Sieg zwischen Pfefferkarpfen und „Club“-Mitleid

Unser gemeinsames Pfefferkarpfen-Essen in einem zünftigen Wirtshaus in der Nähe von Hirschaid hat schon Tradition: Man trifft sich mit guten Freunden und jeder bestellt seinen Karpfen mit der individuellen Schärfenote (ich natürlich super-extrem-sauscharf). Hauptthema beim Essen war die gestrige 0:4-Pleite des Clubs gegen Schalke O4. Sogar wir Greuther-Weiber hatten Worte des Bedauerns und Trostes. Wird der Club ab-, die Spielvereinigung aufsteigen? Spekulation pur!
Pünklich zur Halbzeitpause kam der Wirt und schaltete den Videotext des Fernsehers (glücklicherweise direkt über unserem Tisch) ein. Es stand schon 1:0 für die Spielvereinigung gegen den FSV Frankfurt. Die Clubfans am Tisch zuckten in sich zusammen, und zwischen Gesprächen über arabische Vokabeln und Origami hatten wir Fürth-Fans bis zum Spielende noch drei Mal Grund zur Freude. Die Spielvereinigung gewann das Spiel letztlich mit 4:0 und kletterte damit – aufgrund des ärgerlichen Last-Minute-Sieges der Frankfurter Eintracht – wieder auf Tabellenplatz drei.
Nachher erfuhren wir: Erst in der 41. Minute hatte Stephan Schröck das erste Tor erzielt – in einer vom Niveau her eher gemischten Begegnung. Nach einem verwandelten Foulelfmeter von Bernd Nehrig erzielten Edgar Prib und – wie so oft – Olivier Occean (mit seinem neunten Saisontor) die anderen Treffer fürs Kleeblatt. Coach Mike Büskens‘ Strafpredigt hatte offensichtlich ihre Wirkung nicht verfehlt.
Leider kann ich mich einmal mehr nicht zurückhalten und die niedrige Zuschauerzahl  kritisieren. Gerade mal 7000 Besucher in der Trolli ARENA – das ist nun ganz und gar nicht zweitligawürdig (Beweis: leere Zuschauerreihen auf unserem Foto). In der Frankfurter Commerzbank Arena waren z.B. 38 500 Zuschauer, viele andere Partien waren ausverkauft. Aber in Fürth? Erklärungen gibt es zuhauf, aber die Zuschauerzahl lässt oft zu wünschen übrig.
Beim 16. Spieltag wird die Spielvereinigung am Montag, 28. November, um 20.15 Uhr auf den mit Frankfurt punktgleichen Tabellenzweiten Fortuna Düsseldorf treffen. Vielleicht fahren wenigstens viele Kleeblattanhänger in die ESPRIT Arena, um ihre Mannschaft lauthals zu unterstützen? Aber nein, Düsseldorf ist weit und die ersten Weihnachtsfeiern stehen an…

 

9 Kommentare in “Sieg zwischen Pfefferkarpfen und „Club“-Mitleid

  1. Wer mal die „richtigen“ Nürnberger Fans live im Stadion erleben durfte, wäre an dem Tag auch heilfroh gewesen, wenn diese daheimgeblieben wären 😉

  2. Wie heißt es bei Shakespeare so schön? „Viel Lärm um nichts“. Ich muss die Greutherweiber dann doch verteidigen, warum kann man nicht von außen was kritisieren? Die Blogschreiberinnen sind doch kein 100prozentigen Fans, sondern doch wohl Journalisten, denn der Blog ist von der Nürnberger Zeitung. Macht nur weiter so!

  3. @Hans-Stefan:

    So einen Schmarrn wie die hier verzapfen, da muss man eh davon ausgehen, daß die eigentlich nie im Stadion sind .. daß das denen nicht selbst zu peinlich ist …

    • Na, dann sag doch mal, was du hier als „Schmarrn“ empfindest. Wir können nur mit konstruktiver Kritik umgehen, nicht mit solchen Pauschalurteilen wie deinem.

      • Wenn das die „Journalistinnen“ nicht selbst merken, um so schlimmer

        Heute ist übrigens Wollmützen-Strickkurs, da geh ich nicht ins Stadion. Nächste Woche Kaffekränzchen bei Tante Uschi, das ist mir dann auch Wichtiger ! Zur Aufstiegsfeier komm ich dann auch mal hin, außer Oma Gertrud hat Geburtstag.

        Aber in einem unqualifizerten Blog kann ich ja trotzdem darüber schwätzen, Fachwissen ist nicht erforderlich, Nähe zum Geschehen macht nur blind in Bezug auf die Wesentlichen Dinge wie Pfefferkarpfen-Futtern.

        • Schade, Rudi. Ich hätte gedacht, man könnte mit dir sachliche Argumente austauschen. Scheint aber nicht möglich zu sein – oder vielleicht willst du auch nur nicht.

  4. also an einem Tag mit Heimspiel geht man einfach nicht zum Pfefferkarpfenessen. Karpfen gibt es 9 Monate, das Spiel Fürth-FSV Frankfurt nur einmal

    • Aber im Gegensatz zu vielen anderen „Fans“ gebe ich offen zu, nicht bei jedem Spiel in der Trolli ARENA zu sein. Das bemerkenswerte an so manchen Kleeblatt-Anhängern ist doch, dass sie zwar in Internetforen lauthals tönen, aber dann lieber selbst zu Hause bleiben.

  5. Man macht einen Blog über das Kleeblatt und ist nichtmal beim Heimspiel im Stadion ?

    Die niedrigen Zuschauerzahlen bemängeln und selbst nicht vor Ort sein ?

    Megapeinlich ! Wie dieser ganze zweifelhafte Blog ! Man merkt einfach, daß hier alles andere als Fussballfans am Start sind …

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