Das geht Kleeblattfans runter wie Öl!

Ewige_Tabelle

Bevor es Ende Juli wieder ernst wird in der Zweiten Liga, habe ich heute mal gute Nachichten. Obwohl die letzte Saison frustrierend verlief und vom Resultat her eher ein “Flop” war, liegt die Spielvereinigung Greuther Fürth in der “Ewigen Tabelle” der 2. Fußball-Bundesliga überraschenderweise auf einem hervorragenden zweiten Platz. Diese Ewige Tabelle  mit 122 Mannschaften ist eine statistische Auflistung aller Meisterschaftsspiele der 2. Fußball-Bundesliga seit ihrer Gründung 1974. Der Berechnung wird die Drei-Punkte-Regel zugrunde gelegt (drei Punkte pro Sieg, ein Punkt pro Unentschieden). Alemannia Aachen ist seit dem 7. Dezember 2009 Erster der ewigen Tabelle, außerdem ist der Verein seit 6. November 2011 der einzige, der mehr als 1000 Meisterschaftsspiele in der 2. Bundesliga absolviert hat. In der Tabelle werden die Vereine unter dem Namen geführt, unter dem sie zuletzt in der 2. Bundesliga gespielt haben.

Die SpVgg rangiert nach 27 Jahren und 922 Spielen mit sage und schreibe 1386 Punkten auf dem zweiten Platz. Hinter ihr liegt ganz knapp – nur zehn Punkte Rückstand – Fortuna Köln. Mit einigem Abstand folgen dann die Stuttgarter Kickers, Hannover 96 und der FC St. Pauli. Der fränkische “Erzfeind Nummer Eins” – der 1. FC Nürnberg – belegt nach 15 Jahren mit 855 Punkten nur den 19. Rang.

Klar, vermutlich ist diese Tabelle ein wenig Augenwischerei. Denn naturgemäß hat ein Verein, der selten in der 2. Liga ist, sondern oft in der Ersten Bundesliga rangiert, weniger Punkte. Sehen wir uns die Ewige Tabelle der Bundesliga an, ist die SpVgg auf dem 50. Platz (von 55 Vereinen) zu finden. Denn das Kleeblatt hat nur eine Spielzeit lang in der Bundesliga gespielt.
Aber als echter Kleeblattanhänger kann man hier abstrahieren. Wir freuen wir uns auf eine erfolgreiche Saison 2015/16! Die Profis der Spielvereinigung sind fleißig am Trainieren und haben schon zwei Vorbereitungsspiele hinter sich. Das letzte gegen den ATSV Erlangen gewannen sie am Samstag glorreich mit 9:0.
Wer alle Fakten zur Ewigen Tabelle der Zweiten Fußball-Bundesliga will, der klickt einfach hier.

Gemeinsam die “beschissene Saison” wegfeiern!

Elan_KonzertAm kommenden Freitag, 26. Juni,  findet ab 22 Uhr das Viertelfinale der Frauen-Fußball-WM in Kanada zwischen Deutschland und Frankreich statt. Das wird eine spannende, entscheidende Partie für die deutschen Mädels. Wir drücken die Daumen.

Wer sich aber lieber selbst bewegen möchte, der kann einen besonderen Event der Kleeblatt-Fangruppe “Horidos” im ELAN in der Kapellenstraße 47 in Fürth erleben: “Football meets Music”. Nach einer längeren Pause findet dort die nächste Ausgabe “Block 12 in Concert Vol. 3″ statt. Musiktechnisch wird an diesem Abend einiges aufgefahren: „The Travelling Playmates“ mit “Rhythm & Voodoo aus Färdd”, die Oi-Punk Band „Stage Bottles“ mit Punkrock aus Frankfurt,  Ska-DJ-Mix „Mr. Monk“. Und zu vorgerückter Stunde sorgt der Fürther Künstler Bakuzap mit elektronischer Tanzmusik dafür, dass die Bude zum Kochen kommt. Ungefähr 150 Eintrittskarten gibt es noch im Fanprojekt Fürth (Theresienstraße 17) heute von 15 bis 20 Uhr und am morgigen Donnerstag von 17 bis 22 Uhr. Außerdem auf dem Grafflmarkt am Freitag in der Gustavstraße bei mobilen Ticketverkäufern. Der Vorverkaufspreis beträgt moderate 8 Euro. Natürlich gibt es auch an der Abendkasse noch Karten für Kurzentschlossene, diese kosten dann 10 Euro pro Person! Einlass ist ab 19 Uhr, Beginn der Veranstaltung ist 20 Uhr. Voraussichtliches Ende: 4 Uhr.
Wie heißt es auf der Block 12-Infopage so treffend:

“Markiert euch das Datum fett im Kalender, sichert euch die Karte im Voraus und lasst uns anschließend diese beschissene Saison wegfeiern! Gemeinsam nur nach vorne!”

Kleeblatt-Fanstammtisch am 23. Juni

Fanstammtisch_Maerz_2015Nur einen Tag vor dem ersten Einsatz der Spielvereinigung nach der Sommerpause – dem Freundschaftsspiel gegen Jahn Regensburg in Cadolzburg am 24. Juni um 18 Uhr – findet am kommenden Dienstag, 23. Juni 2015, ein Fan-Stammtisch statt. Der Verein lädt ab 19.03 Uhr in seine Räume am Laubenweg ein. Nachdem beim letzten Stammtisch im März (Foto, damals mit Caoch Mike Büskens) der Unmut einiger Fans deutlich wurde, dass diese Aussprachen zu selten anberaumt werden, sollten jetzt möglichst viele Kleeblattfans die Gelegenheit wahrnehmen zu kommen. Neben Präsident Helmut Hack werden Geschäftsführer Holger Schwiewagner, Direktor Sport Martin Meichelbeck und Direktor Profifußball Michael Mutzel Rede und Antwort stehen und die (hoffentlich) kritischen Fragen beantworten. Schade, dass der neue Trainer Stefan Ruthenbeck nicht mit dabei ist. Ihn würden die Kleeblattanhänger natürlich gerne persönlich erleben.
Bestimmt wird es beim Stammstammtisch heiß hergehen. Helmut Hack wird sich zur Trainerwahl äußern, die Spielereinkäufe kommentieren und eine Erfolgsvorschau für die neue Saison 2015/16 in der Zweiten Liga wagen. Außerdem werden die finanzielle Situation der SpVgg und mögliche Investitionen in neue Spieler ein Thema sein.

Treffpunkt ist die STECHERT VIP Lounge (hinter der Gegengerade des Stadion am Laubenweg; Zugang und Parken über den Parkplatz Tor C). Einlass ist ab 18.30 Uhr. Wer möchte, kann schon vorab seine Fragen und Anregungen per Mail an die SpVgg schicken: fanstammtisch@greuther-fuerth.de.

Wer nach dem Fan-Stammtisch von Fußball noch nicht genug hat, der soll sich ein paar Stunden ausruhen und dann nachts ab 4 Uhr das Achtelfinalspiel bei der Frauen-Fußball-WM in Kanada zwischen Japan und den Niederlanden ansehen.

Trainerentscheidung endlich gefallen: Ruthenbeck kommt

SpVgg Greuther Fürth - VfR AalenDie Nachfolge von Mike Büskens hat sich als Zitterpartie gestaltet, doch jetzt ist die Trainerfrage bei der Spielvereinigung in trockenen Tüchern: Der neue Coach heißt Stefan Ruthenbeck. Der Weg des 43-Jährigen vom VfR Aalen ist freigeworden, weil die Aalener am Donnerstag Peter Vollmann als neuen Trainer präsentierten. Sowohl Ruthenbeck als auch sein bisheriger Co-Trainer Michael Schiele erhalten in Fürth einen Zweijahresvertrag.

Kleeblatt-Präsident Helmut Hack musste sich nach dem “Beinahe-Abstieg” der SpVgg schon einiges an Kritik gefallen lassen, weil die Trainerentscheidung gar so lange auf sich warten ließ. Die Verhandlungen mit den Verantwortlichen beim Zweitligaabsteiger VfR Aalen waren – so Hack – schwierig. In der Pressemitteilung der SpVgg ist das so zu lesen:

“Ich habe mit Aalens Präsidenten Berndt-Ulrich Scholz in den vergangenen Wochen zahlreiche telefonische Unterredungen geführt. Es war für beide Seiten nicht leicht, eine Lösung zu finden, mit der beide am Ende leben können. Es war ein langer Weg, auf dem viel Geduld und Fingerspitzengefühl notwendig war.”

Der gebürtige Kölner Ruthenbeck übernimmt schon am 22. Juni das Training beim Kleeblatt. Er freue sich auf die Arbeit beim Kleeblatt, sagt Ruthenbeck, der zwei Jahre lang die Zweitligamannschaft des VfR betreut hat, den Abstieg in der abgelaufenen Saison aber nicht verhindern konnte. Er hatte den Trainerjob in Aalen für die Saison 2013/14 übernommen, als Ralph Hasenhüttl zurückgetreten war. Zuvor war er Coach der U23 und Leiter des Nachwuchsleistungszentrums.

Ich habe mal ein wenig recherchiert: Stefan Ruthenbeck ist verheiratet und hat zwei Kinder. Mit seiner Familie lebt er in Linz am Rhein. Bevor Ruthenbeck mit seinem Wechsel nach Aalen die Trainertätigkeit zum Hauptberuf machte, war er 17 Jahre lang als Chemikant bei einem Chemie-Unternehmen in Königswinter tätig. In seiner Freizeit hört er gerne Heavy Metal.

Als Nachfolger von Mike Büskens wird es Ruthenbeck hier in Fürth erst mal nicht leicht haben. Denn Büskens, der mit dem Kleeblatt den Bundesliga-Aufstieg geschafft hatte, ist für viele Fans nach wie vor der “Coach der Herzen”. Obwohl – und damit hat Büskens einiges von seinem Nimbus eingebüßt: Den Abstieg in die Dritte Liga konnte er nach 12 Spielen, die er nach der Entlassung von Frank Kramer seit Februar geleitet hat, nur mit der Schützenhilfe anderer Vereine verhindern.
Die Weichen beim Kleeblatt werden jetzt neu gestellt, hoffen wir auf eine erfolgreiche Saison 2015/16!

Kleeblatt in Zukunft ohne “Wolle” Hesl

Die Würfel sind gefallen: Wolfgang Hesl verlässt die Spielvereinigung. Heute hat er seinen Vertrag mit dem Zweitliga-Aufsteiger Arminia Bielefeld klar gemacht. Der 29-Jährige wechselt ablösefrei und erhält einen Zweijahreskontrakt bis 30. Juni 2017. Für viele Kleeblattfans ist das – trotz aller Gerüchte in den vergangenen Wochen – ein echter Schock. Und auch ich bin verwundert. Natürlich hat er im Gespräch mit mir vor drei Wochen nichts zum Thema “Vereinswechsel” rausgelassen. Aber ich hatte den subjektiven Eindruck, dass ihm die Nähe zu seiner Heimat in der Oberpfalz im Zweifelsfall wichtiger ist als die Neuverpflichtung bei einem anderen Verein.

Wie dem auch sei: “Wolle” Hesl ist in Zukunft kein Kleeblatt mehr. Das wird für den Fürther Verein, der gerade in vielen Bereichen einen Umbruch durchmacht, nicht einfach werden. Hesl war erfolgreicher Kapitän und hat den Kleeblättern so manche Niederlage erspart. Er war (fast) immer zur Stelle, wenn es im Strafraum des Kleeblatts brenzlig wurde. Und hat vom Tor aus versucht, seine oft demotivierten Teamkollegen zu coachen.

Ob Wolfgang Hesl bei seinem neuen Arbeitsgeber glücklich wird und als Keeper Erfolge hat, das wird sich zeigen. Für ihn, der seit Juli 2012 bei der SpVgg war, gegen Mitte der Bundesligasaison 2012/13 Max Grün als Stammtorhüter ablöste und mit dem Kleeblatt alle Höhen und Tiefen mitgemacht hat, ist ein Orts- und Arbeitgeberwechsel auf jeden Fall eine neue Perspektive. Erleichtert werden all jene sein, die befürchtet hatten, dass Hesl zum “Club” wechseln könnte. Ich persönlich hätte allerdings nicht erwartet, dass er zu einem Verein wie Arminia Bielefeld geht.
Die Greuther-Weiber wünschen Dir, Wolle, alles Gute. Und wir hoffen, dass Du nach wie vor ein treuer Leser unseres Blogs bleibst!

Domi Kumbela verstärkt den Kleeblattsturm

Die Spielvereinigung hat den ersten Schritt in punkto Neueinkäufe gestartet – sie verpflichtete den Stürmer Domi “Dominick” Kumbela. Der 31-Jährige hat einen Zweijahresvertrag unterschrieben. Michael Mutzel, Direktor Profifußball auf der Vereins-Website:

„Wir sind sehr froh, dass wir Domi trotz mehrerer Anfragen von anderen Vereinen verpflichten konnten. Er ist ein Vollblutstürmer der viel Erfahrung mitbringt und seine Torgefährlichkeit in der ersten und zweiten Liga schon unter Beweis gestellt hat.“

Zuletzt spielte der in Kinshasa geborene Deutsch-Kongolese für den Erstligisten Kardemir Karabükspor in der Türkei. Domi Kumbela traf während seiner Karriere in der deutschen Zweiten Liga in 68 Spielen bislang 29 Mal. „Ich bin froh, wieder nach Deutschland zurückzukehren. Ich möchte hier an meine Leistung, die ich unter anderem in Braunschweig gezeigt habe, anknüpfen und mich so schnell wie möglich in der Mannschaft integrieren und mich in Fürth einleben. Ich möchte die gemeinsamen Ziele angehen und meinen Beitrag dazu leisten“, so Domi Kumbela zu seinem Wechsel nach Fürth. Unser Foto zeigt den zukünftigen Kleeblatt-Stürmer in der Saison 2011/2012 beim Spiel zwischen Eintracht Braunschweig und der Spielvereinigung. Ab sofort ist Domi Kumbela also der Vereinskamerad von Stephan Schröck, nicht mehr sein Gegner.

Im Dezember 2012 berief Nationaltrainer Claude Le Roy Domi Kumbela in den erweiterten Kader der kongolesischen A-Nationalmannschaft für den Afrika-Cup 2013. Domi entschied sich später allerdings dafür, nicht für sein Land zu spielen, um sich auf die Zweite Bundesliga zu konzentrieren.

Und: Seit 2013 engagiert sich Domi Kumbela bei “Show Racism the Red Card – Deutschland”. Im April beteiligte er sich bei einem Workshop der Bildungsinitiative und berichtete den Schülern und Schülerinnen über seine eigenen Erfahrungen mit Rassismus und Diskriminierung. Außerdem nahm er an der Kampagne “Unsere Elf gegen Rassismus” teil.

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Asamoahs aktive Fußballer-Karriere ist zu Ende

Asamoah - LesungGerald Asamoah, eine der Galionsfiguren der Kleeblatt-Aufstiegstour 2011/12 in die Bundesliga hat seine Profi-Karriere nach 18 Jahren definitiv beendet. Am Samstag vor einer Woche stand Asa zum letzten Mal als aktiver Spieler auf dem grünen Rasen, der ihm so viel bedeutet und sein Leben bestimmt hat: Beim Regionalliga-Spiel zwischen der zweiten Mannschaft des FC Schalke 04 und Borussia Mönchengladbach II, das Asa’s Mannschaft mit 2:1 gewann.

“Es war eine geile Zeit”, blickt der 36-Jährige in einem Interview des Sportmagazins “kicker” auf seine Karriere zurück.

“Schalke ist eine Religion, eine große Familie. Und ich bin ein Teil davon geworden. Ich wusste in diesem Verein zu jeder Zeit, dass alle hinter mir stehen und mein Herz hier hingehört. Die Fans haben mich im Laufe der Jahre in ihr Herz geschlossen. Andersherum ist das genauso der Fall. Im Nachhinein kann ich meine Spielzeiten bei anderen Klubs nur als Ausflüge bezeichnen.”

Unvergesslich ist für Kleeblattfans allerdings sein “Ausflug” zur Spielvereinigung: Asamaoh kam im Januar 2012 nach Fürth und war im Team des damaligen Trainers Mike Büskens einer der Motoren, als es galt, das Image der “Unaufsteigbaren”zu widerlegen. Die SpVgg verpflichtete den Vater von drei Kindern (darunter Zwillinge), und bereits bei seinem Ligapflichtspieldebüt – am 12. Februar 2012 gegen den SC Paderborn – konnte Asamoah zwei Tore zum 5:1-Endstand beitragen. Am Ende dieser Spielzeit gelang dann der heißersehnte Aufstieg der SpVgg in die Erste Liga. Obwohl Asamoah nach dem schnellen Abstieg der SpVgg nach nur einer Saison in der Zweiten Liga oft nur auf der Bank Platz nehmen durfte, war er in der Hinrunde der Spielzeit 2012/13 Stammspieler. Sein zum 30. Juni 2013 auslaufender Vertrag hier in Fürth wurde jedoch nicht verlängert. Schade, dass die Spielvereinigung ihn eher sang- und klanglos verabschiedete. Immerhin hatte Asa in 27 Spielen fünf Tore geschossen.

Wir haben im Greuther-Weiber-Blog mehrmals über Gerald Asamoah geschrieben. zum Beispiel über seinen Auftritt in der Fürther Cömodie, wo er sein Buch “Diese Weg wird kein leichter sein” vorstellte (Foto). Das war genauso ungewöhnlich wie sein Engagement bei einer Gedenkfeier zur Reichspogromnacht in der Fürther Geleitsgasse. Asamoah wurde in der “Nacht aller Nächte ” in der Fürther Gustavstraße – als im April 2012 klar war, dass die Spielvereinigung in die Erste Liga aufsteigt, und er im Fenster des “Gelben Löwen” stand  – zur Stimmungskanone schlechthin. “Derbysieger, Derbysieger” rief er in die Menge, die vor ihm in die Hocke ging. Gänsehaut pur! Wie sehnen sich die Kleeblattfans heute nach solchen Momenten!

Der 43-malige Nationalspieler, WM-Zweite 2002 und WM-Dritte 2006, läuft am 14. November unter dem Motto “Asa seine letzte Schicht” zu seinem Abschiedsspiel auf Schalke ein allerletztes Mal auf.
Das ganze Interview mit Gerald Asamoah ist auf kicker-online zu lesen mit – wie ich finde – interessanten Fotos von Asamoahs Karriere.

Mike Büskens geht – wer kommt?

RB Leipzig - SpVgg Greuther FürthGanz ehrlich: Ich kann Mike Büskens verstehen. Gestern Abend hat er die Spielvereinigung darüber informiert, dass er seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängern wird. Wie ich finde, eine nachvollziehbare Entscheidung. Er kam am 23. Februar für Trainer Frank Kramer nach Fürth, dem es einfach nicht gelungen war, das Kleeblatt zum Siegen zu bringen. Der “Aufstiegsheld” von 2012 sollte die Spielvereinigung vor dem drohenden Abstieg in die Dritte Liga bewahren. Das ist am vergangenen Wochenende trotz der 0:2-Niederlage bei RB Leipzig auch gelungen.

Aber reden wir nicht um den heißen Brei herum: Frank Kramer ist ein guter und effektiver Coach (er betreut ab der neuen Saison 2015/16 Fortuna Düsseldorf), und auch Mike Büskens versteht sein Handwerk. Dass sein Team bei 12 Spielen unter seiner Regie nur zwei Siege einfahren konnte – das ist mit Sicherheit nicht die “Schuld” des Trainers.

Die Krux bei der Spielvereinigung hat zwei Gründe: Präsident Helmut Hack definiert den Verein zum einen als Ausbildungsstätte, d.h. junge Spieler, die hier ausgebildet und aufgebaut werden, werden umgehend verkauft. Mit ihnen kann der Kleeblatt- Trainer nicht rechnen. Und zweitens: Helmut Hack ist stolz auf seine ausgeglichene finanzielle Bilanz. Dass man einfach, um sich in der Zweiten, noch gravierender: Ersten Bundesliga zu behaupten, als Verein tiefer in die Tasche greifen muss, das hört Hack nicht gerne. Seit dem Ausfall von Ilir Azemi und der nicht allzu nachhaltigen Leistung des Fürther Angriffs war spätestens nach der letzten Winterpause klar: Das Kleeblatt brauchte dringend einen guten, draufgängerischen Stürmer, um das zu machen, worauf es unterm Strich ankommt: Tore zu schießen.

Mike Büskens ging das Geeiere in den letzten drei Monaten mit drohendem Abstieg in die Dritte Liga sicher an die Nieren und auf die Nerven. Er hat jetzt seine Konseqenzen gezogen. Vor drei Jahren – als es nach dem Aufstieg in die Bundesliga unsicher war, ob Büskens seinen Vertrag beim Kleeblatt verlängern wird – habe ich in unserem Blog eine Art Brief an seine Frau geschrieben, in dem ich alles für Fürth in die Waagschale geworfen habe. Dieses Mal mache ich das nicht, denn ich kann Büskens verstehen. Freie Trainerstellen gibt es im deutschen Profi-Fußball im Moment ja genug. In einer Presseinformation des Vereins wird Büskens mit folgenden Worten zitiert: “Ich habe von Anfang an gesagt, dass das Engagement auf zwölf Spiele ausgelegt war. Ich möchte mich bei allen Mitarbeitern und Fans für die fantastische Unterstützung in dieser schweren Zeit bedanken und wünsche der Spielvereinigung eine erfolgreiche Saison 2015/2016.”

Wer als Büskens-Nachfolger nach Fürth kommen wird? Favorit für den Posten soll Stefan Ruthenbeck sein, der mit dem VfR Aalen in die Dritte Liga abgestiegen ist. Bestätigen will man die Gerüchte bei der SpVgg nicht, Manager Michael Mutzel erklärte anlässlich des Büskens-Abschieds: “Wir werden nun intensive Gespräche führen und sind zuversichtlich, dass wir zeitnah den Nachfolger vorstellen können.” Na, dann nur zu!

Mehr Glück als Verstand: Kleeblatt bleibt in der Zweiten Liga!

RB Leipzig - SpVgg Greuther FürthMeine aktuellen Gefühle zu beschreiben ist nicht schwer: Es ist vor allem Erleichterung über den Verbleib der Spielvereinigung in der Zweiten Liga. Das letzte Spiel einer nicht besonders erfolgreichen Saison 2014/15 endete heute mit einer verdienten 0:2-Auswärtsniederlage gegen RB Leipzig. Das Spiel war ein Abziehbild der meisten Begegnungen und symptomatisch für die sportliche Klasse des Kleeblatts und seine Form in dieser Spielzeit: Fehlpässe en masse, ein engagierter Stephan Schröck, dem im entscheidenden Moment ein Teamkollege zum Abspielen fehlt. Eine immer wieder ratlos wirkende Mannschaft, für die Pressing ein Fremdwort zu sein scheint: Man harrt der Dinge, die da kommen, und wirkt in manchen Szenen so, als ob man mit dem Geschehen auf dem Platz rein gar nichts zu tun hätte. Und: ein überragender Torwart Wolfgang Hesl. Ohne dessen Leistung die Spielvereinigung viel mehr Gegentore bekommen hätte. Und jetzt nicht auf dem schmeichelhaften 14. Tabellenplatz, sondern noch weiter unten stünde.
RB Leipzig war heute einfach die bessere Mannschaft und spielte den effektiveren Fußball. Als gegen Ende der zweiten Halbzeit klar war, dass das Kleeblatt nicht mehr siegen würde, richtete sich die Konzentration der angereisten 2000 Fürther Fans im RB-Stadion und der Kleeblattfans zu Hause vor den Fernsehern auf die Ergebnisse der anderen potentiellen Abstiegskandidaten in der Zweiten Liga. Denn nur dank der Resultate der Konkurrenz startet die SpVgg auch in der Saison 2015/16 in der Zweiten Liga. Zu meiner großen Freude schafft der SV Darmstadt außer dem FC Ingolstadt den direkten Aufstieg in die Bundesliga, der Karlsruher SC geht in die Relegation gegen den Hamburger SV. Und die Absteiger in der Zweiten Liga heißen VfR Aalen und Erzgebirge Aue. 1860 München, mit denen man als Kleeblattanhänger so manche Rechnung offen hat, muss ebenfalls in die Releagtion – gegen Holstein Kiel. Ich persönlich hätte nichts  gegen den Erfolg des norddeutschen Vereins.

Also: Eine Saison mit vielen Tiefschlägen geht für die Spielvereinigung zu Ende. Der Verein ist letzten Endes mit einem blauen Auge davon gekommen. Jetzt sollte man diese Spielzeit ganz schnell abhaken, sich erholen. Und bis zum Anpfiff der Spielzeit 2015/16 Ende Juli werden die Karten neu gemischt. Wie wäre es zum Beispiel mit dem Engagement eines guten Stürmers?

Keeper Wolfgang Hesl trifft auf Greutherweib Kiki

WH_KH_2015Am nächsten Sonntag, 24. Mai, findet für die Spielvereinigung um 15.30 Uhr (mal wieder) ein “Spiel der Spiele” statt. Es geht um den Klassenerhalt in der Zweiten Liga. Das hätten sich die Fans vor einem Jahr nicht träumen lassen. Damals spielte das Kleeblatt in der Relegation gegen den Hamburger SV, um den Wiederaufstieg in die Bundesliga zu schaffen. Leider scheiterten die Fürther trotz eines hervorragenden und eines akzeptablen Spiels – sie blieben nach der torlosen Partie in Hamburg mit einem 1:1-Unentschieden im Ronhof zweitklassig.
Am Sonntag also geht’s nach Leipzig. Im Stadion sind mindestens 2000 Kleeblattfans, die die 300 Kilometer weite Anreise auf sich nehmen, um “ihren” Verein lautstark zu unterstützen. Die Spielvereinigung sollte unbedingt gewinnen, um sich aus eigener Kraft im “Herzschlagfinale” dieser Saison den drohenden Abstieg in die Bedeutungslosigkeit zu ersparen.

Die Zeit bis zum Spiel habe ich mir in dieser Woche bei der Eröffnung eines neuen Restaurants verkürzt. Interessante Architektur, stylischer Lounge-Garten, sehr gute italienische Küche – ich denke, ein echter Gewinn für Fürth. Besonders gefreut habe ich mich darüber, dort einige Profispieler der Spielvereinigung zu sehen. Mit Kleeblatt-Keeper Wolfgang Hesl habe ich mich unterhalten: über das gewonnene Spel gegen den SV Darmstadt am letzten Wochenende und die sportliche Zukunft des Kleeblatts. Hesl ist ein wirklich sympathischer, netter Typ. Und: Er liest unseren Greuther-Weiber-Blog! Hier habe ich ja schon mehrfach über ihn geschrieben. Zum Beispiel über seine “magischen Torwarthände”, im Januar 2013 haben wir ihm zum Geburtstag gratuliert. Und im Juni 2013 ging es um seine Entscheidung, in Fürth zu bleiben, und nicht zu einem anderen Verein zu wechseln. Ob das bald auch wieder Thema unseres Blogs sein wird?