Mit weiblicher Hand das Spiel geführt

Bibiana Steinhaus hat heute die Partie zwischen dem Kleeblatt und dem MSV Duisburg gepfiffen. Das ist für sie nichts Neues – hat sie doch schon im April 2010 ein Spiel zwischen den gleichen Gegnern (damals allerdings in Duisburg) geleitet. Seit der Frauen-Fußball-WM ist der Name Bibiana Steinhaus in aller Munde. Sie ist die erste Schiedsrichterin im deutschen Profifußball, die Spiele zwischen Männermannschaften (2. Bundesliga) leitet, und die erste Deutsche, die ein Weltmeisterschafts-Finale pfiff. Am 17. Juli fand das Endspiel der Fußball-WM in Frankfurt zwischen Japan und USA statt (die Japanerinnen sind bekanntlich mit 3:1 im Elfmeterschießen Weltmeister geworden). Dass das Endspiel so fair und locker abgelaufen ist, war auch das Verdienst der souverän agierenden 32-jährigen Schiedsrichterin Steinhaus.

Trolli-Arena, 9. September: Nach zähem Beginn fiel erst in der 61. Minute das erste Tor für die SpVgg durch Fürstner. Eine echte Erleichterung für die Fürther Fans, die Trolli Arena war immerhin mit über 9000 Zuschauer für einen Freitagabend gut besucht. Nach dem ersten Tor schien das Kleeblatt Aufwind zu bekommen: Nöthe traf vier Minuten später zum 2:0. Die Ernüchterung folgte allerdings schon eine Minute später. Duisburg schoss den Anschlusstreffer. Während der 93 Minuten Spielzeit hatte die Schiedsrichterin viel zu tun. Viele Fouls, sieben Gelbe Karten hat sie vergeben. Naja, Männer-Fußball ist eben härter als Frauen-Fußball. Sieht man mal von den Nigerianerinnen ab…

Fazit: Das Kleeblatt konnte seine Spitzenposition behaupten. Und Bibina Steinhaus vermochte mal wieder mit ihrer integrativen Art eine gute Figur auf dem Spielfeld zu machen. Ohne die Erfolge der Herrenmannschaft ginge es der Spielvereinigung und dem Verein nicht so gut, stimmt. Aber eine Frau auf dem Spielfeld, das hat doch was?

6 Kommentare in “Mit weiblicher Hand das Spiel geführt

  1. Also ich fand die Schiedsrichterin gut. Oft werden auch Männerspiele von männlichen Referees total „verpfiffen“. Und Frau Steinhaus hatte in Fürth (fast) immer das Spiel im Griff

    • Wenn man von einem Vogel-Zeigen (rote Karte), einem grob unsportlichen Einsteigen gegen Nehrig (rote Karte – hier gab es immerhin gelb), einer Tätlichkeit gegen Occean im Strafraum (rote Karte), einer versuchten Tätlichkeit an Schröck (evtl. rote Karte) und einer sehr inkonsequenten Kartenvergabe absieht, hatte sie das Spiel – das ansonsten nicht gerade schwer zu leiten war – gut im Griff.

      Und ja, auch Männer verpfeifen Spiele, das stelle ich nicht in Frage – aber Männer KÖNNTEN wenigstens mit dem Spieltempo mithalten, was ich Frau Steinhaus abspreche. Es hat schon seinen Grund, dass bei Wettkämpfen meistens nach Geschlechtern getrennt gesportelt wird.
      Nicht vergessen, ich rede nicht davon, dass Frau Steinhaus eine schlechte Schiedsrichterin ist, ich rede lediglich davon, dass eine Frau biologisch leider (bei gleichem Trainingsstand) nicht in der Lage ist, das gleiche Leistungsniveau zu erreichen, wie ein Mann – oder warum unterscheiden wir noch zwischen Herren- und Frauenfußball?

  2. Frau Steinhaus offenbart immer wieder unsouveräne Spiele und teilweise falsche Entscheidungen. Sie gehört nicht wirklich zu den guten Schiedsrichtern (geschlechtsneutral), aber sie ist die beste Schiedsrichterin (nicht neutral), die wir haben.

    Sie hat einfach den Nachteil – was sich auch beim Frauenfußball immer wieder zeigt -, dass sie im Ernstfall nicht schnell genug für den Profi-Männerfußball ist. Dadurch steht sie immer wieder schlecht und muss so aus einer schlechten Position heraus ihre Entscheidungen treffen. Mal gelingt das, mal weniger.

    Nichts gegen Frau Steinhaus – und alle anderen Schiedsrichterinnen -, aber sie ist zu langsam, um eine wirklich gute „Herren-Schiedsrichterin“ zu sein.

  3. Eigentlich war Frau Steinhaus heute in einigen Situationen nicht wirklich souverän und wirkte zeitweise überfordert, ansonsten war das Spiel recht einfach zu leiten.

    • Iich glaabs net! Färdder Weiber derfn ieber Fußball schreim, blonde Weiber aufn Spillfeld pfeifn und mir Mannsbilder mäin nach denen ihrer Pfeifn danzn. Und nacherdla solln mir des aa nu goud haßn. Na, werggli ned!

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