeidenheimFrostig war es gestern Abend im Stadion am Laubenweg. Zumindest was die Temperaturen anbelangt. Die Begegnung zwischen der Spielvereinigung und dem Aufsteiger FC Heidenheim war es eher nicht. Die Fürther Mannschaft war von der ersten Minute an hellwach und versuchte mit druckvollem Spiel den Gegner zu bezwingen. Erstaunlich, denn nach dem kräftezehrenden 3:3 am Montag gegen Fortuna Düsseldorf stellte das Spiel nur vier Tage später die Fußballer vor echte konditionelle Herausforderungen.

Um es kurz zu machen: Das Endergebnis 0:0  entsprach nicht dem Spielverlauf. Aber wie so oft waren sowohl die Kleeblätter als auch die Gäste nicht in der Lage, gute spielerische Aktionen auch mit einem Tor zu verwerten. Wolfgang Hesl hatte seine Anfangsschwäche nach der Verletzungspause, die in Düsseldorf noch offensichtlich war und auch gegnerische Tore nach sich gezogen hatte, gestern voll überwunden. Er ist wieder in der Spur und hielt einige Bälle, die allerdings nicht brandgefährlich waren, ohne Probleme. Glück hatte die SpVgg allerdings schon in der 9. Minute, als ein Schuss von Julius Reinhardt vom Pfosten abprallte. Er wäre für den Fürther Keeper unhaltbar gewesen.
Stephan Schröck – gestern ein Wirbelwind mit schwarzen Handschuhen (Foto) – ackerte wieder, was das Zeug hielt. Kritisierbar ist es aber, dass er dann kurz vor dem Strafraum am Gegner hängenbleibt und so seine investierten Energien verpuffen. Tom Weilandt macht sich als strategischer Spieler im Kleeblatt-Team immer besser.

Knapp über 10.000 Zuschauer waren gestern im Ronhof. Wie gesagt: Es war kalt, und ein Freitagabend ist kein idealer Termin. Ob sich die Kleeblattfans von den Profis der SpVgg gegen den Aufsteiger FC Heidenheim mehr als eine Nullnummer erwartet hatten? Klar! Denn immerhin rangieren diese auf dem vierten Platz der Zweiten Liga. Da stehen sie auch jetzt noch – die SpVgg  bleibt im Mittelfeld. Und konnte zum dritten Mal in Folge vor eigenem Publikum nicht gewinnen. Am Nikolaus-Tag, 6. Dezember, tritt die Spielvereinigung auswärts gegen den nächsten erfolgreichen Aufsteiger – den SV Darmstadt 98 – an. Auch das wird nicht leicht. Mal sehen!

 

Weiß-grüne Idylle auf meinem Adventskalender

Adventskalender2014Schon im vergangenen Dezember hatte ich meine helle Freude daran, jeden Morgen ein Türchen des Kleeblatt-Adventskalenders zu öffnen. Immer gab es eine kleine Überraschung. “Albern”, mag der eine oder andere denken. Aber wieso? Man sollte sich doch mit kleinen Freunden das Leben versüßen.

Schon Ende November 2013 habe ich in unserem Blog darüber geschrieben. Und das will ich auch 2014 nicht vergessen. Ich finde, das Motiv auf dem diesjährigen Kalender (in Anlehnung an das des letzten Jahres) besonders gelungen: Auf einer Wäscheleine hängen weiß-grüne Kleeblattsocken, eine Mütze, Hose und ein Mantel. Ich vermute, es ist der Mantel des Weihnachtsmannes. Schneeflocken fallen, die Tannen sind schon schneebedeckt, es dämmert. Und das absolute Stimmungs-Highlight: Außer der beleuchteten Silhouette des Fürther Rathauses, der Michaelis-Kirche und des Stadttheaters sind im Hintergrund die Flutlichter des Stadions im Ronhof zu sehen. Idylle pur!

Am nächsten Montag könnt Ihr das erste Türchen aufmachen. Deshalb sollten sich überzeugte Kleeblattfans schnell noch ein Exemplar der limitierten Auflage des Kleeblatt-Adventskalenders sichern. Hinter jedem der 24 Türchen ist ein kleine Edel-Vollmilch-Schokoladentafel versteckt. Die Adventskalender sind in allen Fanshops für nur 4,99 Euro erhältlich. Zusätzlich wird der Kalender heute Abend beim Heimspiel gegen den FC Heidenheim in allen Stadion-Shops verkauft.

 

 

Ein Schritt in die richtige Richtung!

Das war ein wirklich spannendes Fußballspiel: Gestern musste das Kleeblatt gegen den Tabellenzweiten – Fortuna Düsseldorf – auswärts ran, und schon vorab waren viele Fans und Journalisten skeptisch, wie man sich wohl gegen diese Mannschaft würde behaupten können. Denn die hatte es sich fest vorgenommen, mit einem Sieg die Spitze der Zweiten Liga zu erklimmen.

Fortuna Düsseldorf - SpVgg Greuther FürthAber: Die Spielvereinigung hat es den Nordrhein-Westfalen schwer gemacht, die Partie ging unentschieden 3:3 aus. Spielerisch kehrten die Kleeblätter mal wieder zu ihren “alten Form” zurück. Offenbar ist es Coach Frank Kramer doch gelungen, die Stammakteure und neuen Spieler in den letzten Wochen zu motivieren und ihnen klar zu machen, wie man auch einen schwierigen Gegner knacken kann. Kramer hat nach wie vor mit vielen Verletzten zu kämpfen, gestern fehlte noch dazu Motor Stephan Schröck (Gelb-Sperre). Aber – wie es manchmal eben so ist -, ich hatte den Eindruck, sein Fehlen hat seine Mitspieler noch mehr angespornt.

Das erste Tor der Düsseldorfer kam überraschend in der 10. Minute durch einen katastrophalen Abwehrfehler: Marco Caligiuri spielte einen für Wolfgang Hesl völlig unerwarteten Querpass zurück zum Fürther Keeper. Konfusion, Hesl prallte mit Joel Pohjanpalo zusammen. Schiedsrichter Dr. Jochen Drees ließ weiter laufen, und Benschop schoss ins leere Tor zum 1:0. Kurze Überraschungsphase beim Kleeblatt, aber Tom Weilandt zirkelte drei Minuten später einen Freistoß sieben Meter vor das Tor, wo Niko Gießelmann akkurat ins rechte Eck zum 1:1 einköpfte.
Das nächste Tor für die SpVgg sollte dann erst in der 54. Minute fallen. Robert Zulj gelang ein schönes Kopfballtor (Foto). Und ab diesem Moment hatten die Kleeblätter spürbar Spaß am Fußball und dominierten Düsseldorf. Bis 13 Minuten vor Spielende, als Pohjanpalo den Ausgleich schaffte. Und es sollte noch schlimmer kommen: Wolfgang Hesl, der ja gestern nach seinem Mittelhandbruch zum ersten Mal wieder im Fürther Tor stand, unterlief ein fataler Fehler, als er Charlison Benschop im eigenen Strafraum umräumte. Natürlich: Elfmeter für Fortuna, den Benschop souverän verwandelte. Aber dann zeigte das Kleeblatt einfach Courage und hatte das nötige Quäntchen Glück: Eine Flanke von Przybylko von rechts ließ Wurtz für Robert Zulj durch, der dann mit einem direkten Schuss aus elf Metern zum 3:3 einlochte.

Fazit: Ein schöner Fußballabend, an dem das Kleeblatt im Vergleich zu den letzten Wochen wie ausgewechselt wirkte. Kapitän Wolfgang Hesl ist zwar ein “Fels in der Brandung”, aber gestern unterliefen ihm zu viele Fehler. Eigentlich war er an allen drei Gegentoren nicht ganz unschuldig. Schon am kommenden Freitag, 28. November, empfängt die Spielvereinigung um 18.30 Uhr den 1. FC Heidenheim im “Stadion am Laubenweg”. Der steht aktuell auf dem vierten Platz der Zweitliga-Tabelle. Also: Wieder eine harte Nuss fürs Kleeblatt. Die allerdings auch zu knacken sein müsste!

Ab morgen geht’s bergauf!

SpVgg Greuther Fürth - FSV FrankfurtMorgen hat das Warten auf das nächste Zweitligaspiel des Kleeblatts ein Ende – nach der Länderspiel-Pause geht es nach Düsseldorf zur Fortuna. Im letzten Herbst war diese Begegnung noch besonders pikant – wurden die Nordrhein-Westfalen damals doch vom “Aufstiegsmacher” des Kleeblatts – Mike Büskens – trainiert. Er hatte zur Saison 2013/14 die Zweitligaelf übernommen und einen Vertrag bis zum 30. Juni 2015 unterschrieben. Am 30. November 2013 wurde er „nach einer Analyse der aktuellen sportlichen Situation“ beurlaubt. Die Fortuna stand zu diesem Zeitpunkt auf dem 15. Tabellenplatz in der 2. Bundesliga. Das Spiel am 7. Oktober 2013 hat die SpVgg leider mit 1:2 verloren. Aber das ist Vergangenheit.

Das morgige Spiel könnte für die Spielvereinigung wie eine Kehrtwende bei einer Schussfahrt ins Tal werden. Denn nach der 0:3-Heimniederlage gegen den Karlsruher SC würden der SpVgg ein Auswärtssieg und drei Punkte gut zu Gesichte stehen. Wieso Kehrtwende? Kapitän Wolfgang Hesl steht morgen wieder im Fürther Tor. Er hatte sich in der Begegnung gegen 1860 München am 26. September verletzt – Bruch der Mittelhand – und fiel seitdem aus. Für ihn stand Tom Mickel im Fürther Tor – mit wenig Fortune. Zehn Gegentore in fünf Zweitliga-Spielen – wahrlich keine gute Bilanz.

Wolfgang Hesls Job wird es morgen sein, keine Tore der Gegner zuzulassen. Logisch! Aber vor allem hoffe ich darauf, dass er es mit seiner selbstbewussten und nachdrücklichen Art schafft, sein Team wieder zu mehr Konsequenz und spielerischer Klasse zu motivieren. Das ist dringend notwendig, denn die letzten Spiele waren mehr als dürftig. Das 14. Saisonspiel gegen den aktuellen Tabellenzweiten Fortuna Düsseldorf in der “Esprit Arena” wird also spannend. Wer nicht nach D-Town fahren kann oder will – die Partie wird ab 20.15 Uhr auf Sport1 live übertragen.

Soll Davies der neue Baba werden?

SpVgg Greuther Fürth - SV SeligenportenAls fußballinteressiertes Greutherweib lese ich natürlich gerne und aufmerksam den “kicker”. Bei “kicker online” fand ich vor einigen Tagen einen Artikel, der mich doch verwunderte: “Davies soll Fürths neuer Baba werden”. Was hat das zu bedeuten?, fragte ich mich. Die Spielvereinigung hat den Spieler George Davies bis 30. Juni 2019 mit einem Profivertrag ausgestattet. Das Talent wurde in Afrika entdeckt und in den vergangenen Monaten im Fürther Leistungszentrum gefördert. Vereinspräsident Helmut Hack folgte damit dem Beispiel Abdul Rahman Baba. Bei Baba – so der “kicker” – sei die Rechnung aufgegangen. Der damals 17-Jährige wurde aus Ghana nach Franken geholt und entwickelte sich beim Kleeblatt zum Bundesligaspieler, der “nun für den FC Augsburg die Linie entlangflitzt”.
Nun starten die Fürther bei Davies den nächsten Versuch. Auch er kam als 17-Jähriger aus Afrika zum Kleeblatt, diesmal aus Sierra Leone. Bei einem Besuch vor Ort war Davies von Präsident Helmut Hack entdeckt worden. Davies wurde bei einer Gastfamilie in Franken untergebracht, erlernte die deutsche Sprache und bereitete sich in den vergangenen Monaten im Nachwuchsleistungszentrum der Fürther auf den deutschen Profifußball vor. Der jetzt 18-Jährige spielte bereits im Alter von 17 Jahren für die Nationalmannschaft Sierra Leones.

“Wir alle haben uns in den vergangenen Monaten sehr um ihn gekümmert. George ist fleißig und sehr lernwillig”, lobt Hack den Sierra-Leoner im “kicker”und beschreibt dessen Vorzüge: “George hat große technische Fähigkeiten und eine außerordentliche Schnelligkeit. Er kann offensiv sowohl auf der linken als auch auf der rechten Seite eingesetzt werden.” Baba dient als Vorbild, Davies könnte in dessen Fußstapfen treten, das sieht auch Hack so: “Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir viel Freude an George haben werden.”

Dagegen ist ja wirklich nichts einzuwenden. Aber das riecht mir verdammt nach Ausbildungswerksatt für Fußballer, die dann, wenn sie gut sind, ganz schnell Ambitionen entwickeln und zu einem anderen Verein wechseln. Ich erinnere mich bei Baba gut daran, wie er oft leicht unmotiviert am Spielfeldrand stand oder lustlos auf dem Platz agierte. Und dann – wie ausgewechselt – beim Derby gegen den Club (das die SpVgg bekanntlich mit 5:1 gewonnen hat) zwei Tore für das Kleeblatt schoss und der beste Spieler auf dem Spielfeld war. Warum? Weil er da schon den Vertrag beim FC Augsburg in der Tasche hatte? Allerdings wird Baba im Spielbericht auf der SpVgg-Website namentlich nicht erwähnt!
Hoffen wir, dass es George Davies – wenn er denn irgendwann als Offensivspieler erfolgreich spielt und Tore macht – länger hier in Fürth hält!