Trolli macht das Kleeblatt froh und die Fürther ebenso

Auch wenn sich Clubfreunde in der fußballerisch so erfolglosen Nachbarstadt mal wieder echauffieren – der heutige Paukenschlag kommt einmal mehr aus der Fußball-Metropole Fürth: Das Playmobil-Stadion heißt ab der nächsten Saison „Trolli-Arena“.

20091118_trolli_arena_logo_zweizeiligDie Spielvereinigung hat heute die Firma Mederer Süßwarenvertriebs GmbH aus Fürth als neuen Partner vorgestellt. Ab Januar 2010 startet das Unternehmen mit seiner Marke Trolli unterschiedliche Werbeaktivitäten beim fränkischen Zweitligisten. Die Mederer Gruppe, ein Familienunternehmen, ist seit 1948 in Fürth ansässig und gilt weltweit als zweitgrößter Produzent von Fruchtgummis und Gummibonbons.

Hauptbestandteil der Vereinbarung ist, dass die Stadionanlage im Sportpark Ronhof ab Beginn der Saison 2010/2011 den Namen „Trolli Arena“ erhält. Dazu Präsident Helmut Hack: „Der Vertrag mit Mederer läuft zunächst drei Jahre. Wir planen aber bereits jetzt eine weitergehende, langfristige Partnerschaft.“

Trolli-Chef Herbert W. Mederer ist ein Mann mit klarem Blick: „Die SpVgg ist das Aushängeschild der Stadt Fürth. Und Trolli ist eine bundesweit und international bekannte Marke, wir passen also gut zusammen.“ Stimmt, da hat er zweifelsohne Recht.  Und er liefert auch die Erklärung für den neuen Namen des Stadions: „Die Spielstätten im modernen Fußball werden fast ausschließlich als Arenen bezeichnet. Das Stadion im Ronhof ist ein reines Fußball-Stadion, deshalb nennen wir es künftig „Trolli Arena“.“

Seit 1997 heißt das Stadion im Sportpark Ronhof Playmobil-Stadion. Die SpVgg war damals einer der ersten Vereine im deutschen Profi-Fußball, der sich mit dem Thema Benennung einer Sportanlage befasst hatte. Im nächsten Jahr feiert der Sportpark Ronhof sein 100-jähriges Bestehen.

Also, uns gefällt der neue Stadionname. Das wirtschaftlich gebeutelte Fürth war gerade in letzter Zeit immer wieder mit deprimierenden Meldungen in den Schlagzeilen von Zeitungen und Fernsehen. Da ist die Kooperation zwischen dem Unternehmen Trolli und der Spielvereinigung auch ein wichtiger Marketingschritt. Das Fürther Stadion wird ab Juli den Namen einer Weltfirma tragen, deren Produkte gute Laune machen und positiv besetzt sind.

Nebenbei gefragt: Wie heißt noch mal das Nürnberger Stadion? Der Name erinnert doch immer eindringlich daran, dass eine Finanzspritze vonnöten ist.

Also, Fürther Fußball-Fans: mich würde Eure Meinung zur Umbenennung des Stadions interessieren. Wie findet Ihr den Namen „Trolli-Arena“?

9 Kommentare in “Trolli macht das Kleeblatt froh und die Fürther ebenso

  1. Welch Vergleich…
    Hoffenheim hat einen Milliardär als Mäzen und Kaiserslautern spielt glaube ich in der gleichen Liga wie das Kleeblatt. Zudem war lange Kaiserslauterns Vorteil, dass die ein ganzes Bundesland ohne nennenswerte Konkurrenz für sich hatten. Da wird man dann auch gerne vom Landesvater vor dem Konkurs gerettet. Seit es Mainz gibt geht es bei denen ohnehin eher Bergab.

  2. Es gibt schon Städte, die ähnliche Erfolge nachweisen können. Ich sage nur: Hoffenheim und Kaiserslautern.

  3. @Super-Fürther
    Diese Tagesschau-Meldung würde ich nie hören, da ich dann noch in der Kneipe feiern würde 😉
    Es sorgt sich ja auch keiner über die Stadion-Namen von mehr oder weniger etablierten Erstligisten. Denn Namen wie SignalIduna-Park, Schüco-Arena, Isi-Gredid-Stadion oder Badenova-Stadion sind jetzt wirklich nicht besser als Trolli-Arena. Wir Fürther sollten uns ohnehin weniger darum kümmern, was andere von uns denken. Welche Stadt kann denn bei vergleichbarer Größe ähnliche Erfolge aufweisen?

  4. Ronhof-Beben, Du hast recht.
    Aber wie wirkt es eigentlich auf die anderen Leute in Deutschland (ich meine: Nicht-Franken), wenn wir in der nächsten Saison dann in der ersten Bundesliga spielen, und es abends in der Tagesschau heißt:
    „Die Spielvereinigung Greuther Fürth hat heute in der Trolli-Arena den FC Bayern mit 5: 1 besiegt“?
    Ich meine: das klingt super!!!!!!

  5. Der Ronhof wird weiterhin nahezu jedes zweite Wochenende beben und wenn Trolli das unterstützt, dann ist das nur bewundernswert. Also mein schlechtes Gewissen beim Verzehr von Süßigkeiten wird in Zukunft deutlich reduziert sein. Bin auch froh, dass es sich um ein Unternehmen handelt, dass aus der Stadt stammt, da sind die Bande einfach enger und emotionaler.

  6. Solange es nicht zum „Greuther-Stadion“ wird, ist alles o.k. Trolli-Gummibären schmecken gut, vielleicht gibt’s dann mal Frei-Gummibären für alle Stadionbesucher?

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