Schicksal eines Kleeblatt-Stürmers

Der Profi-Fußball ist ein harter Sport – in jeder Beziehung. Die gutbezahlten Spieler müssen nicht nur die Knochen für ihre Vereine hinhalten (aktuelle Beispiele: Michael Ballack, Raphael Schäfer und Bastian Schweinsteiger), nein, sich auf dem hart umkämpften Transfermarkt zu verkaufen, ist auch nicht immer einfach. Schicksale von Spielern, die sich durch gute Leistung und faires Verhalten auszeichnen und dann nach erfolgreicher Zeit im Profisport nichts mehr verloren haben, gibt es zahllose.

KioyoEin Beispiel für ein echtes Fußballer-Schicksal kam uns jetzt durch einen Kollegen-Tipp auf den Desktop: Francis Kioyo ist vielen Kleeblatt-Fans noch als Mitglied der Spielvereinigung ein Begriff. Der deutsche Spieler mit kamerunischen Wurzeln gehörte von 2000 bis 2002 dem Fürther Kader an. Er absolvierte 55 Spiele und schoss 10 Tore. Nach Zwischenstationen in Köln, bei 1860 München und Rot-Weiss Essen war Kioyo von 2005 bis 2008 im Team von Energie Cottbus, bevor er zum israelischen Erstligisten Maccabi Netanya wechselte. Nach Gastspielen in Augsburg (unser Foto zeigt den Stürmer in der Partie SpVgg gegen FC Augsburg im Jahr 2008) und beim Schweizer Club aus Aarau ist Francis Kioyo seit April dieses Jahres jetzt vereinslos. Um den Anschluss nicht vollkommen zu verlieren, trainiert er bei dem Brandenburgischen Oberligisten Germania Schöneiche mit. Außerdem versucht er, sich mit einem Privattrainer fit zu halten.

In seinem Heimatland hat Kioyo inzwischen auch keine Möglichkeit mehr, in der Nationalmannschaft eingesetzt zu werden: Durch den Verlust der kamerunischen Staatsbürgerschaft ist er nicht mehr für Länderspiele spielberechtigt. Da Kioyo über mehrere Jahre im deutschen Profifußball aktiv war, nannten ihn seine Kollegen in der Nationalmannschaft Kameruns übrigens – in Anlehnung an die „Deutsche Eiche“ – oft „Holzmann“.  Seit November 2007 besitzt Kioyo die deutsche Staatsbürgerschaft und verlor damit gleichzeitig die kamerunische Staatsbürgerschaft.

Ja, das sind echte Fußballer-Dramen, Francis Kioyo ist gerade mal 31 Jahre alt und soll jetzt schon auf dem Abstellgleis der Profi-Ligen stehen? Ein Jammer! Aber in der Gerüchteküche brodelt es. Vielleicht interesssiert sich ja der Zweitligist Arminia Bielefeld für Kioyo?
Was Francis Kioyo über seine fußballerische Vergangenheit noch zu erzählen hat, das kann man in diesem Interview nachlesen.

5 Kommentare in “Schicksal eines Kleeblatt-Stürmers

  1. Armer Francis. Ich habe ihn schon spielen gesehen. Er war immer ein Vollblutstürmer! Hoffe er findet bald einen Verein. Bielefeld wäre wirklich eine gute Adresse für ihn!

  2. Ich erinnere mich noch gut an Francis Kioyo. Nicht nur weil er ein ausgesprochen guter Fußballer, sondern auch ein wirklich sehr angenehmer Kunde in Fürth war. Habe mich öfter gefragt, was aus ihm geworden ist. Vielen Dank für die Info, liebe Kiki. Ich hoffe, daß er noch mal zum Zuge kommt !

  3. Typisch, so was nenne ich Jammern auf hohem Niveau. Der arme, arme Kioyo, und eigentlich schwimmt er wahrscheinlich im Geld.

  4. Der gute Mann wird eohl was finden? Ich erinnere mich noch an Kioyo, vielleicht erbarmt sich Hack seiner?

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