6:2, trotzdem können wir stolz sein!

20100209_fcb_spvgg_0008Tja, es war ein Schützenfest in München – wenn auch für die falsche Mannschaft! 6:2 für den FC Bayern, das hätte nicht sein müssen. Denn die Fürther haben eine Leistung gebracht, mit der im Vorfeld kaum jemand gerechnet hätte. Wir Greuther-Weiber natürlich schon, aber die sogenannten Fachleute halt nicht.

Auch unser NZ-Sportchef Harald Büttner hat sich mit seiner Voraussage etwas vertan: Die Münchner würden kurzen Prozess machen, bis zur Pause würde es schon 3:0 oder höher für die Bayern stehen. Naja… Im Endeffekt hat Harald zwar Recht behalten mit der Höhe des Ergebnisses, aber von wegen „kurzer Prozess“!

Fragen wir einen anderen Fachmann: NZ-Sportredakteur Florian Pöhlmann, der das Spiel in München verfolgt hat. „60 Minuten hat Fürth eine exzellente Leistung gebracht“, sagt er, „das Kleeblatt hat den deutschen Rekordmeister eindeutig in Verlegenheit gebracht!“ Aber um so ein Spiel zu gewinnen, brauche man drei Dinge, meint Florian:  1) Man hätte schon am Ende der ersten Hälfte mindestens 3:1 führen müssen. 2) „Du brauchst Glück“ – und das war den Franken ja nun wirklich nicht beschieden. 3) „Du brauchst einen Schiedsrichter, der eine gute Leistung bringt. So einen Elfmeter darf man nicht pfeifen. Überhaupt hat der Schiedsrichter dauernd gegen Fürth gepfiffen!“ Die Fürther Fans, so hat es Florian im Stadion beobachtet, haben trotzdem zu ihrer Mannschaft gehalten und denn auch in Sprechchören gerufen: „Wir sind  stolz auf euch!“

Dem kann man als Greuther-Weib eigentlich gar nichts mehr hinzufügen. Aber wir haben noch einen Kleeblatt-Anhänger angerufen, der in der Allianz-Arena mit dabei war, einen Freund von uns, der ebenfalls ein treuer Fan ist. Wie schätzt er das Spiel ein? Eine halbe Stunde lang habe das Kleeblatt von der Sensation geträumt, erzählt er am Telefon. München habe die Sache anfangs zu leicht genommen und sei überrascht gewesen, dass die SpVgg Greuther Fürth so gut spielt. Aber nach der Pause kam es unserem Freund vor, als würden die Bayern den Turbo durchstarten!

Da habe der FC Bayern dann auch seine Arroganz mal wieder voll raushängen lassen. Bei Ribérys Tor wurde im Stadion „Oh, Champs Elysées“ eingespielt, später dann „Das Leb´n is a Traum“ von der „Münchner Freiheit“. Wir meinen: Da hätten sie doch in der ersten Hälfte „Schau hie, dou liecht a douder Fiesch im Wasser, den mach´mer hie!“ einspielen können. Doch das kennt der Bayer entweder nicht, oder er will es nicht kennen.

Damit die Leser aber sehen, dass unser Mann in München das Spiel fair beobachtet hat – das kann ein Fürther Fan eben -, möchten wir auch seine nüchterne Einschätzung der zweiten Hälfte nicht verschweigen: Das Kleeblatt sei zum Schluss hin konditionell überfordert gewesen und habe nur noch stereotype Kombinationen zusammengebracht. München dagegen setzte seine Torchancen eben eiskalt um.

Am Ende bleibt nur das traurige Resumee: Ohne diesen Schiedsrichter wäre die Sache möglicherweise anders ausgegangen. Denn die Stimmung kippte nach dem ungerechtfertigten Elfmeter sichtlich zugunsten der Bayern um. Die hatten so viel Dusel wie immer: Wenn sie nicht in allerletzter Minute oder in der Nachspielzeit den Sieg machen, dann verhilft ihnen der „Unparteiische“ dazu.

1 Kommentar in “6:2, trotzdem können wir stolz sein!

  1. Gott sei Dank muss i etzatla ned Hochdeitsch lerna. Aber a Hundsgemeinheid war des scho, des midm Elfmeda. Und die Fedder
    ham sich wagger gschlagn in der ersten Halbzeid. Des muss ma scho sagn. Beim nächsten mal glabbts dann vielleichd a midm gwinna gegn
    die Bajern!

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