Von fairen Feinden und Fußball-Fahnen

Wir beide haben schon ein verflixt frustrierendes Wochenende hinter uns. Wer? Na, der „Feind in unserem Haus“ und ich. Mein Feind, genauer gesagt: meine Feindin ist bekanntlich begeisterter Fan von Borussia Dortmund. Und wünscht sich natürlich heiß und innig, dass der BVB auch in dieser Saison wieder Deutscher Meister wird und Bayern München souverän hinter sich lässt. Deshalb hat sie dann auch letzten Freitagabend mit ihrem Besuch (aus Nordrhein-Westfalen) eine Fürther Sportsbar besucht, um sich dort das Bundesligaspiel gegen den VfB Stuttgart anzusehen. Wäre alles prima gewesen, hätte die atmeberaubend spannende Partie nicht in allerletzter Sekunde durch ein Tor des Stuttgarters Christian Gentner mit einem unglücklichen 4:4-Unentschieden geendet. Dadurch liegt Dortmund – nach dem Sieg der Münchner beim „Club“ – nur noch drei Punkte vor den Bayern, und es wird an den letzten Spieltagen auf jedes Pünktchen ankommen. (Dieses Tor in der letzten Sekunde des Spiels erinnert mich übrigens fatal an gewisse Ereignisse vor zwei Wochen!)

Und mir ging’s dann am Samstag nicht anders. Der vermeintlich leicht zu packende Gegner FC Erzgebirge Aue hat es dem Kleeblatt schwerer gemacht als erwartet. Das Spiel ging dann auch unentschieden – nämlich 1:1 – aus.
Übel ist die Konsequenz für die Spielvereinigung: Kleeblatt-Profi Bernd Nehrig zog sich bei diesem Spiel einen Muskelfaser-Riss am hinteren Oberschenkel zu. Der 25-Jährige musste am Samstag verletzt ausgewechselt werden und fällt bis auf weiteres aus.

Übrigens hat sich die BVB-Anhängerin in meinem Haus inzwischen als echte Sportsfrau geoutet. Sie wünscht dem Kleeblatt aufgrund seiner konstant guten sportlichen Erfolge und der tollen Stimmung in der Stadt und bei den Fans unbedingt den Aufstieg in die erste Liga. Deshalb hat sie auch schon Pläne für den 6. Mai geschmiedet. Sollte an diesem letzten Spieltag in der zweiten Liga entschieden sein, dass die Spielvereinigung in die Bundesliga aufsteigt, und schon am Tag zuvor Borussia Dortmund Deutscher Meister geworden sein, dann werden wir gemeinsam feiern und auch nach außen Farbe bekennen. Ich hisse meine weiß-grüne Kleeblatt-Flagge, und sie wird ihre gelb-schwarze BVB-Fahne aus dem (Fürther) Fenster hängen. Denn dann hat alles Bibbern und Daumendrücken ein positives Ende gefunden und für uns beide ist die Fußball-Welt in Ordnung!

2 Kommentare in “Von fairen Feinden und Fußball-Fahnen

  1. Oh ja, da wäre die Welt wirklich in Ordnung, denn ich wünsche den Dortmundern die Meisterschaft so sehr, wie den Fürthern den Aufstieg.

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