Mit Ach und Krach gegen Duisburg gewonnen!

Vom Winterurlaub zurück, war ich nach dem fulminanten 6:2-Sieg gegen den Vfl Bochum in großer Erwartung einer Superform der Spielvereinigung.

Heute also die Partie gegen den MSV Duisburg in der Schauinsland-Reisen-Arena (was für ein Name!). Die Zahl der Zuschauer hatte mit knapp über 10 000 in etwa Ronhof-Niveau. Etwas überraschend war für die angereisten Fürth-Fans der relativ starke Auftritt der Heimmannschaft in der ersten Halbzeit. Das Fürther Team kam nicht groß zum Zuge, die Duisburger begegneten ihm vielmehr auf Augenhöhe. Schrecksekunde in der 39. Minute war dann der Ausfall des aktuellen Kleeblatt-Stars Gerald Asamoah: Wegen einer Muskelverletzung musste er vom Platz und wurde durch Dani Schahin ersetzt. Kurz vor Halbzeit-Pfiff noch ein paar rüde Aktionen von Edgar Prib. Ich glaube, ich muss mich nach den ruhigen und erholsamen Tagen in den Steirischen Bergen erst mal wieder an Männer-Fußball gewöhnen!
In der zweiten Halbzeit versuchten sich die Kleeblätter dann kräftig am Riemen zu reißen und leistungsmäßig zu steigern, um als Tabellenführer ihre ernsthaften Ambitionen für einen Aufstieg in die erste Bundesliga zu untermauern. Das gelang erst mal überhaupt nicht. Immer wieder musste Torhüter Max Grün Angriffe der Duisburger parieren und mögliche Tore abwehren. Und Sercan Sararer hatte heute wirklich einen schwarzen Tag. Nichts gelang ihm, Trainer Mike Büskens hätte vielleicht irgendwann die Konsequenzen ziehen und ihn auswechseln müssen. Dann aber, zwölf Minuten vor Schluss, das erlösende Tor von Olivier Occean. Nach einer Flanke vom kurz davor eingewechselten Felix Klaus traf er aus zwei Metern Entfernung ins gegnerische Tor. Und Robert Zillner (im Foto oben) machte schließlich in der 90. Minute – wieder nach einer Vorlage von Klaus – den (wie man so schön sagt) „Sack zu“ und lochte zum 2:0 für Fürth ein.

Fazit: Die Kleeblätter haben heute beim mittelklassigen MSV Duisburg bis zur 78. Minute weit unter ihren Möglichkeiten gespielt. „Ich erwarte die Duisburger kratzend, beißend und spuckend. Sie werden alles reinschmeißen und sich mit Haut und Haaren wehren. Wir müssen also von Anfang an hellwach sein und dagegenhalten“: Das hatte Trainer Mike Büskens im Vorfeld der Begegnung orakelt. Er sollte recht behalten. Gut, dass dank Occean und Robert Zillner doch noch zwei Tore fielen. Ich will ja nicht rummosern. Aber wie die Spielvereinigung heute meistens agierte – so sehen keine Sieger aus. Weder in der Bundesliga noch im DFB-Pokal. Ihr seht: Wir Greuther-Weiber sind zurück und werden uns mit kritischen Anmerkungen nicht zurückhalten.

3 Kommentare in “Mit Ach und Krach gegen Duisburg gewonnen!

  1. da bin ich mal ausnahmsweise 100 % anderer Meinung –
    genau so sehen Sieger aus- nurjetzt nicht schön spielen wollen, bringt eh nix. Erfolgreich spielen- Punkte sammeln, schön spielen können wir zuhause

  2. Das ist genau der Unterschied zwischen einer Spitzenmannschaft und dem Durchschnitt. Auch ein Spitzenteam kann nie konstant auf höchstem Niveau spielen, gewinnt dann aber doch solche Gurkenspiele. Ich hatte heute (genau wie in Ingolstadt) den Eindruck, dass die Fürther den Kratz-und-Beiß-Fußball der 2. Liga nicht mehr mögen. 😉

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