Motivationsschub aus Ghana

Mit dem Engagement von Gerald Asamoah bei der Spielvereinigung haben Mike Büskens und Helmut Hack eventuell eine geniale strategische Entscheidung getroffen. Der Ghanaer ist erst seit wenigen Tagen ein Weiß-Grüner, hat sich aber offensichtlich schnell in die Mannschaft integriert. Denn beim ersten Testspiel in der Winterpause gegen den Erstligisten FC Augsburg hat Asamoah gleich demonstriert, dass man mit ihm rechnen kann: Er wurde in der 68. Minute vom Trainer eingewechselt  – mit Riesenapplaus von 4800 Zuschauern empfangen – und war maßgeblich an den beiden Fürther Toren von Christopher Nöthe (75. Minute ) und Bernd Nehrig in der letzten Minute beteiligt.

Mir gefällt an Asamoah vor allem seine positive und freundliche Ausstrahlung. „Typisch Frau“, mag so mancher Mann erwidern. „Die kauft ein Auto auch nur wegen der Farbe.“ Ich schätze an Asamoah, dass er sich für sein neues Team nicht nur als Akteur auf dem Spielfeld, sondern auch bei Unstimmigkeiten mit dem Schiedsrichter einsetzt. Da werden missverständliche Entscheidungen des Referées diskutiert, von seiner Erfahrung als Bundesliga- und Nationalspieler kann das Kleeblatt-Team nur profitieren.

Was ist mit dem Ruck, den ich schon öfter gefordert habe, der durch die spielerisch zwar talentierte, oft aber nicht gerade mit Selbstvertrauen ausgestattete Mannschaft gehen soll? Vielleicht ist Gerald Asamoah dafür genau der Richtige, wenn ja, dann kam er zum idealen Zeitpunkt. „A point“ würde man beim Steak sagen!

Für das Kleeblatt wird es – nach weiteren Freundschaftsspielen – erst am Freitag, 3. Februar, um 18 Uhr mit dem Spiel gegen Dynamo Dresden wieder so richtig ernst. In der Rückrunde ist es entscheidend, gleich von Anfang an den zweiten Tabellenplatz zu halten und sich nicht von ambitionierten Verfolgern fressen zu lassen.

Und am 8. Februar steht mit dem Viertelfinalspiel im DFB-Pokal gegen 1899 Hoffenheim dann der nächste Knaller auf dem Programm. Mal sehen, ob bis dahin Asamoah zur festen Größe im Kader avanciert ist. Denn dann… Nein, ich will gar nicht weiter ins Detail gehen.