Geht ein Ruck durch Fürth?

Bestimmte Sportereignisse werfen immer ihre Schatten voraus, und oft werden große Hoffnungen in das gesetzt, was nach einem Sieg alles geschehen könnte. Das ist so bei Olympischen Spielen, bei Weltmeisterschaften, beim Super-Bowl – und auch beim heutigen DFB-Pokal-Viertelfinale, bei dem die Spielvereinigung auf den FC Bayern München trifft.

Begegnet man beim Einkaufen auf dem Wochenmarkt und in Geschäften Fürthern – die müssen gar nicht so eingefleischte Fußball-Fans sein -, dreht sich seit ein paar Tagen alles um das „Spiel des Jahrhunderts“. Wenn die Kleeblätter gewinnen – was viele, auch der Vizepräsident des Vereins, Edgar Burkart, für gar nicht so unmöglich halten -, dann könnte „ein Ruck durch die Stadt“ gehen. Diese Formulierung haben wir doch schon mal gehört? Richtig: Im April 1997 hielt der damalige Bundespräsident Roman Herzog in Berlin seine vielbeachtete „Ruck-Rede“. Er trat dafür ein, dass ein Ruck durch Deutschland gehen müsse, um die „verkrusteten Strukturen“ zu überwinden.YouTube Preview Image

So ähnlich könnte es nach einem Sieg der Kleeblätter gegen den haushohen Favoriten FC Bayern München passieren. Der Verein und die Stadt wären ab heute Abend in aller Munde, der Underdog hätte sich gegen das übermächtige Weltteam durchgesetzt, und die Sensation wäre perfekt. Fürth wäre wieder wer, wirtschaftliche und soziale Probleme würden – zumindest für eine gewisse Zeit – in unseren Köpfen in den Hintergrund treten.

Deshalb hoffen all jene, die es nicht für ausgeschlossen halten, dass die Spielvereinigung sich in der Allianz-Arena wacker schlägt, dass sich das Kleeblatt-Team die Worte ihres Trainers Mike Büskens zu Herzen nimmt:

„Meine Mannschaft hat nichts zu verlieren. Wir müssen couragiert auftreten, das Herz in die Hand nehmen und die kleine Chance, die sich bietet, nutzen.“

Also: ab in den Hexenkessel nach München, zeigt den Bayern, dass eine Sensation wieder möglich ist. Und uns wäre nichts lieber, als dass ein Ruck durch Fürth ginge!

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