Bullen jagen in Leipzig

Am nächsten Montag, 3. August, findet das erste Auswärtsspiel der Spielvereinigung in der Saison 2015/16 statt. Die Kleeblätter fahren mit hohen Erwartungen zum Topspiel nach Leipzig zu den “Roten Bullen”. Das ist eine schnelle Neuauflage nach der Begegnung am letzten Spieltag im Mai. Da haben die Leipziger einen 2:0-Sieg verbuchen können. Die Reaktion der angereisten Kleebltattanhänger war damals dementsprechend (Foto): Buhrufe und Stinkefinger für eine enttäuschende Leistung des Fürther Teams.

Der sächsische Verein ist bei vielen Fußballfans der Zweiten Liga mit Abstand der unbeliebteste. RasenBallsport Leipzig, ein Verein, der nicht aus Herzblut und Enthusiasmus gewachsen ist. Nein, das Ziel der wenigen stimmberechtigten Vereinsmitglieder ist eindeutig die Maximierung des Profits. Traditionsbewussten Fans anderer Bundes- und Zweitliga-Clubs stößt das sauer auf. Wo RB Leipzig in der 2. Bundesliga zu Gast ist, schlagen der Mannschaft von den Tribünen Abneigung und Hass entgegen. Mit Spruchbändern und Sprechchören machen Fans deutschlandweit ihrem Unmut über das Red-Bull-Projekt Luft. Heimspiele der Leipziger werden von vielen Auswärtsfans boykottiert.

Der 71-jährige österreichische Milliardär Dietrich Mateschitz (er hält 49 Prozent der Anteile am Energy-Drink-Hersteller Red Bull GmbH) hat 2009 sein Projekt “Marketing mit Fußballclubs” gestartet und will sein RB-Imperium expandieren lassen. Er hat den Schwerpunkt der Konzentration seines Konzerns im Fußball-Geschäft nach RB Salzburg inzwischen auf RB Leipzig gelegt. Sein wichtigstes Ziel: der Aufstieg von RB Leipzig in die Bundesliga – je eher desto besser. Die mit knapp 23 Millionen Euro getunte Mannschaft muss den hohen Erwartungen als Aufstiegsfavorit Nummer eins mit allen Mitteln gerecht werden. Viele Millionen Euro hat RB Leipzig für seine Neuzugänge ausgegeben. Dazu kommen fünf Spieler vom Red-Bull-Stammklub aus Salzburg, für die der Verein vor dieser Spielzeit keine Ablöse zahlen musste. Der Marktwert des gesamten Kaders liegt bei knapp 40 Millionen. Im Vergleich dazu: Der Marktwert des Bundesliga-Absteigers SC Freiburg beträgt rund 10 Millionen weniger, der Marktwert der Spielvereinigung wird auf ca. 15,5 Millionen Euro beziffert.

Dass es den Roten Bullen mit dem geplanten Aufstieg ernst ist und sie sportlich was drauf haben, beweist das Resultat des gestrigen Testspiels gegen den Bundesliga-Neuling FC Ingolstadt. Das Spiel haben die Sachsen mit 2:0 gewonnen.

Am Montagabend ist also das Kleeblatt dran: Um 20.15 Uhr ist Anstoß in der Red Bull Arena. Ein Tipp für Fans, die beim Spiel dabei sein wollen: Aufgrund einer Demonstration im Innenstadtbereich von Leipzig wird es zu Verkehrsbehinderungen kommen. Deshalb wird dringend empfohlen, frühzeitig und mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen!
Wer nicht nach Leipzig fahren kann oder will: Sport 1 überträgt die Begegnung live.

Jetzt geht der Ernst des Lebens wieder los

Atlantik_2015Auch Greutherweiber fahren mal in den Urlaub. Dieses Jahr in die Charente-Maritime, einer wunderschönen Region auf der Westseite Frankreichs am Atlantik: La Rochelle, Rochefort, die Ile de Ré. Leider hatte ich nicht bedacht, dass sich meine Rückfahrt mit der Saisoneröffnung der Spielvereinigung am vergangenen Samstag überschneidet. Ein netter Kollege war im Stadion und hat das Bloggen übernommen. Danke!
Frankreich ist – obwohl die Nationalmannschaft, die “Equipe Tricolore” – bei Fußball-Weltmeisterschaften auch schon sehr erfolgreich war, gerade im Westen und Süden eher eine Hochburg des Rugby. Da geht es brutal zu, nicht jedermanns Geschmack. Auf der Ile d’Oléron, wo mein Foto entstand, gibt es kein größeres Stadion, hier ist alles ruhig und entspannt. Der Leuchtturm “Phare de Chassiron” (das Wahrzeichen der Insel) ist zu meinem Leidwesen leider nicht weiß-grün, sondern weiß-schwarz gestreift.

Jetzt stelle ich mich also wieder voll und ganz auf das Fürther Kleeblatt ein. Die neue Mannschaft samt Trainer Stefan Ruthenbeck steht. Das erste Spiel in der Zweiten Liga hat die SpVgg – wenn auch erst auf den letzten Drücker – mit 1:0 gewonnen. Immerhin, Partien gegen den Karlsruher SC sind immer schwer, und manche – für einen Aufstieg in die Bundesliga entscheidende – Begegnung mit diesem Verein konnte das Kleeblatt in der Vergangenheit nicht für sich entscheiden.

Traurig war nach meiner Rückkehr aus dem Urlaub die Nachricht einer sehr guten Freundin, dass ihr Vater völlig überraschend verstorben ist. Mit ihm haben wir Greuther-Weiber so manches interessante Gespräch über die Spielvereinigung geführt. Er war immer bestens informiert und hat die sportlichen Leistungen kritisch, aber wohlwollend kommentiert. Und: Er war Ehrenmitglied des Vereins. Im zarten Alter von 13 Jahren trat er 1949 dem Verein bei und gehörte ihm 66 Jahre lang, bis zu seinem Tod, an. Das nenne ich Treue! Er wird uns Greutherweibern fehlen.

Weißgekleidete Fans und ein Last-Minute-Erfolgserlebnis

113870954Kurz vor Schluss war es, als es schon schien, dass alle Fangesänge, Anfeuerungen und Stoßgebete im Spiel gegen den KSC nicht von Erfolg gekrönt sein sollten, als Marco Stiepermann mit seinem Tor doch noch für den erlösenden ersten Heimsieg zum Saisonstart sorgte. Man konnte förmlich hören, wie im Ronhof Tausenden von Fans tonnenschwere Steine von den Herzen plumpsten.

Mit weißem T-Shirt oder sogar komplett weiß angezogen waren viele gekommen und griffen damit die Idee einer Fürther Fangruppe auf. Alles auf Anfang und mit vollen Elan in die neue Saison, sollte das bedeuten, aber wohl auch: Schwamm drüber über die nervenzehrende Vergangenheit.

Wenn auch die sprichwörtliche “weiße Weste” gemeint war, war die Idee geradezu prophetisch: Kein Tor gefangen, selber eins geschossen, drei Punkte geholt – so wünscht man sich einen gelungenen Saisonstart. Auch wenn man merkte, dass noch nicht alles 100-prozentig rund läuft, so war im Spiel doch schon gut zu erkennen, dass da eine hungrige und kämpferische Mannschaft auf dem Platz steht, die rennt und ackert und es notfalls auch mal mit der Brechstange probiert.

Zumindest der KSC war an diesem ersten Spieltag keine wahnsinnig hohe Hürde: Der Beinahe-Aufsteiger der vergangenen Saison hatte vor allem in der 2. Halbzeit gar nichts mehr zu bieten und ließ sich immer wieder regelrecht einschnüren. Bloß das mit dem Abschluss sollte noch nicht so recht funktionieren – bis zu dieser magischen 89. Minute.

Hoffentlich bleibt die Fürther Weste jetzt möglichst lange weiß – die nächsten Aufgaben in Liga und Pokal sind schließlich nicht ohne.

Der Kleeblatt-Kader ist heiß auf die neue Saison

SpVgg Greuther Fürth

So sieht sie also aus: Die neue Mannschaft des Kleeblatts für die Saison 2015/16 in der  Zweiten Bundesliga. Anders als im vergangenen Jahr war die Transferliste heuer nicht allzu lang. Einer der wichtigsten und einscheidendsten “Abgänge” war wohl der von Kapitän und Tormann Wolfgang Hesl, der in den Norden zu Arminia Bielefeld wechselte. Und auch die Trainerfrage wurde mit dem Aalener Coach Stefan Ruthenbeck nach längerem Hin und Her gelöst. In den letzten Tagen kamen noch ein paar Neuzugänge dazu. Die Konstanten in der neuen Spielzeit sind neben Stephan Schröck, Benedikt Röcker, Marco Caligiuri und Tom Weilandt natürlich auch Niko Gießelmann und einige andere. Das gesamte Team ist hier genauer aufgelistet.

Gut gefällt mir der kurze Videoclip auf der Website der Spielvereinigung über das Fotoshooting. Das macht Stimmung und zeigt, wie gut die Mannschaft im Moment drauf ist.
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Das geht Kleeblattfans runter wie Öl!

Ewige_Tabelle

Bevor es Ende Juli wieder ernst wird in der Zweiten Liga, habe ich heute mal gute Nachichten. Obwohl die letzte Saison frustrierend verlief und vom Resultat her eher ein “Flop” war, liegt die Spielvereinigung Greuther Fürth in der “Ewigen Tabelle” der 2. Fußball-Bundesliga überraschenderweise auf einem hervorragenden zweiten Platz. Diese Ewige Tabelle  mit 122 Mannschaften ist eine statistische Auflistung aller Meisterschaftsspiele der 2. Fußball-Bundesliga seit ihrer Gründung 1974. Der Berechnung wird die Drei-Punkte-Regel zugrunde gelegt (drei Punkte pro Sieg, ein Punkt pro Unentschieden). Alemannia Aachen ist seit dem 7. Dezember 2009 Erster der ewigen Tabelle, außerdem ist der Verein seit 6. November 2011 der einzige, der mehr als 1000 Meisterschaftsspiele in der 2. Bundesliga absolviert hat. In der Tabelle werden die Vereine unter dem Namen geführt, unter dem sie zuletzt in der 2. Bundesliga gespielt haben.

Die SpVgg rangiert nach 27 Jahren und 922 Spielen mit sage und schreibe 1386 Punkten auf dem zweiten Platz. Hinter ihr liegt ganz knapp – nur zehn Punkte Rückstand – Fortuna Köln. Mit einigem Abstand folgen dann die Stuttgarter Kickers, Hannover 96 und der FC St. Pauli. Der fränkische “Erzfeind Nummer Eins” – der 1. FC Nürnberg – belegt nach 15 Jahren mit 855 Punkten nur den 19. Rang.

Klar, vermutlich ist diese Tabelle ein wenig Augenwischerei. Denn naturgemäß hat ein Verein, der selten in der 2. Liga ist, sondern oft in der Ersten Bundesliga rangiert, weniger Punkte. Sehen wir uns die Ewige Tabelle der Bundesliga an, ist die SpVgg auf dem 50. Platz (von 55 Vereinen) zu finden. Denn das Kleeblatt hat nur eine Spielzeit lang in der Bundesliga gespielt.
Aber als echter Kleeblattanhänger kann man hier abstrahieren. Wir freuen wir uns auf eine erfolgreiche Saison 2015/16! Die Profis der Spielvereinigung sind fleißig am Trainieren und haben schon zwei Vorbereitungsspiele hinter sich. Das letzte gegen den ATSV Erlangen gewannen sie am Samstag glorreich mit 9:0.
Wer alle Fakten zur Ewigen Tabelle der Zweiten Fußball-Bundesliga will, der klickt einfach hier.

Gemeinsam die “beschissene Saison” wegfeiern!

Elan_KonzertAm kommenden Freitag, 26. Juni,  findet ab 22 Uhr das Viertelfinale der Frauen-Fußball-WM in Kanada zwischen Deutschland und Frankreich statt. Das wird eine spannende, entscheidende Partie für die deutschen Mädels. Wir drücken die Daumen.

Wer sich aber lieber selbst bewegen möchte, der kann einen besonderen Event der Kleeblatt-Fangruppe “Horidos” im ELAN in der Kapellenstraße 47 in Fürth erleben: “Football meets Music”. Nach einer längeren Pause findet dort die nächste Ausgabe “Block 12 in Concert Vol. 3″ statt. Musiktechnisch wird an diesem Abend einiges aufgefahren: „The Travelling Playmates“ mit “Rhythm & Voodoo aus Färdd”, die Oi-Punk Band „Stage Bottles“ mit Punkrock aus Frankfurt,  Ska-DJ-Mix „Mr. Monk“. Und zu vorgerückter Stunde sorgt der Fürther Künstler Bakuzap mit elektronischer Tanzmusik dafür, dass die Bude zum Kochen kommt. Ungefähr 150 Eintrittskarten gibt es noch im Fanprojekt Fürth (Theresienstraße 17) heute von 15 bis 20 Uhr und am morgigen Donnerstag von 17 bis 22 Uhr. Außerdem auf dem Grafflmarkt am Freitag in der Gustavstraße bei mobilen Ticketverkäufern. Der Vorverkaufspreis beträgt moderate 8 Euro. Natürlich gibt es auch an der Abendkasse noch Karten für Kurzentschlossene, diese kosten dann 10 Euro pro Person! Einlass ist ab 19 Uhr, Beginn der Veranstaltung ist 20 Uhr. Voraussichtliches Ende: 4 Uhr.
Wie heißt es auf der Block 12-Infopage so treffend:

“Markiert euch das Datum fett im Kalender, sichert euch die Karte im Voraus und lasst uns anschließend diese beschissene Saison wegfeiern! Gemeinsam nur nach vorne!”

Kleeblatt-Fanstammtisch am 23. Juni

Fanstammtisch_Maerz_2015Nur einen Tag vor dem ersten Einsatz der Spielvereinigung nach der Sommerpause – dem Freundschaftsspiel gegen Jahn Regensburg in Cadolzburg am 24. Juni um 18 Uhr – findet am kommenden Dienstag, 23. Juni 2015, ein Fan-Stammtisch statt. Der Verein lädt ab 19.03 Uhr in seine Räume am Laubenweg ein. Nachdem beim letzten Stammtisch im März (Foto, damals mit Caoch Mike Büskens) der Unmut einiger Fans deutlich wurde, dass diese Aussprachen zu selten anberaumt werden, sollten jetzt möglichst viele Kleeblattfans die Gelegenheit wahrnehmen zu kommen. Neben Präsident Helmut Hack werden Geschäftsführer Holger Schwiewagner, Direktor Sport Martin Meichelbeck und Direktor Profifußball Michael Mutzel Rede und Antwort stehen und die (hoffentlich) kritischen Fragen beantworten. Schade, dass der neue Trainer Stefan Ruthenbeck nicht mit dabei ist. Ihn würden die Kleeblattanhänger natürlich gerne persönlich erleben.
Bestimmt wird es beim Stammstammtisch heiß hergehen. Helmut Hack wird sich zur Trainerwahl äußern, die Spielereinkäufe kommentieren und eine Erfolgsvorschau für die neue Saison 2015/16 in der Zweiten Liga wagen. Außerdem werden die finanzielle Situation der SpVgg und mögliche Investitionen in neue Spieler ein Thema sein.

Treffpunkt ist die STECHERT VIP Lounge (hinter der Gegengerade des Stadion am Laubenweg; Zugang und Parken über den Parkplatz Tor C). Einlass ist ab 18.30 Uhr. Wer möchte, kann schon vorab seine Fragen und Anregungen per Mail an die SpVgg schicken: fanstammtisch@greuther-fuerth.de.

Wer nach dem Fan-Stammtisch von Fußball noch nicht genug hat, der soll sich ein paar Stunden ausruhen und dann nachts ab 4 Uhr das Achtelfinalspiel bei der Frauen-Fußball-WM in Kanada zwischen Japan und den Niederlanden ansehen.

Trainerentscheidung endlich gefallen: Ruthenbeck kommt

SpVgg Greuther Fürth - VfR AalenDie Nachfolge von Mike Büskens hat sich als Zitterpartie gestaltet, doch jetzt ist die Trainerfrage bei der Spielvereinigung in trockenen Tüchern: Der neue Coach heißt Stefan Ruthenbeck. Der Weg des 43-Jährigen vom VfR Aalen ist freigeworden, weil die Aalener am Donnerstag Peter Vollmann als neuen Trainer präsentierten. Sowohl Ruthenbeck als auch sein bisheriger Co-Trainer Michael Schiele erhalten in Fürth einen Zweijahresvertrag.

Kleeblatt-Präsident Helmut Hack musste sich nach dem “Beinahe-Abstieg” der SpVgg schon einiges an Kritik gefallen lassen, weil die Trainerentscheidung gar so lange auf sich warten ließ. Die Verhandlungen mit den Verantwortlichen beim Zweitligaabsteiger VfR Aalen waren – so Hack – schwierig. In der Pressemitteilung der SpVgg ist das so zu lesen:

“Ich habe mit Aalens Präsidenten Berndt-Ulrich Scholz in den vergangenen Wochen zahlreiche telefonische Unterredungen geführt. Es war für beide Seiten nicht leicht, eine Lösung zu finden, mit der beide am Ende leben können. Es war ein langer Weg, auf dem viel Geduld und Fingerspitzengefühl notwendig war.”

Der gebürtige Kölner Ruthenbeck übernimmt schon am 22. Juni das Training beim Kleeblatt. Er freue sich auf die Arbeit beim Kleeblatt, sagt Ruthenbeck, der zwei Jahre lang die Zweitligamannschaft des VfR betreut hat, den Abstieg in der abgelaufenen Saison aber nicht verhindern konnte. Er hatte den Trainerjob in Aalen für die Saison 2013/14 übernommen, als Ralph Hasenhüttl zurückgetreten war. Zuvor war er Coach der U23 und Leiter des Nachwuchsleistungszentrums.

Ich habe mal ein wenig recherchiert: Stefan Ruthenbeck ist verheiratet und hat zwei Kinder. Mit seiner Familie lebt er in Linz am Rhein. Bevor Ruthenbeck mit seinem Wechsel nach Aalen die Trainertätigkeit zum Hauptberuf machte, war er 17 Jahre lang als Chemikant bei einem Chemie-Unternehmen in Königswinter tätig. In seiner Freizeit hört er gerne Heavy Metal.

Als Nachfolger von Mike Büskens wird es Ruthenbeck hier in Fürth erst mal nicht leicht haben. Denn Büskens, der mit dem Kleeblatt den Bundesliga-Aufstieg geschafft hatte, ist für viele Fans nach wie vor der “Coach der Herzen”. Obwohl – und damit hat Büskens einiges von seinem Nimbus eingebüßt: Den Abstieg in die Dritte Liga konnte er nach 12 Spielen, die er nach der Entlassung von Frank Kramer seit Februar geleitet hat, nur mit der Schützenhilfe anderer Vereine verhindern.
Die Weichen beim Kleeblatt werden jetzt neu gestellt, hoffen wir auf eine erfolgreiche Saison 2015/16!

Kleeblatt in Zukunft ohne “Wolle” Hesl

Die Würfel sind gefallen: Wolfgang Hesl verlässt die Spielvereinigung. Heute hat er seinen Vertrag mit dem Zweitliga-Aufsteiger Arminia Bielefeld klar gemacht. Der 29-Jährige wechselt ablösefrei und erhält einen Zweijahreskontrakt bis 30. Juni 2017. Für viele Kleeblattfans ist das – trotz aller Gerüchte in den vergangenen Wochen – ein echter Schock. Und auch ich bin verwundert. Natürlich hat er im Gespräch mit mir vor drei Wochen nichts zum Thema “Vereinswechsel” rausgelassen. Aber ich hatte den subjektiven Eindruck, dass ihm die Nähe zu seiner Heimat in der Oberpfalz im Zweifelsfall wichtiger ist als die Neuverpflichtung bei einem anderen Verein.

Wie dem auch sei: “Wolle” Hesl ist in Zukunft kein Kleeblatt mehr. Das wird für den Fürther Verein, der gerade in vielen Bereichen einen Umbruch durchmacht, nicht einfach werden. Hesl war erfolgreicher Kapitän und hat den Kleeblättern so manche Niederlage erspart. Er war (fast) immer zur Stelle, wenn es im Strafraum des Kleeblatts brenzlig wurde. Und hat vom Tor aus versucht, seine oft demotivierten Teamkollegen zu coachen.

Ob Wolfgang Hesl bei seinem neuen Arbeitsgeber glücklich wird und als Keeper Erfolge hat, das wird sich zeigen. Für ihn, der seit Juli 2012 bei der SpVgg war, gegen Mitte der Bundesligasaison 2012/13 Max Grün als Stammtorhüter ablöste und mit dem Kleeblatt alle Höhen und Tiefen mitgemacht hat, ist ein Orts- und Arbeitgeberwechsel auf jeden Fall eine neue Perspektive. Erleichtert werden all jene sein, die befürchtet hatten, dass Hesl zum “Club” wechseln könnte. Ich persönlich hätte allerdings nicht erwartet, dass er zu einem Verein wie Arminia Bielefeld geht.
Die Greuther-Weiber wünschen Dir, Wolle, alles Gute. Und wir hoffen, dass Du nach wie vor ein treuer Leser unseres Blogs bleibst!

Domi Kumbela verstärkt den Kleeblattsturm

Die Spielvereinigung hat den ersten Schritt in punkto Neueinkäufe gestartet – sie verpflichtete den Stürmer Domi “Dominick” Kumbela. Der 31-Jährige hat einen Zweijahresvertrag unterschrieben. Michael Mutzel, Direktor Profifußball auf der Vereins-Website:

„Wir sind sehr froh, dass wir Domi trotz mehrerer Anfragen von anderen Vereinen verpflichten konnten. Er ist ein Vollblutstürmer der viel Erfahrung mitbringt und seine Torgefährlichkeit in der ersten und zweiten Liga schon unter Beweis gestellt hat.“

Zuletzt spielte der in Kinshasa geborene Deutsch-Kongolese für den Erstligisten Kardemir Karabükspor in der Türkei. Domi Kumbela traf während seiner Karriere in der deutschen Zweiten Liga in 68 Spielen bislang 29 Mal. „Ich bin froh, wieder nach Deutschland zurückzukehren. Ich möchte hier an meine Leistung, die ich unter anderem in Braunschweig gezeigt habe, anknüpfen und mich so schnell wie möglich in der Mannschaft integrieren und mich in Fürth einleben. Ich möchte die gemeinsamen Ziele angehen und meinen Beitrag dazu leisten“, so Domi Kumbela zu seinem Wechsel nach Fürth. Unser Foto zeigt den zukünftigen Kleeblatt-Stürmer in der Saison 2011/2012 beim Spiel zwischen Eintracht Braunschweig und der Spielvereinigung. Ab sofort ist Domi Kumbela also der Vereinskamerad von Stephan Schröck, nicht mehr sein Gegner.

Im Dezember 2012 berief Nationaltrainer Claude Le Roy Domi Kumbela in den erweiterten Kader der kongolesischen A-Nationalmannschaft für den Afrika-Cup 2013. Domi entschied sich später allerdings dafür, nicht für sein Land zu spielen, um sich auf die Zweite Bundesliga zu konzentrieren.

Und: Seit 2013 engagiert sich Domi Kumbela bei “Show Racism the Red Card – Deutschland”. Im April beteiligte er sich bei einem Workshop der Bildungsinitiative und berichtete den Schülern und Schülerinnen über seine eigenen Erfahrungen mit Rassismus und Diskriminierung. Außerdem nahm er an der Kampagne “Unsere Elf gegen Rassismus” teil.

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