Unschöner Empfang in der Großstadt Fürth

Unterfuehrung_Bahnhof_Fuerth“Unsere Stadt soll schöner werden”. Das hat sich nicht nur Fürth für die nächsten Jahre vorgenommen. Die “Neue Mitte”, die Optimierung des Wochenmarktes, die Vergrößerung des Stadions am Laubenweg – die Projekte in der Kleeblattstadt sind vielfältig.
Allerdings findet man noch immer triste Ecken in Fürth, die weder Einwohner noch Gäste erfreuen. So ist beispielsweise der Hauptbahnhof alles andere als eine Augenweide. Die Eingangshalle ist eng, außer der Bahnhofsbuchhandlung sind hier nur Automaten zu finden. Noch schlimmer das Untergeschoss: Eine Bäckerei, ein paar mit Brettern zugenagelte Wände – das macht auf Besucher, die wegen der hübschen Altstadt Fürths, des Jüdischen Museums oder kultureller Veranstaltungen hierher kommen und mit dem Zug anreisen, einen mehr als schlechten Eindruck.
Die Krönung der Hässlichkeit ist für mich der Aufgang von der Unterführung zum “Südausgang”. Hier haben sich übereifrige Anhänger der Spielvereinigung mit einem weiß-grünen Graffito verewigt. Was hat man sich dabei wohl gedacht? Will man Clubfans schon beim Eintreffen in der “feindlichen Zone” brüskieren? Oder ehemalige Kleeblattfans, die vom aktuellen Tabellenplatz in der Zweiten Liga nicht begeistert sind, wieder neu motivieren? Für beides ist dieses “Kunstwerk” allerdings denkbar ungeeignet.

Bengalos beim Derby: Jetzt muss das Kleeblatt bluten

Wir erinnern uns alle an das letzte Lokalderby gegen den Club im Grundig-Stadion Nürnberg am 20. Dezember vergangenen Jahres: Das Spiel ging unentschieden 0:0 aus, es verlief entgegen aller Unkenrufe im Vorfeld im Großen und Ganzen friedlich. Naja, es war eben Vorweihnachtszeit.
Den einzigen “Ausrutscher” leisteten sich Fans im Fürther Block. Wohl aus allgemeinem Frust und aufgestauter Aggression gegen den Erzfeind aus der Nachbarstadt zündeten einige Kleeblattanhänger vor dem Anpfiff und während des Spiels grüne Rauchbomben und bengalische Feuer. Damit sorgten sie bei den 47.500 Besuchern für Unmut. Deshalb wurde die Spielvereinigung am Mittwoch vom DFB-Sportgericht zu einer Geldstrafe von 15.000 Euro verurteilt. Die Begründung lautet: “Fortgesetztes unsportliches Verhalten der Kleeblatt-Fans im Auswärtsspiel beim 1. FC Nürnberg”.
Aber es hat noch weitere Bundesliga-Vereine erwischt: Auch Hannover 96 ist für das Fehlverhalten einiger Anhänger zu einer Strafzahlung in Höhe von 20.000 Euro verurteilt worden. Sportlich war es ein Spektakel, als sich Werder Bremen und Hannover 96 am 13. Dezember 2014 mit 3:3 trennten. Zwei Gästefans konnten das Geschehen allerdings nicht genießen. Nachdem 96-Anhänger vor dem Anpfiff fünf Böller gezündet hatten, erlitten sie ein Knalltrauma. Außerdem hatte die Jacke eines Zuschauers “durch einen pyrotechnischen Gegenstand” Schaden genommen, wie der DFB mitteilte.
Und noch zwei Erstliga-Klubs müssen für das Fehlverhaltens ihrer Fans bezahlen: Das Sportgericht verurteilte den FC Schalke 04 zu einer Strafe von 60.000 Euro für gleich drei Fehltritte der Gelsenkirchener Anhängerschaft. Schalkes Erzrivale Borussia Dortmund wird ebenfalls zur Kasse gebeten: Wegen mangelnden Schutzes des Gegners und eines Schiedsrichters – jeweils in Tateinheit mit unsportlichem Verhalten – muss der derzeitige Tabellen-Vorletzte 17.500 Euro berappen.

Insgesamt sind solche Fan-Aktionen also nur negativ: Sie kommen die Vereine teuer zu stehen und schaden dem Image der Klubs und des Fußballs im Allgemeinen!

Bart oder kein Bart – das ist hier die Frage

Fast zehn Jahre liegen zwischen diesen beiden Fotos des Fürther Publikumslieblings Stephan Schröck. Im Jahr 2005 war er noch jungenhaft und soft. 2015 ist er männlicher, markanter, hat mehr Tattoos. Und: Seit einiger Zeit schmückt ihn ein mehr oder minder langer Bart. Einige weibliche Kleeblattfans fahren voll auf dieses wollige Outfit ab, andere reagieren eher mit zurückhaltender Begeisterung.

Dieser Bart wäre Stephan Schröck bei der Ankunft auf dem Flughafen in Antalya fast zum Verhängnis geworden. Auf dem Weg ins Trainingslager in der Türkei mussten alle Kleeblattspieler routinemäßig durch die Passkontrolle. Keiner hatte Probleme – bis auf “Schröcki”. Das Foto in seinem Reisepass hat wohl so gar nichts mehr damit zu tun, wie er heute aussieht. Aber nach einigem Hin und Her legten die türkischen Grenzbeamten dann kein Veto mehr ein. Und Stephan Schröck durfte einreisen. Gut unterrichtete Kreise haben übrigens gemeldet, dass Schröck seinen Gesichtsschmuck inzwischen auf Millimeterlänge rasiert haben soll.

Pimp your home im Kleeblatt-Look

Greuther-Weiber sind – wie der Name schon sagt – weiblich. Und da sollte man sich (um dem KKK-Klischee zu entsprechen) über eine frauenfreundliche Aktion der Spielvereinigung wohl freuen: Einen Monat lang konnten alle Kleeblatt-Fans bei einem Einkauf im Online-Shop an einer ganz besonderen Verlosung teilnehmen. Zu gewinnen gab es eine Küche im weiß-grünen Design. Aus allen Teilnehmern wurde nun die Gewinnerin gezogen. Barbara Sattler aus Forchheim ist die glückliche Siegerin. Am vergangenen Samstag wurde ihr  die Designer-Küche im Kleeblatt-Look übergeben.
Die Küche mit Edelstahl-Spülbecken, Edelstahl-Dunstabzugshaube und weiss-gruene-Wohnung Cerankochfeld hat insgesamt eine Länge von 3,10 Metern und zeigt an der Nischenrückwand die Fürther Skyline sowie das Kleeblatt-Logo und den Schriftzug der Spielvereinigung. Die Küche kostet regulär… Na, wieviel wohl? Natürlich 1903 (!) Euro. Die stolze Gewinnerin ist übrigens seit vielen Jahren treuer Fan des Vereins und in dieser Saison auch Dauerkartenbesitzerin für die Spiele im Stadion am Laubenweg.

Das hat schon etwas, sich in der Wohnung oder im Haus so eine weiß-grüne Kleeblattküche hinzustellen. Aber ich kenne Fans der Spielvereinigung, die noch ganz andere Accessoires zu Hause haben. Da gibt es Bettwäsche, Toaster, Grillsets und Duschvorhänge. Man kann auch sein Wohnzimmer mit einer Kleeblattbordüre (Foto aus dem Shop), einem Wandtattoo oder einer weiß-grünenEdelstahlleuchte schmücken. Wem also daran liegt, dass sein ganzer Alltag im Kleeblatt-Design erstrahlt, der kann sich voll ausleben. “Pimp your home” ist das Motto!

Trotzt dem Orkan: Dann eben Frankfurt Cup im TV

Stürmböen, orkanartige Windattacken auf den Straßen und im Bahnverkehr legen heute in ganz Deutschland den Verkehr lahm. Deshalb haben auch einige Kleeblattfans, die sich morgens auf den Weg nach Frankfurt machen wollten, umdisponiert: Sie sind nicht in die hessische Metropole gefahren, sondern zu Hause geblieben. Heute Abend findet nämlich ab 17.30 Uhr wieder der Frankfurt Cup – das 37. Frankfurter Hallenfußballturnier – statt. Im vergangenen Jahr hat die Spielvereinigung das Turnier gewonnen. Fußballfans, die die Bundesligapause überbrücken möchten, bleibt nur die Alternative, sich die Spiele im Fernsehen anzusehen. Ab 17.30 Uhr überträgt der Sportsender “Sport1″ den Frankfurt Cup live.

Die Spiele des Kleeblatts finden zu folgenden Zeiten statt:
SV Darmstadt 98 – SpVgg Greuther Fürth: 18:12
Eintracht Frankfurt – SpVgg Greuther Fürth: 19:06
SpVgg Greuther Fürth – Grasshopper Club Zürich: 20:04
FSV Frankfurt 1899 – SpVgg Greuther Fürth: 20:58

SpVgg Greuther Fürth - VfL BochumDas Finale – Erstplatzierter der Gruppenspiele gegen den Zweitplatzierten der Gruppenspiele – ist dann um 22.23 Uhr.

Mir gefällt dieses Mini-Turnier immer besonders gut. Es ist auf dem kleinen Hallen-Spielfeld besonders schnell und lebhaft. So kommt es oft auf spontane Reaktionen und Improvisationen der Spieler an. Die Gruppenspiele dauern jeweils zwei Mal zehn Minuten, die Halbzeitpause ist drei Minuten lang. Zwischen den einzelnen Partien sind vier Minuten Abstand. Dem Sieger winken 5.000 Euro Prämie, der zweite kassiert immerhin noch die Hälfte.

Noch eine Personalie:
Die SpVgg und Thomas Pledl (Foto) haben sich auf einen Wechsel des 20-Jährigen verständigt. Der gebürtige Niederbayer verlässt das Kleeblatt und unterschreibt beim FC Ingolstadt einen Vertrag bis Juni 2019. Thomas Pledl, so Kleeblatt-Präsident Helmut Hack, kam mit dem Wunsch auf den Verein zu, sich zu verändern. Deshalb habe man sich schließlich dazu entschieden, bei einem passenden Angebot den Spieler ziehen zu lassen. Pledl kam 2012 zur Spielvereinigung und absolvierte seitdem 38 Pflichtspiele für Fürth.

Kleeblatt startet mit Power ins Jahr 2015

Neujahrswunsch_2015Das neue Jahr 2015 ist erst wenige Tage alt – und eigentlich hat uns der Alltag fast schon wieder. Auf einen Jahresrückblick 2014 habe ich dieses Mal verzichtet, denn schon in meinem Blogbeitrag “2014 ein Annus horribilis?” am 29. Oktober bin ich auf wichtige Aspekte in Bezug auf das Kleeblatt eingegangen. Außerdem wurde man ja überall mit Jahresrückblicken bombardiert. Den Neujahrsgruß des Vereins habe ich dessen Website entnommen – er gefällt mir ausnehmend gut!
Ich schlage vor, wir sehen jetzt optimistisch ins neue Fußball-Jahr und machen uns ein paar Gedanken darüber, was sich bei der Spielvereinigung tun könnte. Offenbar steht Stefan Thesker von Hannover 96 kurz vor einem Wechsel in die zweite Liga. Wie die “Bild”-Zeitung berichtete, hat die SpVgg großes Interesse am 23-jährigen Innenverteidiger und ist bereit, 250.000 Euro Ablöse zu zahlen. Vor rund zwei Wochen gab Dirk Dufner  – Manager der Hannoveraner – bekannt, dass man nicht mehr mit dem Abwehrspieler plant. Thesker wechselte erst vor der Saison von der TSG Hoffenheim nach Niedersachsen. Bei den ‚Roten‘ konnte sich der frühere U21-Nationalspieler (sieben Länderspiele) nicht durchsetzen und kam auf lediglich zwei Bundesligaeinsätze.
Für die Kleeblätter wäre eine Verstärkung in der Defensive interessant. Aber ich denke, dass Marco Caligiuri und Benedikt Röcker ihre Arbeit gut machen. Was der SpVgg wirklich fehlt, ist ein starker und vor allem durchsetzungsfähiger Stürmer. Mit Ilir Azemi ist länger nicht zu planen. Und die Erfolgsquote anderer Spieler im Fürther Angriff wie Kacper Przybylko, Johannes Wurtz und Robert Zulj ist eher vom Zufall geprägt.

Morgen beginnt bei der SpVgg die Vorbereitung auf die verbleibende Zweitliga-Saison. Nachmittags findet die erste Trainingseinheit im Jahr 2015 statt. Und dann will das Team seinen Titel beim Frankfurter Hallencup aus dem Jahr 2014 verteidigen. Am Samstag, 10. Januar, ab 17.30 Uhr startet das Kleeblatt in der Frankfurter Fraport Arena ins Turnier. Am darauffolgenden Mittwoch (14. Januar) findet dann der erste Test gegen Jahn Regensburg statt. Wo genau das Duell stattfindet, ist noch nicht festgelegt. Und nur zwei Tage später, am 16. Januar, bricht das Kleeblatt mit allem Drum und Dran ins Wintertrainingslager nach Belek auf. Bis zum 24. Januar trainiert die Elf der Spielvereinigung dann an der türkischen Riviera.
Insgesamt also ein straffer Zeitplan. Bis zum Start in die nächsten Punktspiele am 6. Februar wird es wohl weder den Kleeblättern noch ihren Fans langweilig!

Da liegen die NZ-Leser bestimmt falsch!

Wiesengrund_SpVgg_FCNDie “NZ-Leserfrage der Woche” hat immer einen besonderen Charme. In der vergangenen Weihnachtswoche stand ein hochbrisantes Thema zu Diskussion: “Steht der Club am Saisonende vor Fürth?” Vom 2. bis zum 16. Spieltag hatten es die Fans des 1. FC Nürnberg ja sehr schwer. Unter ihrem damaligen Trainer Valérien Ismaël fuhren die Clubberer nur wenige Punkte ein und konnten erst seit dem Engagement des Schweizer Coachs René Weiler wieder Tore schießen und siegen.
Leid taten den Kleeblattfans die Anhänger des Clubs während der Hinrunde auch deshalb, weil sie in der Tabelle der 2. Fußball-Bundesliga in diesem Zeitraum permanent hinter der Spielvereinigung rangierten. Seit dem 2:1-Sieg in Aalen konnte der FCN den fränkischen Erzrivalen aber überflügeln. Nach dem Lokalderby  – das bekanntlich mit einem 0:0-Unentschieden endete – hat der Club nun vier Punkte Vorsprung vor den Fürthern. Doch das kann sich natürlich rasch wieder ändern.

Überraschend ist jetzt das Resultat der Leserfrage nicht: Knapp zwei Drittel der NZ-Leser (genau 64,7 Prozent) meinten, dass der Club bei Saisonende die Nase vorne hat. Die restlichen 35,3 Prozent sind sich sicher, dass die Kleeblätter nach dem Schlusspfiff Mitte Mai 2015 in der Tabelle vor dem Club liegen. Insgesamt haben 119 Leser teilgenommen.

Also: Ich denke, dieses Ergebnis kann echte weiß-grüne Kleeblattanhänger überhaupt nicht erschüttern. Denn für sie ist die Mannschaft des 1.FC Nürnberg keine echte Konkurrenz. Auch dieses Graffito an einer Gartenmauer im Fürther Wiesengrund thematisiert die Rivalität zwischen den beiden Vereinen. Und für die Spielvereinigung geht´s nach der Winterpause sowieso kontinuierlich bergauf. Davon sind wir Greuther-Weiber felsenfest überzeugt!

Hektik, Fouls, Gelb-Rot für Schröck – und kein Derbysieger

1. FC Nürnberg - SpVgg Greuther Fürth2008 hat der Club zum letzten Mal gegen das Kleeblatt gewonnen. Und dabei bleibt es auch nach dem heutigen 258. Lokalderby. Das letzte Spiel vor der Winterpause endete mit einem vor allem für die Fans unbefriedigenden 0:0.
Schon morgens um 9.30 Uhr war am Fürther Hauptbahnhof die Stimmung auf dem Siedepunkt: Kleeblattfans demonstrierten mit Böllern und Pyro, dass sie auf dem Weg zum Valznerweiher schon mal Duftmarken setzen wollten. Und auch im (mit 47.500 Zuschauern) nicht ganz ausverkauften Grundig-Stadion war dann die Stimmung super: Die Choreographie der Clubfans mit einem riesigen Christknd war gelungen.
Die Partie selbst begann nervös und körperbetont. Beiden Teams war der starke Druck, der beim Lokalderby immer auf ihnen lastet, deutlich anzumerken. Schon in der 15. Minute gab es für die SpVgg eine Schrecksekunde: Stephan Schröck – wie so oft sehr engagiert für sein Team – war verletzt. Der Ex-Fürther Niklas Füllkrug war nach einem Luftduell auf der Ferse von Schröck gelandet, dessen Schuh war weg, und Schröcki wand sich vor Schmerzen auf dem Rasen. Aber: Er rappelte sich wieder auf und kam nach einigen bangen Sekunden zurück aufs Spielfeld.
In der ersten halben Stunde waren die Cluberer eher die stärkere, spielbestimmende Mannschaft. Obwohl beiden Mannschaften die Passgenauigkeit mal wieder komplett abging. Doch in den letzten 15 Minuten der ersten Halbzeit fanden dann die Kleeblätter zu sich und hatten die eine oder andere gute Chance, die sie allerdings nicht verwerten konnten.
Nach der Halbzeitpause wurden die Karten nicht neu gemischt. Hektik und Zerfahrenheit prägten das Spiel. Und dann in der 52. Minute der zweite “Schröck-Schock” fürs Kleeblatt: Er war schon wenige Minuten vorher – nach einem Foul an Füllkrug – mit einer Gelben Karte bestraft worden. Jetzt ließ er sein gestrecktes Bein gegen Füllkrug stehen. Damit nimmt er eine mögliche Verletzung des Gegenspielers billigend in Kauf. Und der Schiedsrichter fackelte nicht lange und ahndete das mit Gelb-Rot. Völlig konsterniert ging Schröck vom Platz.
Jetzt hätte der 1. FCN aus der Überzahl  Kapital schlagen müssen – aber mitnichten. Die Nürnberger standen sich oftmals selbst im Weg. Sie versuchten zwar Angriffe der SpVgg zu vereiteln, aber aufgrund  mangelnder Qualität konnten sie die defensiv starken Kleeblätter nicht bezwingen. Auch dank zwei, drei guter Aktionen von Keeper Wolfgang Hesl gelang einfach kein Club-Tor. Für Fürth kam kurz vor dem Abpfiff der gerade eingewechselte George Davies mit einer blitzschnellen Aktion plötzlich aus 15 Metern zum Schuss. Leider ging der am Nürnberger Tor vorbei.

Insgesamt ein enttäuschendes Lokalderby. Die SpVgg war fast 40 Minuten in Unterzahl, der Club machte in vielen Phasen den Eindruck der dominierenden Mannschaft. Aber unter dem Strich eine Partie mit viel Hektik, Ungenauigkeiten, Fouls und unfairen Attacken. Und ohne Tore. Das Kleeblatt ist inzwischen 456 Spielminuten ohne Tor!
Beide Teams gehen jetzt in die wohlverdiente Winterpause. Anfang Februar 2015 geht’s dann weiter. Im ersten Spiel empfängt die Spielvereinigung den Herbstmeister und Tabellenführer FC Ingolstadt im Ronhof. Na, dann!

Diesen Adventskalender könnte man optimieren!

Inhalt_Adventskalender_2014Ich freue mich jeden Abend darauf, meine Adventskalender zu öffnen. In diesem Jahr bin ich stolze Besitzerin von dreien: Einer besteht aus an einer langen Schnur aufgereihten einzelnen Papiertüten, die jeweils mit einer Zahl beschriftet und  – von einer Freundin – liebevoll mit kleinen Leckereien gefüllt sind. Der zweite Kalender ist von meiner Mutter: Auf dem Bild ist eine Winter-Idylle in Santa Claus´ kleiner Hütte mit einem Kamin und vielen Weihnachtsgeschenken zu sehen. Voller Vorfreude warten Santa und das Rentier Malte auf den 24. Dezember. Jeden Tag kann ich eines der Türchen öffnen, die Schokoladenmotive sind immer unterschiedlich. Und das Bildchen dahinter ist originell und passend zum Thema.

Mein dritter Adventskalender soll eigentlich etwas ganz Besonderes für Kleeblattfans sein. Ich habe hier schon darüber geschrieben. Allerdings muss ich jetzt doch Kritik anbringen. Hinter den in schwarz-weißes Stanniolpapier verpackten Schokoladen-Halbkugeln ist: nichts. Und die Motive der 24 Schokoladen sind auch nicht gerade phantasievoll gestaltet. Ein kleiner Pokal, Fußballschuhe mit Stollen, eine Schiedsrichter-Pfeife, ein Fußball – das war es schon. Das wiederholt sich dann immer wieder. Doch der blanke Hohn für SpVgg-Anhänger ist die Schokolade mit dem Torergebnis “1:0″ für die Heimmannschaft. Denn das haben die Kleeblätter schon lange nicht mehr geschafft: Einen Heimsieg – und sei es auch nur ein 1:0. Eher im Gegenteil!
Ich hoffe, dass das Endresultat nach dem Lokalderby gegen den 1.FC Nürnberg am nächsten Samstag auch anders aussieht. Denn die Partie findet bekanntlich nicht im Ronhof, sondern im Nürnberger Grundig-Stadion statt. Und da wäre ein 1:0-Heimsieg doch alles andere als ein Vorweihnachtspräsent für die SpVgg. Denn “Derbysieger” – das will auf jeden Fall das Kleeblatt werden!

Trotz Christkind: Wieder eine Nullnummer

“Keine Details”, warne ich immer gerne, wenn ich Einzelheiten von Begebenheiten, Problemen oder schrecklichen Ereignissen gar nicht so genau wissen möchte. Das trifft auf vieles zu. Und auch heute kann ich nicht anders als zu sagen: “Bitte keine Details”. Wieso? Weil mir diese “Nullnummern” allmählich auf die Nerven gehen! Nach dem ersten Rückrunden-Spiel der Saison 2014/15 heute gegen den VfL Bochum habe ich auf Facebook angekündigt, dass ich jetzt blogge. “Lol…..gibt’s da was zu schreiben, hehe?”, fragte Stefan daraufhin ironisch. Recht hat er.

SpVgg Greuther Fürth - VfL BochumUnter den Augen von Maskottchen Eddy und dem Fürther Christkind (Foto), das vor Beginn am Spielfeldrand stand, startete die Partie im Gegensatz zur ersten Halbzeit gegen den RB Leipzig am letzten Freitag eher dilettantisch. Das war heute die ersten 45 Minuten ein einziges Gebolze – bei beiden Mannschaften. Gott sei Dank entwickelte es sich – vor allem aus Fürther Sicht – nach der Halbzeitpause bedeutend besser. Einige gute Chancen von Marco Stiepermann und dem Unglücksraben Johannes Wurtz scheiterten aber am guten Bochumer Keeper Michael Esser.
Seine Premiere in der Zweiten Liga für das Kleeblatt konnte der Hoffnungsträger der nächsten Jahre George Davies feiern. Er wurde in der 70. Minute für Lam eingewechselt – und war für mich bis auf eine gute Szene eher enttäuschend. Er lief planlos auf dem Platz hin und her. Und hat das direkte Herangehen an den Gegner einfach noch nicht auf dem Kasten. Aber das wird schon noch. Ich denke, er soll in Ruhe von Trainer Frank Kramer aufgebaut werden, und wird dann in den nächsten Jahren als neuer Crack die Kleeblatt-Gegner kräftig aufmischen.

Das heutige Spiel endete (mal wieder) torlos 0:0. Für die 8750 Zuschauer war es aus sportlicher Sicht keine Offenbarung. Eine ganze Reihe von Zuschauern hatten sich die Aktion “Früher frei für Fürth” zu Herzen genommen und waren bei Nieselregen und kalten Temperaturen in das Stadion am Laubenweg gekommen. Immerhin!

Dieses Spiel vergessen wir ganz schnell. Unser Augenmerk richtet sich voll und ganz auf den nächsten Samstag. Die Spielvereinigung tritt um 13 Uhr beim Erzfreind – dem 1. FC Nürnberg – an. Der ist nach drei Siegen in vier Spielen unter dem neuen Schweizer Trainer René Weiler hochmotiviert. Außerdem will er natürlich eines: Sich für die 5:1-Schmach gegen das Kleeblatt im letzten Lokalderby revanchieren. Aber ich bin optimistisch: Diese Suppe werden wir dem Club versalzen. Und dann gibt es im nächsten Blogbeitrag doch Details!