Der „Feind“ in unserem Haus!

Zwei der drei Greuther-Weiber wohnen in Fürth. Eine freundliche Stadt mit schönem Stadtpark und vielen spannenden Kneipen. Eine Stadt, die zwar wenig Einkaufsmöglichkeiten bietet, in der es sich aber sehr gut leben lässt. Wo auch immer ich hinkomme, überall treffe ich auf Fans der Spielvereinigung oder auf Menschen, die dem Verein und seiner Leistung in dieser Saison positiv gegenüberstehen. Viele glauben an den Aufstieg in die Bundesliga. Kurzum: Ich wohne in einem sozialen Umfeld, das ganz vom Kleeblatt geprägt ist.

Diese heile Welt habe ich bis Mitte letzter Woche genossen. Bis in das Stockwerk unter mir eine sportliche junge Frau aus Nordrhein-Westfalen einzog, die im nächsten halben Jahr bei einem der großen Sportartikelhersteller in Herzogenaurach alles lernen soll, was mit Sportmarketing zu tun hat. Die neue Hausbewohnerin machte auf mich schon beim ersten Kennenlernen einen sehr sympathischen Eindruck: Sie spielt selber aktiv Fussball und joggt. Doch schon nach wenigen Minuten entpuppte sie sich als überzeugter Fan von Borussia Dortmund. Für sie ist das der Verein schlechthin, sie trinkt aus einer BVB-Tasse, trägt in der Freizeit ein BVB-Trikot – und hat in ihrem Zimmer schon den BVB-Schal dekoriert.
Schock! Morgen wird unser Kleeblatt im DFB-Pokal-Halbfinale gegen den Deutschen Meister – eben Borussia Dortmund – im Ronhof spielen. Wie soll ich mental damit umgehen, dass ich jetzt mit einem weiblichen Fan des morgigen Gegners unter einem Dach wohne? Im ersten Moment dachte ich, dass das sogar für ein Greutherweib zu viel ist. Aber tolerant und flexibel wie Fürther(innen) eben sind, habe ich Folgendes beschlossen: Jede fiebert morgen für ihren Verein, wir beide freuen uns, wenn das eigene Team gewinnt. Und welche Mannschaft – die Spielvereinigung oder der BVB – sich für das Finale in Berlin am 12. Mai qualifiziert, das wird sich zeigen.
Unsere neue Mitbewohnerin hat auf jeden Fall Sachverstand, Klasse und ist fair. Denn sie wünscht ihrer neuen Wahlheimat Fürth, dem Verein und allen Kleeblatt-Fans, dass die Mannschaft endlich, endlich den Aufstieg schafft. Und wenn ein Dortmund-Fan das so sieht, dann sollte es doch auch klappen!

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