Harmloses Spiel der Kleeblätter: 0:0

20100312_spvgg_union_0051Vielleicht wäre es doch vernünftiger gewesen, sich heute Nachmittag ins Auto zu setzen und nach Südtirol zu fahren. Denn die Vernissage der Ausstellung  „Der Goldene Schuss“ von der Künstlerin Julia Bornefeld  in Bozen wäre mit Sicherheit amüsanter und befriedigender gewesen als das Spiel der Kleeblätter gegen Union Berlin.

Kalt war es im Fürther Ronhof, kalt und ungemütlich. Nur etwa 5500 Zuschauer fanden sich im Playmobil-Stadion ein, um die 26. Partie der Saison bei sehr problematischen Platzverhältnissen zu verfolgen. Um es kurz zu machen: Es ging 0:0 aus. Und: Die Begegnung war lasch und ohne echte Höhepunkte. Die Kleeblätter versuchten immer wieder ihr Glück. Aber – um mit einem Fürther Fan zu sprechen – „Müller und Allagui haben an allen Ecken und Enden gefehlt.“

Fußballerisch wiesen beide Seiten immer wieder große Mängel auf, was die durchgefrorenen Zuschauer im Ronhof in der zweiten Halbzeit dann mit Pfiffen quittierten. In der Schlussphase schwächelten die Berliner immer mehr, die Franken bemühten sich, etwas aktiver zu werden und vielleicht doch noch ein Tor zu schießen. In der 83. Minute eröffnete ein Foul von Pekovic, der zuvor seine fünfte Gelbe Karte gesehen hatte, an der Strafraumgrenze Mattuschka eine Möglichkeit zum Freistoß, der scheiterte dann aber am  hervorragenden Torwart Grün. Die SpVgg bäumte sich gen Ende des Spiels noch mal auf, allerdings blieben Pekovic (88.), Sailer (89.) sowie Haas ohne Torerfolg (90.+1).

Insgesamt ein Spiel, das man schnell wieder vergessen kann. Immerhin ergatteten die Kleeblätter einen Punkt und bleiben – zumindest bis Morgen – auf Tabellenplatz 8. Sie treten dann am Freitag, 19. März, gegen TuS Koblenz an. Wie hätte meine Oma in diesem Fall gesagt: „Hoffen wir das Beste, lieber Leser“.

3 Kommentare in “Harmloses Spiel der Kleeblätter: 0:0

  1. Wird wirklich Zeit, dass diese verkorkste Saison zu Ende geht. Der schlechteste Fußball seit Jahren, die nervigsten Anstoßzeiten die es jemals gab und dann noch ein Winter der gefühlt die ganze Saison andauert.

  2. Tja, was soll man zu diesem Spiel noch sage?. Mir fällt ein Zitat aus Carl Zuckmayers Stück „Der Hauptmann von Köpenick“ ein, das ganz gut passt, weil Union Berlin in Köpenick angesiedelt ist. Im Stück hat die Hauptfigur Wilhelm Voigt eine Vision: Der liebe Gott wird ihn dereinst fragen: „Was haste gemacht aus deinem Leben?“ Und Wilhelm Voigt, der nach seiner jahrelangen Gefängnisstrafe kein Bein mehr auf den Boden kriegt, weiß dem lieben Gott in Anspielung auf seine Beschäftigung im Knast keine andere Anwort zu geben als: „Fußmatte. Fußmatte hab ick gemacht.“
    Übertragen auf das heutige Spiel der Fürther: Was habt ihr gemacht aus diesem Spiel? Irghendwie würde da auch „Fußmatte“ als Antwort passen, oder?

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