Fürth auf dem Weg zum DFB-Pokal

a-znk-pho-20091028_071847-26Nun ist es also geschafft, und der Gewinn des DFB-Pokals ist ein Stückchen näher gerückt. Für viele völlig überraschend hat die Spielvereinigung das Achtelfinale gegen den – vermeintlich – überlegenen VfB Stuttgart mit 1:0 gewonnen.

Die schwäbische Erstliga-Mannschaft, die ja auch in der Champions League spielt, hatte gleich in der 3. Minute eine Tormöglichkeit. Aber ausgerechnet der ehemalige VfB-Spieler Bernd Nehrig brachte die Kleeblätter dann in der 32. Minute in Führung. Diesen Spielstand rettete die Fürther Mannschaft in die zweite Halbzeit, in der die Stuttgarter versuchten, mit spielerischer Überlegenheit und Erfahrung wieder ins Spiel zu kommen. Und das gelang auch. Aber trotz zahlreicher Torchancen konnte die Babbel-Elf keinen Treffer landen. Zum Schluss gewann dann das Team, das zwar weniger Torchancen hatte, aber eine verwandeln konnte. Wie auch beim Spiel gegen Union Berlin zeigten die Fürther Mut und kämpferischen Einsatz. Und feierten ihren Sieg mit Begeisterung!

Was kann ein Greuther-Weib jetzt anmerken?

1. Die Fürther Mannschaft ist – im besten Sinne – unberechenbar.

2. Stuttgarts Trainer Markus Babbel wird wohl bald über die Klinge springen.

3. Das Playmobil-Stadion war mit 11800 Zuschauern – mal wieder – nicht ausverkauft. Was ist mit den Fans los?

4. Der nächste Pokalgegner heißt? Wissen wir noch nicht, aber gegen Bayern München wäre ja nichts einzuwenden. Ich will nur ganz beiläufig an den 1:0-Sieg des TSV Vestenbergsgreuth im Jahr 1994 erinnern, der eine arrogante Bayern-Mannschaft aus dem Pokal kickte.

5. Das Management der Spielvereinigung freut sich über die ca. eine Million Euro an TV-Einnahmen in der Vereinskasse.

6. Hält der Enthusiasmus der Kleeblätter auch für die nächsten Spiele in der Bundesliga?

2 Kommentare in “Fürth auf dem Weg zum DFB-Pokal

  1. Guter Kommentar

    Verstehe auch nicht warum wir uns schlechter machen als wir es eigentlich sind

    Die Stimmung war am Dienstag klasse, jeder ist abgegangen und hat die Mannschaft gefeiert, da ist es scheiss egal wieviele da waren und selbst Stuttgart Fans waren begeistert von unserer Stimmung

    Wir sind wenige aber Geil!

  2. Was ist mit den Fans los!?
    Weshalb wird eigentlich nie die Größe der Stadt berücksichtigt? In dem Medien macht man es sich immer einfach und verwendet die schöne Gleichung Ronhof halbleer gleich Fürther Fans sind beschämend. Absurderweise spricht man damit immer diejenigen an, die meist im Stadion sind. Und diese sind gemessen an der Einwohnerzahl nicht wenige.
    Nach Abzug der Gästefans waren gestern etwa 10.000 Fürther im Ronhof, was bei einer Stadt um die 100.000 Einwohner mit 10% keine so schlechte Quote ist. Bei der gleichen Quote hätte Nürnberg etwa 50.000 Zuschauer haben müssen. Doch z. B. über die 26.000 Zuschauer in der letzten Runde gegen Hoffenheim (Quote 5,2%) hatte sich niemand in den Medien beschwert. Vielleicht sollte man sich mal die Mühe machen und auch mal logisch nachdenken, als immer die gleiche Platte von den blöden Fürthern die nicht ins Stadion gehen auflegen. Also bitte auch mal die Zuschauerzahlen in Relation zum Potential betrachten. Da im Umland nahezu kaum eine Berichterstattung über das Kleeblatt in den Medien zu finden (meist kommt hier nur an, „da geht ja eh keiner hin“) ist, kann man hier auch nur bedingt mit zusätzlichen Zuschauern rechnen. Wir werden niemals eine Millionenstadt werden und der Satz „Wenige aber Geil“ wird auch in Zukunft immer gelten. Umso beeindruckender ist die Leistung dieses Vereins!

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