Kleeblätter können noch Tore schießen!

Sie haben es also doch nicht verlernt, die Kleeblätter: das Toreschießen. Drei Spiele lang hatten sie nicht in den gegnerischen Kasten getroffen, aber bei der Partie gegen den Tabellenletzten Rot Weiss Ahlen konnten die Fans im Playmobil-Stadion gleich dreimal jubeln. 3:1 hieß es zum Schluss, und die Welt ist für die Fürther wieder so ziemlich in Ordnung.

Greuther Fürth März 2010 022Die Zuschauerränge sahen ein bisschen aus wie ein Fleckerlteppich. Gähnende Leere auf der Gegengeraden, eine volle Fankurve, zahlreiche Besucher im Familenbereich. Hier war auch die Werbeaktion der Spielvereinigung spürbar, die bei verschiedenen Gelegenheiten kostenlose Eintrittskarten verlost hatte. Insgesamt waren es 5100 Zuschauer.

Greuther Fürth März 2010 061Diesmal waren die Greuther-Weiber wieder mitten im Geschehen (auch ihnen war das Losglück hold gewesen). Eine kleine Gruppe begeisterter Teenies direkt hinter uns war voll in Action. Fachkundige Spielanalysen, Diskussionen über die Länge von Halbzeit und Pause, Begeisterung bei jedem Angriff der Fürther auf das gegnerische Tor. Nach laschem Spielbeginn kam bei den Mädchen richtig Stimmung auf, als die Kleeblätter innerhalb von fünf Minuten die beiden ersten Tore schossen: In der 21. Minute Nico Müller und dann in Minute 25 der wieder genesene Sami Allagui. Er ist – so waren die Reaktionen im Stadion zu deuten – nach wie vor einer der Sympathieträger der Spielvereinigung, umso mehr, wenn er Tore schießt.

Die Ahlener Mannchaft schien – gemessen auch an der Zahl ihrer nach Fürth angereisten Anhänger – auf verlorenem Posten zu stehen. Ein kleines Häufchen von 30 Ahlener Fans unterstützte  das RW-Team. Das dann – für viele im Stadion fast unbemerkt – in der 66. Minute immerhin den Anschlusstreffer erzielte. Aber es half alles nichts. In der 89. Minute fiel mit Christopher Nöthes Schuss der 3:1-Endstand.

Insgesamt eine positive Partie für die Fürther. Die torlose Zeit ist vorbei. Und das ist gut so, denn am nächsten Wochenende heißt der Gegner FC Augsburg. Und der lässt sich, nachdem er heute gegen Alemannia Aachen ganz schöb gerupft wurde, vermutlich die Butter nicht vom Brot nehmen. Sprich: Die Schwaben liegen im Moment auf Tabellenplatz drei, wollen unbedingt aufsteigen. Und dafür werden sie alles tun. Kleeblätter, zieht Euch in Augsburg warm an!

8 Kommentare in “Kleeblätter können noch Tore schießen!

  1. Wenn man die Kommentare von Pino, Neumann und kiki so liest, dann weiß man warum dieser Blog kaum einen Fußballfan der Fürther interessiert

  2. Da muss ich Frau oder Herrn Neumann völlig zustimmen. Verkniffen ist der richtige Ausdruck. Ich bin ein 100%er Mann – noch dazu Macho im klassischen italienischen Sinne-, und deshalb kann ich an Greuther-„Weibern“ so gar nichts Schreckliches finden.

  3. @ Hansi
    Na, na, na. Warum denn so verkniffen und wieso „zweifelhafter Blog“?
    Es ist ja gerade das Schöne, dass es hier nicht immer nur zwanghaft darum geht, den einzig richtigen Verein anzupreisen und eben auch Hintergrundwissen vermittelt wird (es soll Leute gegeben haben, die nicht wußten, dass Bertold Brecht kein Fussballspieler ist, und wer kannte bisher die genaue Definition des Wortes „Tradition“?) und was ist, bitteschön, schlimm an der Bezeichnung „Weiber“?
    Bitte weiter so und nicht beirren lassen von „250% Fussballfans“ !

  4. Unter dem Begriff „Tradition“ findet man in Wikipedia folgende Erklärung:

    „Tradition (von lat. tradere „hinüber-geben“ bzw. traditio „Übergabe, Auslieferung, Überlieferung“) bezeichnet die Weitergabe (das Tradere) von Handlungsmustern, Überzeugungen und Glaubensvorstellungen u. a. oder das Weitergegebene selbst (das Traditum, z. B. Gepflogenheiten, Konventionen, Bräuche oder Sitten). Tradition geschieht innerhalb einer Gruppe oder zwischen Generationen und kann mündlich oder schriftlich über Erziehung oder spielerisches Nachahmen erfolgen.“

    Wenn ich das auf den Blog der „Greuther-Weiber“ anwende, dann verfolgen die doch Tradition in Reinkultur. Denn das Wort „Greuther-Weiber“ soll auch auf Kräuterweiber anspielen, die von jeher mit traditioneller Medizin – eben mit Kräutern und Pflanzen – Gebrechen und Krankheiten behandelt haben. Und diese Anspielung, dass die Autorinnen auch in ihrer Analyse von Begebenheiten rund um die Spielvereinigung Greuther Fürth immer versuchen, bodenständig zu bleiben, wird doch gut umgesetzt?

  5. Klar, er heißt so weil hier einige keine Ahnung von Fussball und Tradition haben, außer wenn es um den Club geht … schlimm daß sich die NZ sowas leistet

  6. @ Hansi

    Wollen wir denn jetzt wieder die ermüdende Namens-Diskussion unseres Blogs führen? Es müßte doch inzwischen auch der letzte kapiert haben, warum er so heißt.

  7. Es wären zukünftige KLEEBLATT-Fans wenn nicht irgendwelche Hobby-Sportjournalisten (-innen) die sich selbst mit dem Namen „Greuther-…“ blamieren nicht diesen unwürdigen Beinamen ständig forcieren würden.
    Wenn die Kids fußballkundig waren unterscheidet sie dies jedoch in jungen Jahren schon immens von man anderem der sich erdreistet über Fussball in irgendwelchen zweifelhaften Blogs zu schreiben.

  8. Ob da der Greuther-Weiber-Nachwuchs hinter uns im Playmobil-Stadion saß? Jedenfalls waren die Mädels erstaunlich fußballkundig. Das freut das Greuther-Weiber-Herz! :))

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