0:2 – Ein Spiel zum Vergessen

SpVgg Greuther Fürth - FC HeidenheimDas war  heute nicht der Tag der beiden fränkischen Zweitliga-Mannschaften: Der 1. FC Nürnberg verlor auswärts gegen Eintracht Braunschweig mit 1:3. Und die Spielvereinigung  musste sich nach der 4:2-Klatsche bei Arminia Bielefeld heute mit einem 0:2 im heimischen Sportpark Ronhof geschlagen geben.
Das erste Tor des Aufsteigers 2014/15 1. FC Heidenheim fiel schon in der 6. Minute. Kapitän Marc Schnatterer, der zu einem der besten Akteure des Spieles werden sollte, hatte praktisch Narrenfreiheit. So war er auch der Initiator der frühen Führung: Nach einer pfeilgenauen Schnatterer-Flanke von rechts wirkte der Kleeblatt-Keeper Sebastian Mielitz wie ein aufgeschrecktes Huhn im Fünfmeterraum. Und Sebastian Heidinger stand auf der Leitung, so dass Robert Leipertz aus geringer Entfernung locker zum 0:1 für die Gäste einköpfte.
Trotz einiger mittelguter Chancen hatte das Kleeblatt heute Glück, dass auch die Heidenheimer nur mit Wasser kochten. Keine der beiden Mannschaften zeigte echte fußballerische Qualitäten im Abschluss. Der nach seiner Sperre (vier Spiele) heute wieder eingesetzte Jurgen Gjasula war aus dem Mittelfeld als Stratege unterwegs. Er gab dem Fürther Angriff ab und zu Drive, aber ohne Erfolg. Vielmehr machte das Team aus Heidenheim das zweite Tor: Nach einem Freistoß in der 57. Minute flog der Ball ans linke Fünfereck, Denis Thomalla war schneller als Heidinger (schon wieder!) und köpfte anschließend ein.
Was ist seit zwei Spielen mit dem Kleeblatt eigentlich los? Die Defensive um Marco Caligiuri glänzt durch Phlegma und wenig Initiative. Da stehen mehrere Kleeblattspieler im eigenen Strafraum, die Gegner schießen sich seelenruhig Pässe zu und bauen ihren Angriff auf. Da wird nicht interveniert, man geht nicht dazwischen. Pressing scheint für die Spielvereinigung zum Fremdwort geworden zu sein. Und dann schimpft ein manchmal überforderter Sebastian Mielitz wie in Rohrspatz mit seinen Kollegen, für deren Laschheit er die Kohlen aus dem Feuer holen muss. Und dann eben auch nicht immer alles halten kann.
Der Angriff mit Robert Zulj und Jurgen Gjasula ließ heute szenenweise erahnen, was die zwei drauf haben. Hoffentlich legen sich die beiden nicht nur deshalb so ins Zeug, weil sie im Hinblick auf einen Vereinswechsel mit guten Leistungen glänzen wollen. Aber wer könnte ihnen das verdenken?
Die Spielvereinigung rangiert zwei Spiele vor Saisonende auf dem zehnten Tabellenplatz. Mit Tendenz nach unten? Die beiden letzten Begegnungen – am 8. Mai gegen den 1. FC Kaiserslautern und am 15. Mai zu Hause gegen Sandhausen – wird das Kleeblatt wohl noch hinter sich bringen. Die Fans im Ronhof waren so positiv bei bestem Wetter in die Partie gestartet (Foto: Fankurve mit Spielball vor dem Anpfiff), aber dann pfiffen sie die Spieler gnadenlos aus. Trainer Stefan Ruthenbeck hat in dieser Spielzeit gute Arbeit geleistet und zwischenzeitlich zeigte das Kleeblatt auch, was es alles kann. Aber die letzten beiden Spiele waren – einfach zum Vergessen!

Mädchen und Fußball – eine echte Liebe

Maedchen_lieben_FussballMan soll im Leben nie den Humor verlieren. Egal, wie dicke es manchmal kommt. Deshalb habe ich mich auch amüsiert, als ich unlängst auf Facebook ein Posting mit diesem T-Shirt gesehen habe: „Richtige Mädchen lieben Fußball, schlaue Mädchen lieben das Kleeblatt“. Ich finde, diese These muss man unterstützen. Fußballspielende Mädchen gibt es seit vielen Jahren überall auf der Welt. Sie spielen (oft) genauso gut und elegant wie ihre männlichen Kollegen. Aber – und zumindest war das noch bis vor kurzem so – die Menge und die Brutalität der Fouls ist im Vergleich zu den Männern noch akzeptabel.

Letztes Jahr konnte man im fast ausverkauften Ronhof das Freundschaftsspiel zwischen der Deutschen und der Brasilianischen Frauen-National-Mannschaft genießen. Der 4:0-Sieg für die Mädels von Silvia Neid war stark. Und das Spiel hat mir und den über 15 000 Zuschauern richtig gut gefallen. Also: Fußballspielende Mädchen gibt es viele. Und „richtige Mädchen“ lieben Fußball. Ob es tatsächlich nur „schlaue Mädchen“ sind, die das Kleeblatt lieben? Das kann ich beim besten Willen nicht beantworten. Aber das ist – unterm Strich – ja auch nicht so wichtig.

P.S. Wo man das Shirt bekommt, kann ich Euch leider nicht sagen. Wenn mir jemand den Tipp geben könnte…Ich hätte nämlich auch gerne so ein Teil! Das wäre doch ein Super-Outfit für die Greuther-Weiber, oder?

Kalte 4:2-Dusche auf der Alm

Arminia Bielefeld - SpVgg Greuther Fürth„Man(n) kann nicht genug davon haben“, stand auf einer Reklamebande in der Bielefelder Schüco-Arena – in der zweiten Halbzeit direkt beim Tor von Sebastian Mielitz. Als ob die Abstiegskandidaten aus Ostwestfalen die Zahl ihrer Tore vorhergesen hätten. Arminia Bielefeld hat die heutige Partie souverän mit 4:2 gewonnen. Ein Armutszeugnis für die Spielvereinigung, die sich bei den Begegnungen der letzten Spieltage in hervorragender Form gezeigt hatte.
Bei Sonnenschein und Schneeschauer war dieser 24. April zumindest wettertechnisch typisch. Das Kleeblatt startete eher schwach ins Spiel, dann gab Johannnes Wurtz in der 15. Minute an der Strafraumgrenze einen Pass an Robert Zulj, der nicht lange zögerte und mit einem 18-Meter-Flachschuss Wolfgang Hesl im Arminia-Tor keine Chance ließ – 0:1. Doch schon fünf Minuten später erfolgte der Ausgleich, der bei der Leichtfertigkeit, mit der die SpVgg heute das Wort „Abwehr“ behandelte, niemanden verwunderte. Fabian Klos traf ins Kleeblatt-Tor (Foto). Und um es gleich vorwegzunehmen: Klos sollte zum Mann des Tages avancieren und mit einem Hattrick seiner Mannschaft den Klassenerhalt ermöglichen. Dann vergeigte ausgerechnet Marco Stiepermann, der in der letzten Woche gegen Fortuna Düsseldorf noch ein Traumtor machte, eine Riesenmöglichkeit: Er stand unmittelbar vor Hesls Tor und schaffte es nicht, eine Bilderbuchvorlage von Zulj erfolgreich umzusetzen.

War die erste Halbzeit, die 1:1 endete, noch von Fußball auf Augenhöhe geprägt, sollte das Kleeblatt in den zweiten 45 Minuten untergehen. Im Zehnminutentakt machte Klos (50. und 60. Minute) das 2:1 und 3:1. Eine weiß-grüne Abwehr war heute praktisch nicht vorhanden. Da standen fünf, sechs Kleeblattspieler im eigenen Strafraum und schauten mit großen Augen zu, was die Arminen dort abzogen. Keine Aktivität, keine Reaktion, wenig Initiative.
Spektakulär aus Fürther Sicht wurde es dann in der 66. Minute: Julian Börner störte einen Pass von Sebastian Freis und katapultierte den Ball über den verdutzten Wolfgang Hesl aufs eigene Tor. Das Leder sprang an die Latte und von dort auf oder hinter die Torlinie. Tor oder nicht?, das war hier die Frage.  Ein typisches „Wembleytor“? Das dann vom Schiedsrichter nicht gegeben wurde. Der Unparteiische schwächelte auch einige Minuten später, als er einen klaren Elfmeter für Arminia Bielefeld nicht gab.
Pechvogel Börner machte dann seinen Fauxpas wett, als er 15 Minuten vor Spielende das 4:1 schoss. Nach einem Eckball von Ulm glänzte die Kleeblatt-Abwehr erneut durch Nichtkönnen, sie ließ den Ball  passieren, und Börner köpfte gnadenlos ein. Und noch einmal war es Julian Börner, der ein Tor machte – allerdigs ein Eigentor. In der Schlussminute trat Robert Zulj einen Freistoß und zirkelte den Ball scharf auf Hesl. Der reagierte unsicher und ließ das Leder nach vorne prallen. Der zurückgeeilte Börner wollte helfen, behinderte seinen Schlussmann aber,  und nach einem kuriosen Hin und Her gelangte der Ball schließlich zum 4:2 ins eigene Tor.
Das war heute ein kurzweiliges, torreiches Spiel, bei dem sich die Spielvereinigung vor zirka 200 angereisten Kleeblattfans allerdings von ihrer schwachen Seite zeigte. Dem Kleeblatt können die verpassten drei Punkte (Gott sei Dank!) egal sein, es kann weder ab- noch aufsteigen. Arminia Bielefeld hat der 4:2-Sieg den Hals gerettet, sie haben den Klassenerhalt in der Zweiten Liga geschafft.
Nächsten Samstag, 30. April, empfängt die Spielvereinigung den 1.FC Heidenheim im Sportpark Ronhof. Der rangiert aktuell einen Rang hinter den Achtplatzieren Kleeblättern, die heute den Sprung auf den sechsten Platz verpasst haben. Eigentlich ist die Mannschaft kein so interessanter Gegner, trotzdem sollte die SpVgg aufpassen, dass sie den guten Eindruck der letzten Wochen nicht komplett verspielt.

Kleeblattfans zeigten Flagge

SpVgg Greuther Fürth - Fortuna DüsseldorfBeim gestrigen Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf hat die Spielvereinigung einen wunderbaren 3:1-Sieg mit drei Traumtoren von Veton Berisha (2) und Marco Stiepermann (1) eingefahren. Am Rande des Geschehens ging es im Sportpark Ronhof auch noch um Anderes: Kleeblattfans zeigten in der Fankurve Flagge. Auf großen Transparenten war zu lesen: „Nazis und Verschwörungstheoretiker – verpisst euch! Kein Platz für den Kopp-Verlag!“. Damit sprachen sie sich – zumindest optisch – eindeutig dagegen aus, dass der Kopp-Verlag aus Rottenburg demnächst in der Fürther Stadthalle eine Veranstaltung abhalten wird. Einen „Kongress der Superlative“ verspricht der Kopp-Verlag auf seiner Internetseite, mehr als 600 Teilnehmer werden angekündigt. Um die „perfekte Krisenvorsorge“ soll es hier am kommenden Samstag, 23. April, gehen.

Die „Fürther Nachrichten“ haben am 11. April 2016 schon ausführlich darüber berichtet: Rechtsreferent Christoph Maier und dem Geschäftstführer der Stadthalle, Robert Steinkugler, habe der Name „Kopp-Verlag“ bis vor kurzem nichts gesagt. „Ein Autorenkongress eines großen Verlagshauses war angefragt“, so Steinkugler. „Ich kann niemandem im Team einen Vorwurf machen, dass er nicht hellhörig geworden ist.“ Wenn man den Verdacht habe, dass es sich um „Rechtsradikale oder Gewaltgeneigte“ handle, erkundige man sich. Allerdings sei es für eine Stadthalle generell schwieriger als für einen privaten Betreiber, Veranstalter im Vorfeld abzulehnen, so Steinkugler und Maier in den „FN“. Als eine Halle, die „dem öffentlichen Zweck gewidmet ist“, soll sie jedem zur Verfügung stehen – jedem, der nicht durch Straftaten auffällt oder die öffentliche Sicherheit gefährdet. Es gelte der „Gleichbehandlungsgrundsatz“: „Wir können nicht einfach sagen: Das gefällt uns inhaltlich nicht“, erklärte Maier.

Ich finde es bemerkenswert, dass Kleeblattfans auf der Nordtribüne gestern im Stadion mit Spruchbändern demonstrierten. Vielleicht – so meinte jemand auf Facebook – hat so etwas beim Sport nichts zu suchen. Aber ein Fußballspiel mit knapp 10 000 Zuschauern ist mit Sicherheit eine Plattform, auf Dinge aufmerksam zu machen, die eine Stadt bewegen. Die Fans sind schließlich auch Fürther Bürger, die sich für das interessieren, was in ihrer Stadt vorgeht und gegebenenfalls ihre Meinung dazu öffentlich kundtun. Das gehört einfach zur Demokratie dazu. Und das hält der Sport auch aus!

Kleeblattsieg mit Berishas Superleistung

SpVgg Greuther Fürth - Fortuna DüsseldorfBei Veton Berisha ist heute der Knoten geplatzt. Sonst ackerte er in vielen Spielen und kam zwar in den Sechzehnmeterraum, aber seine Torausbeute ließ zu wünschen übrig. Mit seinem Doppelpack war er heute endlich erfolgreich und einer der besten Spieler auf dem Platz. Begegnungen im Fürther Ronhof gegen Fortuna Düsseldorf sind ja oft ein wenig schwierig. Wenn etwa der gegnerische Coach Frank Kramer oder Mike Büskens hießen. Und auch die Ex-Fürther Nikola Djurdjic und Sercan Sararer sowie Fortunas Sportdirektor Rachid Azzouzi machten es dieses Mal deutlich, dass der Profi-Fußball ein Geschäft ist, in dem keiner eine nachhaltige Beziehung zum Verein aufbauen kann.
Die heutige Partie vor 9665 Zuschauern startete dynamisch. Berisha bekam in der 10. Spielminute den Ball von Ante Vukusic direkt in seinen Lauf gespielt. Er preschte in Richtung Düsseldorfer Tor und schoss den Ball mit seinem schwächeren linken Fuß aus 17 Metern ins lange Eck. Für den Fortuna-Keeper Michael Rensing unhaltbar. Das Stadion bebte, die Stimmung war super. Bis sieben Minuten später ausgerechnet Sercan Sararer den Ausgleich schaffte. Aber heute setzte Berisha seine Chancen effektiv um: Wieder war es Vukusic, der ihm den Ball auflegte – 2:1. Die Kleeblattfans konnten sich kaum noch einkriegen. Danach hatten die Fortunen einige ganz gute Möglichkeiten. Aber es sollte der Tag der Traumtore für die Spielvereinigung werden: Berisha hatte auf rechts viel Platz, Marco Stiepermann ließ zwei Gegner alt aussehen und schlenzte den Ball aus 16 Metern mit seinem (ebenfalls schwächeren) rechten Fuß an die Unterkante der Latte, von wo sie hinter die Linie sprang: 3:1. Mit diesem Stand ging es dann in die Halbzeitpause.

Die zweiten 45 Minuten hatten dann nicht mehr die Klasse der ersten Hälfte. Die beste Chance zum Anschlussteffer vergeigte Djurdjic, der am hervorragend reagierenden Kleeblatt-Keeper Sebastian Mielitz scheiterte (62. Minute). Eine weitere Glanzparade lieferte Mielitz dann eine gute Viertelstunde vor Schluss des Spiels. Er wehrte einen starken Kopfball von Pohjanpalo ab und lenkte ihn an die Latte. Die perfekte Mischung aus Können und Glück.

Letztlich gewann die Spielvereinigung mit einem hochverdienten 3:1 gegen Fortuna Düsseldorf, das war der vierte Sieg in den vergangenen sieben Spielen. Mit 43 Punkten rutscht das Kleeblatt auf den siebten Tabellenplatz nach oben (und ist punktgleich mit dem Sechstplatzierten Union Berlin). Für die Düsseldorfer wird es immer enger, sie sind nur drei Punkte vom Tabellenende entfernt und müssen nach der zweiten Niederlage in Folge ernsthaft um ihren Verbleib in der Zweiten Liga bangen.
Am kommenden Sonntag, 24. April, fährt das Kleeblatt zu Arminia Bielefeld. Und trifft dort auch wieder auf einen „alten Bekannten“: Wolfgang Hesl steht im Tor der Zweitligaaufsteiger und hat in dieser Saison erst 35 Tore reingelassen.

Neuigkeiten von Schröcki

Schroeck_Ceres_2016_1Wie geht’s eigentlich Schröcki? Oder genauer gesagt: Stephan Markus Cabizares Schröck? Ich denke mal: gut. Den Eindruck gewinne ich, wenn ich mir das Foto mit seinen Mannschaftskameraden beim Relaxen ansehe. Lauter durchtrainierte Typen!

Nach seinem sportlichen „Ausflug“ zum TSG 1899 Hoffenheim und Eintracht Frankfurt war die Fürther Identifikationsfigur „Schröggi“ Anfang Juli 2014 zum Kleeblatt zurückgekehrt. Hier unterschrieb er einen Vertrag bis zum 30. Juni 2018. Nach Problemen mit Fürths Coach Stefan Ruthenbeck wurde Schröck Anfang 2016 überraschend freigestellt. Deshalb schloss er sich bis 31. August 2016 auf Leihbasis dem philippinischen Erstligisten Ceres F.C. an. Immerhin sind die Farben des Vereins auch weiß-grün – zumindest in der Hinsicht musste sich der Mittelfeldspieler, der bei Ceres die Rückennummer 11 trägt, nicht umgewöhnen. Der Ceres F.C. ist auch als Ceres-La Salle F.C. bekannt und ein Profi-Fußball-Club in der philippinischen Halbmillionen-Stadt Bacolo, die oft als „Stadt des Lächelns“ bezeichnet wird.

In den letzten Tagen hat Schröcki auf seiner Facebook-Seite Fotos vom AFC Cup gepostet, bei dem sich der Ceres F.C. respektabel schlägt. Der AFC Cup ist ein Wettbewerb für asiatische Fußball-Vereinsmannschaften und nach der Champions League der zweitwichtigste asiatische Wettbewerb für Vereinsmannschaften im Fußball. Am Wettbewerb nehmen 40 Klubs aus 23 Landesverbänden teil.

Der Ceres F.C. hat gestern nach einer einstündigen Verspätung wegen wolkenbruchartiger Regenfälle mit 2:1 seinen ersten Heimsieg im AFC Cup erzielt – gegen die Tampine Rovers aus Singapur. Auf der Vereins-Website wird die ungewöhnliche Spielverzögerung so beschrieben:

„The match had an ominous start when rain fell the hardest just minutes before the kickoff. Both teams marched onto the pitch only for the referee to send them back to the dressing rooms because of thunder and heavy rains. The conditions forced the referee to delay the match by thirty minutes.  The heavy rain subsided but the water-logged pitched forced another thirty-minute delay as it had to be cleared by the local staff just in time for kickoff.“

Zurück zu Schröcki. Das Feedback auf Schröcks Facebook-Seite beweist, dass er philippinische Fußballfans genauso polarisiert wie die Fürther. Seht mal rein und lest die Kommentare. Die Fotos für unseren Greuther-Weiber-Blog habe ich übrigens dort entnommen. Für all jene, die wissen möchten, was Schröcki so treibt…Schroeck_Ceres_2016_2

Blitztor von Zulj rettet dem Kleeblatt drei Punkte

1860 München - SpVgg Greuther FürthWenn es einen Fußballgott gibt, dann trug er heute mit Sicherheit eine weiß-grüne Brille. Die Spielvereinigung hat in der Allianz-Arena mehr als glücklich gegen den „Erzfeind“ 1860 München mit 1:0 gewonnen. Wie mir wird es vielen Zuschauern gegangen sein: Nach der Riesenfreude in der zweiten Minute über das frühe Tor von Robert Zulj (Foto) musste man dann 91 Minuten zittern, ob das Kleeblatt den Vorsprung halten und die drei Punkte auch wirklich einsacken kann. Denn – machen wir uns nichts vor – die Löwen waren spätestens nach der Halbzeitpause die dominierende, bessere Mannschaft. Sie haben nach vorne gespielt und hatten viele Chancen. Aber letztlich einfach nicht das nötige Quäntchen Glück, das Spielergebnis zu ihren Gunsten zu drehen.

1860 München hatte einen bescheidenen Start. Nach nur 105 Sekunden köpfte Robert Zulj die Flanke von Veton Berisha locker ins Tor von Stefan Ortega. Das Tor fiel also nur vier Sekunden später als das Führungstor des SC Freiburg am vergangenen Montag. Was sagt uns das? Dass man sich manchmal des Eindrucks nicht erwehren kann, dass der eine oder andere Spieler erst mal Zeit braucht, um mental ins Spiel zu kommen. Das kann fatale Folgen haben.

Egal, heute war in der zweiten Minute das Tor von Zulj gemacht und ließ zunächst auf mehr hoffen. Die erste Halbzeit war dann von viel Druck und Kampfgeist auf beiden Seiten geprägt, eine sehenswerte Partie. Die Spielvereinigung ist das zweikampfstärkste Team in der Zweiten Liga.  Enttäuschend war aus Fürther Sicht dann leider die zweite Halbzeit. Die Sechziger hatten das Spiel voll in der Hand und stürmten ohne Unterlass aufs Tor von Sebastian Mielitz. Dass keine Gegentreffer fielen, lag in erster Linie an der tollen Abwehrarbeit von Marco Caligiuri: Er stand immer goldrichtig, der gefährlichste Löwenspieler – Sascha Mölders – kam seinetwegen einfach nicht zum Zug. Wie schwach das Kleeblatt heute agierte, beweist die 0:12-Eckball-Bilanz.

Nach dem guten Spiel gegen den (vermutlichen) Wieder-Aufsteiger SC Freiburg war die heutige Kleeblattleistung alles andere als berauschend. Von den zirka 18 300 Zuschauern im Stadion waren nur 500 Kleeblattfans. Nach den schlechten Erfahrungen mit den Sicherheitskräften in der Allianz-Arena hatten sich heute wohl viele Anhänger der Spielvereinigung entschieden, zu Hause zu bleiben. Und so ein Zeichen zu setzen.

Fazit: Drei Punkte wurden auf das Kleeblattkonto verbucht. Die Schallmauer von 40 Punkten reicht, einen direkten Abstieg unmöglich zu machen. Die Spielvereinigung rangiert momentan auf dem 8. Tabellenplatz. Für den TSV 1860 München wird die Situation allerdings immer brenzliger.
Am Sonntag, 17. April, empfängt das Kleeblatt zu Hause im Ronhof Fortuna Düsseldorf.

Eine gute und eine schlechte Nachricht

GjasulaNaja – besser als nichts, aber immer noch ein Problem für das Kleeblatt: Das DFB-Sportgericht hat die Rot-Sperre für Jurgen Gjasula, die eigentlich für fünf Spiele gelten sollte, auf vier reduziert. Er hatte sich bekanntlich in der Begegnung mit dem VfL Bochum ein Scharmützel mit Gegenspieler Thomas Eisfeld und den Schiedsrichtern geliefert. Brutal gefoult hat er aber keinen Gegner. Deshalb hatten die Verantwortlichen gegen das harte Urteil protestiert.

Die nun etwas mildere Strafe bedeutet, dass der 30-Jährige im Spiel gegen den 1. FC Heidenheim am 30. April wieder mitspielen darf. Der Deutsch-Albaner hatte sich in den vergangenen Monaten zu einer der Schlüsselfiguren der SpVgg entwickelt und mit seinen zielgenauen Flanken und Eckbällen zum Erfolg des Kleeblatts beigetragen. Nun kann er die Mannschaft noch in drei Saisonspielen unterstützen.

Es gibt aber neben der guten Nachricht auch eine neue Hiobsbotschaft: Maurice Hirsch hat sich verletzt! Er zog sich eine Bauchmuskelzerrung zu und kann deshalb morgen nicht beim Spiel gegen die Münchner Löwen dabei sein.

MICHAEL-Talk mit Helmut Hack: Das Wichtigste im Leben

St_Michael_Fuerth_ChorraumWer sich morgen Abend nicht das Europa-League-Viertelfinale zwischen Borussia Dortmund und dem FC Liverpool im Fernsehen ansieht (das ja ein emotionales Sport-Highlight wird, weil der aktuelle Trainer des Kultvereins an der Anfield Road –  „The Normal One“ Jürgen Klopp – sieben Jahre lang bis Oktober 2015 erfolgreicher Trainer des BVB war), der sollte nicht den MICHAEL-Talk „Das Wichtigste im Leben“ verpassen. Am Donnerstag, 7. April, 19.30 Uhr, lädt die Gemeinde St. Michael in der Altstadt Fürths prominente Gäste aus Religion, Wirtschaft, Medizin und Politik ins Gemeindezentrum „Grüne Scheune“, Kirchenplatz 7, in unmittelbarer Nähe der Fürther Gustavstraße ein. Mit dabei – und deshalb ist die Diskussion auch für Kleeblattfans besonders interessant – ist Helmut Hack. Er war Geschäftsführer der Martin Bauer Group und ist seit Jahren Präsident der Spielvereinigung. Hack spielte selber Fußball und hat sich in der Regionalpolitik engagiert.
Außer ihm werden weitere Promis aus ihrem Blickwinkel erzählen und diskutieren, worauf es ihnen (und uns) wirklich im Leben ankommen sollte – und wie sie persönlich dazu stehen. Die weiteren Gäste sind Stefan Ark Nitsche, Regionalbischof des Kirchenkreises Nürnberg. Neben der Theologie waren Regie und Dramaturgie ein Teil seiner beruflichen Tätigkeit. Außerdem Professor Jens Klinge, Chefarzt der Kinderklinik im Klinikum Fürth, und Petra Guttenberger, Abgeordnete des Bayerischen Landtags.
Pfarrer Volker Zuber wird als Initiator die Veranstaltung moderieren. Und dabei natürlich auch seine eigene Überzeugung zum Thema vorstellen.

Ich denke, das wird eine aufschlussreiche Gesprächsrunde, an der sich auch die Besucher aktiv beteiligen sollen. Viele der Gesprächsrunden mit Pfarrer Volker Zuber haben ja spannende und kontroverse Themen. Zuber geht übrigens Anfang Mai dieses Jahres in den Ruhestand. Aus diesem Grund lädt er auch zu seiner Verabschiedung am Himmelfahrtstag, 5. Mai, um 17.00 Uhr zu einem Gottesdienst und anschließenden Empfang nach St. Michael ein.
Weitere Infos zum morgigen MICHAEL-Talk sind auf der Website von St. Michael (der habe ich das Foto des Kirchen-Chorraumes entnommen).

Ein tolles Spiel – und doch verloren!

SpVgg Greuther Fürth - SC FreiburgEin sehr gutes, spannendes Spiel war das heute. Das Kleeblatt hat sich gegen den Bundesliga-Absteiger SC Freiburg mit 2:3 geschlagen geben müssen. Aber die Mannschaft hat demonstriert, dass von ihr in nächster Zeit viel zu erwarten ist. Es hätte auch 3:3 oder 4:4 ausgehen können. Torchancen gab es genug. Auf beiden Seiten. Und: Das Kleeblatt hat dem 1. FC Nürnberg erst mal die Suppe versalzen. Der Sieg von Freiburg hat dem Club zunächst den zweiten Tabellenplatz verwehrt.

Schockierend war das erste Tor des SC Freiburg nach – sage und schreibe – 101 Sekunden. Völlig unvermittelt traf Florian Niederlechner ins (weiß-grüne) Tor von Sebastian Mielitz. Es war ohnehin Ruhe im Ronhof, denn im Fanblock verzichteten die Fans während der ersten zehn Spielminuten auf Anfeuerungsaktionen und Gesänge. (Man wollte so gegen die unterschiedlichen Anstoßzeiten der Ligaspiele protestieren). Natürlich versuchten die Breisgauer, ihren Vorsprung zu halten, Protagonist Vincenzo Grifo probierte ein ums andere Mal, den Kleeblättern einen zweiten Treffer einzuschenken. Aber der SC machte die Rechnung ohne Sebastian Freis, der in der 24. Minute den Ronhof jubeln ließ: Ausgerechnet er, der Ex-Freiburger, ergatterte den Ball, zog ins Zentrum, ließ erst Höhn, dann Kempf stehen – und schoss flach in den Kasten des Freiburger Keepers Alexander Schwolow.
Das war Motivation pur für die Kleeblätter, die heute stark spielten. Mutig waren sie, gute Kombinationen gelangen ihnen – und sie witterten, dass sie heute gegen den vermeintlichen Favoriten SC Freiburg für eine Überraschung gut waren.

Nach der Halbzeitpause befürchtete man das obligatorische schnelle Gegentor – so oft hatten die Kleeblätter die Rückkehr aus der Kabine praktisch verschlafen gestartet. Heute war es anders. Robert Zulj traf nach fünf Minuten zum 2:2 (Foto). Der verdiente Ausgleich für einen hellwachen fränkischen Zweitligisten. Und der weiß-grüne Teil der fast 10 300 Zuschauer im Stadion begann zu träumen.

Bis dann doch der (von mir ) gefürchtete Grifo das 3:2 machte. Aber die SpVgg ließ sich heute nicht frustrieren und reagierte mit powervollem Spiel. Sie rannten – vom unermüdlichen Robert Zulj gepuscht – immer wieder gegen  den (vermutlichen) Wiederaufsteiger an und hatten einige supergute Möglichkeiten. Aber Veton Berisha scheiterte an Torhüter Schwolow (66. Minute) und traf unglücklich in der 71. Minute auch noch den Außenpfosten.

In der Endphase wäre noch alles möglich gewesen. Der Ausgleich durch Fürth, aber auch das 4:2 der Schwarzwälder Gäste. Aber es blieb beim 3:2 für Freiburg. Fazit: Eine ausgesprochen gute Leistung der Spielvereinigung, ein spannendes Spiel auf Augenhöhe. Und eine fußballerische Qualität der Fürther, die eine gute restliche Saison 2015/2016 verspricht.

Kaum verschnaufen können wir, da am kommenden Freitag, 8. April, die Spielvereinigung um 18.30 Uhr bei 1860 München antreten wird. Die Münchner sind nicht gerade unsere Lieblingsgegner. Aber nach der heutigen Leistung kann man optimistisch sein: Diese Partie gegen den Tabellensechzehnten müsste das Kleeblatt doch gewinnen!