Bei “Self-fulfilling prophecy” (selbsterfüllende Prophezeiung) handelt es sich um einen soziologischen Begriff: Gemeint ist eine Vorhersage, die sich deshalb erfüllt, weil sich der Vorhersagende - meist unbewusst - so verhält, dass sie sich erfüllen muss. Klingt komplizierter als es ist.
Ich will ein Beispiel geben: So mancher Kleeblattfan träumt davon, dass die Spielvereinigung eines fernen Tages in der Champions League mitmischt. Da wird man dann gegen Teams wie Manchester United oder Inter Mailand antreten, man sitzt mit berühmten Fußballern nach dem Spiel im Ronhof bei Schäufele und Weizenbier zusammen. Und der Verein schneidet sich mal ein richtig dickes Stück vom großen (Geld-)Kuchen ab. Dass dieser Traum nicht bloß eine Fata Morgana ist, darüber habe ich in den “Greuther-Weibern” schon im November geschrieben, als die Fürther infra ein Anzeigenmotiv so titelte: “Fürth spielt ab 2012 endlich international.”
Auch in den vergangenen Tagen spukte das Wort Champions League wieder in den Köpfen der Fürther herum. Grund dafür sind die letzten Spiele des Kleeblatts, die sie – abgesehen von einem Treffer – mit 0:0 “gewannen”.
Unfreundliche Reaktionen beim Spiel gegen Union Berlin am vergangenen Freitag im Playmobil-Stadion – Schmährufe, Beschimpfungen und Pfiffe von den Rängen – bereiten den Verantwortlichen bei der Spielvereinigung Kopfzerbrechen. Aber Kleeblatt-Manager Rachid Azzouzi nimmt sein Team in Schutz. Man sei ja immerhin die drittbeste Mannschaft der Rückrunde, außerdem würden die Kleeblätter motiviert spielen und fighten.
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Vielleicht wäre es doch vernünftiger gewesen, sich heute Nachmittag ins Auto zu setzen und nach Südtirol zu fahren. Denn die Vernissage der Ausstellung ”Der Goldene Schuss” von der Künstlerin Julia Bornefeld in Bozen wäre mit Sicherheit amüsanter und befriedigender gewesen als das Spiel der Kleeblätter gegen Union Berlin.
Kalt war es im Fürther Ronhof, kalt und ungemütlich. Nur etwa 5500 Zuschauer fanden sich im Playmobil-Stadion ein, um die 26. Partie der Saison bei sehr problematischen Platzverhältnissen zu verfolgen. Um es kurz zu machen: Es ging 0:0 aus. Und: Die Begegnung war lasch und ohne echte Höhepunkte. Die Kleeblätter versuchten immer wieder ihr Glück. Aber – um mit einem Fürther Fan zu sprechen – “Müller und Allagui haben an allen Ecken und Enden gefehlt.”
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Gerade appellieren die Fanbeauftragten der deutschen Lizenzvereine in ihrem “Offenen Brief” noch an bestimmte Fußballfans, gefährliche Aktionen – wie das Zünden von Feuerwerkskörpern und andere “pyrotechnische” Aktivitäten – in den Stadien zu unterlassen, da sind wir – zumindest vom Vokabular her – schon wieder beim Thema. Der Kleeblatt-Coach Mike Büskens äußert sich zum bevorstehenden Spiel am Freitag gegen Union Berlin. Leider bedient er sich folgender, etwas unglücklichen Formulierung.
„Ich habe allergrößten Respekt, das ist eine gute Mannschaft, die mit ihren großen Spielern bei Standards brandgefährlich ist. Sie können guten Fußball spielen und kombinieren.“
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Fußball ist ja – angeblich – die schönste Nebensache der Welt. Was ist eigentlich die schönste Hauptsache? Egal…
Umso mehr erschüttern Meldungen, dass sich Ausschreitungen vor, während und nach Spielen in den Stadien häufen. Ich denke hier zum Beispiel an die – nach wie vor nicht aufgeklärten – Vorkommnisse beim DFB-Pokalspiel zwischen dem FC Bayern und der Spielvereinigung vor der Münchner Allianz-Arena, die Exzesse beim “Ostduell” zwischen Hansa Rostock und Union Berlin (übrigens der nächste Gegner der Kleeblätter am Freitag, 12. März, im Playmobil-Stadion). Und ich erwähne weiter das zunehmend gewalttätige Verhalten einiger Club-Fans in vergangener Zeit. Die Entwicklung in so mancher Fankurve entwickelt sich problematisch.
Das haben die Fanbeauftragten der Lizenzvereine zum Anlass genommen, sich am vergangenen Montag zusammenzusetzen. Ergebnis dieses Treffens im Stadioncenter des VfL Bochum 1848 ist ein offener Brief an alle Fußballfans, den wir hier in unserem Blog in voller Länge bringen möchten.
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Der große Vorteil des Internets ist ja, dass man überall auf der Welt darauf zugreifen und miteinander kommunizieren kann. Dazu gehören neben Mails auch Weblogs.
Und seit heute ist es also amtlich: Das “Greuther-Weiber-Blog” wird auch in Österreich gelesen. Ein guter Freund hat sich unser Interview in der “NZ”-Klickparade angesehen und spontan reagiert. Er ist selbst ein bekannter Glaskünstler aus Kramsach und bemerkt in seiner Mail treffend:
Ich dachte mir, dass ich das den fußballbegeisterten Greuter-Weibern nicht vorenthalten kann, und dann auch noch mit dem Flair von italodeutschem Einschlag.
Gemeint ist die Ausstellung “Der Goldene Schuss” von Julia Bornefeld, die ab 12. März 2010 in Bozen in Südtirol ausstellt. Die Künstlerin ist in Kiel geboren und lebt jetzt in Bruneck.
Sehr beziehungsreich ist das Foto auf der Ausstellungs-Info, das tatsächlich - gewissermaßen wie die Faust aufs Auge? – zum Thema “Frauen und Fußball” passt. Danke nach Österreich für den Kulturtipp – und viel Erfolg, Julia Bornefeld, mit der Ausstellung in Bozen.
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Wer mich kennt, der weiß, dass ich am Freitagabend gerne in Sachen Kultur unterwegs bin. Und da die Kleeblätter gestern in Düsseldorf zu Gast waren, hatte es sich erübrigt, mich einmal mehr zwischen Fußball und einem anderen Event entscheiden zu müssen.
Ich war also im Nürnberger “Casablanca” bei der fränkischen Gruppe “Chaotic Strings” zu Gast: Kultgruppe in Kultstätte. Die machen ein dadaistisches, mehr oder weniger intellektuelles Programm und bestechen vor allem mit ihrem musikalischen Können. Und das seit über drei Jahrzehnten! Nichtsdestotrotz kamen bei den (fußballinteresssierten) Mitgliedern der “Chaoten” in der Pause Überlegungen auf, wie man jetzt das Halbzeitergebnis der Partie Fortuna Düsseldorf gegen die Spielvereinigung herausbekommen könnte. Ohne Erfolg. Und auch gen Ende des Programms – so um 22.30 Uhr – stellte der chaotische Frontmann alias Lola Weiß dem Publikum die Frage, ob jemand das Endergebnis des Spiels kenne. Niemand hatte Infos – den Nürnbergern ist das ja ohnehin nicht so wichtig -, aber auf seine Bemerkung “Das ist ja auch egal” hörte ich aus meiner Reihe eine – wohl Fürther? – Stimme: “Das ist überhaupt nicht egal!”
Aber nun zum eigentlichen Thema: Das Spiel endete so, wie es angefangen hatte, mit 0:0. Offensichtlich war die Partie aber nicht so langweilig, wie man es vom Ergebnis her vermuten könnte. Die Spielvereinigung machte es den Rheinländern mit ihrer effektiven Defensive schwer, ein Tor zu schießen. Die Kleeblätter agierten mutig, mit wenig Respekt vor einer Mannschaft, die mit acht Heimsiegen in Serie aufwarten kann. Aber auch die Kleeblätter hatten mit ihren Aktionen (z. B. Supergelegenheit von Sami Allgui in der 69. Minute) keinen messbaren Erfolg. Auffallend – mal wieder – die große Anzahl Gelber Karten. Beim Kleeblatt waren es fünf, bei den Fortunen zwei, wobei sie das Spiel in der Schlussphase dann in Unterzahl bestreiten mussten: Van den Bergh sah nach einem Foulspiel an Nöthe die Gelb-Rote-Karte.
Insgesamt ein Spiel, in dem sich keine der beiden Mannschaften die Butter vom Brot nehmen ließ. Direkte spielerische Höhepunkte gab es nicht allzu viele, aber das Match war lebendig und bescherte den Fürthern gegen den Tabellenvierten wenigstens einen Punkt. Ein ausführlicher Spielbericht steht im Sportteil der “NZ.
“Da kann mer nix machen, des muss mer akzeptier´n” so lautet der Refrain eines Liedes der “Chaotic Strings”. Stimmt, so sehe ich das Ergebnis dieses Fußballspiels auch. Also: auf ein Neues am nächsten Freitag, 12. März! Da ist ab 18 Uhr das Team von Union Berlin im Playmobil-Stadion zu Gast, und keine kulturelle Veranstaltung der Welt wird mich davon abhalten, an diesem Abend wieder ganz fürs Kleeblatt da zu sein.
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Heute mal etwas in eigener Sache: Zwei von den drei Greuther-Weibern waren zu Besuch im Videostudio der “Nürnberger Zeitung” und ließen sich von Moderatorin Anabel Schaffer für die “NZ-Klickparade” interviewen. Dabei ging es um einige Background-Infos, wie z. B. die Frage, was eigentlich der ursprüngliche Beweggrund war, das Blog “Greuther-Weiber” ins Leben zu rufen. Oder: Wie kommen die Blogbeiträge bei den Lesern an? Und: Gibt es schon eine Art “Fan-Gemeinde” der “Greuther-Weiber”?
Wer mehr wissen möchte, der kann sich die “NZ-Klickparade” ansehen. Das Interview mit kiki und uwo findet man in der zweiten Hälfte der Klickparade.

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Am Freitag ab 20.30 Uhr tritt die Spielvereinigung in der ESPRIT arena gegen Fortuna Düsseldorf an. Die Begegnung wird es in sich haben, denn die Nordrhein-Westfalen stehen auf Platz 4 der Tabelle, und die Kleeblätter wollen von ihrem achten Platz unbedingt weiter gen oben marschieren
Ein besonderer Termin wird dieser Besuch in Düsseldorf auch für den Fürther Coach Mike Büskens sein. Denn der 41-Jährige wurde nicht nur dort geboren. Seine Karriere hat auch in der Jugend der Fortuna so richtig Fahrt aufgenommen. Nach einem kurzen Gastspiel beim VfL Benrath kehrte Büskens 1987 zur Fortuna zurück. Hier absolvierte er bis 1992 insgesamt 101 Bundesliga-Partien und ein Zweitliga-Spiel.
Drücken wir also Mannschaft und Trainer morgen Abend die Daumen, dass die Partie – trotz aller nostalgischer Gefühle von Büskens für seine Heimat – doch ein voller Erfolg für die Kleeblätter wird. Nicht, dass er sich - nach Art des HB-Männchens – so ärgern muss wie auf dem nebenstehenden Foto, das beim Pokalspiel gegen den FC Bayern München entstand!
Übrigens: Wer Lust hat, ein ausführliches Interview mit Mike Büskens zu lesen, der findet das auf der Homepage von Fortuna Düsseldorf, also hier.
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Was ist so ein Winterurlaub doch herrlich! Ich gleite mit neuen Langlaufkiern in halsbrecherischer Geschwindigkeit über die Loipen, fahre bei herrlichstem Sonnenschein und zwei Grad minus durch die winterliche Landschaft am Dachstein. Da kann man mal so richtig abschalten von zu Hause und all jenem, was mit dem Beruf zu tun hat.
Doch, halt: Welche Laute dringen zwischen Anstieg und Abfahrt, Gamssuppe und Kaiserschmarrn an mein Ohr? Fränkische. “Wie hat’n der Glubb g´schbillt?” fragt ein Freizeitsportler hinter mir einen anderen. “Na, was wohl? Nur unentschieden. Aber die steign trotzdem ab.” Denen ist eben nicht mehr zu helfen, denke ich – mit ein wenig Schadenfreude – bei mir. Denn als überzeugtes Greutherweib interessiert mich das Wohl und Wehe des Vereins der Nachbarstadt ja nur peripher.
Aber wie die Spielvereinigung Greuther Fürth sich schlägt, das bewegt mich natürlich auch fernab der Heimat und des Playmobil-Stadions. Um das zu erfahren, müsste ich ja nur in einem steiermärkischen Internetcafé den Greutherweiber-Blog der “Nürnberger Zeitung” aufrufen und mir die Ausführungen meiner Kollegin “sabbel” (danke für Deine Beiträge!) zu Gemüte führen. Was ich allerdings unterlasse, denn im TV-Videotext lese ich ohnehin von den Erfolgen der Kleeblätter, und am Telefon informieren mich Familie und Freunde darüber, dass der Weg der Fürther Mannschaft momentan (unaufhaltsam?) nach oben geht.
Gut, das soll so bleiben. Die schöne Zeit des Urlaubs ist vorbei. Ich klinke mich wieder ins aktuelle Geschehen der zweiten Bundesliga ein und werde ab sofort das Schicksal der Spielvereinigung wieder begleiten und kommentieren. Am Freitag, 5. März, geht’s also ab 20.30 Uhr in der ESPRIT arena gegen die Fortuna Düsseldorf. Sicherlich keine einfache Begegnung, denn der Kleeblatt-Gegner liegt auf Tabellenplatz vier, hat sich inzwischen vermutlich von den Strapazen des Karnevals erholt und für die restlichen Spieltage bestimmt noch einiges vor. Aber das soll uns nicht schocken!
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27. Februar 2010 von sabbel
Er ist 28 Jahre jung, trägt die Rückennummer 18 und durfte zuletzt nur zuschauen: Gegen Hansa Rostock bekam Leo Haas aber endlich wieder eine Einsatzchance. Und er nutzte seine Bewährungschance prompt. In der zwölften Minute schoss er das Siegtor für die Fürther.
Sonst war es wieder mal eine Partie, die mich – abgesehen von der ersten halben Stunde – spielerisch nicht gerade überzeugt hat. Allerdings kam von den Rostockern, die ihr erstes Spiel unter dem neuen Trainer Thomas Finck absolvierten, viel zu wenig, um den zweiten Kleeblatt-Sieg in Folge gefährden zu können. Ein insgesamt verdienter Dreier für die Fürther, also. Und vielleicht darf sich der Torschütze Haas künftig ja wieder auf mehr Einsätze im Fürther Trikot freuen.
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