2014 ein “Annus horribilis”?

Pokalaus_2014Allmählich bin ich fest davon überzeugt: Im Jahr 2014 ist der Wurm drin. Definitiv! Es hat nicht schön begonnen, und es geht in diesem Stil weiter. 2014 hat beste Chancen, ein – um die britische Königin Elizabeth II. zu zitieren – “Annus horribilis”, ein “Schreckensjahr” zu werden. Auch für die Spielvereinigung. Nach einigen wirklich schlechten Spielen in der Zweiten Bundesliga – der Tiefstpunkt war wohl die 2:5-Heimniederlage am vergangenen Wochenende gegen den Tabellenletzten FSV Frankfurt -, ist das Kleeblatt jetzt auch noch aus dem DFB-Pokal geflogen. Aber im Gegensatz zum verlorenen DFB-Pokal-Halbfinale vor zwei Jahren gegen Borussia Dortmund, als die SpVgg super spielte und erst in der 120. Minute ein unglückliches 0:1 kassierte, machte das Team von Frank Kramer gestern gegen den 1. FC Kaiserslautern eine schlechte Figur.

Wie so oft in dieser Saison kam die Mannschaft holprig ins Spiel und lief dem Ball in der ersten Halbzeit wirklich nur hinterher. Man steht hilflos im Mittelfeld, harrt der Dinge, die da kommen, bewegt sich schwerfällig in Richtung Tor, wenn der Gegner gefährlich weit im eigenen Strafraum ist. Und diese gefährlichen Situationen führten gestern auf dem Betzenberg zu den beiden Toren, die der Lauterer Philipp Hofmann machte. Der erste Treffer passierte in der 12. Minute, zehn Minuten später dann Tor Nummer zwei.
Kleeblatt-Coach Frank Kramer schien am Spielfeldrand zu verzweifeln und reagierte, indem er nach der Pause Robert Zulj für den blassen Przybylko einwechselte. Doch die nächste Chance auf ein Tor hatte nicht die Spielvereinigung, sondern der FCK: Erneut war es Hofmann, der im Strafraum einen Ball aufnahm und frei vor dem Fürther Keeper Tom Mickel stand. Dann schoss er aber nicht druckvoll genug, und der Ball trudelte an den linken Pfosten.

Beim Kleeblatt mangelte es auch nach Einwechslung von Johannes Wurtz für Marco Stiepermann (55. Minute) und Orkan Cinar für Niko Gießelmann (65. Minute) an Kreativität, Entschlossenheit und genauem Zuspiel. Bezeichnend ist z.B. die Zahl von 113 Fehlpässen bei insgesamt 412 gespielten Pässen. So hatten die Roten Teufel wenig Mühe, ihre Führung zu verteidigen. Außer einer kleinen, aber harmlosen Rudelbildung kurz vor dem Spielende – nach einer umstrittenen Gelben Karte für Benedikt Röcker – tat sich nichts mehr, sodass der 1. FC Kaiserslautern jetzt verdient im Achtelfinale des DFB-Pokals steht.
Die Spielvereinigung tritt am Freitagabend, 31. Oktober, ab 18.30 Uhr am 12. Spieltag in der Zweiten Bundesliga beim Tabellen-Elften Union Berlin an.

Pep Guardiola versucht es – Bibiana Steinhaus reagiert

Steinhaus_GuardiolaÜber die nicht nur attraktive, sondern vor allem kompetente Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus habe ich im Greuther-Weiber-Blog schon öfter geschrieben. Sie hat schon einige Begegnungen zwischen der Spielvereinigung und anderen Zweitliga-Maannschaften hier in Fürth geleitet. Am vergangenen Wochenende war sie Schiedsrichter-Assistentin in der Bundesliga und machte (beinahe) hautnahe Bekanntschaft mit Star-Trainer Pep Guardiola.
Das Spiel zwischen Bayern München und Borusssia Mönchengladbach stand bis kurz vor Schluss 0:0. So etwas lässt einem erfolgsgewohnten Münchner Coach natürlich keine Ruhe. Als Borussia-Profi Granit Xhaka verletzt auf dem Platz liegt, fürchtet Guardiola, dass seiner Mannschaft die Zeit für das erhoffte Tor davonläuft. Also macht er sich auf den Weg zur Schiedsrichter-Assistentin Bibiana Steinhaus, die vom Spielfeldrand aus das Geschehen beobachtet. Der Bayern-Trainer fordert von ihr eine längere Nachspielzeit und versucht dabei, seinen Arm vertraulich um die Schulter von Frau Steinhaus zu legen. Die Schiedsrichterin greift den Arm und zieht ihn weg. Doch Guardiola gibt keine Ruhe. Ein zweites Mal geht der Katalane wenige Sekunden später wieder zu Bibiana Steinhaus. Diesmal fasst er ihr an die Hüfte. Wieder wird diskutiert. Dann aber schütteln sich die beiden noch die Hände. (Unser Foto links ist eine Montage aus früheren Spielen).
Es ist einfach ein Fakt, dass es eine gewisse Distanz zwischen Schiedsrichtern, Spielern und Trainern geben muss. Vor allem der physische Abstand muss gewahrt bleiben. Bibiana Steinhaus hat souverän und angemessen reagiert. Übrigens: Es fiel kein Tor mehr – die Partie endete 0:0.
Im Internet habe ich auf  “Metronews” diesen kurzen Clip über die heiß diskutierte Szene gefunden, den ich Euch nicht vorenthalten möchte: https://vine.co/v/OhLVjZYVIv2

Der FSV nimmt das Kleeblatt auseinander

Dass mir mal die Stimmung richtig verhagelt ist – das kommt selten vor. Aber das heutige Heimspiel gegen den Tabellenletzten, FSV Frankfurt, war… Ach, eigentlich fehlen mir die Worte (und das ist für jemanden, der einen Blog schreiben will, nicht ideal). Den Fürther Fans ging es heute genauso wie mir: Bereits nach dem 4:2 für die Frankfurter wurde es sogar den treuesten Kleeblattfans zu dumm, und sie fingen an, ihre Mannschaft auszupfeifen. Zu Recht.
Das erste Tor für Fürth ging auf Goran Sukalos Konto, in  der 10. Minute. Doch schon fünf Minuten später schoss Vincenzo Grifo – der im Ronhof über sich hinaus wachsen sollte – den Ausgleich. Dann: in der 21. Minute das 2:1 für die Hessen. Dem folgte das 2:2 – erneut durch Sukalo. Doch damit war es mit der Torausbeute der Kleeblätter getan. Denn schon drei Minuten später erhöhte wiederum Grifo zum 3:2.

Da hilft kein Jammern wegen vieler verletzter Spieler – die hatten die Frankfurter heute auch. Da ist einfach die Fürther Abwehr zu windig und geht nicht hart genug zum Gegner. Da sind die Pässe ungenau und fahrig. Da passieren Fehler wie in der Kreisliga. Und den Zuschauern war spätestens nach einer Stunde klar, dass man sich heute vor heimischem Publikum richtiggehend auseinandernehmen ließ. Eine Handvoll Frankfurter Fans im Gästeblock hatten ihre Freude. Und die zu Beginn des Spiels lautstark singenden Kleeblattanhänger pfiffen, was das Zeug hielt.

Nach der Pause kam es dann zum Debakel: Dedic machte in der 60. Minute das 4:2. Und eine unfaire Attacke von Sukalo an Grifo (er kam von hinten und grätschte den Frankfurter um) kurz vor dem Abpfiff war dann die Krönung: Rot für den Fürther Mittelfeldspieler und Elfmeter für den FSV. Den Grifo – das ließ er sich natürlich nicht nehmen – dann souverän im Kasten von Tom Mickel versenkte.

Eine 5:2-Niederlage vor eigenem Publikum. Das erste Heimspiel verloren, und ein möglicher Aufstiegsplatz rückt erst mal in weite Ferne. In einer quasi-englischen Woche trifft die SpVgg am kommenden Dienstag in der 2. Runde des DFB-Pokals auf den FC Kaiserslautern. Und muss dann am Freitag zum FC Union Berlin in die “Alte Försterei”. Bis dahin: Vielleicht mal überlegen, was in dieser Saison nicht rund läuft!

Schwierige Personalsituation in beiden Teams

Heute abend trifft ab 18.30 Uhr die Spielvereinigung zu Hause auf das Tabellenschlusslicht der 2. Bundesliga: den FSV Frankfurt. Beide Mannschaften können bei der Aufstellung ihrer Profis nicht aus dem Vollen schöpfen. Die Liste der nicht einsatzfähigen Spieler ist lang, und die Verletzungen lesen sich wie ein Querschnitt durch den “Pschyrembel”. Beim Kleeblatt sieht es so aus: Mark Flekken (Kreuzbandriss), Wolfgang Hesl (Mittelhandbruch), Zsolt Korcsmar (Kapselverletzung), Florian Mohr (Innenbanddehnung), Zhi-Gin Lam (Muskelfaserriss), Thomas Pledl (Innenbandriss), Florian Trinks (Sehnenriss) und Ilir Azemi (Reha). Und die Situation beim FSV Frankfurt ist auch nicht besser: Chahed (familiäre Gründe), Burdenski (Bänderriss), Epstein (Entzündung), Kaffenberger (Zerrung), Roshi (Muskelfaserriss), Yelen (Bänderriss) und Aoudia (Kreuzbandriss).
SpVgg Greuther Fürth - FSV FrankfurtAlso werden beide Teams heute abend versuchen, aus einem eingeschränkten Spielerangebot das Beste zu machen. Nach menschlichem Ermessen müsste das Kleeblatt auf jeden Fall als Sieger vom Platz gehen. Diese Konstellation – SpVgg gegen FSV Frankfurt – gab es schon zwölf Mal. Lediglich ein Mal verlor die Spielvereinigung gegen die Frankfurter Underdogs (die Eintracht ist in der hessischen Metrolpole ungefähr so übermachtig wie der FC Bayern in München), und zwar beim allerersten Aufeinandertreffen beider Mannschaften: In der Spielzeit 1982/1983 unterlag das Kleeblatt mit 0:2 in Frankfurt und ist somit zu Hause noch ungeschlagen gegen den FSV. Seitdem gewann die Spielvereinigung fünf Partien, in sechs Begegnungen trennte man sich unentschieden. Das letzte Match konnte die SpVgg Anfang März dieses Jahres im Ronhof mit 3:2 für sich entscheiden. Auf dem Foto zeigen sich die Trainer beider Mannschaften – Frank Kramer und Benno Möhlmann, der früher auch das Kleeblatt trainert hat – bestens gelaunt.
Also: Heute abend ins Stadion am Laubenweg gehen und dort als “zwölfter Mann” das Kleeblatt beim Siegen lautstark unterstützen.

Pimp your Kleeblatt-Outfit

Wer sich für die Fanartikel der Spielvereinigung interessiert und seinen Fundus aufpeppen möchte, der kann jetzt wieder voll zuschlagen: Seit einigen Tagen ist der neue Fanartikel-Katalog erhältlich. Man kann ihn sich beim nächsten Heimspiel gegen den FSV Frankfurt – am Freitag, 24.10. – im Stadion am Laubenweg als gedruckte Version direkt vor Ort sichern. Die gedruckten Kataloge sind ab sofort auch in allen Fanshops zu bekommen.
Wer allerdings mehr auf der digitalen Welle schwimmt, der hat die Möglichkeit, den Katalog auf der SpVgg-Homepage (von da ist auch das Foto) anzusehen. Dort kann man dann in aller Ruhe durch das gesamte Angebot surfen und sich bequem von zu Hause aus die aktuellen Fanartikel bestellen.

FankatalogEs ist auf jeden Fall lohnenswert, in den neuen 130-seitigen Katalog mal hineinzuschauen. Im Sortiment mit 550 Fanartikeln sind fast 200 Neuheiten im grün-weißen Kleeblatt-Design zu finden. In erster Linie natürlich die neue Trikot-Kollektion der Profimannschaft. Während sich beim Heimtrikot ja zweierlei Grüntöne mit weißen Balken abwechseln, ist das aktuelle Auswärtstrikot eine Anlehnung an einen der größten Erfolge der Vereinsgeschichte: Vor 100 Jahren gewann die Spielvereinigung erstmals die Deutsche Meisterschaft – und das in blau-schwarzen Shirts. Witzig für kleine Kleeblattanhänger ist die exklusive “Ronhof Racker-Kollektion” mit Schal, Fahne, Mütze u.s.w.
Ein Gutserl für alle Dauerkartenbesitzer: Wer eine Saisonkarte für Kleeblatt-Heimspiele besitzt, bekommt auf jeden Einkauf einen Nachlass von 10 Prozent.
Also: In Ruhe den Katalog ansehen und dann die ganz persönliche Fanartikel-Kollektion ein wenig aufmotzen. Ich denke mal: Das werden wir Greuther Weiber auch machen!

In der Nachspielzeit den Sieg verschenkt

Eintracht Braunschweig - SpVgg Greuther FürthLange Gesichter gab es heute nicht nur auf vielen deutschen Bahnsteigen. Der Streik der Gewerkschaft der Lokführer (GDL) sorgt seit dieser Nacht bundesweit für massive Einschränkungen im Bahnverkehr. Betroffen sind davon Urlauber, die in die Herbstferien fahren wollen. Aber auch Zehntausende Fußballfans stellt der Streik vor große Probleme. Denn die meisten Sonderzüge, die Fans zu Auswärtsspielen ihrer Bundesligaklubs bringen sollten, fielen aus.

Lange Gesichter hatten heute allerdings auch die Fans der Spielvereinigung. Trotz einer durchaus sehenswerten sportlichen Leistung der Kleeblätter gegen Eintracht Branschweig stand es am Ende nur 2:2. Warum? Weil ein Fußballspiel eben nicht nur 90 Minuten dauert, sondern es fast immer mehrere Minuten Nachspielzeit gibt. So auch in dieser Begegnung. Und so traf heute in der 93. Minute der Braunschweiger Benjamin Kessel mit einem Kopfballschuss ins Fürther Tor. Das kostete die SpVgg zwei wichtige Punkte. Auswärts ist es für das Kleeblatt in dieser Saison offenbar wie verhext: Bislang hat die Mannschaft noch keinen einzigen Sieg in fremden Stadien errungen, sie verbuchte nur einen Punkt aus vier Spielen.
Das Kleeblatt war heute gegen Eintracht Braunschweig vor über 21.000 Zuschauern über weite Strecken drückend überlegen und hatte sich bis zur 68. Minute einen 2:0-Vorsprung herausgearbeitet. Die beiden Torschützen waren Marco Stiepermann und Kacper Przybylko. Leider kämpften sich die Niedersachsen nach ihrem Rückstand aber zurück ins Spiel und hatten nach dem ersten Kopfballtreffer von Benjamin Kessel zum 1:2 schon mal den Anschluss gefunden. Dass es dann in der Nachspielzeit sogar zum Ausgleich kommen sollte – damit hatte kein Kleeblatt mehr ernsthaft gerechnet. Schade.
Schon am kommenden Freitag, 24. Oktober, empfängt die Spielvereinigung um 18.30 Uhr zum Heimspiel den FSV Frankfurt im Stadion am Laubenweg. Wenn es der  Mannschaft gelingt, an die heute ja durchaus gute spielerische Leistung anzuknüpfen, dann könnte man gegen die Hessen vielleicht drei Punkte auf dem Konto verzeichnen. Aktuell liegt die Spielvereinigung auf dem siebten Tabellenplatz.

Vom Braunschweiger Löwen zum Kleeblatt: Marco Caligiuri

SpVgg Greuther Fürth - FC KaiserslauternVier Jahre lang hatte Marco Caligiuri der Spielvereinigung den Rücken gekehrt, seit August 2014 läuft er mit der Rückennummer 13 wieder fürs Kleeblatt auf. Schon von 2007 bis 2010 hatte er sich ja in Fürth als Defensivspieler bewährt und machte 40 Pflichtspiele. Am 10. Spieltag in der Zweiten Liga wird am nächsten Samstag, 18. Oktober, ab 13 Uhr nun Eintracht Braunschweig die Spielvereinigung empfangen. Das ist der Verein, bei dem Marco Caligiuri nach Mainz zuletzt auf der Payroll stand. Die Braunschweiger Profis spielten in der Saison 2013/14 erstmals seit 1985 wieder in der Bundesliga, verpassten aber am letzten Spieltag die Chance auf den Klassenerhalt. Deshalb treten sie in der aktuellen Saison wieder in der 2. Fußball-Bundesliga an.

Marco Caligiuri gastiert am Samstag also zum ersten Mal wieder im Eintracht-Stadion, wo er in der letzten Saison noch ein blau-gelber “Löwe” war. Auf der Website des Vereins ist unter dem Titel “Einfach von Tag zu Tag gedacht” ein kurzes Interview mit dem 30-jährigen Deutsch-Italiener zu finden, das aus Fürther Sicht ganz informativ ist.

“Hallo Marco, zuallererst die Frage: Wie geht´s dir und bist du schon so richtig in Fürth angekommen?

Marco Caligiuri: Mir geht’s sehr gut soweit! Es war für mich nicht schwer in Fürth anzukommen, weil ich einfach das Umfeld kenne und die Mannschaftskollegen auch sehr umgänglich sind.

Zuletzt kamst du beim 2:0-Erfolg gegen den FC Erzgebirge Aue in der Innenverteidigung zum Einsatz. Ist das eine Position auf der du dich grundsätzlich wohl fühlst?

Caligiuri: Sicherlich fühle ich mich hinten in der Viererkette auch wohl. Es ist ja auch so, dass ich hier sowohl als Sechser als auch als Innenverteidiger verpflichtet worden bin.

Du warst im Sommer eine Zeit lang vereinslos und hast somit keine klassische Vorbereitung absolviert. Wie hast du dich in dieser Zeit fit gehalten und bist du mittlerweile schon wieder bei 100 Prozent?

Caligiuri: Ich habe mich fit gehalten indem ich meine Laufeinheiten für mich selbst absolviert habe. Zeitgleich habe ich noch drei-, viermal in der Woche bei der U23 der Eintracht mittrainiert. Ich denke schon, dass ich mich vom Konditionellen her in Richtung 100 Prozent bewege.

Hättest du vor ein paar Wochen damit gerechnet, so schnell ins EINTRACHT-STADION zurückzukehren?

Caligiuri: Es war zu der Zeit so, dass ich einfach von Tag zu Tag gedacht habe. Ich hab mir damals auch nicht ausgemalt, wann ich wieder in der 1. oder 2. Bundesliga spielen könnte. Ich habe einfach mein Training absolviert und geschaut wie es weitergeht. Dass es jetzt so schnell geklappt hat mit der Rückkehr ins EINTRACHT STADION ist natürlich umso interessanter für mich.

Was für ein Duell erwartest du und wie groß ist bei dir die Vorfreude auf das Spiel?

Caligiuri: Ich erwarte ein Duell auf Augenhöhe. Die Eintracht ist zwar nicht so gut in die Saison gestartet, aber was den Kader angeht, sicher eine der besten Mannschaften in der 2. Liga. Und für uns gilt es einfach unsere Leistung und unser Potenzial abzurufen. Dann ist es auch möglich, etwas aus Braunschweig mitzunehmen.”

Kärwa-Highlight: Die Spielvereinigung im Erntedank-Festzug

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Die Fürther Michaelis-Kirchweih steht heuer in vielerlei Hinsicht unter einem guten Stern: Bis zum heutigen Bauernsonntag verlief sie ruhig und friedlich. Und vor allem das Wetter meint es supergut mit der schönsten Jahreszeit Fürths. Der festliche Höhepunkt in jedem Jahr ist der Erntedank-Festzug, bei dem heute über 80 Festwagen und Kapellen durch die Straßen bis zum Fürther Rathaus zogen.

Das absolute Highlight – nicht nur für ausgesprochene Kleeblattfans – ist dort immer der Auftritt der Spielvereinigung Greuther Fürth. In diesem Jahr wurde der Kleeblatt-Festwagen von Makottchen Eddy angeführt, dahinter liefen Kinder aus dem Verein. Auf einem kleinen Leiterwagen thronte sie dann: die 100 Jahre alte Viktoria – die von der Spielvereinigung in Auftrag gegebene Kopie des damaligen Pokals zur ersten Deutschen Meisterschaft der SpVgg Fürth im Jahr 1914. An dieses Jubiläum erinnerte auch die Bus-Aufschrift: “100 Jahre Deutsche Meisterschaft 31.Mai 2014″.

Als krönender Abschluss der Kleeblatt-Präsentation fuhr dahinter ein roter Londoner Oldtimer-Doppeldeckerbus (schade, es gibt wohl keinen weiß-grünen). Vom Oberdeck aus winkten einige Spieler und Mitglieder der Jugendmannschaften aus dem Fenster. Auf meiner Seite entdeckte ich die Profis Benedikt Röcker, Marco Caligiuri und Stephan Fürstner. Und am hinteren Fenster war Trainer Frank Kramer auszumachen. Viele Menschen am Straßenrand applaudierten und jubelten ihrer Fußballmannschaft zu. Vielleicht steht ja auf dem Bus beim nächsten Kärwa-Umzug im Oktober 2015: “Zweiter Aufstieg der SpVgg in die Bundesliga am 24. Mai 2015″. Das hätte doch was!

Heute Abend ab 19.03 Uhr Autogrammstunde

Autogrammstunde auf der Fürther KirchweihHabt Ihr heute Abend schon etwas vor? Wenn nicht, dann sollte man sich das nicht entgehen lassen: Die Mannschaft der Spielvereinigung ist – wie jedes Jahr – zu Gast vor “Trixi´s Ochsenbraterei”” auf der Fürther Michaelis-Kirchweih und gibt dort Autogramme. Für einen echten Kleeblattfan sollte die Startzeit dieses Events um 19.03 Uhr nicht fremd sein – 1903 ist ja bekanntlich das Gründungsjahr des Vereins.
Der Andrang ist bestimmt heute wieder riesig (so wie auch auf dem Foto vom vergangenen Jahr). Groß und Klein, weiß-grün oder neutral gekleidet – viele werden kommen, um ihre Stars mal “in natura” bewundern zu können. Es wird wieder eine lange Tafel aufgebaut sein, an der die Anhänger entlanggehen und sich Autogramme geben oder auch mal Fotos mit ihren Lieblingsstars schießen können. Da kann kaum etwas schief gehen, und jeder Fan kann die Unterschrift seines Lieblings-Kickers ergattern. Nachdem das Wetter heute Abend warm und trocken sein wird, sollte man die Gelegenheit zur Autogrammstunde wahrnehmen und dabei auch die Neuzugänge dieser Saison einmal hautnah erleben.

Kärwa-Spiel mit 2:0 gewonnen

SpVgg Greuther Fürth - FC Erzgebirge AueAlso – um ganz ehrlich zu sein – ich habe heute in der zweiten Halbzeit sehr zittern müssen. Aber aufgrund der beiden frühen Tore durch Tom Weilandt (Foto) hat die Spielvereinigung den vierten Heimsieg erzielt. Und den zahlreichen Fans – insgesamt 12.690 Zuschauer im Stadion am Laubenweg – eine gelungene Kirchweih-Eröffnung geschenkt. Die drei Punkte gegen den FC Erzgebirge Aue sind mehr als wichtig. Für einen besseren Tabellenplatz und vor allem für die  – nach dem Spiel gegen die Münchner Löwen – angeschlagene Psyche. Und auch den Ausfall von Wolfgang Hesl gilt es erst mal für die kommenden Wochen zu verkraften.

Weilandt nutzte in der achten Minute einen gravierenden Fehler des sächsichen Keepers Martin Männel für den frühen Führungstreffer. Die Vorlage hatte ihm Stephan Schröck spendiert. Und schon neun Minuten später gelang ihm das zweite Tor. Das war die Basis für einen weiteren Kleeblatt-Erfolg im Ronhof. Nach den beiden Toren konnte man sich dann allerdings des Eindrucks nicht erwehren, dass bei der Spielvereinigung die Luft etwas draußen war. Wollte man das Ergebnis einfach nur halten? Da hatte man offenbar nicht mit dem Team aus Aue gerechnet, das sich immer wieder mit guten Aktionen gegen die weiß-grünen Kleeblätter aufbäumte.
Souverän hatte Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus die Partie im Griff. Es kam mehrfach zu heißen Diskussionen. Und Spieler beider Mannschaften forderten mit Fouls, unfairen Attacken und einer “Schwalbe” die erfolgreiche Unparteiische heraus. Aber Frau Steinhaus behielt die Ruhe und die Übersicht.
Tom Mickel stand heute – er war beim 1860er-Spiel nach Wolfgang Hesls Handverletzung eingewechselt worden – zum zweiten Mal für die SpVgg im Tor, konnte aber nicht wirklich überzeugen. Einen Kopfball von Romario Kortzorg rettete Kapitän Stephan Fürstner für den Keeper kurz vor der Halbzeitpause auf der Linie. Und in der Schlussphase der Begegnung drängten alle Spieler von Erzgebirge Aue in Richtung Tor. Tom Mickel, der lange Zeit nicht gefordert worden war, schwächelte auch jetzt wieder im entscheidenden Moment: Eine gefährliche Aktion von Stipe Vucur in der 83. Minute klärte Goran Sukalo, der vor der Linie richtig stand. Sonst wäre es mit der 2:0-Führung doch noch vorbei gewesen. Dann retteten die Fürther das Ergebnis bis zum Abpfiff.
Das Kleeblatt steht am heutigen Feiertag erst mal auf Tabellenplatz fünf. Nach der Länderspielpause gastiert die Spielvereinigung am Samstag, 18. Oktober, bei Eintracht Braunschweig.