Was hat man in den vergangenen Monaten in Fürth über Jasmin Fejzic diskutiert! Er war der Keeper, der beim DFB-Pokal-Halbfinale gegen Borussia Dortmund in der 118. Minute der Verlängerung eingewechselt wurde und dann traurige Berühmtheit erlangte. Trainer Mike Büskens hatte wohl schon mit einem Auge zum bevorstehenden Elfmeter-Schießen geschielt und wollte dem vermeintlichen “Elfmeter-Killer” Jasmin eine Chance geben. Was dann kam, ist Legende. Durch einen unglücklichen Zufall konnte Jasmin ein Tor des Ex-Cluspielers Ilkay Gündogan nicht halten: Drei Sekunden vor Schluss schoss Gündogan aus 17 Metern, der Ball ging an den Pfosten, prallte an den Rücken des Keepers und von dort ins Tor. Konsequenz: Die Bundesliga-Top-Mannschaft aus Dortmund gewann damit das Spiel mit 1:0 – und ist inzwischen ja auch DFB-Pokalsieger geworden.
Um das Pech von Jasmin Fejzic perfekt zu machen. Beim letzten Liga-Spiel gegen Hansa Rostock wurde er wieder drei Minuten vor Ende der Partie ins Fürther Tor gewechselt. Und – man sollte es kaum glauben – er ließ in der allerletzten Minute das Tor von Ex-Clubberer Marek Mintal in den Fürther Kasten. Nur gut, dass zu diesem Zeitpunkt die Frankfurter Eintracht ihr Spiel schon verloren hattte, und das 2:2-Unentschieden des Kleeblatts unterm Strich für den Gewinn der Zweitliga-Meisterschaft und den Aufstieg egal war.
Also: Torhüter Jasmin Fejzic verlässt jetzt die SpVgg und wechselt zum Zweitliga-Aufsteiger VfR Aalen. Er spielte bereits von 2005 bis 2007 fürs Kleeblatt, ehe er für zwei Jahre nach Braunschweig wechselte. Seit 2009 war der 25-jährige Bosnier dann wieder für die SpVgg im Einsatz. In Aalen hat Fejzic einen Zwei-Jahres-Vertrag unterschrieben. Für ihn sicherlich eine optimale Lösung, denn beim Fürther Kleeblatt hatte er praktisch kaum Chancen, am erfolgreichen Keeper Max Grün vorbei und öfter ins Tor zu kommen.
Die Greuther-Weiber wünschen Jasmin alles Gute – vor allem mehr Glück!
Mai
15
2012
Kleeblatt in Zukunft ohne Jasmin im Tor
Mai
13
2012
Historischer Sieg für Ex-Kleeblatt Thomas Wörle
Gestern lagen Freude und Enttäuchung beim deutschen Star-Verein Bayern München nah beieinander. Abends verlor das Männerteam in Berlin das DFB-Pokalendspiel gegen den Deutschen Meister Borussia Dortmund mit 2:5 Toren. Wenige Stunden vorher hatte schon das Pokal-Endspiel der Damen stattgefunden. Mit dem sensationellen Sturz des Titelverteidigers und Rekordchampions 1. FFC Frankfurt feierten die Fußballerinnen von Bayern München den ersten Pokaltriumph ihrer Vereinsgeschichte. Der krasse Außenseiter gewann mit 2:0, der mit 60.000 Euro dotierte Triumph ist der größte Erfolg der Bayern-Frauen seit dem Gewinn der Meisterschaft 1976. Keinen Stich konnte der mit zahlreichen Nationalspielerinnen gespickte Favorit aus Frankfurt setzen und verpasste vor 15 678 Zuschauern im RheinEnergie-Stadion in Köln seinen neunten Cup-Erfolg.
Interessant ist der Sieg der Bayern-Frauen für ein Greuther-Weib, bei dem sich ja primär alles rund um die Spielvereinigung dreht, wegen des Trainers des FCB: Thomas Wörle. Er war mal ein Fürther Spieler, hatte in seiner aktiven Fußballerkarriere zur Saison 2008/09 zur Spielvereinigung gewechselt und wurde in 12 Spielen eingesetzt. Auf dem Foto sieht man ihn “voll in action” vor vier Jahren im Dress der SpVgg. Zum Ende der Saison 2009/10 beendete Wörle aus gesundheitlichen Gründen seine Spielerkarriere und übernahm dann 2010/11 das Traineramt der Damenmannschaft beim Münchner Top-Verein. Seine Schwester Tanja spielt für den Frauen-Bundesligisten. Trainiert wurde die Mannschaft bis 2012/11 von Günther Wörle, dem Vater von Tanja und Thomas Wörle, der dann von seinem Sohn Thomas beerbt wurde.
Während die männlichen Kollegen beim FCB Titel in Serie sammeln, machen sich die Frauen als Talentschmiede einen Namen. Wie in vielen Fußball-Vereinen stehen auch hier die Frauen im Schatten der erfolgreichen Herrenmannschaft, aber seit gestern könnte sich das zumindest im München ein kleines bisschen ändern.
Mir hat nach dem Sieg der Bayern- Frauen besonders gefallen, wie sympathisch und voller Begeisterung Thomas Wörle und sein Team den völlig unerwarteten Gewinn des DFB-Pokals im Kölner Stadion gefeiert haben. Den Münchner Mädels ist es zu gönnen, aber mit einem Ex-Kleeblatt als Trainer war ja eigentlich auch nichts anderes zu erwarten, oder?
Mai
9
2012
Erleichterung in Fürth : Mike Büskens bleibt
Die Spielvereinigung und Trainer Mike Büskens haben sich heute auf eine Verlängerung des Vertrags um ein Jahr bis zum 30. Juni 2013 verständigt. Eine tolle Nachricht für die SpVgg und alle Fürther Fans, die seit Wochen gefürchtet haben, dass der Kleeblatt-Coach sich einen Verein sucht, mit dem er näher bei seiner Familie ist.
Mit Bujo Büskens als Coach spielte das Kleeblatt die erfolgreichste Saison in der 15-jährigen Zugehörigkeit zur zweiten Liga, machte vorzeitig den direkten Aufstieg klar und krönte die Spielzeit mit Tabellenplatz eins und der Meisterschaft der zweiten Bundesliga.
Auf der Website der SpVgg bittet er um Verständnis, dass er sich für seine Entscheidung etwas Zeit genommen hat:
“Es war wichtig, nach einer auch kräftezehrenden Serie, die Saison zu analysieren und einen perspektivischen Blick nach vorne zu werfen. Meine Familie musste sich wiederfinden und sie steht voll hinter meiner Entscheidung, den erfolgreichen Weg mit der SpVgg weiterzugehen. Beeinflusst hat uns dabei natürlich auch die Wärme und Begeisterung, die wir bei der Aufstiegsfeier am Fürther Rathaus gespürt haben. Wir haben eine schwierige Aufgabe in der Bundesliga vor uns, die wir gemeinsam für die Fürther, den Verein und die Menschen, die das Kleeblatt im Herzen tragen, angehen wollen.“
Vielleicht haben sich Mike Büskens und seine Frau bei ihrer Entscheidung ja auch ein kleines bisschen von den Argumenten der Greuther-Weiber beeinflussen lassen? Schön wär’s!
Mai
8
2012
Büskens sagt dem 1. FC Köln ab
Vorerst Erleicherung: Mike Büskens hat zumindest dem 1. FC Köln abgesagt und ist nicht bereit, dem Absteiger über die nächste Saison zu helfen. „Ich stehe für das Trainer-Amt beim 1. FC Köln nicht zur Verfügung“, sagte er gestern Abend der größten deutschen Boulevardzeitung. Allerdings hat er offen gelassen, ob er weiter bei der Spielvereinigung arbeiten oder zu einem anderen Klub wechseln wird. Eine Entscheidung werde so schnell wie möglich fallen, kündigte der Ex-Profi an.
Damit kann man also fürs Kleeblatt noch nicht Entwarnung geben: Das “Trainerkarussell” rotiert gerade zu Saisonende wie wild. Dem 1. FC Köln hat Büskens zwar abgesagt, aber auch der FC Augsburg, Hertha BSC, Bayer Leverkusen und Borussia Mönchengladbach – für den Fall, dass Lucien Favre geht – suchen einen Coach.
Also für Fürther Fans heißt es: Weiter abwarten und sehen, was die nächsten beiden Tage noch bringen. Am Donnerstag werden die Würfel gefallen sein.
Mai
7
2012
Mike Büskens: “Entscheidung bis Donnerstag”
Das Zittern um die Trainerfrage bei der Spielvereinigung wird nur noch wenige Tage dauern. Nach dem 2:2-Unentschieden bei Absteiger Hansa Rostock und dem Gewinn der Meisterschaft der zweiten Liga hat Coach Mike Büskens angekündigt, dass die Entscheidung um sein Bleiben in Fürth “sehr zeitnah” fallen werde. Im TV-Sender Sky sagte Büskens: “Ich konnte die Tage nutzen, mir mal eine Übersicht zu verschaffen, was ich mache, um zu schauen, was passt. Wo kann ich mich wiederfinden?” Spätestens am Donnerstag werde geklärt sein, ob er Fürth treu bleibt.
Die Kleeblatt-Mannschaft hat sich nach dem letzten Saisonspiel an der Ostsee für drei Tage auf den Weg nach Mallorca gemacht, um dort zu relaxen und auch zu feiern. Am Donnerstag werden die Kleeblättler nach dem Eintrag ins Goldene Buch der Stadt Fürth offiziell die Meisterschale bekommen. Spätestens dann soll die Mannschaft wissen, wer sie in der kommenden Spielzeit trainiert.
In vielen Sport-News-Tickern wird Mike Büskens als zukünftiger Trainer von Bayer Leverkusen oder – und das konkretisiert sich immer mehr – des 1. FC Köln gehandelt. Letzteres ist für mich nicht ganz nachvollziehbar, denn jetzt einen Verein zu trainieren, der gerade von der ersten in die zweite Bundesilga abgestiegen ist, was ist daran reizvoll? Oder hat Mike Büskens eben ein Herz für Underdogs und will mit dem Kölner Traditionsverein beweisen, dass er “der” Macher von Aufsteigermannschaften ist?
Und wer könnte im worst case – dem Weggang von Büskens – zum Kleeblatt kommen? Gerüchte gibt es viele. Für die Stadt Fürth, das neuentdeckte Selbstbewusstsein der Kleeblatt-Fans und auch die gesamte Spielvereinigung wäre der Weggang von Büskens auf jeden Fall ein Tiefschlag.
“Ich war Meister der Herzen, jetzt Meister der 2. Liga, das ist doch schön”, brachte es Büskens in Rostock auf den Punkt. Warum dann nicht Deutscher Meister mit der Spielvereinigung in der Bundesliga in der kommenden Saison? Der FC Kaiserlautern hat es vorgemacht. 1998 ist ihnen die wohl größte Sensation in der Geschichte des Deutschen Fußballs gelungen: Als Aufsteiger holte der FCK unter Trainer Otto Rehhagel die Deutsche Meisterschaft. Eine Leistung, die nie zuvor und auch nie danach wiederholt werden konnte. Das wäre doch vielleicht eine Herausforderung für einen Coach wie Mike Büskens?
Mai
6
2012
Meister-Felge fürs Kleeblatt – Nie mehr 2. Liga!
Eines vorweg: Da hatten wir doch echt Schwein (das auf meinem Foto liegt übrigens in der Rostocker Fußgängerzone!), dass es am vergangenen Sonntag – bei der großen Aufstiegsfeier vor dem Fürther Rathaus – wettermäßig besser war als heute. Zumindest was die Temperaturen anbelangt.
Jetzt zur Sache: Die Spielvereinigung trat beim allerletzten Spiel in der Saison 2011/12 in der DKB-Arena beim Tabellenletzten Hansa Rostock an. Einige unverdrossene Fans waren mit an die Ostsee gefahren, um ihr Kleeblatt, das endlich den Aufstieg in die erste Bundesliga geschafft hat, auch hier noch mal lautstark zu unterstützen. Der Fürther Coach Mike Büskens hatte es treffend im Vorfeld formuliert: “Hansa wird sich vernünftig von den Zuschauern und aus der zweiten Liga verabschieden. Sie werden sicher nicht Spalier stehen und uns nur das Beste wünschen.“
Und so war es auch. Die Rostocker Mannschaft um den Nürnberger Ex-Trainer Wolfgang Wolf zeigte Rückgrat und spielte nicht schlecht auf. Das erste Tor schoss dann aber Christopher Nöthe in der 35. Minute nach guter Vorlage von Milorad Pekovic. In der fernen Heimat erst mal Erleichterung bei allen Fans, lag doch zu diesem Zeitpunkt die Frankfurter Eintracht mit 0:1 zurück. Dann der Schock beim Ausgleichstor durch Stephan Gusche. Minutenlanges Zittern, aber Sercan Sararer traf nach hervorragender Vorarbeit von Mergim Mavraj zum 1:2.
Doch der Hammer kam kurz vor Schluss. Wie beim DFB-Pokalspiel gegen Meister Borussia Dortmund wird Keeper Max Grün gegen Jasmin Fejzic ausgewechselt. Und der arme Kerl wird es verfluchen: Marek Mintal schießt in der 90. Minute das Tor und damit endet die Partie in Rostock “nur” unentschieden 2:2.
So what. Das Kleeblatt ist mit 70 Punkten Tabellenerster. Dank an den Karlsruher SC, der Eintracht Frankfurt mit 1:0 besiegt hat.
Bleibt mir nach diesem Spiel und dem Gewinn der Meisterschale der 2. Bundesliga – der “Felge” – nur zu sagen: Super, Kleeblatt, Kompliment, das habt Ihr toll gemacht.
Apr
30
2012
Liebe Frau Büskens, haben Sie doch ein Herz für Fürth!
Liebe Simone Büskens,
heute möchte ich mich als Greuther-Weib ganz persönlich an Sie wenden. Die Spielvereinigung Greuther Fürth ist in dieser Saison endlich in die erste Bundesliga aufgestiegen. Die große Feier gestern vor dem Fürther Rathaus – es waren fast 30 000 Menschen da – hat gezeigt, dass auch eine fränkische Stadt Emotionen zeigen kann und sich für ihren Fußball-Verein unbändig freut. Dass die Mannschaft jetzt erstklassig wird, hat sie in erster Linie Ihrem Mann, dem Trainer Mike Büskens, zu verdanken.
“Trainer, Trainer – bleibst Du bei uns in Fürth?” hat Gerald Asamoah auf dem Rathausbalkon über das Mikrophon Ihren Mann gefragt. Und er wiederholte die Frage mehrmals. Mike Büskens antwortete auf diese Gretchenfrage eher ausweichend, nach dem Motto: “Feiert heute erst mal den Aufstieg, morgen sehen wir weiter.”
Ihr Mann hat bisher seinen auslaufenden Vertrag (noch) nicht verlängert. In seiner Brust schlagen mit Sicherheit zwei Seelen: Einerseits die Liebe zur Spielvereingung, zu “seiner” Mannschaft, zu seinem Erfolg. Und der Spaß, jetzt in der Bundesliga zu beweisen, dass das Kleebatt nicht zufallig aufgestiegen ist, sondern sich auch in der ersten Klasse halten wird.
Andererseits hat er gute Gründe, in den Westen zurückzukehren: Seine Familie – Sie und Ihre beiden Töchter Laura und Kiara – wohnt in Gelsenkirchen. Dorthin fährt Mike Büskens so oft er kann. Er sagt von sich selbst, er sei ein “Familienmensch”. Sympathisch, aber uns Fürthern nützt das in der momentanen Situation wenig.
Deshalb der Vorschlag von einem Greuther-Weib, das seinem Bauchgefühl meistens vertraut, das aber auch dafür plädiert, dass man alle Argumente auf den Tisch legen sollte, bevor man eine (wichtige) Entscheidung trifft: Lassen Sie Ihren Familienrat noch mal zusammenkommen. Besprechen Sie alles in Ruhe. Und wägen Sie Pro und Contra gegeneinander ab.
Aber denken Sie auch daran, dass Sie den vielen Kleeblattfans, ach was, der gesamten Stadt Fürth eine große Freude machen, wenn Sie Ihren Mann Mike Büskens motivieren, erst mal als Trainer hier zu bleiben.
Danke für Ihr Verständnis. Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie alles Gute.
Herzliche Grüße aus Fürth
Greuther-Weib Kiki
Apr
29
2012
Kleeblatt im Aufstiegsrausch
Das Wetter war weniger erstligatauglich als angekündigt, aber was ein echter Kleeblatt-Fan ist, den juckt das wenig. Die Stimmung in der mit 15 500 Zuschauern komplett ausverkauften Trolli ARENA war beim letzten Heimspiel in dieser Saison gigantisch. Mich hat besonders gefreut, dass Campino von den “Toten Hosen” den Weg nach Fürth gefunden hatte. Er ist wohl der bekannteste Fan des heutigen Kleeblatt-Gegners, Fortuna Düsseldorf. Ich finde: Der aktuelle Tote-Hosen-Song bringt die derzeitigen Gefühle aller Fürther auf den Punkt und könnte auch hier zur neuen Hymne avancieren:
“An Tagen wie diesen, wünscht man sich Unendlichkeit.
An Tagen wie diesen, haben wir noch ewig Zeit,
wünsch ich mir Unendlichkeit.”
Die Spielvereinigung hat von Beginn an das Geschehen auf dem Spielfeld klar dominiert. Die Bedenken, dass die ganze Mannschaft geistig schon mehr bei der Aufstiegsfeier sein könnte, traf nicht zu. Das Team spielte konzentriert und angriffslustig, wirklich erstklassig. Aber erst in der 33. Minute traf Christopher Nöthe nach einer tollen Vorlage von Sercan Sararer endlich zum 1:0. Übrigens der 12. Saisontreffer für Nöthe. Bis zur Halbzeit hätte das Kleeblatt mit guten Chancen von Asamoah und Pektürk den Vorsprung noch erhöhen könne, aber was soll’s?
In der zweiten Halbzeit hätten mehrere Tore für das Kleeblatt fallen können, aber die Fürther schafften es nicht, totsichere Chancen zu nutzen. Die Quittung kassierte die SpVgg dann auch prompt in der 60. Minute mit dem Ausgleichstor der Fortunen.
Fazit: Campino wird sich freuen, dass seine Fortunen mit dem 1:1 noch Chancen auf den Relegationsplatz haben. Ich gönne es ihm. Und die Kleeblatt-Fans sind begeistert, dass die Frankfurter Eintracht zu Hause mit 0:2 gegen 1860 München verloren hat. Damit hat die SpVgg bis zum letzten Spiel am 6. Mai in Rostock mit einem Punkt Vorsprung den ersten Tabellenplatz zurückerobert.
Jetzt steht einer ausgiebigen Feier in der Fürther Innenstadt nichts mehr im Wege: Autokorso – Rathausbalkon – Gustavstraße. Es werden 35 ooo Leute erwartet. Das wird eine lange Nacht!
Apr
24
2012
Natürlich geht der BR lieber nach Fürth!
Seit gestern Abend steht es fest: Die Fußball-Mannschaften der beiden Städte, zu denen ich die tiefste emotionale Bindung habe, steigen in der nächsten Saison in die erste Bundesliga auf: Fürth und Frankfurt. In der ersten lebe und arbeite ich seit über 20 Jahren, in der zweiten bin ich geboren und habe die ersten Jahre meiner Kindheit verbracht. Also: Für mich ein Erfolg auf ganzer Linie.
Die Stimmung in der Aufsteigerstadt Fürth ist seit Tagen erstklassig. Nach und nach werden Häuser und Balkone, sogar das Rathaus (Foto) beflaggt, man fiebert der großen Aufstiegsfeier am nächsten Sonntag, 29. April, ab 18 Uhr vorm Fürther Rathaus – und nicht nur da – entgegen.
Zur Belustigung vieler Kleeblatt-Fan ist jetzt noch eine Entscheidung des Bayerischen Rundfunks avanciert: Die nächste Ausgabe von “Blickpunkt Sport” wird nicht von der Nachbarstadt Nürnberg aus gesendet. Nein, der TV-Event findet in der “Comödie” in Fürth statt. Sendetermin: Montag, 30. April, 20.15 Uhr im Bayerischen Fernsehen.
Das ganze wäre eigentlich nur eine Randmeldung, wenn die Verantwortlichen des 1. FCN nicht beschlossen hätten, die Sendung zu boykottieren. Nach Fürth geht man offensichtlich nicht, da verzichtet man lieber vollkommen auf Medienpräsenz. Die Sicht der “3 Clubfreunde” zu diesem Thema kann man hier lesen.
Ich kann mich nur wundern! Aus allen Städten in Deutschland erhält man derzeit herzliche Glückwünsche zum Aufstieg, aus Berlin, Bremen, Dortmund, sogar aus München. Aber die direkt angrenzende Stadt lässt jede Souveränität vermissen und schmollt. Mir kommt es so vor, als ob die Antipathie zwischen Fans von Bayern München und der Spielvereingung kleiner wäre als die zwischen Clubberern und Kleeblättern. Da kann ich nur sagen: Wo bleibt Eure Lockerheit, Sportsfreunde?
Apr
20
2012
Kleeblatt in der 1.Liga – ohne Büskens und Azzouzi?
Eine Meldung hatte heute den Fans des Bundesliga-Aufsteigers SpVgg Greuther Fürth den Tag versaut: Der Kölner “Express” hat gemeldet, dass Rachid Azzouzi ein ernsthafter Kandidat für den Job des Sportdirektors beim 1. FC Köln sei. Laut der Kölner Boulevard-Zeitung ist der Kleeblatt-Manager die Alternative schlechthin, sollte Hannover 96-Manager Jörg Schmadtke endgültig absagen. Dieser hat bereits deutlich dementiert, sich überhaupt mit den ‚Geißböcken‘ zu befassen. Aber was soll Rachid eigentlich beim FC. Köln? Die steigen aller Wahrscheinlichkeit ab – und seit Montag ist klar, dass er mit dem Kleeblatt in der nächsten Saison in der ersten Bundesliga agieren wird.
Jetzt aber noch ein paar Sätze zum heutigen Spiel gegen den FSV Frankfurt. Ich will nicht in das Horn vieler Journalisten blasen, dass die Spieler in der Nacht von Montag auf Dienstag in der Gustavstraße zu wild gefeiert haben und deshalb heute nur mit gebremsten Schaum spielen konnten. Das ist zu banal. Fakt ist trotzdem, dass der FSV Frankfurt nach 17 Minuten das erste Tor schoss und der Spielvereinigung den Wind aus den fußballerischen Segeln nahm. Bernd Nehrig verwandelte dann immerhin einen Foulelfmeter, seine Oberschenkelverletzung platzte dabei aber erneut auf. Das Spiel endete unentschieden 1:1. Damit hat die Spielvereinigung den fehlenden Punkt für den Aufstieg entgültig bekommen.
Ein weiteres Gerücht verdichtete sich heute schon den ganzen Tag und wurde auch am Freitag Abend weder dementiert noch bestätigt. Wandert “unser” Mike Büskens – der die “Unaufsteigbar-Tour” ad absurdum führte und auf unserem Foto nachts um 2 Uhr bei der Gustav-Straßen-Fete mit Rachid Azzouzi eintrifft – doch Richtung Nordrhein-Westfalen ab? Köln, Leverkusen? Er überlegt es sich in den nächsten Tagen mit seiner Familie, so heißt es.
Na, warten wir mal ab. Denn das wäre für die Fürther Fans ein echter “Hammer”.
