Fürth-Gegner Aachen hat sich übernommen

Würde man in Fürth durch die Fußgängerzone gehen und Passanten fragen, ob sie sich wünschen, dass die SpVgg Greuther Fürth in die 1. Bundesliga aufsteigt, ich würde Wetten abschließen: Die meisten würden mit „Ja“ antworten. Aber so einfach wäre es nicht. Hauptproblem ist vor allem das Playmobil-Stadion, Verzeihung: Bald heißt es ja „Trolli-Arena“. Was jedoch nichts daran ändert, dass hier nur 15 000 Zuschauer (9200 Sitz- und 5800 Stehplätze) Platz finden. Denkt man an Spiele gegen Bayern München oder andere große Vereine (vom Club der Nachbarstadt möchte ich an dieser Stelle nicht reden), die dann im Ronhof stattfinden würden, wäre das auf  jeden Fall zu wenig Platz.

e2fabd2748bafa046881875bf9a50c68-4046Die Konsequenz wäre also ein Stadionneubau. Das könnte aber – abgesehen vom Standort – auch massive finanzielle Probleme für den Verein und die Stadt Fürth darstellen. Ein Negativbeispiel dafür, wie man sich mit dem Bau einer größeren Fußball-Arena übernehmen kann, ist die Stadt, in der die Kleeblätter am Samstag, 24. April, um 13 Uhr antreten werden: Aachen. Ein wirklich großes Stadion ist das „Tivoli“ der Alemannia (Foto der Homepage von Alemannia Aachen entnommen). Insgesamt bietet das neue Stadion seinen schwarz-gelben Fans 32 960 Plätze, davon sind 11 681 Stehplätze. Damit ist das „Neue Tivoli“ das viertgrößte Stadion der 2. Bundesliga.

Die Kosten für das Stadion, das seit der Saison 2009/10 die neue Heimat von Alemannia Aachen ist, hat den Verein in massive Finanznot gebracht, die drohende Insolvenz wird jetzt dank einer Ausfallbürgschaft der Stadt Aachen abgewendet. Der Stadtrat stimmte einer sogenannten Patronatserklärung zu, die eine Bürgschaft über drei Millionen Euro für 2010 und eine weitere über 2,5 Millionen Euro für das nächste Jahr enthält. Dadurch dürfte der Aachener Verein auch die von der DFL auferlegten Bedingungen zum Erhalt der Lizenz erfüllen.

Ein Beispiel dafür, dass alles seine zwei Seiten hat. Und vielleicht sollten wir in Fürth glücklich damit sein, dass unsere Kleeblätter bescheiden bleiben und so an der 2. Bundesliga hängen.

Wen es interessiert, wie die Schwarz-Gelben die anstehende Begegnung am 32. Spieltag mit der Spielvereinigung einschätzen, sollte den Vorbericht auf deren Website lesen. Witzig die Überschrift: „Mehr investieren als der Gegner“. Das haben sie beim Stadionbau auf jeden Fall getan!

1 Kommentar in “Fürth-Gegner Aachen hat sich übernommen

  1. „Hauptproblem ist vor allem das Playmobil-Stadion, Verzeihung: Bald heißt es ja “Trolli-Arena”. Was jedoch nichts daran ändert, dass hier nur 15 000 Zuschauer (9200 Sitz- und 5800 Stehplätze) Platz finden. Denkt man an Spiele gegen Bayern München oder andere große Vereine (vom Club der Nachbarstadt möchte ich an dieser Stelle nicht reden), die dann im Ronhof stattfinden würden, wäre das auf jeden Fall zu wenig Platz.“

    Warum sollte der Ronhof ein problem sein?
    Wir bekommen jedes Jahr die Lizenz für die 1. und 2.Liga, sollten wir aufsteigen müssen nur die Pressetribünen soweit ich weiss um 50 plätze vergrössert werden und wenn kann man den Ronhof immer noch auf 20.000-25.000 ausbauen, sollte bedarf sein, die Umbaupläne liegen ja schon in der Schublade lt. Holger Schwiewagner

    Übrigens:
    Letztes Jahr fand auch das Derby im Ronhof statt und wars ein Problem?
    Ohja für die Blubb“fans“ vllt, mensch ist die SpVgg blöd ihr eigenes Heimspiel im Ronhof auszutragen obwohl man die Spiele ja auch noch im hässlichen Leichtathletik-Stadion austragen kann, was ja viel sicherer wäre für die Zuschauer (für die Blubberer ja aber für uns Fürther?) und es dann viel mehr Zuschauer sehen könnnen (was hats den uns bitte zu interessieren ob nun ein blubberer nicht dabei sein kann weil er keine karte mehr bekommen hat)

    Jeder Fürther der bei (fast) jedem Heimspiel dabei ist und hinter ihren Verein stehen haben karten bekommen und ob jetzt ein Bayern, Schalke oder ein Blubberer keine karte bekommt wenn interessierts? mich nicht

    Frag mal die Aachener ob die glücklich sind mit ihrem neuen Stadion, nicht oft bekommt man die antwort sie hätten sich im alten Tivoli wohler gefühlt, die Stimmung war klar besser und jetzt sind viel zuviele Stadiontouristen die sich mit dem Verein nicht identifizieren da, wie gesagt lieber den Ronhof auf 20.000-25.000 ausbauen als so eine hässliche Arena wo sie eh schon überall steht bauen, ich bin froh das sich unsere Verantwortlichen entschieden haben im Ronhof zu bleiben und lieber den Ronhof auszubauen, wie oben schon gesagt lt. Holger Schwiewagner liegen die umbaupläne schon in der Schublade und müssen nur rausgeholt werden

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