Eine ganze Schulklasse schwärmt fürs Kleeblatt

Wenn man auf dem Laubenweg in Richtung Stadion fährt, kommt man direkt daran vorbei: Gleich links zwischen großen Bäumen liegt das Schulhaus der Fürther Pestalozzischule. So kurz vor Schuljahresende habe ich mich heute auf den Weg gemacht, um eine ganz bestimmte Klasse in der „Pesta“ zu besuchen: die 3c. Warum? Ganz einfach: Per Zufall habe ich im Gespräch mit der Klassenleiterin erfahren, dass sie ganz viele kleine Kleeblatt-Fans in ihrer Klasse hat. Und da habe ich es mir nicht nehmen lassen, die persönlich kennenzulernen.
Die über 20 Drittklässler haben sich zur Feier meines Besuchs fast alle in weiß-grünes Outfit gekleidet. Ich erzähle ihnen ein bisschen vom „Greuther-Weiber-Blog“ der „Nürnberger Zeitung“, seinem ungewöhnlichen Namen und davon, dass wir uns immer was Besonderes raussuchen, über das wir schreiben. Schnell komme ich mit den Kindern in ein lebfaftes Gespräch. Viele sind begeisterte Kleeblatt-Fans und total stolz darauf, dass die SpVgg endlich in der ersten Liga ist. Ein Junge erzählt, wie er letzte Woche von 3 Uhr nachts bis zum frühen Nachmittag mit seinem Papa angestanden hat, um Dauerkarten für die nächste Saison zu bekommen. „Und wo habt Ihr geschlafen?“, fragt ihn ein Mitschüler. „Gar nicht, wir haben gestanden.“
Tim erzählt, dass sein Uropa – Joseph Bräu – Schiedsrichter bei der Spielvereinigung war. Das hat er von seiner Oma erfahren, die früher selbst gerne zu Spielen in den Ronhof ging. Und Lea berichtet, dass ihr Onkel nach dem Aufstieg der SpVgg was ganz „Verrücktes“ gemacht hat: Er ist Pfarrer und hat am Sonntag einen Gottesdienst in der Auferstehungskirche gehalten – im weiß-grünen Trikot.
Auf meine Frage, was sie später mal werden wollen, entscheiden sich drei für Journalist/-in und viele für Fußballspieler. Vor allem die Position des Stürmers scheint in der 3c sehr begehrt zu sein.
Nach unserem halbstündigen Gespräch schlägt die Klasse spontan vor, dass wir im Schulhof ein Foto machen, wo man alle in den weiß-grünen Kleeblatt-Farben sehen kann. Die Klassenleiterin – selbst stilecht gekleidet – hat nichts dagegen. Und so kommt dann mein kleiner Videoclip zustande. Voller Enthusiasmus feuern die Mädchen und Jungen ihr Team mit dem Schlachtruf „Greuther Fürth“ an.
Ich denke, wenn alle Fans in Fürth so nett und interessiert sind wie die Schülerinnen und Schüler der 3c, dann kann in Zukunft nichts schief gehen. Und wenn die Spielvereinigung in ihrer ersten Bundesliga-Saison viele Tore schießt, wenige ins eigene Tor lässt und einen Mittelplatz in der Tabelle hält, dann besuche ich nächstes Jahr wieder die Klasse in der „Pesta“. Dann ist es die 4c  – und vielleicht haben sie den einen oder anderen Blogbeitrag der „Greuther-Weiber“ gelesen.

1 Kommentar in “Eine ganze Schulklasse schwärmt fürs Kleeblatt

  1. Liebe Kiki, das Interview mit einer Grundschulklasse voller kleiner Greuther Fürth Fans finde ich wirklich
    eine super Idee !
    Ich bin nur irritiert, dass wir als Kommentatoren nicht auf die kleine „Sicherheits-Rechnung“ unten hingewiesen werden. Bevor man das findet, hat man schon mehrfach vergeblich versucht einen Kommentar zu hinterlassen (!)

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