Fürther Kleeblätter versus Chaotic Strings

20100305_ddrf_spvgg_dfm_0017Wer mich kennt, der weiß, dass ich am Freitagabend gerne in Sachen Kultur unterwegs bin. Und da die Kleeblätter gestern in Düsseldorf zu Gast waren, hatte es sich erübrigt, mich einmal mehr zwischen Fußball und einem anderen Event entscheiden zu müssen.
Ich war also im Nürnberger „Casablanca“ bei der fränkischen Gruppe „Chaotic Strings“ zu Gast: Kultgruppe in Kultstätte. Die machen ein dadaistisches, mehr oder weniger intellektuelles Programm und bestechen vor allem mit ihrem musikalischen Können. Und das seit über drei Jahrzehnten! Nichtsdestotrotz kamen bei den (fußballinteresssierten) Mitgliedern der „Chaoten“ in der Pause Überlegungen auf, wie man jetzt das Halbzeitergebnis der Partie Fortuna Düsseldorf gegen die Spielvereinigung herausbekommen könnte. Ohne Erfolg. Und auch gen Ende des Programms – so um 22.30 Uhr – stellte der chaotische Frontmann alias Lola Weiß dem Publikum die Frage, ob jemand das Endergebnis des Spiels kenne. Niemand hatte Infos – den Nürnbergern ist das ja ohnehin nicht so wichtig -, aber auf seine Bemerkung „Das ist ja auch egal“ hörte ich aus meiner Reihe eine – wohl Fürther? – Stimme: „Das ist überhaupt nicht egal!“
Aber nun zum eigentlichen Thema: Das Spiel endete so, wie es angefangen hatte, mit 0:0. Offensichtlich war die Partie aber nicht so langweilig, wie man es vom Ergebnis her vermuten könnte. Die Spielvereinigung machte es den Rheinländern mit ihrer effektiven Defensive schwer, ein Tor zu schießen. Die Kleeblätter agierten mutig, mit wenig Respekt vor einer Mannschaft, die mit acht Heimsiegen in Serie aufwarten kann. Aber auch die Kleeblätter hatten mit ihren Aktionen (z. B. Supergelegenheit von Sami Allgui in der 69. Minute)  keinen messbaren Erfolg. Auffallend – mal wieder – die große Anzahl Gelber Karten. Beim Kleeblatt waren es fünf, bei den Fortunen zwei, wobei sie das Spiel in der Schlussphase dann in Unterzahl bestreiten mussten: Van den Bergh sah nach einem Foulspiel an Nöthe die Gelb-Rote-Karte.
Insgesamt ein Spiel, in dem sich keine der beiden Mannschaften die Butter vom Brot nehmen ließ. Direkte spielerische Höhepunkte gab es nicht allzu viele, aber das Match war lebendig und bescherte den Fürthern gegen den Tabellenvierten wenigstens einen Punkt. Ein ausführlicher Spielbericht steht im Sportteil der „NZ.
„Da kann mer nix machen, des muss mer akzeptier´n“ so lautet der Refrain eines Liedes der „Chaotic Strings“. Stimmt, so sehe ich das Ergebnis dieses Fußballspiels auch. Also: auf ein Neues am nächsten Freitag, 12. März! Da ist ab 18 Uhr das Team von Union Berlin im Playmobil-Stadion zu Gast, und keine kulturelle Veranstaltung der Welt wird mich davon abhalten, an diesem Abend wieder ganz fürs Kleeblatt da zu sein.

1 Kommentar in “Fürther Kleeblätter versus Chaotic Strings

  1. Zufälligerweise war ich am Freitag auch bei diesem – wie immer – legendären Konzert der Fürther Kultband Chaotic Strings. Es wundert
    mich schon, daß die Jungs auf der Bühne das doch nicht ganz unwichtige Fußballspiel so ganz unerwähnt ließen. Aber wahrscheinlich waren neben den wenigen Nürnberger Fans über- wiegend Fußball-Ignoranten aus Fürth im Publikum ?

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