Liebe Frau Büskens, haben Sie doch ein Herz für Fürth!

Liebe Simone Büskens,
heute möchte ich mich als Greuther-Weib ganz persönlich an Sie wenden. Die Spielvereinigung Greuther Fürth ist in dieser Saison endlich in die erste Bundesliga aufgestiegen. Die große Feier gestern vor dem Fürther Rathaus – es waren fast 30 000 Menschen da – hat gezeigt, dass auch eine fränkische Stadt Emotionen zeigen kann und sich für ihren Fußball-Verein unbändig freut. Dass die Mannschaft jetzt erstklassig wird, hat sie in erster Linie Ihrem Mann, dem Trainer Mike Büskens, zu verdanken.

„Trainer, Trainer – bleibst Du bei uns in Fürth?“ hat Gerald Asamoah auf dem Rathausbalkon über das Mikrophon Ihren Mann gefragt. Und er wiederholte die Frage mehrmals. Mike Büskens antwortete auf diese Gretchenfrage eher ausweichend, nach dem Motto: „Feiert heute erst mal den Aufstieg, morgen sehen wir weiter.“
Ihr Mann hat bisher seinen auslaufenden Vertrag (noch) nicht verlängert. In seiner Brust schlagen mit Sicherheit zwei Seelen: Einerseits die Liebe zur Spielvereingung, zu „seiner“ Mannschaft, zu seinem Erfolg. Und der Spaß, jetzt in der Bundesliga zu beweisen, dass das Kleebatt nicht zufallig aufgestiegen ist, sondern sich auch in der ersten Klasse halten wird.
Andererseits hat er gute Gründe, in den Westen zurückzukehren: Seine Familie  – Sie und Ihre beiden Töchter Laura und Kiara – wohnt in Gelsenkirchen. Dorthin fährt Mike Büskens so oft er kann. Er sagt von sich selbst, er sei ein „Familienmensch“. Sympathisch, aber uns Fürthern nützt das in der momentanen Situation wenig.
Deshalb der Vorschlag von einem Greuther-Weib, das seinem Bauchgefühl meistens vertraut, das aber auch dafür plädiert, dass man alle Argumente auf den Tisch legen sollte, bevor man eine (wichtige) Entscheidung trifft: Lassen Sie Ihren Familienrat noch mal zusammenkommen. Besprechen Sie alles in Ruhe. Und wägen Sie Pro und Contra gegeneinander ab.
Aber denken Sie auch daran, dass Sie den vielen Kleeblattfans, ach was, der gesamten Stadt Fürth eine große Freude machen, wenn Sie Ihren Mann Mike Büskens motivieren, erst mal als Trainer hier zu bleiben.
Danke für Ihr Verständnis. Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie alles Gute.
Herzliche Grüße aus Fürth
Greuther-Weib Kiki

5 Kommentare in “Liebe Frau Büskens, haben Sie doch ein Herz für Fürth!

  1. Vielleicht finden ja Frau Büskens und die Kinder Gefallen an Fürth. Denn es ist sicherlich nicht ideal jahrelang fern von der Familie im Hotel zu wohnen. Vielleicht wäre zumindest eine Wohnung in Fürth schon mal ein Anfang um sich hier heimischer zu fühlen ?

  2. Dieser Brief ist eine Superidee. Hoffentlich liest Frau Büskens ihn und nimmt ihn sich zu Herzen. Ein Aufstieg ohne Mike, das wäre schrecklich.

  3. Ich wünsche allen Fürthfans (und nicht nur denen), dass Mike Büskens bleibt.
    Ich würde mir aber auch wünschen, dass die Frage beantwortet wird, die der Mike gestern vom Balkon gestellt hat. 😉

      • Auch nach der 4. Heimniederlage in Folge? Na, warten wir es ab. Bei einem Spiel gibt es jedenfalls Ausverkauftgarantie. 😉

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