Fürther Heiß-Kalt-Methode

Zur Zeit fühle ich mich an meinen Lateinunterricht im Gymnasium erinnert: die Rückgabe von Klausuren erfolgte nach der – wie mein Lateinlehrer Preuß das ironisch nannte – „Heiß-Kalt-Methode“, das heißt, das eine  Mal ließ er sich mit der Rückgabe der Arbeiten zwei Wochen Zeit, beim nächsten Mal legte er uns die benoteten Schulaufgaben schon am nächsten Tag mit einem diabolischen Lächeln auf den Tisch.

Heute muss ich meinem Lateinlehrer allerdings für die harte Schule des Auf und Abs von Emotionen fast schon dankbar sein. Denn als Kleeblatt-Anhänger fühle ich mich wie bei der „Heiß-Kalt-Methode“. Erfolgreichen Spielen wie gegen den FSV Frankfurt (4:0), Energie Cottbus (3:1), Rot-Weiß Oberhausen (4:0) und dem 3:2-Sieg gegen Rot-Weiß Ahlen im DFB-Pokal  folgten immer Niederlagen (Bielefeld schlug Fürth mit 4:2, 1860 München mit 3:1). Die größte Klatsche erlebten wir allerdings am vergangenen Sonntag mit der 0:4-Niederlage gegen Hansa Rostock. Ich habe noch die Worte von Trainer Benno Möhlmann im Ohr: „Wir sind gut! Mit dieser Mentalität müssen wir von Anfang an auswärts auftreten. Wir wollen da punkten!“ Aha, das war wohl nichts.

Nach allen Regeln der Logik müsste die Spielvereinigung beim nächsten Spiel wieder gewinnen. Das findet am 3. Oktober, also am Tag der Deutschen Einheit – für Fürther allerdings bedeutender: am Eröffnungstag der Fürther Kerwa – ab 13 Uhr im Playmobil-Stadion gegen Fortuna Düsseldorf statt. Ich appelliere jetzt schon mal an echte Fürther Fans: Erscheint doch bitte zahlreich zum Spiel und versumpft nicht auf der Kerwa. Das könnt Ihr nach dem Schlusspfiff  immer noch machen!

5 Kommentare in “Fürther Heiß-Kalt-Methode

  1. einmal Kleeblatt immer Kleeblatt 😉

    Man darf aber nicht vergessen das wir auch Pech hatten!

    Der Freistoß bei Kaiserlautern zum 2:0 war niemals einer! Dannach hatte man das 2:1 geschafft und mit einbisschen mehr Glück wäre für uns da noch ein Punkt drin gewessen!

    Gegen Bielefeld führen wir 2:0 und bekommen dann das 2:1 das Abseits war, dann bekam man das 2:2 durch einen Freistoß der auch niemals gepfiffen werden dürfte und wo dann Allagui den Elfmeter hätten bekommen müssen wurde auch nicht gepfiffen

    Gegen 1860 wurde uns ein Elfmeter verweigert den man durchaus pfeiffen hätten können und dann wäre es 2:2 gestanden und auch sonst pfiff der Schiedsrichter oft gegen die SpVgg, dazu war die Rote Karte gegen Mirko ein Witz!

    Und gegen Rostock wurde uns auch ein klarer Elfmeter verweigert und wer weiss ob wir noch das 2:2 gemacht hätten, ich meine aufeinmal stehts 2:1 und dann ist wieder alles offen und vllt hätten wir sogar den ausgleich geschafft!

    Des soll keine Ausrede sein aber wenn man sagt des gleicht sich diese Saison alles wieder aus dann wirds aber Zeit das wir auch endlich mal „Glück“ haben

  2. Basti hat recht. Man darf nicht die Flinte ins Korn schmeißen. Die Fürther haben viel Potential und spielen am Samtag wieder super.

  3. Des wird scho macht euch mal keine Sorgen, es ist erst der 7.Spieltag gewessen, auch bei den anderen Vereinen gehts immer auf und ab und bei manchen wird es noch kommen, des ist ja auch völlig normal!

    Hoffentlich ist Rahn bald wieder fit, dann steht auch die Abwehr wieder besser

  4. Das wird immer mein Kleeblatt bleiben, egal ob es mal bergab oder bergauf geht oder man auf dem gleichen Tabellenplatz verweilt.
    Mit dem Auf und Ab ist wenigstens Leben in der Bude und die über vier Tore pro Spiel sind jedesmal Emotion pur. Wer müde Spiele mit wenig Toren sehen will, weiß ja wo das in der Region zu finden ist.

  5. So einen Lateinlehrer hatte ich auch, vielleicht war es ja derselbe? Das der Fürther Verein so ein Auf und Ab macht, regt mich total auf. Wenn die jetzt am Samstag beim Kerwastart nicht gewinnen, sind die Kleeblätter für mich bald unten durch!

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