Fürther bleiben Vierter, auweia!

Montag Abend ist eigentlich kein typischer Krimi-Abend – zumindest nicht im Fernsehen. Dafür aber im Fußball – zumindest heute und zumindest beim Spiel Fortuna Düsseldorf gegen unsere SpVgg. Das war wirklich höchst spannend, was uns da geboten wurde, vor allem in der zweiten Halbzeit und ganz besonders in der Schlussphase. Man kann schon fast von einem Thriller sprechen.

Aber es hat nicht sollen sein, Fürth konnte die bisher zu Hause Ungeschlagenen in der ESPRIT-Arena nicht besiegen, und es war obendrein auch noch die erste Auswärts-Niederlage für das Kleeblatt in dieser Saison.

Dabei hätte es wirklich nicht 2:1 für die Fortuna ausgehen müssen. Fürth kam zu Beginn gut ins Spiel, zeigte sich selbstbewusst gegen die 30 000 Zuschauer, die bis auf ein winziges Häuflein von Fürthern alle für Düsseldorf schrieen und klatschten, dass es – aus deren Sicht – eine Freude war. Greuther-Weib Kiki hat hier ja schon über den wichtigen „12. Mann“ – also das Publikum – bei Fußballspielen geschrieben. Doch das überraschende Führungstor der Fortuna hat das Kleeblatt erst mal ziemlich geschockt, bis zum 2:0 in der 39. Minute hat es sich kaum richtig von diesem Schrecken erholt. Damit war die erste Halbzeit praktisch gelaufen. Es reihte sich Fehler an Fehler, vor allem in der Hintermannschaft.

In der Kabine wäre ich wirklich gern Mäuschen gewesen, um Mike Büskens´Gardinenpredigt zu hören. Sie hat wohl auch durchaus etwas gebracht, Fürth kam wieder ins Spiel zurück und konnte Druck machen auf die Fortuna. Und das wurde mit dem 1:2 durch Edgar Prib belohnt. Dann wurde die Partie zunehmend packender, auch hier gab es durchaus Parallelen zu einem Kriminalroman. Die Schlussphase war für jeden eingefleischten Fürth-Fan dann nervlich nur schwer durchzustehen. Immer wieder lag der Anschluss-Treffer in der Luft – allein, es hat nicht sollen sein. Kurz vor dem Abpfiff hätten die Düsseldorfer dann sogar beinahe noch zum 3:1 ausbauen können, was aber – Gott sei Dank – dann doch nicht klappte.

Insgesamt hat unser Kleeblatt, man muss es leider sagen, zu ungenau gespielt. Das hat sich am Ende in der 1:2-Niederlage niedergeschlagen. Niedergeschlagen – das ist auch der Zustand, in dem wir Greuther-Weiber uns nach diesem Spiel befinden. Nun bleibt unser Kleeblatt auf dem vierten Platz, Düsseldorf übernimmt die Tabellenführung. Platz vier – da muss ich leider an den blöden Spruch meiner Nürnberger Kollegen denken, der da heißt: Lieber Fünfter als Fürther oder, phonetisch: Vierter. Aber vor dem ungeliebten vierten Rang hätte uns selbst ein 2:2 nicht mehr gerettet. Und das ist letztlich der einzige Trost, der uns nach dieser unnötigen Niederlage bleibt!

 

5 Kommentare in “Fürther bleiben Vierter, auweia!

  1. Naja, bei einem Unentschieden wäre die Spitzengruppe immerhin enger zusammen geblieben.
    Was mir ein wenig Sorge bereitet:
    Ich habe gestern das 3. mal ein Spiel der SpVgg live im TV in voller Länge angeschaut, und es war die 3. Niederlage, die ich gesehen habe. Ich drücke Euch Fürthern ja schon seit Jahren die Daumen, dass es endlich mal klappt mit dem Aufstieg, weil die Mutter aller deutschen Derbys gehört einfach in die 1. Liga, bei aller (manchmal überzogener) Rivalität (dass der Club dafür natürlich auch die Klasse halten muss ist uns schon klar). Muss ich jetzt auf Fürther Livespiele im TV verzichten, um das Projekt Aufstieg nicht zu gefährden? Die nächste Sport1-Übertragung steht ja schon in 2 Wochen wieder an.

    • Vielleicht sollten wir es mal ausprobieren, ob es den Fürthern guttut, wenn Du Verzicht übst? Dann hätten wir wenigstens eine Erklärung, warum sie immer wieder so schwächeln 😉

      • Es würde mir schwer fallen, denn das Auftaktspiel hat mir (bis auf das Ergebnis) saugut gefallen, und in 2 Wochen geht es ja wieder gegen die „großen“ Frankfurter.

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