Herzschlag-Halbfinale in Fürth

Pünktlich um 7.15 Uhr bin ich heute also mit dem „Feind in unserem Haus“ zum Radio-Interview am „Antenne-Bayern“-Wagen auf der „Fürther Freiheit“ eingetroffen. Super Sonnenschein, eiskalte Temperaturen. Nach kurzem Warten und Smalltalk mit den „Antenne“-Mitarbeitern (die Fürth ziemlich verschlafen finden und auf meine Informationen, was die Eintrittskarten in die Trolli Arena so kosten, mutmaßten, dass wir hier in Fürth vielleicht gar kein richtiges Stadion haben) erschien dann unser Interviewpartner, Sportreporter Karsten Wellert.
Seine erste Frage an uns betraf unsere Vereinsschals, die wir uns dekorativ (oder provokativ) um den Hals gehängt hatten. Wie lauten wohl unsere Tipps für das Spiel? Und ob wir – egal, wer heute Abend das DFB-Pokal-Halbfinale gewinnt – auch morgen noch miteinander reden können? Klar, heute Abend fiebert jede von uns beiden für „ihren“ Verein, aber es kann nur einer gewinnen. Als Anhängerin des BVB tippt die Nordrhein-Westfälin und seit einer Woche Wahl-Fürtherin natürlich auf einen Sieg von Borussia Dortmund. Nicht zu hoch, aber ein Sieg. Allerdings meint sie – sollte es dem BVB nicht gelingen, ein frühes Tor zu machen, und sollte es lange 0:0 stehen -, dass die Spielvereinigung eine echte Chance hat, den Deutschen Meister zu schlagen. Ich als Greuther-Weib freue mich über so viel Fairness und würde natürlich gerne heute spätabends liebend gern einen Blogbeitrag schreiben, der vom Jahrtausend-Spiel des Kleeblatts handelt.
Beide Teams benötigen heute ab 20.30 Uhr sportliches Können, eine stabile Psyche und das berühmte Quäntchen Glück. Sollte der Sieger im total ausverkauften Ronhof nach dem Abpfiff – vielleicht nach Verlängerung und Elfmeterschießen? – Borussia Dortmund heißen, so what. Fahren jedoch die Kleeblätter am 12. Mai zum DFB-Pokal-Finale ins Olympiastadion nach Berlin, dann ist heute Nacht in der Fürther Gustavstraße der Bär los!