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Ich habe heute Vormittag hin und her überlegt, ob mein heutiges Blogthema vielleicht etwas an den Haaren herbeigezogen ist. Ich meine: nein. Deshalb habe ich mich jetzt doch entschieden, darüber zu schreiben.

Auf der Webseite der Spielvereinigung ist folgendes zu lesen:

Tucher Bräu, Exklusivpartner der SpVgg, hat sich für das Pokalspiel beim FC Bayern München etwas Besonderes für die Kleeblatt-Fans einfallen lassen: Für jeden Fanbus, der das Kleeblatt am kommenden Mittwoch in die Landeshauptstadt begleitet, stellt Tucher zwei CoolKegs (ein 10-Liter-Fass, das Bier auf Knopfdruck in zirka 45 Minuten von selbst auf erfrischende Trinktemperatur kühlt und sie bis zu 12 Stunden lang konstant hält, Anmerk. d.V.) zur Verfügung. „Für uns als langjähriger Partner der SpVgg ist es selbstverständlich, dass wir unseren Teil zu einem gelungenen Fußballtag für die Kleeblatt-Fans beitragen“, so Nikolas Zitzelsberger von der Fürther Traditionsbrauerei.

Jeder Fanklub und jede Gruppe, die einen oder mehrere Busse organisiert, erhält die Gutscheine für die CoolKegs in der Geschäftstelle der SpVgg gegen Vorlage der Busrechnung. Die CoolKegs sind dann bei der Tucher Bräu, Tucherstraße 10, am Montag, 8. Februar, sowie am Dienstag, 9. Februar, gegen Zahlung von 50 Euro Pfand pro Fass abzuholen.

Huups, denke ich mir. Wird hier schon für die Hinfahrt zum DFB-Pokalspiel in München jedem Mitfahrer im Fanbus die Möglichkeit geboten,  mal so richtig “vorzuglühen”? Dass vor, bei und nach Spielen in Fußballstadien nicht nur Milch oder Wasser getrunken wird, sondern durchaus Alkoholisches,  ist ja hinlänglich bekannt. Aber dass man am Mittwoch als Kleeblatt-Fan quasi der Verführung kaum erliegen kann, “wohlbeschwingt” die Allianz-Arena in München zu erreichen, das geht mir denn doch zu weit. Nicht falsch verstehen: Ich will nicht päpstlicher sein als der Papst – das wäre für ein Greuther-Weib aus verschiedenen Gründen auch schwierig -, aber mir wären eben Tüten mit Trolli-Gummibonbons im Fanbus viel sympathischer!

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Relativ frohgemut starte ich Freitagabend in Richtung Nürnberg, um dort ein Konzert zu besuchen. Frohgemut deshalb, weil das Spiel Arminia Bielefeld gegen die Spielvereinigung zu diesem Zeitpunkt noch ein sicherer Sieg für die Kleeblätter zu werden scheint. Aber schon im Auto wird der Ausgleich für die Mannschaft aus Ostwestfalen vermeldet. Na gut, beruhige ich mich, das Spiel dauert ja noch ein bisschen, Fürth wird es bestimmt noch schaffen. Im Hubertussaal in Nürnberg angekommen, treffe ich – an der Abendkasse stehend – Freunde aus Fürth. Es ist inzwischen 19.45 Uhr, und das Fußballspiel müsste zu Ende sein. Wie ging es aus? Per SMS wird der Endstand erfragt und unsere Gesichter sind auf einmal gar nicht mehr so glücklich: Das Kleeblatt hat einen Sieg verspielt und völlig unnötig mit 1:2 verloren.

Konzert Rocky SwingShow 056Kurz nach dem sportlichen Schock beginnt dann  das Konzert ”RockyHorrorSwingShow” mit Budde Thiem und seinem Orchester.  Die LittleBigBand spielt Klassiker der Rockgeschichte gegen den Strich arrangiert und schafft es, dass der Abend auch für uns Kleeblatt-Fans keine Horror-Show wird.

Wohlweislich hatte ich es vermieden, dem Fürther Jazz-Musiker und Arrangeur Budde Thiem die Pleite der SpVgg noch vor seinem Auftritt zu verraten – das hätte seiner mentalen Form womöglich Abbruch getan. Thiem, der sich selbst nicht nur als Musiker, sondern als ”Glücksspieler, Comiczeichner,Textdichter und Alt-Fußballer” charakterisiert, sollte zumindest beim zweiten Song des Abends nicht seine eigene Kleeblatt-Seele meinen: “I can get no satisfaction.”  Auch im weiteren Programm zieht er immer wieder Paralleln zum Fußball, spricht von einer “8+1+1-Aufstellung” seiner Band und von der Sängerin Steffi Denk als “Frontfrau”.

Bekannte Songs ganz anders arrangiert, das klingt super. “Come together” von den Beatles in neuem Gewand oder “Die stolze Marie” alias “Proud Mary” machen den Abend zu einem Highlight. Die Musik mit Mambo-, Samba- und Rockrhythmen lässt selbst uns “Greuther-Weiber” vergessen, dass Stephan Loboué der Ball aus den Händen rutschte und er damit in Bielefeld nach Sami Allaguis tollem Tor und der starken Leistung der Mannschaft die Niederlage einleitete. Ähnlich wie bei “Smoke on the Water” von Deep Purple muss es für die Kleeblätter im Schüco-Stadion in Bielefeld gewesen sein: Man ist arglos, sieht zwar irgendwo weit entfernt Rauch aufsteigen, kann allerdings die Ursache dafür – ein Feuer – nicht einordnen. 

Kurzum: Wir werden, wie es vor einiger Zeit in (männlichen) Fußball-Kommentatoren-Kreisen immer wieder hieß, nach der Pleite von Bielefeld den “Mund abwischen” und uns auf das DFB-Pokal-Viertelfinale am 10. Februar gegen den FC Bayern München konzentrieren. Wer Lust hat, direkt nach dem Spiel in der Allianz-Arena Infos und Eindrücke vom Spiel aus der Sicht eines Fürthers, der im Stadion war, zu erfahren, der sollte unbedingt am Mittwochabend unseren “Greuther-Weiber”-Blog der “NZ” anklicken: Fürther sind bekanntlich “Born to be Wild” – und das werden sie auch in München unter Beweis stellen.

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Kleeblatt- und Käse-Fan

Selbst wenn man – wie ich heute – einen freien Tag hat, kann man sich dem Thema Fußball bzw. Spielvereinigung nicht so leicht entziehen. Da gehe ich mittags arglos zum Einkaufen auf den Markt auf der Fürther Freiheit und werde gleich am Käsestand in ein Gespräch über die Kleeblättler verwickelt. Wie sie heute Abend in Bielefeld wohl spielen werden? “Naja”, meint die Käseverkäuferin, die eingefleischter Fan ist, “eigentlich müssten´s ja scho´ g´winnen.”  Doch es stehen ihr deutlich Skepsis und Zweifel ins Gesicht geschrieben.

Der Stand nebenan bietet Fisch an. Und sein Besitzer ist – wie das Leben so spielt – Clubfan. Da haben sie sich heute in aller Frühe schon über den bevorstehenden Spieltag unterhalten, der Fischmann und die Käsefrau. Und man sollte es nicht für möglich halten: Er drückt den Fürthern für heute Abend den Daumen. Wenn das keine noble Geste ist!!! Wollen wir mal hoffen, dass es etwas hilft.

So, jetzt nehme ich mir aber erst mal wirklich frei vom Fußball. Andererseits, was soll´s – einmal Greuther-Weib, immer Greuther-Weib, und schließlich gibt es ja weitaus unangenehmere Gesprächsthemen als unser Kleeblatt. Und das Spiel geht schon bald los!

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Dort, wo das Kleeblatt haust!

Für mich als (Wahl-)Fürtherin, noch dazu als Greuther-Weib, ist es immer erwähnenswert, wenn sich Bürger der Stadt, Geschäfte oder Unternehmen für die Spielvereinigung engagieren. Ein gutes Beispiel dafür, wo sich Fans auch außerhalb des Fanshops “Greuther Teeladen” oder des Online-Shops mit Fanartikeln versorgen können, ist das Fürther Möbelgeschäft “Flamme”.

Greuther-Weiber 2 001Am Samstag, 6. Februar, feiert “Flamme” gemeinsam mit der Spielvereinigung die Wiederöffnung des neuen Kleeblatt-Shops, aufgrund des Umbaus konnte das Sortiment an Fanartikeln erweitert werden. Unter dem Motto “Flamme zeigt Flagge” haben von 10 bis 18 Uhr  eingefleischte weiß-grüne Fans in den Verkaufsräumen in der Hardstraße 80 Gelegenheit, zum Beispiel die neuen Heimtrikots (mit dem Logo der ERGO Direkt Versicherungen) zum Sonderpreis von 27,50 Euro (Normalpreis 55 Euro) zu erstehen. Interessant ist natürlich auch die limitierte Sonderkollektion zum DFB-Pokalspiel gegen den FC Bayern München am 10. Februar. Etwas für alle, die auf keinen Fall zu den Verlierern gehören möchten, ist der Schal “FÜRTHelfinale”: halb im Bayern-München-Look, halb Kleeblatt-Design - da kann nichts schiefgehen. Wer auch immer gewinnen wird – ich glaube fest, es sind die Mittelfranken, die haben ja derzeit einen “Lauf”! -, man ist mit diesem modischen Accessoire immer auf der sicheren Seite. Ähnlich diplomatisch auch der Pin und das Shirt im kombinierten Bayern/Kleeblatt-Design. Ein weiterer Höhepunkt der Aktion am Samstag ist die Autogrammstunde mit Spielern und Trainern der Spielvereinigung von 15 bis 16 Uhr. Unser Foto zeigt übrigens die Rückseite der aktuellen “Stadtzeitung”.

Mein Tipp: Bis heute Abend werden noch die aller-,allerletzten Tickets für das oben erwähnte Supermatch angeboten. Im “Greuther Teeladen” sind noch wenige Restkarten zum Preis von 20,50 Euro bzw. 30,50 Euro im Fürther Fanblock in der Allianz-Arena erhältlich. Wer sich also noch für den Besuch des Pokalspiels in München entscheiden möchte, dann nichts wie los zum Ronhof!

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Welcher Kleeblatt-Fan erinnert sich nicht mit Grausen an viele Spiele, die so aussahen: Die Fürther waren durch gute Paraden eigentlich die bessere Mannschaft, aber am Ende hat immer das letzte Quentchen Glück gefehlt, um den Sieg nach Hause zu tragen.

Heute war es mal anders: Die Partie gegen den FC Energie Cottbus hat die Spielvereinigung durch eine Tor in der 90. Minute gewonnen. Der Torschütze war – mal wieder – Christopher Nöthe. Immerhin sein neunter Treffer in 20 Spielen. Er und Sami Allagui waren heute sowieso die beiden Fürther Spieler, die die Begegnung am Laufen hielten.

Die Weiß-Grünen waren während der ganzen 90 Minuten spielbestimmend, kamen aber vor allem in der Schlussphase kaum mehr in den gegnerischen Strafraum. Und auch von den Cottbussern kam gegen Ende nichts Konstruktives. Aber in der Schlussminute war es dann so weit: Allagui verlängerte einen langen Ball von Caligiuri per Kopf in den Lauf von Nöthe. Der schoss den Ball aus elf Metern in die Maschen und sorgte so für stürmischen Jubel bei den – leider wieder nur - etwas mehr als 5000 Zuschauern. Die Begegnung lief relativ fair ab - es gab nur vier Gelbe Karten.

Fazit: Ein Abend, der bis kurz vor Ende ein Unentschieden zu werden schien, aber durch ein Tor in der letzten Minute dann doch noch drei Punkte für das Kleeblatt brachte. Also: Auf zu Arminia Bielefeld am kommenden Freitag! Die stehen heute noch auf Platz vier, aber es wäre doch gelacht, wenn wir die nicht auch vernaschen würden!

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Heute Abend begrüßt die Spielvereinigung im Playmobil-Stadion die Mannschaft von Energie Cottbus. Mit zwiespältigen Gefühlen erinnere ich mich an das Hinrundenspiel im August im “Stadion der Freundschaft”: Ich hatte damals in meinem Blogbeitrag die hohe Anzahl Gelber Karten – es waren sechs! – bemängelt, was bei den Lesern der “Greuther-Weiber” zu regem Kommentieren führte.

Ab 18 Uhr sind die Cottbusser also hier in Fürth und müssen zeigen, was sie im Moment so drauf haben. Trainer Claus-Dieter (”Pele”) Wollitz muss seine Mannschaft umbauen, weil Kapitän Ovidiu Burca wegen der fünften Gelben Karte fehlt (na, was sage ich?). Ob Adam Straith dafür von rechts in die Mitte rückt und Alexander Bittroff stattdessen rechts verteidigt, läßt der Trainer noch offen. Fraglich ist derzeit auch der Einsatz von Stanislav Angelov. Alle anderen Akteure sind bis auf die verletzten Dennis Sörensen und Clemens Fandrich an Deck.

Auf der Homepage des FC Energie Cottbus ist folgendes zu lesen:

Gastgeber Fürth wird das Heimspiel am Freitag um 18 Uhr mit breiter Brust antreten. Die “Kleeblätter” haben nicht nur das Hinspiel in Cottbus gewonnen, sondern unter dem neuen Trainer Mike Büskens zum Rückrundenstart zwei überzeugende Siege mit 8:0 Toren eingefahren. Von seiner Linie weicht Energie-Coach Pele Wollitz dennoch nicht ab und ist überzeugt davon, dass seine Mannschaft in Fürth bestehen kann.

Das glauben die Kleeblätter allerdings weniger, aber man wird sehen. Wer übrigens Interesse am nächsten fußballerischen Großereignis hat, kann vor dem Spiel an der Stadionkasse 10 im Ronhof noch Karten für die Viertelfinal-Begegnung im DFB-Pokal kaufen. Das Match gegen den FC Bayern München findet bekanntlich am Mittwoch, 10. Februar, ab 19 Uhr in der Münchner Allianz-Arena statt. Es stehen noch zirka 150 Karten für 20,50 Euro im Oberrang und 30,50 Euro im Mittelrang in den Fürther Fan-Blöcken zur Verfügung. Bis heute sind für dieses Spiel etwa 51 000 Eintrittskarten verkauft. Rund 7000 Fürther werden nach jetzigem Stand die SpVgg im Pokal-Kampf unterstützen. Rund 18 000 Tickets in allen Kategorien sind beim FC Bayern München für das Viertelfinale noch erhältlich.

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20091228_spvgg_training_0915.jpgIn letzter Zeit hat er schon ein wenig geschwächelt, der Youssef Mokhtari. Das hat die Vereinsleitung wohl auch so gesehen und handelt nun entsprechend: Ab sofort gehen die  SpVgg Greuther Fürth und Youssef Mokhtari getrennte Wege. Beide Seiten haben den bestehenden Vertrag aufgelöst.

Sie sollen sich aber gütlich auf einen geringen Abfindungsbetrag verständigt haben. Das hat der Verein jedenfalls vor wenigen Stunden der Öffentlichkeit mitgeteilt. Nun hat der Mittelfeldspieler also die Möglichkeit, mit dem FC Metz oder einem anderen Verein einen neuen Vertrag abzuschließen.

Eigentlich schade, dass der Youssef nun geht. Ich habe ihn eigentlich als Bereicherung für das Kleeblatt empfunden, er hat meiner Meinung nach – nicht nur im wörtlichen Sinn – Farbe in die Mannschaft gebracht. Ob man einigen Schwächen, die er in  letzter Zeit gezeigt hat, nicht auch anders hätte begegnen können – ich weiß es nicht. Vielleicht war es aber auch gut, rechtzeitig einen Schlussstrich unter die Verbindung zu ziehen, bevor es richtig böses Blut gibt. Denn das könnten die Fürther in der gegenwärtigen Situation auf gar keinen Fall brauchen! Alle müssen sich darauf konzentrieren können, dass es wieder aufwärts geht, und dürfen ihre Energie nicht bei irgendwelchen Scharmützeln verschwenden.

Was meint Ihr/meinen Sie: Ist es gut, dass Youssef Mokhtari Fürth verlässt?

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Traumberuf Fußballtrainer?

Kleine Jungs möchten später, wenn sie mal groß sind, unbedingt Fußballspieler werden. Großen Jungs, die schnell gemerkt haben, dass sie auf dem Spielfeld eher zweite Wahl sind, schwebt dann eher vor, Fußballtrainer zu werden. Da gibt es viele prominente Vorbilder – “Meistermacher” oder “Weltmeistermacher”  haben in unserer Gesellschaft einen hohen Stellenwert.

VehIch weiß nicht, ob Armin Veh heute, einen Tag nachdem er vom VfL Wolfsburg freigestellt wurde, in einem Interview noch bestätigen würde, dass Fußballtrainer ein Traumberuf ist.

Hier in der Kleeblattstadt hat man ja auch schon so manchen guten Coach kommen und gehen sehen. Ich denke an Benno Möhlmann, der immerhin drei Mal für die Spielvereinigung gearbeitet hat und vor gut einem Monat von Michael “Mike” Büskens abgelöst wurde. Oder Frauenschwarm Bruno Labbadia: Der attraktive Ex-Spieler mit italienischen Vorfahren hat 2007/2008 die Kleeblätter trainert – als Nachfolger Möhlmanns. Dann wechselte er – etwas abrupt – zu Bayer 04 Leverkusen und darf sich seit dem Sommer 2009 Cheftrainer des Hamburger Sportvereins nennen.

Aber um noch einmal auf Armin Veh zurückzukommen: Auch er hat schon einmal – 1996/97 – die Spielvereinigung trainert und mit der Mannschaft – Chapeau! – den Aufstieg in die 2.Bundesliga geschafft. Im Jahr 2007 wurde der VfB Stuttgart unter seiner sportlichen Führung Deutscher Meister – was Veh den Spitznamen “Meistertrainer” einbrachte -, und er führte den schwäbischen Verein auch ins DFB-Pokalfinale. (Auf das letztendliche Ergebnis und den Namen des Pokalsiegers will ich hier als Greuther-Weib aus naheliegenden Gründen nicht näher eingehen). Am 1. Juli vergangenen Jahres wechselte Veh dann zum Deutschen Meister FSV Wolfsburg - aber den großen Erwartungen konnte er nicht gerecht werden. Es ging für die “Wölfe” immer mehr bergab. Zurzeit stehen sie auf dem mittelprächtigen zehnten Tabellenplatz . Nach neun Pflichtspielen ohne Sieg, 38 Gegentoren (!) und zuletzt einer 2:3-Niederlage gegen den 1. FC Köln wurde Veh gestern von der Vereinsführung freigestellt.

Traumberufe haben eben ihre Tücken. Davon können sie alle – Labbadia, Möhlmann und Veh – ein Lied singen. Aber all das juckt uns hier in Fürth derzeit überhaupt nicht. Wir stehen voll hinter dem neuen Trainer Büskens und peilen an, dass die Kleeblätter bei Saisonende auf einem Aufstiegsplatz stehen. So der Fußballgott will!

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Yes, you did!

Mist, dass ich nicht dabei sein konnte am Bornheimer Hang - diesen Tore-Reigen hätte ich wirklich gar zu gerne live miterlebt! Mein Gott, unsere Mannschaft kommt mir wie komplett ausgewechselt vor, so wie sie jetzt aufspielt. Wie in früheren Zeiten! Gut, dass gegen das “Kellerkind” FSV Frankfurt drei Punkte drin sein müssten, habe ich mir vorher schon gedacht. Aber dass es gleich ein 5:0-Kantersieg werden würde, hätte ich mir in meinen kühnsten Träumen nicht vorzustellen gewagt. Danke, Kleeblatt!

Neuzugang Milorad Pekovic allerdings hat durch sein wiederholtes Foulspiel dafür gesorgt, dass ich zeitweise das Nervenflattern bekam. Gut, dass ihn Mike Büskens rechtzeitig vom Platz genommen hat, sonst hätte Pekovic möglicherweise noch Rot gesehen. Außerdem habe ich mich für Fürstner gefreut, der trotz zuletzt recht ansprechender Leistung wegen Pekovic erst mal auf der Bank bleiben musste, dann aber doch gegen den Neuzugang aus Mainz eingewechselt wurde.

Aber sonst können wir, glaube ich, rundum zufrieden in dieses Wochenende gehen und erst mal ein wenig entspannen. Nur vor einem sollten sich unsere Spieler jetzt hüten: zu übermütig zu werden! Auch wenn der nächste Gegner, Energie Cottbus, zurzeit nicht gerade zu den stärksten Zweitligisten gehört – Übermut tut selten gut!

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Keine Ahnung, ob dieses Phänomen auch in Sprichwörtern und Redensarten thematisiert wird. So nach dem Motto: “Aus den Augen, aus dem Sinn.” Auf jeden Fall mache ich persönlich die Erfahrung, dass man - je länger man sich von etwas entfernt und je mehr man sich an etwas anderes gewöhnt hat – dann auch emotional Partei für das Neue ergreift. Was für ein kryptisches Geschwafel, mag jetzt so mancher Blogleser denken.

Um es auf den Punkt zu bringen: Ich bin in Frankfurt geboren, wohne aber seit über 20 Jahren in Fürth. Und mit diesem Hin- und Hergerissensein habe ich heute Abend ab 18 Uhr mal wieder zu kämpfen. Die Spielvereinigung spielt nämlich in der deutschen Finanzmetropole gegen den FSV Frankfurt.

Nach dem (relativ hohen) 3:0-Sieg gegen Kaiserslautern zu Beginn der Rückrunde am vergangenen Samstag haben die Kleeblätter wieder an Selbstvertrauen gewonnen und einen freieren Kopf. Deshalb kann man für das heutige Spiel gegen Frankfurt – die auf dem vorletzten Tabellenplatz stehen – hoffen, dass die Fürther um 19.45 Uhr als Winner das Spielfeld im Volksbank-Stadion verlassen. Das Hinrunden-Spiel haben die Kleeblätter schließlich ja auch mit 4:0 gewonnen.

Also, Kleeblätter, fahrt mit erhobenem Haupt nach Hessen und vertraut auf Euer fußballerisches Können. Trainer Mike Büskens’ Charakter ist allerdings von Realismus geprägt. Deshalb warnt er davor, sich vom Sieg der Spielvereinigung gegen Kaiserslautern und der deutlichen 0:5-Niederlage der Frankfurter gegen den MSV Duisburg blenden zu lassen. Seine Einschätzung der heutigen Partie:

Das wird kein Selbstläufer. Frankfurt ist nicht danach zu bewerten, wie sie vom Ergebnis her gespielt haben. Aber wenn wir eine ähnliche Einstellung zeigen wie gegen Kaiserslautern, dann sind wir mit Sicherheit in der Lage dort etwas mitzunehmen.

Recht hat er, der Mike, und heute Abend – kurz vor der Tagesschau – wissen wir mehr!

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