Unglückliche Formulierung des Kleeblatt-Coachs

Gerade appellieren die Fanbeauftragten der deutschen Lizenzvereine in ihrem „Offenen Brief“ noch an bestimmte Fußballfans, gefährliche Aktionen – wie das Zünden von Feuerwerkskörpern und andere „pyrotechnische“ Aktivitäten – in den Stadien zu unterlassen, da sind wir – zumindest vom Vokabular her – schon wieder beim Thema. Der Kleeblatt-Coach Mike Büskens äußert sich zum bevorstehenden Spiel am Freitag gegen Union Berlin. Leider bedient er sich folgender, etwas unglücklichen Formulierung.

„Ich habe allergrößten Respekt, das ist eine gute Mannschaft, die mit ihren großen Spielern bei Standards brandgefährlich ist. Sie können guten Fußball spielen und kombinieren.“


Oh Gott, „brandgefährlich“? Da läuft es mir eiskalt den Rücken herunter. Hoffentlich gibt es morgen Abend im Playmobil-Stadion keine unliebsamen Überraschungen. Wobei es völlig egal ist, ob die Verursacher aus Berlin oder aus Fürth kommen. Wir wollen eine friedliche, gewaltfreie Atmosphäre bei Fußballspielen – zumindest außerhalb des Spielfeldes. Und: „Gefährlichen Gegnern“ kann man doch mit Finesse im Umgang mit dem Ball und Kampfgeist begegnen.
Also: Viel Erfolg den Kleeblättern am Freitagabend ab 18 Uhr im Ronhof. Trainer Büskens ist bei der Mannschaftsaufstellung zu Umstellungen gezwungen: Neben dem erkrankten Bernd Nehrig fällt auch Sami Allagui wegen einer Bindehaut-Entzündung aus. Nico Müller steht nach seiner fünften gelben Karte nicht zur Verfügung. Stephan Fürstner will nach einer starken Erkältung ebenso wieder ins Training einsteigen wie Christopher Nöthe, der sich während der Woche am Knöchel verletzt hatte. Welche Spieler aber letztendlich eingesetzt werden, läßt Büskens – wie gewohnt – bis zum Anpfiff offen.

1 Kommentar in “Unglückliche Formulierung des Kleeblatt-Coachs

  1. Nachdem der Rasen auch für viel Geld von unten „aufgeheizt“ darf es auch oberhalb „brennen“.

    Ich lese heute in der FN, daß die Fürther Tafel dringend Unterstützung benötigt, und im Fußball ist man so dekadent und beheizt die Spielfelder, eigentlich unglaublich dumm.

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